www.aif.dehttps://www.aif.de/deAiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.Fri, 30 Sep 2022 14:17:33 +0200Fri, 30 Sep 2022 14:17:33 +0200TYPO3 EXT:newsnews-10730Tue, 27 Sep 2022 10:30:55 +0200 Parlamentarischer Abend der AiF: 70 Jahre erfolgreicher Brückenbau zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschafthttps://www.aif.de/news/details/parlamentarischer-abend-der-aif-70-jahre-erfolgreicher-brueckenbau-zwischen-wirtschaft-politik-und-wissenschaft.htmlDie Geschichte der AiF ist eine Erfolgsgeschichte. Das in fast 70 Jahren gewachsene Netzwerk mit über 50.000 eingebundenen Unternehmen und mehr als 1.200 Forschungseinrichtungen steht für gemeinschaftliches Forschungs- und Innovationsdenken und -handeln. Es gibt keine vergleichbare Organisation, die derart flächendeckend in der mittelständischen Industrie verwurzelt ist. „Der Erfolg und die einzigartige Wirkung des Förderprogramms Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) für den deutschen Mittelstand liegt in der Struktur der AiF mit ihren 100 Forschungsvereinigungen als Forschungs- und Transfernetzwerk. Der aktuelle Transformationsprozess der Wirtschaft braucht mehr denn je die anwendungsnahe und vorwettbewerbliche Forschung und den schnellen Transfer der Ergebnisse in konkrete Anwendungen und Produkte. Dafür steht die AiF als Partner des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)“, erklärte der AiF-Präsident und Geschäftsführer der BAUER Maschinen GmbH, Professor Sebastian Bauer, in seiner Eröffnungsrede zum Parlamentarischen Abend am 26. September 2022 in der Kuppel des Deutschen Bundestages und hieß dazu den Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Mario Brandenburg, und weitere 100 Gäste, darunter 21 Mitglieder des Deutschen Bundestages (MdB) und acht Mitarbeiter und Referenten aus weiteren MdB-Büros, willkommen.

Hocheffiziente Förderung von mittelständischen Innovationsaktivitäten

Die AiF müsse in der künftigen Programmstruktur der IGF erhalten bleiben, betonte Bauer und nahm dabei Bezug auf die geplante Ausschreibung der Koordinierung dieser Forschungsförderung durch das BMWK in eine Projektträgerschaft. Ins Detail gehend beschrieb er Teile des erfolgreichen Konzepts: „Das paritätische AiF-Gutachtersystem aus Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht einen branchen-, themen- und technologieoffenen Wettbewerb der besten Ideen. Es geht nicht um die Erkenntnis für den ‚Elfenbeinturm‘, sondern darum, aus den Forschungserkenntnissen heraus die Wirtschaft und insbesondere den Mittelstand mittels des AiF-Transfer-Netzwerks über seine ganze Breite durch eine höhere Innovativität im Markt zu stärken.“ Der ehrenamtliche Präsident ist Unternehmer und hob, auch aus persönlicher Erfahrung, die systemische Wirkung der AiF für den Mittelstand hervor. Er würdigte die Effekte der vorwettbewerblichen Konsensbildung zum gemeinsamen Forschungsbedarf innerhalb der AiF-Forschungsvereinigungen, die branchenfokussierte Innnovationsthemen und einen zeitnahen Forschungstransfer in die Wirtschaft ermöglichen.

„Wir wissen, was der Mittelstand braucht“

Die Keynote mit dem Titel „Transfer und Innovation in Deutschland – was, wie, wohin“ hielt Professor Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie KIT, Vizepräsident für den Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. und Vizepräsident des AiF e.V. Die wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Relevanz von Forschung sei grundlegend, so Hanselka. Das KIT verstehe sich als Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung. „Dem Mittelstand fehlen oft die Stimme, das passende Instrument und der Service. Der einzelne mittelständische Unternehmer findet selten den Zugang zu unserer komplexen Forschungslandschaft aus Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das AiF-Netzwerk ist hier Türöffner und idealer Katalysator. Wir wissen, was der Mittelstand von der Forschung braucht“, betonte der KIT-Präsident und AiF-Vizepräsident. Die jährliche Bilanz könne sich sehen lassen: Fast 25.000 Unternehmensbeteiligungen und über 800 beteiligte Forschungseinrichtungen in rund 1.900 laufenden Vorhaben, davon zirka 500 Neubewilligungen.

IGF und ZIM wirken in Krisen wie „Seismographen“

„IGF und auch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) wirken bei konjunkturellen Eintrübungen wie ‚Seismographen‘. Geht die Produktionsauslastung zurück, setzen gerade mittelständische Unternehmen ihr Personal verstärkt für Aktivitäten ein, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden kann. Die FuE-Aktivitäten mittelständischer Unternehmen stiegen in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 mit folgenden Effekten: In der IGF lagen die Antragszahlen im Januar und Februar 2022 um rund 100 Prozent höher als in den Jahren zuvor“, verdeutlichte Hanselka den nachweislichen Bedarf an angewandter Forschung im Mittelstand – erst recht in Krisenzeiten. An sein Publikum gerichtet erinnerte er an die Aussagen aus dem Koalitionsvertrag und zitierte: „Wir schaffen neues Zutrauen in Gründergeist, Innovation und Unternehmertum. Dazu stärken und entbürokratisieren wir die Innovationsförderung und -finanzierung. Die Förderprogramme wie ‚Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand‘, ‚Industrielle Gemeinschaftsforschung‘ für Unternehmen, ‚INNO-KOM‘, … werden wir weiterentwickeln. … Die Förderprogramme sollen bedarfsgerecht und flexibel ausgestattet und dynamisch fortgeschrieben werden.“ Für die Umsetzung steht die AiF seit vielen Jahrzehnten als zuverlässiger und kompetenter Brückenbauer zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zukunftsorientiert zur Verfügung. (frd)

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news-10724Fri, 23 Sep 2022 12:12:00 +0200Die AiF gratuliert: Das fem wird 100!https://www.aif.de/news/details/die-aif-gratuliert-das-fem-wird-100.htmlSeit 1922 ist das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie e.V. (fem), dessen Trägerverein Mitglied der AiF ist, das einzige unabhängige Institut für Edelmetallforschung auf der Welt. Aus der einstigen Probier- und Forschungsanstalt für Edelmetalle ist in 100 Jahren ein hochmodernes Forschungsinstitut geworden. Am 22. September 2022 feierte das fem seinen runden Geburtstag in Schwäbisch-Gmünd im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung.

Das fem hat dem Ziel, durch Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Materialwissenschaft und Oberflächen­technik zukunftweisende Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die Industrie zu ermöglichen. Allein für Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) flossen im Jahr 2021 über 2,3 Millionen Euro an das Forschungsinstitut. Die IGF wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Wachsendes Themenspektrum

Die Expertise des fem reicht von der Werkstoffentwicklung, Elektrochemie und galvanischen Oberflächenveredlung über Leichtmetalle, Lackbeschichtungen und physikalische Beschichtungsverfahren bis zur Material- und Oberflächenanalytik. Neue FuE-Schwerpunkte orientieren sich an den großen Herausforderungen unserer Zeit: Batteriesysteme und Wasserstofftechnologie, digitalisierte Prozesstechnik, intelligente Oberflächen sowie Rohstoff- und Ressourceneffizienz.

Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung sind am fem eng verzahnt, denn innovative Lösungen für die Praxis können nur durch detaillierte Kenntnisse der Grundlagen erzielt werden. Das fem verfügt über eine umfangreiche Ausstattung mit modernsten Geräten und Instrumenten, rund 200 Verfahren und Prüfmethoden sind nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Kunden und Partner kommen aus allen Zweigen der metallverarbeitenden Industrie und Wirtschaft, aus Universitäten, Forschungsinstitutionen und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Technologietransfer stärken

Auch für die Zukunft ist das fem gut aufgestellt. Auf zusätzlichen 4.500 m2 wird das Institut im neuen „Innovationslabor K15“ die anwendungsorientierte FuE-Arbeit für die wichtigen Zukunftsfelder Energietechnik, Ressourceneffizienz, Leichtbau und digitalisierte Prozesstechnik intensivieren und den Technologietransfer in KMU und Industrie ausbauen. Dadurch werden in den kommenden Jahren rund fünfzig neue Arbeitsplätze für wissenschaftliche und technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. (di)

 

Foto: canva

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news-10721Mon, 19 Sep 2022 08:42:00 +0200Ausgezeichneter Nachwuchswissenschaftler: Dr. Jacob Ewert erhält Friedrich-Meuser-Forschungspreishttps://www.aif.de/news/details/ausgezeichneter-nachwuchswissenschaftler-dr-jacob-ewert-erhaelt-friedrich-meuser-forschungspreis.htmlFür seine herausragende Dissertation, die sich durch wissenschaftliche Exzellenz, Innovationspotenzial und hohe wirtschaftliche Anwendungsrelevanz hervorhebt, wurde Dr. Jacob Ewert mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis 2022 des AiF-Mitglieds Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ausgezeichnet. Im Rahmen der FEI-Jahrestagung überreichte der FEI-Vorsitzende, Dr. Götz Kröner, dem Nachwuchswissenschaftler am 8. September in Bonn die Auszeichnung.

Höhere Ausbeuten und innovative Einsatzmöglichkeiten

Ewerts Dissertation ist im Rahmen eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) entstanden, in dem er sich am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie der Universität Hohenheim intensiv mit der kontinuierlichen Herstellung von technofunktionellen Milchprotein-Hydrolysaten und deren Einsatz beschäftigt hat. Milchprotein-Hydrolysate sorgen beispielsweise für verbesserte Schaum- und Emulgiereigenschaften in Schlagsahne, Dessertprodukten oder Eiscreme.

Ziel seiner Dissertation war die kontinuierliche Produktion von Milchprotein-Hydrolysaten mit einer definierten Zusammensetzung, neuen technofunktionellen Eigenschaften und ohne negative Sensorik. Auf Grundlage seiner Forschungsergebnisse eröffnen sich neue und effizientere Produktions- und Applikationsmöglichkeiten für Milchprotein-Hydrolysate in der gesamten Lebensmittelindustrie. Die von ihm untersuchten kontinuierlichen Prozesse bieten eine verbesserte Enzymausnutzung, höhere Ausbeuten und geringere Kosten im Vergleich zu bisherigen Verfahren. Außerdem ist die Implementierung des entwickelten Hydrolyse-Prozesses ohne größere technische Investitionen möglich und damit auch für kleinere Unternehmen niederschwellig realisierbar. Die erzeugten Hydrolysate können in einer Vielzahl von Lebensmitteln eingesetzt werden.

Web-Vortrag am 26. Oktober 2022

Anlässlich der Auszeichnung wird Ewert am 26. Oktober 2022 einen Web-Vortrag im Rahmen der „FEI-Highlights“ halten und seine Forschungsergebnisse präsentieren. Anmeldungen dazu sind bereits möglich: www.fei-bonn.de/va-web-vortrag-2022-10-26-meuserpreis-ewert.

Der Friedrich-Meuser-Forschungspreis ist mit 2.500 Euro dotiert und nach Professor  Friedrich Meuser benannt, dem langjährigen früheren Leiter des Wissenschaftlichen Beirats des FEI, der bei der Übergabe der Auszeichnung zugegen war und dem Preisträger herzlich gratulierte. (di)
 

Foto: © FEI

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news-10722Wed, 14 Sep 2022 15:26:10 +0200Das richtige Glas für neue Photovoltaik-Technologiehttps://www.aif.de/news/details/glas-fuer-neue-photovoltaik-technologie.htmlPhotovoltaikmodule werden seit mehreren Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt - anfangs nur in der Raumfahrt, heute sind viele Dächer oder Solarparks damit ausgestattet. Seit der Markteinführung wurde immer wieder daran geforscht, den Wirkungsgrad der Solarzellen zu verbessern.

Bei der Herstellung von Solarzellen kommt vor allem Silizium, dessen Wirkungsgrad aber begrenzt ist, zum Einsatz. Bei der Suche nach Alternativen spielt das Mineral Perowskit eine immer größere Rolle. Das allgemeine Forschungsziel der PeroTec-Produktionstechnik, die einen industriellen Einsatz von neuartigen Perowskit-Materialien beinhaltet, ist die Etablierung einer neuen Photovoltaiktechnologie, die gegenüber der zentralen Produktion in China andere dezentrale Geschäftsmodelle insbesondere in der Glasindustrie ermöglicht. Hierzu sind spezifische Entwicklungen in der Glasveredelung und Funktionalisierung sowie der thermischen Fügetechnik erforderlich. In einem Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung sollen diese Entwicklungen in enger Kooperation mit den entsprechenden Industrieunternehmen vorangetrieben werden.

Material- und Energiekosten von Solarpanels enorm reduzieren

Der Lösungsansatz besteht darin, sehr preisgünstige Glassubstrate und effiziente neuartige Absorbermaterialien aus Perowskit mit einfachen Herstellungsverfahren nach dem Prinzip des „reversed engineering“ (Umkehrung des Entwicklungs- beziehungsweise Produktionsprozesses vom Produkt hin zur Konstruktionszeichnung) zu kombinieren. Dadurch werden die Material- und Energiekosten von Solarmodulen nahezu auf die der Glassubstrate reduziert. Der momentane Standortvorteil einer zentralisierten und energieaufwändigen PV-Produktion in China würde damit entfallen, da Flachglas weltweit dezentral in den Märkten produziert und verarbeitet wird. Für die weltweit starke deutsche glasverarbeitende und -veredelnde Industrie und die international aufgestellten Glas-Maschinenbauer (KMU) erweitert diese Produktionstechnologie das traditionell erfolgreiche Geschäftsmodell.

Ein Teilprojekt befasst sich mit der grundlegenden Material- und Schichtentwicklung sowie mit der Bereitstellung der Glassubstrate für die Perowskit-Solarmodule. Im ersten Schritt werden zugekaufte Glassubstrate mit einer transparenten Elektrodenschicht laserstrukturiert. Zum gasdichten Fügen wird ein druckfähiges Glaslot, eine Art „Klebstoff“ aus Glas für Glas, entwickelt. Glaslot sowie Elektrodenschichten werden mit Siebdruck und Vakuumbeschichtung auf das Glas aufgebracht. Im zweiten Teilprojekt werden Scheibenpaare thermisch zusammengefügt und die Module fertiggestellt.

Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert und soll 2023 abgeschlossen sein. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten KMU genutzt werden. (frd)

Forschungsvereinigung:

Forschungsgemeinschaft Technik und Glas e.V. - FTG
Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS

Forschungseinrichtungen:

Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM


Glaslotmaterialien und Glasfunktionalisierung für Perowskit-Solarmodule – IGF-Steckbrief 34 L/35 NL

 

Foto: canva

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Projekt-KollektionHomeNews
news-10717Mon, 12 Sep 2022 14:50:00 +0200Neue Ausschreibung: Leittechnologien für die Energiewendehttps://www.aif.de/news/details/neue-ausschreibung-leittechnologien-fuer-die-energiewende-1.htmlAuch in diesem Jahr fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Bereich der Energiewende über die in der IGF-Richtlinie vom 10. August 2017 vorgesehene Variante „Leittechnologien für KMU“. Die Energiewende ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte und erfordert die Umsetzung technologischer Innovationen in allen Bereichen des Energiesystems.

Vor diesem Hintergrund wurde 2016 eine Programmkooperation zwischen dem Energieforschungsprogramm des BMWK und der IGF mit der AiF realisiert, die mit ihrem branchen- und technologiefeldübergreifenden Netzwerk von Forschungsvereinigungen und mittelständischen Unternehmen wichtige Forschungsbeiträge zur Realisierung der Energiewende für die Praxis leisten kann. Als Dialogplattform zur Umsetzung der Programmkooperation hat sich in diesem Zuge auch die AiF-Forschungsallianz Energiewende gegründet, deren Forschungsbeirat die Aufgabe hat, Empfehlungen zur finanziellen Förderung von IGF-Forschungsvorhaben mit Energiewende-Bezug auszusprechen.

Einreichungsfrist bis 14. Oktober 2022

Im Rahmen der aktuellen Bekanntmachung können bis zum 14. Oktober 2022 Anträge bei der AiF eingereicht werden. Aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung war keine vorherige Ausschreibung möglich. Über die Fördermodalitäten der aktuellen Ausschreibung informiert die Bekanntmachung „Leittechnologien für die Energiewende“. (di)

 

Foto: canva

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news-10715Wed, 07 Sep 2022 08:26:24 +0200Aktionswoche: Patentinformationszentren bieten kostenlose Orientierungsberatungenhttps://www.aif.de/news/details/aktionswoche-patentinformationszentren-bieten-kostenlose-orientierungsberatungen.htmlIn einer bundesweiten Aktionswoche der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Patentinformationszentren e.V. (PIZnet) können sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups vom 19. bis 23. September 2022 zum Umgang mit und zur wirtschaftlichen Nutzung von gewerblichen Schutzrechten beraten lassen. Unter dem Titel „Schutzrechtsstrategien für KMU“ finden in diesem Zeitraum an 16 Standorten der deutschen Patentinformationszentren kostenlose Orientierungsberatungen (keine Rechtsberatungen) statt. Die Aktionswoche hat das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) gemeinsam mit PIZnet konzipiert und in den vergangenen fünf Jahren mit großer Resonanz veranstaltet.

19. bis 23. September 2022: Individuelle Beratung für jedes Unternehmen

Im Rahmen der Aktionswoche erhalten Unternehmen kostenfrei, neutral und vertraulich Rat zur Wertschöpfung und Risikovermeidung im Umgang mit geistigem Eigentum (englisch: „intellectual property“, IP). In den rund zweistündigen Orientierungsberatungen analysieren Expertinnen und Experten der Patentinformationszentren die unternehmensspezifische IP-Situation. Dabei geht es insbesondere um die gewerblichen Schutzrechte (Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs), aber auch um Aspekte der sogenannten „Soft-IP“, zu denen Geschäftsgeheimnisse und Urheberrechte zählen. Auf dieser Grundlage erhalten die Unternehmen eine erste Einschätzung ihrer wirtschaftlichen Chancen und Risiken im Bereich des geistigen Eigentums mit spezifischen Handlungsempfehlungen – von individuellen Anregungen für eine optimale Nutzung von geistigem Eigentum im Unternehmen bis hin zu Ansätzen für strategische Wettbewerbsvorteile.

In diesem Jahr sind die Beratungseinheiten innerhalb der Aktionswoche in Präsenz geplant, können jedoch situationsbedingt auch per Video- oder Audio-Übertragung durchgeführt werden.

Eine vorherige Terminvereinbarung per Telefon unter den Kontaktdaten des jeweiligen regionalen Veranstalters ist erforderlich. Bitte wenden Sie sich an Ihr regionales Patentinformationszentrum:

AACHEN // Patent- und Normenzentrum, RWTH Aachen University
Telefon 0241 8094480, E-Mail pnz(at)ub.rwth-aachen(.)de
BREMEN // Patent- und Markenzentrum Bremen, InnoWi GmbH
Telefon 0421 33117010 , E-Mail mail@innowi.de
CHEMNITZ // Patentinformationszentrum Chemnitz, TU Chemnitz
Telefon 0371 53113160, E-Mail piz(at)tu-chemnitz(.)de
DARMSTADT // Patent- und Markenzentrum Rhein-Main, Technische Universität Darmstadt
Telefon 06151 1676500, E-Mail patent-markenzentrum@ulb.tu-darmstadt.de
DORTMUND // Informationszentrum Technik und Patente, Universitätsbibliothek Dortmund
Telefon 0231 7554014, E-Mail itp.ub(at)tu-dortmund(.)de
DRESDEN // Patentinformationszentrum Dresden, Technische Universität Dresden
Telefon 0351 46335540, E-Mail piz(at)tu-dresden(.)de
HANNOVER // EZN Erfinderzentrum Norddeutschland GmbH
Telefon 0511 8503080, E-Mail ezn(at)ezn(.)de
ILMENAU // PATON - Landespatentzentrum Thüringen, TU Ilmenau
Telefon 03677 694505, E-Mail paton(at)tu-ilmenau(.)de
KAISERSLAUTERN // Patent- und Informationszentrum Rheinland-Pfalz, TU Kaiserslautern
Telefon 0631 2053202, E-Mail piz(at)rti.uni-kl(.)de
KIEL // Patent- und Markenzentrum, WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH
Telefon 0431 66666831, E-Mail schutzrechte(at)wtsh(.)de
MAGDEBURG // Patentinformationszentrum und Normen-Infopoint Magdeburg, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Telefon 0391 6752979, E-Mail patentinformation@ovgu.de
NÜRNBERG // Patentzentrum Bayern, Bayern Innovativ GmbH
Telefon 0911 20671939, E-Mail patentzentrum(at)bayern-innovativ(.)de
ROSTOCK // Patent- und Normenzentrum Rostock, Universitätsbibliothek Rostock
Telefon 0381 4988671, E-Mail patente(at)uni-rostock(.)de
SAARBRÜCKEN // Patent- und Markenzentrum Saar e.V.
Telefon 0681 9520461, E-Mail patentinfo(at)saaris(.)de
SCHWERIN // Patentinformationszentrum Schwerin, TBI Technologie-Beratungs-Institut GmbH
Telefon 0385 3993193, E-Mail piz(at)tbi-mv(.)de
STUTTGART // Patent- und Markenzentrum Baden-Württemberg
Telefon 0711 1232558, E-Mail info@pmz-bw.de

Über das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Seine knapp 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter. Weitere Informationen unter www.dpma.de. (di)

 

Foto: canva

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news-10713Wed, 31 Aug 2022 06:43:25 +0200„Einzigartiges Forschungs- und Transfernetzwerk sichert Weltmarktfähigkeit des deutschen Mittelstandes“https://www.aif.de/news/details/einzigartiges-forschungs-und-transfernetzwerk-sichert-weltmarktfaehigkeit-des-deutschen-mittelstandes.htmlProfessor Michael Bruno Klein (57) ist ab 1. September 2022 Hauptgeschäftsführer der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. Als Forschungs- und Transfernetzwerk Mittelstand koordiniert die AiF die Förderung anwendungsnaher Forschung zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Das BMWK-Förderprogramm „Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF)“ fungiert dabei als sichtbar erfolgreiche Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftlicher Anwendung im Mittelstand. „Das AiF-Netzwerk trägt damit seit Jahrzehnten zur Sicherung der Weltmarktfähigkeit des deutschen Mittelstandes bei. Der Erfolg der IGF liegt in der Struktur der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen begründet“, erklärt Klein und macht direkt zu seinem Amtsantritt deutlich: „Die AiF muss mit ihren Forschungsvereinigungen in der künftigen Programmstruktur und Administration der Industriellen Gemeinschaftsforschung erhalten bleiben, sonst droht Schaden für das seit 70 Jahren bewährte System der vorwettbewerblichen und themenoffenen Mittelstandsförderung in Deutschland.“ Er weist auf einen aktuellen Brief an den Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz hin, in dem die AiF-Mitglieder, angesichts einer geplanten Vertragsänderung durch das Wirtschaftsministerium, die Fortführung der erfolgreichen Strukturen für die weltweit einmalige Innovationsförderung des deutschen Mittelstands fordern.

Der habilitierte Wissenschaftler wird das AiF-Netzwerk, zu dem 100 branchenorientierte Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen von Automobil- bis Zementindustrie gehören, führen und nach außen vertreten. „Mich reizt, vor dem Hintergrund meiner über 20-jährigen Erfahrung im Wissenschafts- und Innovationsmanagement, an dieser Aufgabe, vor allem die Systemrelevanz der AiF zu verdeutlichen. Das haben wir in den letzten Jahren versäumt; hier müssen wir besser werden. Denn das Thema der AiF ist nicht die AiF, sondern das Thema ist Forschung und Transfer in und für den Mittelstand“, so Klein weiter. Hier sei weltweit Einmaliges seit Jahrzehnten erfolgreich realisiert, wie zum Beispiel gelebte Vernetzung zwischen den Branchen, die besondere Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und die Möglichkeit zur frühzeitigen und themenoffenen Adressierung ihres Forschungsbedarfs oder die professionelle Begutachtung der vorwettbewerblichen Forschungsthemen durch über 500 ehrenamtliche Gutachterinnen und Gutachter aus der Wissenschaft und Wirtschaft. Der neue AiF-Hauptgeschäftsführer macht leidenschaftlich auf den „Lichtschaltereffekt der AiF“ in Bezug auf den Transfer von Forschungsergebnissen in die mittelständische Wirtschaft im Sinne der Gemeinschaftsforschung aufmerksam: Betätigt man einen Lichtschalter, wird es nicht nur für den Einzelnen, sondern für alle hell.

Professor Michael Bruno Klein war zuletzt als Vorstandsvorsitzender der DAM - Deutsche Allianz Meeresforschung e.V. in Berlin tätig. Nach dem Studium der Geschichte, Wirtschaftsgeschichte, Politischen und Kommunikationswissenschaften in Bamberg, Erlangen, Norwich (England) und Dijon (Frankreich) und einer Lehrtätigkeit an der Universität Bamberg wurde er 1996 Referent im Deutschen Bundestag. Ende der 1990er Jahre wechselte Klein ins Wissenschaftsmanagement zur Leibniz-Gemeinschaft und wurde 2006 deren erster Generalsekretär. Ein Jahr zuvor habilitierte er sich an der Universität der Bundeswehr München, ist seit neun Jahren außerplanmäßiger Professor an der Technischen Universität Berlin und seit 2020 Gastprofessor für Innovation und Technology Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin.

Von 2010 bis 2017 war er Generalsekretär und hauptamtlicher Vorstand der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V., eine der führenden Einrichtungen der wissenschaftlichen Politikberatung. In den Jahren 2017 und 2018 verantwortete er die „Zentralabteilung Außenangelegenheiten, Regierungs- und Politikbeziehungen" der Robert Bosch GmbH. Aktuell ist er in zahlreichen wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Gremien aktiv und Mitglied im Advisory Board der Exentis Group AG in Stetten (Schweiz) sowie der XLife Sciences in Zürich (Schweiz).

Klein übernimmt die Aufgabe von Dr.-Ing. Thomas Kathöfer, der in den Ruhestand geht. „Mit Professor Klein haben wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit gewonnen, die bundesweit in Politik, Forschung und Wirtschaft bestens vernetzt ist und darüber hinaus die besondere Kombination von Wissenschaftler, Wissenschaftsmanager und Unternehmer mitbringt. Wir freuen uns auf die zukunftsorientierte Profilstärkung unseres Forschungsnetzwerkes mit ihm“, sagt AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer. Gleichzeitig spricht der AiF-Präsident Dr.-Ing. Thomas Kathöfer seinen besonderen Dank für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren aus: „Sie haben stets kompetent und erfolgreich die Themen im Sinne des forschenden Mittelstands positiv beeinflusst. Unsere Zusammenarbeit war von Vertrauen, Respekt und Loyalität geprägt.“

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH, eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Die AiF Forschung Technik Kommunikation GmbH, eine weitere einhundertprozentige Tochter des AiF e.V., verantwortet die digitale Plattform für mittelstandnahe Innovationen AiF InnovatorsNet. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Download: Pressemitteilung als PDF-Datei

Download: Druckfähiges Foto von Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein © AiF (2 MB, Querformat)

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HomePresseinformationen
news-10709Tue, 30 Aug 2022 12:40:00 +0200AiF wird Förderer des Deutschen Museums Bonnhttps://www.aif.de/news/details/aif-wird-foerderer-des-deutschen-museums-bonn-1.htmlDurch die Mitgliedschaft im Verein WISSENschaf(f)t SPASS – Förderverein für Bildung und Innovation im Rheinland e.V. gehört die AiF nun zu den Förderern des Deutschen Museums Bonn, das 1995 im Wissenschaftszentrum Bonn als Außenstelle des Deutschen Museums in München eröffnet wurde. Sammlungsschwerpunkt sind Forschung und Technik mit Fokus auf die Zeit nach 1945. Die AiF hat 1995 an der Eröffnung des Museums mit Beiträgen zur Rolle der mittelständischen Industrie und insbesondere der Industriellen Gemeinschaftsforschung mitgewirkt. Da der Bonner Stadtrat 2015 beschloss, den Zuschuss der Stadt Bonn zu kürzen, drohte dem Museum die Schließung. In der Diskussion um sein Fortbestehen wird das Museum seither durch den Verein WISSENschaf(f)t SPASS unterstützt.

„Die AiF versteht sich als ‚natürliche Partnerin‘ des Deutschen Museums Bonn“, erläutert AiF-Vereinsgeschäftsführer Robert Huintges ihre Mitgliedschaft in seinem Förderverein. „Sie wurde 1954 als Dachorganisation industrieller Forschungsvereinigungen ins Leben gerufen, in denen sich kleine und mittlere Unternehmen zum Zweck gemeinsamer Forschung zusammengeschlossen haben. Als Forschungsnetzwerk Mittelstand hat die AiF nach 1945 maßgeblich zur anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung in der mittelständischen Industrie beigetragen und tut dies nach bald 70 Jahren weiterhin mit einzigartiger Breitenwirkung.“

Am 30. August 2022 übergaben Werner Preusker, Mitglied im erweiterten Vorstand des Fördervereins, und das Kölner Mitglied des Vereins Wolf Pohl der AiF in Köln den Förder-Award als äußeres Zeichen der Verbundenheit. Zu den gegenwärtig rund 150 Mitgliedern des Vereins zählen unter anderen die Industrie- und Handelskammern Bonn/Rhein-Sieg und Koblenz, das Max-Planck-Institut für Neurobiologie des Verhaltens – caesar – und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V., der die Eröffnung des Deutschen Museums Bonn 1995 angeregt hat.

„Aktuell wandelt sich das Museum zum Forum für künstliche Intelligenz (KI), um für die Chancen, Herausforderungen und Risiken dieser Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts zu sensibilisieren“, berichtete Preusker bei seinem Besuch in Köln. „Wir unterstützen diese einzigartige Wissenswerkstatt im Rheinland, um bei den Menschen Begeisterung für Technik und für technische Berufe zu wecken“, so erläuterte er das Engagement des Fördervereins. Die Ausstellung „Mission KI“ bietet Museumsgästen die Möglichkeit, die Grundlagen der KI erlebnisorientiert zu verstehen. Weitere Informationen findet man auf den Websites des Museums und seines Fördervereins unter www.deutsches-museum.de/bonn und www.wissenschafft-spass.de . (di)

Foto: © AiF

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news-10702Wed, 24 Aug 2022 11:01:42 +0200Ministerialdirigent Dr. Manfred Wolter besuchte AiF-Mitglied Fograhttps://www.aif.de/news/details/ministerialdirigent-dr-manfred-wolter-besuchte-aif-mitglied-fogra.htmlDer Leiter der Abteilung Innovation, Forschung, Technologie, Digitalisierung des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Dr. Manfred Wolter, besuchte am 17. August 2022 das AiF-Mitglied Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V. in Aschheim bei München. Die Fogra betreibt anwendungsorientierte Forschung auf den Gebieten der Druck- und Medientechnologien und konnte schon oft Standards für Prozesse und Qualitätsprüfungen schaffen.

Im Austausch mit dem geschäftsführenden Institutsleiter der Fogra, Dr. Eduard Neufeld, informierte sich Wolter über die Aktivitäten der Fogra sowie die aktuelle Lage der mittelstandsorientierten Förderprogramme Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Zur Sprache kamen auch Instrumente der Forschungsförderung durch den Freistaat Bayern, die zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen in Form praxisrelevanter Forschungsergebnisse zugutekommen.

Bei einem Rundgang durch die Labore zeigte sich Wolter beeindruckt von der Vielfältigkeit der abgedeckten Themen von Vorstufe und Druck über die Materialforschung bis hin zu Sicherheitsanwendungen für Banknoten sowie Bank- und Identitätskarten. Bereits beim Bau des Forschungsgebäudes der Fogra war seine Abteilung in den Prozess eingebunden. Er zeigte sich erfreut, dass die Investition des Bayerischen Wirtschaftsministeriums von drei Millionen Euro zur Etablierung eines Innovationszentrums für die Druck- und Medienbranche in Aschheim geführt hat, wodurch auch die Wettbewerbskraft der Fogra-Mitgliedsunternehmen gestärkt wird. (di)

 

Foto: © Fogra

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news-10699Tue, 23 Aug 2022 10:59:18 +020030. Ausschreibung des transnationalen Fördernetzwerks IraSMEhttps://www.aif.de/news/details/30-ausschreibung-des-transnationalen-foerdernetzwerks-irasme.htmlSeit 3. August 2022 ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wieder für Antragstellende geöffnet und steht somit auch als Förderinstrument für in Deutschland ansässige mittelständische Unternehmen und kooperierende Forschungseinrichtungen im aktuellen 30. IraSME-Call zur Verfügung. Im Rahmen von IraSME werden nationale Förderprogramme mehrerer Länder und Regionen miteinander verknüpft, um transnationale FuE-Kooperationen für kleine und mittelständische Unternehmen zu ermöglichen. Finanziell unterstützt wird das Netzwerk durch das BMWK, das die AiF Projekt GmbH mit der Koordination beauftragt hat.

Einreichungsfrist 28. September 2022

Partnerländer und -regionen der aktuellen 30. Ausschreibung sind Belgien (Flandern und Wallonien), Brasilien, Deutschland, Luxemburg, Tschechien und die Türkei. Einreichungsfrist sowohl für die nationalen Förderanträge als auch das IraSME-Formular ist der 28. September 2022. Detaillierte Informationen zur Antragstellung und den Förderbedingungen finden Interessenten auf der IraSME-Webseite und auf der ZIM-Webseite.

Die vorangegangene 29. Ausschreibungsrunde mit Frist Ende März 2022 verzeichnete zum zweiten Mal in der Geschichte des Fördernetzwerks einen Eingang von über 40 Projektanträgen, in denen sich insgesamt 176 Firmen und Forschungseinrichtungen in ihren jeweiligen transnationalen Konsortien zusammenfanden, um ihre innovativen Ideen vorzustellen. (di)

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news-10676Thu, 18 Aug 2022 11:26:00 +0200Trocknung mit Wasserstoffhttps://www.aif.de/news/details/trocknung-mit-wasserstoff.htmlFlächenbrennersysteme werden in der Holzverarbeitung, der Baustoff-, Porzellan- und Lackierindustrie unter anderem für Trocknungs- und Nachverbrennungsprozesse verwendet. Diese Flächenbrenner werden zumeist mit Erd-, Propangas oder diversen Prozessgasen betrieben.

Um von den fossilen Energieträgern unabhängiger zu werden und den CO2-Ausstoß in diesen energieintensiven Industrieprozessen zu reduzieren, ist die Nutzung von sogenanntem Grünem Wasserstoff eine zukunftsorientierte Alternative. Allerdings ist das Verbrennungsverhalten von Wasserstoff ein signifikant anderes als das von üblichen gasförmigen Kohlenwasserstoffen. Wasserstoff besitzt eine fünffach höhere laminare Brenngeschwindigkeit und deutlich höhere Flammentemperaturen als beispielsweise Erdgas. Eine verstärkte Stickoxidbildung ist die Folge. Will man dies verringern, in dem das Wasserstoff-Luft-Gemisch „abgemagert“ wird, kommt es jedoch aufgrund der starken Diffusionsneigung von Wasserstoff zu thermo-diffusiven Instabilitäten.

In einem aktuellen Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Gas- und Wärme-Instituts Essen e.V. (GWI) und des Instituts für Technische Verbrennung der RWTH Aachen gemeinsam mit der AiF-Forschungsvereinigung Deutsche Vereinigung für Verbrennungsforschung e.V. – DVV ein Modell für einen zunächst simulativen Flächenbrenner, der mit bis zu 100 Prozent Wasserstoff betrieben werden kann und damit die charakteristischen H2-Verbrennungseigenschaften mitbringt. Mit diesem Modell sowie mit gezielten experimentellen Untersuchungen auf unterschiedlichen Skalen wird ein verbessertes Flächenbrennerkonzept konzipiert, das bei effizienter und stabiler Brennstoffumsetzung die vorgeschriebenen Stickoxid-Grenzwerte beachtet.

Das vorwettbewerbliche IGF-Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Projektergebnisse werden dem gesamten Mittelstand zu Verfügung gestellt. Der Nutzen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) besteht darin, dass ihnen sowohl das neue Verbrennungsmodell als auch das optimierte Brennerkonzept zur Verfügung gestellt werden. Somit können die Forschungsergebnisse branchenübergreifend in die Produktentwicklung der KMU einfließen. Durch den steigenden Einsatz von grünem Wasserstoff als Energieträger bei industriellen Trocknungsprozessen kann der Ausstoß von Kohlendioxid im Vergleich zu bisher genutzten fossilen Gasen erheblich reduziert werden. (frd)

Forschungsvereinigung:

Deutsche Vereinigung für Verbrennungsforschung e.V. – DVV

Forschungseinrichtungen:

Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (GWI)
RWTH Aachen, Institut für Technische Verbrennung

 

Entwicklung flexibler Flächenbrennersysteme zur Integration von Prozessgasen und Wasserstoff in energieintensive Industrieprozesse – IGF-Steckbrief 21773 N

 

Foto: Canva

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news-10690Thu, 04 Aug 2022 12:33:24 +0200Gute Nachricht für den Mittelstand: Antragstellung im ZIM wieder möglichhttps://www.aif.de/news/details/gute-nachricht-fuer-den-mittelstand-antragstellung-im-zim-wieder-moeglich.htmlDie Bundesregierung hat im Bundeshaushalt 2022 und im Rahmen des Regierungsentwurfs für den Haushalt 2023 ein klares positives Signal für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gesetzt. Mit dem Ende des befristeten Antragsstopps können ab sofort wieder Anträge im ZIM gestellt werden. Hierzu stehen aktualisierte Formulare sowie sichere Upload-Portale der drei Projektträger zur Verfügung.

Die ausführliche Meldung finden Sie auf der ZIM-Website.

Hier geht´s zum Formularcenter des ZIM.

Die AiF Projekt GmbH ist beliehener Projektträger für die stärkste Fördersäule des Programms. Für Fragen rund um Ihre ZIM-Kooperationsprojekte stehen Ihnen die Ansprechpartner der AiF Projekt GmbH gerne zur Verfügung. (di)

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news-10679Tue, 02 Aug 2022 13:06:00 +0200„Raue“ Rotorblätter frühzeitig erkennenhttps://www.aif.de/news/details/raue-rotorblaetter-fruehzeitig-erkennen.htmlMehr als ein Viertel der Stromproduktion in Deutschland kommt inzwischen aus Windenergie. Die Branche ist ein globaler Wachstumsmarkt, dem selbstverständlich größte Bedeutung in der Energiewende zukommt. Die technischen Anforderungen an die Windkraftanlagen steigen ständig; insbesondere die Rotorblätter stehen immer wieder im Fokus technischer Innovationen.
Wind und Wetter ermöglichen erst die Energiegewinnung durch Windkraftanlagen, aber beides greift auch die Rotorblätter dauerhaft an, macht deren „Haut“ mehr als rau und rissig. Hagel, Eis oder Regentropfen, die mit hohem Druck auf die Windräder schlagen, können schwere Materialschäden verursachen. Die Aerodynamik, damit der Wirkungsgrad und am Ende der Energieertrag werden dadurch stark beeinträchtigt. Bisher fehlt noch eine geeignete Früherkennung von Erosionsschäden im Rahmen von Wartungsarbeiten, da systematische Erkenntnisse zur Schadensentstehung nicht ausreichend vorhanden sind. Schwere Defekte werden spät erkannt und ein Austausch oder eine Reparatur erfolgt dadurch erst, wenn der wirtschaftliche Schaden bereits immens ist.

Ursache und Prozess der Erosionsschäden erforschen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Faserinstituts Bremen e.V., des Bremer Instituts für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) der Universität Bremen und des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM forschen innerhalb eines aktuellen Forschungsvorhabens der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zu Ursachen und Prozess der Erosionsschäden bis zum Versagen der Windkraftanlage. Dabei untersuchen sie die Anwendung von zerstörungsfreien Röntgenmikroskopen (XRM) und weitere berührungslose Messverfahren und Werkstoffprüfungen wie beispielsweise die Aktiv-Thermografie. Dabei wird ein Wärmestrom im Prüfobjekt induziert. Schichten oder Fehlstellen im Inneren des Materials, damit Inhomogenitäten, werden erfasst.

Berührungslose Messverfahren für Produktion und Wartung

Um Schadenursachen und -mechanismen genauer aufzuklären, werden zyklische und witterungsbedingte Materialbelastungen im Prüfstand simuliert, Proben untersucht und kartographiert sowie ein Zusammenhang von initialen Fehlstellentypen sowie -größen und Erosionsschäden ermittelt. Ziel ist es, mit Hilfe des Thermografie-Messverfahrens Aussagen für die Erosionsfrüherkennung zu treffen. Damit steht den Herstellern von Windkraftanlagen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus dem Wartungs- und Servicebereich erstmals ein berührungsloses Messverfahren für den Einsatz direkt am Rotorblatt zur Verfügung.

Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln realisiert. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten KMU genutzt werden. (frd)

Forschungsvereinigung:

Deutsche Forschungsvereinigung für Meß-, Regelungs- und Systemtechnik e.V. - DFMRS

Forschungseinrichtungen:

Faserinstitut Bremen e.V.

Universität Bremen Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ)

Fraunhofer-Gesellschaft e.V. Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM

 

"Systematische Ursachenforschung von Erosionsschäden an Windkraftanlagen mittels Computertomographie (XRM)" als Basis zur Schadensminimierung und Serviceoptimierung – IGF-Steckbrief 20794 N

 

Foto: © fotolia.com

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IGFProjekt-KollektionHomeNews
news-10677Tue, 26 Jul 2022 16:06:00 +0200Einladung: Chancen der Wasserstofftechnologie für den Mittelstandhttps://www.aif.de/news/details/einladung-chancen-der-wasserstofftechnologie-fuer-den-mittelstand.htmlDer Fachausschuss AiF-Forschungs- und Transferallianz Wasserstoff und die AiF-Brennstoffzellen-Allianz laden Vertreterinnen und Vertreter mittelständischer Unternehmen, der Politik und von Verbänden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein zur Fachtagung „Erfolge und Herausforderungen der Wasserstofftechnologie“. Dabei stehen am 21. und 22. September 2022 im Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) in Duisburg Beiträge aus der Praxis für die Praxis mit einem starken Bezug zu Transfer und Innovation im Mittelpunkt. Das Vortragsprogramm wird an Tag 1 durch eine Führung über das Wasserstoff-Testfeld des ZBT ergänzt. Die Labore des ZBT und des NanoEnergieTechnikZentrums der Universität Duisburg-Essen können am zweiten Tag besucht werden. Die Veranstaltung ist kostenfrei und wird überwiegend in einem großen, gut belüfteten Festzelt neben dem ZBT durchgeführt. 

Wann?

21. September 2022, 14:00 – 18:00 Uhr
22. September 2022, 09:00 – 14:00 Uhr

Wo?

ZBT - Zentrum für BrennstoffzellenTechnik GmbH
Carl-Benz-Straße 201
47057 Duisburg

Hier geht´s zum kompletten Programm.
Hier geht´s zur Anmeldung.

Begleitende Ausstellungen

Wissenschaftliche Einrichtungen und mittelständische Unternehmen haben die Möglichkeit, kostenfrei an einer Posterausstellung teilzunehmen. Präsentiert werden hier vornehmlich Projekte und Projektergebnisse der deutschen Mittelstandsförderung (ZIM, IGF, InnoKom etc.) im Themenbereich Wasserstoff & Brennstoffzellentechnik. Alle Poster können auch im Nachgang mit den Vortragsfolien veröffentlicht werden.

Unternehmen haben zudem die Gelegenheit, sich in einer begleitenden Fachausstellung mit ihren Produkten zu präsentieren. Tisch, Stromanschluss und bei Bedarf Stellwände werden gestellt. Die Ausstellergebühr beträgt 600,00 Euro. (di)

Bei Interesse sprechen Sie bitte im ZBT an:
Henning Winter
Telefon: 0162 13 63 560
E-Mail: h.winter(at)zbt.de

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news-10671Mon, 18 Jul 2022 15:00:00 +0200Herausragende Nachwuchstalente der Massivumformunghttps://www.aif.de/news/details/herausragende-nachwuchstalente-der-massivumformung.htmlEnde Juni 2022 wurde Stefan Volz vom Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen der Technischen Universität Darmstadt mit dem Otto-Kienzle-Preis des Industrieverbands Massivumformung e.V. (IMU) ausgezeichnet. Für seine Arbeiten im Rahmen eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zum Thema „Teilautomatisierte, numerische Auslegung und Erweiterung der Prozessgrenzen hinsichtlich Ausbringung und Formgebung beim Profilwalzen" erhielt er ein Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro. Die vorwettbewerbliche und mittelstandsorientierte IGF wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

„Nachwuchsförderung ist die Grundlage für den langfristigen Erfolg unserer Branche. Wir freuen uns, in diesem Jahr wieder herausragende Talente zu ehren und so unsere Technologie bei jungen Menschen bekannter machen zu können“, sagt Tobias Hain, Geschäftsführer des IMU. Mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 22.500 Euro ehrt der IMU in Kooperation mit der Karl-Diederichs-Stiftung die Nachwuchstalente der Branche. Die Preisträger wurden im Rahmen der Jahrestagung Massivumformung in Stuttgart ausgezeichnet.

Das sind die weiteren Preisträger: Simon Peddinghaus vom Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen der Leibniz Universität Hannover erhielt das mit insgesamt 12.000 Euro dotierte Karl-Diederichs-Stipendium. Der Karl-Diederichs-Masterpreis in Höhe von 5.000 Euro ging an Michele Matsuo aus dem Unternehmen Otto Fuchs KG.  Und den mit jeweils 1.000 Euro dotierten Azubi-Award erhielten Janine Kieper, Pascal Matscheko und Nik Nilovic. Sie kommen aus den Unternehmen LEIBER Group GmbH & Co. KG, Winning BLW GmbH und Otto Fuchs KG. (di)

 

Foto: © IMU

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news-10672Wed, 13 Jul 2022 15:04:00 +0200Geöffnet: 34. internationale Ausschreibungsrunde für CORNEThttps://www.aif.de/news/details/geoeffnet-34-internationale-ausschreibungsrunde-fuer-cornet.htmlAm 13. Juli 2022 hat das internationale Fördernetzwerk CORNET (Collective Research Networking) die nächste Ausschreibungsrunde geöffnet. Bis zum 28. September 2022 (12 Uhr) können internationale Projektkonsortien Anträge einreichen. Für den aktuellen, mittlerweile 34. Call sind alle CORNET-Partner bis auf die Tschechische Republik, die Niederlande und Japan mit an Bord, darunter auch Taiwan, das erstmalig an einem Call teilnimmt. Außerdem können durch die Partnerschaft zwischen der AiF und der brasilianischen Förderorganisation SENAI auch deutsch-brasilianische Projekte eingereicht werden.

Internationale Gemeinschaftsforschung mit CORNET

CORNET verknüpft Förderprogramme verschiedener Länder und Regionen miteinander, um internationale Projekte der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. Auf deutscher Seite greift das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierte Programm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

CORNET ist eine themenoffene Initiative – Projekte aus allen Branchen und Technologiefeldern sind willkommen und förderfähig. Detaillierte Informationen unter anderem zu Antragstellung und Richtlinien sind auf der englischsprachigen CORNET-Website www.CORNET.online abrufbar. Der internationale Gesamtantrag wird online über das auf der Website eingebundene Submission Tool eingereicht.

Einen umfassenden Überblick zu CORNET in deutscher Sprache erhalten Interessenten zudem auf der AiF-Webseite im Bereich CORNET/IGF international. (di)

 

Foto: © Corinna71/istock.com

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CORNET DEHomeNews
news-10669Thu, 07 Jul 2022 12:35:25 +0200Wenn Wasserstoff im Tank, dann mit optimiertem Brennverfahrenhttps://www.aif.de/news/details/test-4.htmlUm die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zu senken, ist regenerativ hergestellter „grüner“ Wasserstoff als Energieträger eine vielversprechende Alternative. Denn er kann nicht nur für die Brennstoffzelle, sondern auch direkt in Verbrennungsmotoren und Gasturbinen genutzt werden. Natürlich unterscheiden sich die chemischen Eigenschaften des Wasserstoffs signifikant von jenen, die fossile Brenn-, Kraft- und Treibstoffe charakterisieren. So ist selbstverständlich eine technische Anpassung von Verbrennungsmotoren und Turbomaschinen notwendig. Die Vorteile eines Wasserstoffverbrennungsmotors gegenüber dem Einsatz von Brennstoffzellen liegen in der direkten Verwendung des Kraftgases, ohne die aufwändige Abscheidung von hochreinem Wasserstoff.

Die Herausforderungen bei der motorischen H2-Verbrennung liegen in der geringen volumetrischen Energiedichte, der hohen Klopfneigung von Wasserstoff sowie der Entstehung von Stickoxiden bei dessen Verbrennung mit Umgebungsluft. Als Klopfen wird eine unkontrollierte Verbrennung des Kraftstoffs bei Otto-Motoren oder Nageln bei Diesel-Motoren bezeichnet. Temperatur und Druck steigen schlagartig an, dadurch entstehen weitere Zündkerne. Es treten Druckspitzen auf, die Kolben, Lager, Zylinderkopf, Ventile und Zündkerze beschädigen können.

Im Rahmen eines Vorhabens der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) werden Lösungen dafür erarbeitet. Experimentell wird zunächst die Verwendung von reinem Wasserstoff als Grenzfall, bevorzugt an einem Einzylinderaggregat, untersucht. Abschließend sollen dann die Grenzen eines strahlgeführten DI-Brennverfahrens für Methan-Wasserstoffgemische in verschiedenen Mischungsverhältnissen bestimmt werden. Die so erzielten Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse über künftige H2-basierte Kraftgase für die motorische Verbrennung in Kraft-, Lastkraft- und anderen Fahrzeugen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können sich keine wissenschaftlich fundierte Forschung auf dem Gebiet der motorischen Verbrennung leisten. Erst recht fehlen dort spezifische Versuchsanlagen oder Testmotoren, um die notwendigen Referenzdaten für ihre Modellierungsansätze zu erhalten. Das vorwettbewerbliche IGF-Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln ermöglicht. Die Forschungsergebnisse werden nach Abschluss des Projekts allen interessierten KMU zur Verfügung gestellt. (frd)

Forschungsvereinigung:

Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen e.V. - FVV

Forschungseinrichtung:

Universität Stuttgart – Institut für Fahrzeugtechnik Stuttgart, Lehrstuhl Fahrzeugantriebe
 

Wirkungsgradoptimales Brennverfahren für wasserstoffbasierte Kraftstoffe – IGF-Steckbrief 307 E

Foto: © canva

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news-10665Wed, 06 Jul 2022 11:07:39 +0200Otto von Guericke-Preis 2022: Die Finalisten stehen festhttps://www.aif.de/news/details/otto-von-guericke-preis-2022-die-finalisten-stehen-fest.htmlEs ist wieder so weit: Der Otto von Guericke-Preis 2022 rückt näher. Die AiF vergibt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung seit 1997 einmal im Jahr, um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für besondere Innovationsleistungen auf dem Gebiet der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zu ehren. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. 2021 stellte das BMWK rund 200 Millionen Euro öffentliche Mittel für IGF-Projekte zur Verfügung.

Die 26. Ausschreibung des Otto von Guericke-Preises ist mittlerweile abgeschlossen und eine Jury hat drei Finalisten-Teams ausgewählt, die sich im Rahmen der offiziellen Preisverleihung am 30. November 2022 in Berlin vorstellen werden. Drei sehr unterschiedliche Projekte haben das Rennen gemacht. Sie zeigen nicht nur das breite Themenspektrum der anwendungsnahen und mittelstandsorientierten IGF, sondern auch ihre Beiträge zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Neugierig? Hier sind die Finalisten.

Team „Kunststoffmodifizierung“

Vor dem Hintergrund, dass zahlreiche fossile Rohstoffe – darunter viele auf Erdölbasis hergestellte Polymere für textile und technische Fasern – nur begrenzt verfügbar und endlich sind, kommt der Forschung nach Alternativen eine große Bedeutung zu. Ein Biopolymer, welches aus biobasierten, nachwachsenden Rohstoffen besteht und biologisch abbaubar ist, ist Polylactid (PLA). Es wird mittels chemischer Synthese auf Basis von Milchsäure hergestellt. Dr. Boris Marx vom Faserinstitut Bremen e.V. ist es gelungen, PLA so zu modifizieren, dass damit Hochleistungs-PLA-Garne mit erhöhten Festigkeiten hergestellt werden können, die auch in anspruchsvollen industriellen Anwendungen einsetzbar sind. Damit kann ihre Nutzung deutlich ausgeweitet und herkömmliche Kunststoffe, beispielsweise Polypropylen (PP), weiter substituiert und Ressourcen und Umwelt entsprechend geschont werden. Das IGF-Projekt wurde vom AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen e.V. koordiniert.

Team „Pflanzenöle“

Obwohl tropische Pflanzenfette ernährungsphysiologisch als bedenklich angesehen werden und deren Anbau gravierende ökologische und soziale Probleme zur Folge hat, finden sie sich in fast jedem zweiten Supermarktprodukt von Brotaufstrichen bis zu Reinigungsmitteln. Ein Austausch durch unverarbeitetes Pflanzenöl wie heimisches Rapsöl ist bislang jedoch nicht möglich, ohne dass das Endprodukt im Vergleich zum Referenzprodukt ungünstige Eigenschaften aufweist. Sharline Nikolay und Dr. Bertrand Matthäus vom Max Rubner-Institut sowie Till Wettlaufer und Professor Eckhard Flöter von der Technischen Universität Berlin haben im Rahmen eines IGF-Projektes eine tragfähige Alternative gefunden:  Oleogele auf Basis von Rapsöl können die funktionellen Eigenschaften von gehärteten Fetten oder festen Fetten wie Palm- oder Kokosfett übernehmen und ermöglichen so die Herstellung nachhaltigerer, qualitativ hochwertiger Produkte. Das IGF-Projekt wurde vom AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. koordiniert.

Team „Betonrecycling“

Anja Tusch und Jonas Lillig von der Technischen Universität Kaiserslautern haben im IGF-Projekt „Steigerung des Frischbetonrecyclings in der Transportbetonindustrie“ einen Beitrag zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung im Bauwesen geleistet. Die Forschungsergebnisse stellen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen der Betonindustrie einen wirtschaftlichen Mehrwert dar. Den Forschenden ist es gelungen, nachzuweisen, dass – statt aktuell 5 Prozent – bis zu 25 Prozent wiedergewonnene gewaschene oder rezyklierte Gesteinskörnungen, die aus der eigenen Betonproduktion des Herstellers stammen und ohne vorherigen Gebrauch wieder aufbereitet worden sind, erneut eingesetzt werden können. Auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse wurde ein Vorschlag für die Überarbeitung der Betonnorm DIN 1045-2 erarbeitet, die gerade der Fachöffentlichkeit zur Stellungnahme vorliegt. Das IGF-Projekt wurde vom AiF-Mitglied Forschungsgemeinschaft Transportbeton e.V. koordiniert.

In den kommenden Wochen werden wir die Themen und die Forschenden auf unserer Website und auf unseren Social Media-Kanälen @aifdigital näher vorstellen, bevor im November die Siegerentscheidung fällt. (di)

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news-10663Mon, 04 Jul 2022 11:15:26 +0200Welt-Standards für technische Innenausstattungen von Yachten aus Dresden-Hellerauhttps://www.aif.de/news/details/welt-standards-fuer-technische-innenausstattungen-von-yachten-aus-dresden-hellerau.htmlPermanente Innovation plus Hightech plus Handwerkskunst – fasst den heutigen Alltag zur Produktion exklusiver Inneneinrichtungen von Yachten in den bereits 1898 gegründeten Deutschen Werkstätten (DW) zusammen. Mit dem Einsatz von Digitalisierung und Forschungsaffinität verbindet Michael Dupke die Neuorientierung des Handwerks, betonte der Geschäftsführer und Betriebsleiter der Deutschen Werkstätten Hellerau GmbH während eines Austausches zur weltweit einmaligen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit Vertretern aus seinem Unternehmen, der Bundespolitik und Forschungseinrichtungen am 1. Juli 2022 am Firmensitz in Dresden-Hellerau.

Tradition und Moderne

Höchste Ansprüche an Engineering und Produktion, moderne Herstellungsverfahren, Forschung und Entwicklung bis hin zu innovativen Arbeitsabläufen haben in den Deutschen Werkstätten eine bis heute über 120-jährige Tradition: Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten sie zu den bedeutendsten Herstellern von Möbeln nach Entwürfen von namhaften Gestaltern und Architekten. Dresden-Hellerau mit der Gartenstadt, dem Festspielhaus und den Deutschen Werkstätten wurde zum Labor der Lebensreformbewegung. „Hier hat eine Gruppe von Leuten etwas ganz Besonderes geschaffen. Nicht, um vor allem Geld zu verdienen, sondern weil ihnen klar war: Wir können die Welt nicht so lassen, wie sie ist“, hob Fritz Straub, geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Werkstätten hervor. Fritz Straub kaufte das Unternehmen 1992 von der Treuhand, war sich der besonderen Geschichte des Ortes bewusst und erklärte, dass die Idee von damals die Arbeit der Deutschen Werkstätten von heute nach wie vor beeinflusst.

Dieses Erbe sei heute quicklebendig: So engagieren sich die Deutschen Werkstätten mit weiteren Partnern seit 2011 dafür, den UNESCO-Titel eines Weltkulturerbes nach Hellerau zu holen. Selbst in der Zeit nach der Verstaatlichung 1951 in der DDR wurden hier der DW-bekannte Erfindergeist und auch Exklusivität weitergelebt - etwa bei der spanlosen Verformung von Lagenholz mittels Hochfrequenz und Infrarotlicht. Durch den damit verbundenen technologischen Fortschritt konnte Zeit und Material eingespart werden. Mit weniger Holz stabile und schöne Möbel in großer Menge herzustellen, war ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Nachkriegsmangels. Ab 1967 wurde hier fast ein Vierteljahrhundert lang das Möbelprogramm Deutsche Werkstätten (MDW) in großen Stückzahlen produziert. In der „Abteilung Sonderfertigung“ arbeiteten 80 Tischler, die die Dresdner Semperoper, das Gewandhaus in Leipzig in den 1970er und 1980er und Regierungsgebäude in Ostberlin bereits ab den 1950er Jahren ausbauten.

Idee einer „Akademie der Deutschen Werkstätten“

Der in der Tradition seines Hauses bewussten, modernen Arbeitsweise entsprechend ist Straub wichtig: „Der Ehrgeiz, immer höhere Qualität zu erreichen, ist der Motor der Deutschen Werkstätten. Wer etwas besser machen will, muss sich intensiver, länger und ausführlicher mit einer Aufgabe beschäftigen.“ Eine weitere Besonderheit der Deutschen Werkstätten ist die Lust am Experiment. Mit flachen Hierarchien und einem hohen Maß an Eigenverantwortung geben sie ihren mehr als 400 Mitarbeitenden, darunter Tischler mit Technikexpertise, Ingenieure, Konstrukteure, verschiedene kaufmännische Angestellte und (Projekt-)Manager, die Möglichkeit, Innovationen täglich mitzugestalten oder selbst zu entwickeln. Eine wahrhaft breite Bildung für die Herstellung außergewöhnlicher, ja einmaliger Produkte ließ darüber hinaus die Idee einer „Akademie der Deutschen Werkstätten“ reifen. Es soll ein Ort, an dem neben herausragendem Fachwissen auch der besondere Geist von Hellerau an künftige Mitarbeitende vermittelt wird, entstehen.

Forschung und Entwicklung

Die Deutschen Werkstätten haben im Jahr 2000 den Markt des exklusiven Innenausbaus von Yachten erschlossen. In dieser Branche sind die Projekte höchst individuell und werden ständig komplexer. Das Unternehmen realisiert dabei die komplette Planung und Fertigung, die neben Möbeln, Wänden und Decken auch die Integration der gesamten Technik beinhaltet. „Der Anspruch unserer Auftraggeber ist ein einmaliges Produkt. Deshalb können wir bei so gut wie keinem Projekt auf bereits Dagewesenes zurückgreifen“, betonte Michael Dupke. Dabei unterstreicht er die langjährige Arbeit der eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie deren Ansatz der kooperativen Forschung im Verbund mit verschiedenen Forschungseinrichtungen. „Wir messen uns mit den weltweit allerhöchsten Standards oder schaffen sie sogar selbst“, so der Betriebsleiter weiter.

Aktuell forschen die Deutschen Werkstätten gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden an einer verbesserten Verformung von Leichtbauteilen, die eine deutliche Gewichtsreduzierung ermöglichen und bei der alltäglichen Arbeit im Yachtinnenausbau zum Einsatz kommen können. Die Abteilung „Forschung & Entwicklung“, die seit 2008 besteht, umfasst vier Mitarbeitende und zusätzliche studentische Kräfte. In einem eigenen Labor werden nahezu alle Materialien, bevor sie verbaut werden, untersucht. Denn die Herausforderungen auf den Weltmeeren sind extrem: Beispielsweise wechselnde Lichteinwirkung und Klimabedingungen strapazieren die Werkstoffe dauerhaft. Das Ziel ist, den Originalzustand der exklusiven Einbauten langfristig zu erhalten. Deshalb werden im Labor umfangreiche Testreihen - immer mit dem Ziel der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse - gefahren.

Engagement innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung

Je nach den Anforderungen innerhalb der Projekte nutzen die Deutschen Werkstätten die Expertise mehrerer Forschungsinstitute aus Sachsen und anderer Bundesländer. Wiederum bringt das Unternehmen aus Dresden-Hellerau seine fachlichen Erfahrungen und Kompetenzen in Projektbegleitenden Ausschüssen innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) ein. In zwei der jüngsten IGF-Vorhaben sind neue flammhemmende Bindemittel für Holz- und Holzwerkstoffbeschichtungen sowie PUR-Schmelzklebstoffe zur dauerhaften Verklebung unterschiedlicher Materialien entwickelt worden.

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung ist ein Katalysator für das Innovationsgeschehen in Deutschland. „Damit wird die Innovationsfähigkeit vieler kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) unterstützt. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierte IGF ermöglicht dem deutschen Mittelstand eine anwendungs- und transferorientierte, branchenübergreifende Kooperation mit wissenschaftlichen Einrichtungen“, betonte Professor Steffen Tobisch, Geschäftsführer des Trägervereins Institut für Holztechnologie Dresden e.V. – TIHD, der eines von 100 Mitgliedern der AiF ist. Mit ihrem Netzwerk koordiniert die AiF die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des BMWK.

Einblick in Bedarf anwendungsorientierter Forschung

Der Bundestagsabgeordnete und Diplom-Bauingenieur Kassem Taher Saleh (Bündnis 90/Die Grünen) zeigte sich beeindruckt von der sehr breiten Wirkungsweise der Industriellen Gemeinschaftsforschung und dass diese sehr bedarfsgerechte Ergebnisse für den Mittelstand bringt. Er erklärte: „Nachhaltigkeit im Umgang mit der wichtigen und wertvollen Ressource Holz ist mir sehr wichtig. Ich danke der AiF für diesen eindrucksvollen Termin in den Deutschen Werkstätten Hellerau in Dresden und den Einblick in Zusammenhänge zwischen Ausbildung, dem laufenden Bedarf an anwendungsorientierter Forschung und wichtiger Standortförderinstrumente.“ Saleh ist Obmann im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie des Deutschen Bundestages. Er hat seinen Wahlkreis in der sächsischen Landeshauptstadt.

Das Bundeswirtschaftsministerium stellte 2021 Fördermittel in Höhe von etwa 200 Millionen Euro für die IGF bereit. Davon wurden etwa 15 Prozent für Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung an Forschungseinrichtungen in Sachsen eingesetzt. „Damit ist der Freistaat seit Jahren Nummer eins in Ostdeutschland und bundesweit auf Platz zwei“, würdigte Andrea Weißig, Geschäftsführerin Forschungspolitik der AiF, das sächsische Innovationspotenzial. (frd)

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news-10659Fri, 24 Jun 2022 09:57:17 +0200Innovationstag Mittelstand des BMWKhttps://www.aif.de/news/details/innovationstag-mittelstand-des-bmwk.htmlNach drei Jahren war es endlich wieder so weit: Am 23. Juni 2022 fand der Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wieder vor Ort in Berlin-Pankow statt. Der Garten der AiF Projekt GmbH verwandelte sich einmal mehr in ein Schaufenster erfolgreicher Innovationen und eine Kommunikationsplattform des innovativen Mittelstands. Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, eröffnete die ganztägige Veranstaltung.

Unter der Überschrift „Wandel durch Innovationen“ wurden zahlreiche Förderinitiativen und -programme des BMWK und deren enge Verzahnung „von der Idee zum Markterfolg“ vorgestellt und die Wirksamkeit der themenoffenen Innovationsförderung veranschaulicht. Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf Zukunftsthemen wie ökologische Innovationen, Digitalisierung und Gesundheit.

Mehr als 200 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet präsentierten in diesem Rahmen neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entwicklung mit Mitteln des Bundes gefördert wurde. Auch 20 Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit einem breiten Themenspektrum wurden vorgestellt: darunter beispielsweise papierbasierte Power-to-Gas-Funktionsmaterialien und neue Möglichkeiten der CO2-Verwertung in der Zementindustrie. Die IGF wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und das BMWK stellte 2021 rund 200 Millionen Euro Fördermittel für die Förderung von IGF-Projekten zur Verfügung.

Im Anschluss an ihre Eröffnungsrede überreichte Staatssekretärin Brantner die von Bundesminister Dr. Robert Habeck unterzeichneten Urkunden für die „ZIM-Projekte des Jahres“. Mit dieser Auszeichnung werden Unternehmen sowie eine Netzwerkmanagementeinrichtung für besonders erfolgreich umgesetzte Vorhaben im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) geehrt, deren stärkste Fördersäule ZIM-Kooperationsprojekte die AiF Projekt GmbH als beliehener Projektträger betreut.

Informationsangebot und Bühnenprogramm

Besucherinnen und Besucher erwartete ein umfangreiches Informationsangebot zur Förderung von Innovationsprojekten, die Unternehmen in einzelbetrieblicher Forschung und Entwicklung oder in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen im In- oder Ausland beabsichtigen.

Das Event bot Gelegenheit, Kontakte zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu knüpfen und in entspannter Atmosphäre mit Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Regierung ins Gespräch zu kommen. Auf der Agenda des Tages stand außerdem ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Podiumsgesprächen, Speed-Pitches von Ausstellern und moderierten Projektpräsentationen. Eine „International Area“ sollte den Blick für den Innovationstransfer über nationale Grenzen hinaus weiten.

Im Vorfeld des Innovationstages konnten sich Interessierte in Webinaren über die BMWK-Fördermöglichkeiten informieren. Auch die AiF war dabei mit einer Informationsveranstaltung zur IGF vertreten. Zeitgleich wurde ein Matchmaking gestartet, das noch bis 7. Juli 2022 geöffnet ist. (di)

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news-10657Wed, 22 Jun 2022 07:00:00 +0200Das Gelbe vom Ei, aber bitte cholesterinarmhttps://www.aif.de/news/details/das-gelbe-vom-ei-aber-bitte-cholesterinarm.htmlDas Ei ist ein Naturprodukt, das wegen seines Nährwertes und Gehaltes an hochwertigen Proteinen seit Beginn der Menschheitsgeschichte als ein wichtiges Nahrungsmittel geschätzt wird. Aber es steht auch wegen seiner Reichhaltigkeit an Cholesterin immer wieder in der Kritik. Ein erhöhter Cholesterinspiegel gehört zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er kann zu Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße führen. Zwei Drittel des Cholesterins stellt der Körper selbst her. Ein Drittel nehmen wir über die Nahrung, über tierische Lebensmittel, auf.

Vor allem der hohe Gehalt an Low Density Lipoprotein (LDL) kann sich negativ auswirken. Lipoproteine sind Fett-Eiweiß-Verbindungen, die fettlösliche Substanzen wie Cholesterin binden und durch den Blutkreislauf transportieren. Das LDL weist im Gegensatz zum High Density Lipoprotein (HDL) eine niedrige physikalische Dichte auf.

Natürlicher Emulgator

In der Lebensmittelindustrie wird Eigelb als natürlicher Emulgator für Soßen, Mayonnaisen, Dressings, Fleischprodukte, Backmischungen und Backwaren, Speiseeis oder Dessert eingesetzt. Eigelb besteht zu 80 Prozent aus einer wasserlöslichen Plasma-Fraktion mit einem sehr hohen Anteil an Low-Density-Lipoproteinen, denen vor allem die Emulgiereigenschaften des Eigelbs zugeschrieben werden. Die verbleibenden 20 Prozent entfallen auf die Granula-Fraktion aus Eigelbpartikeln, die vor allem für die strukturgebenden Eigenschaften verantwortlich und damit für Textur und Mundgefühl ausschlaggebend sind.

Ziel eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) war es, bisher unbekannte Einsatzmöglichkeiten für die getrennte Nutzung von Granula und Plasma in Lebensmitteln zu erforschen und für die Praxis nutzbar zu machen. Die von dem Forscherteam der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit dem AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) vorgenommene Fraktionierung von Eigelb und die Untersuchung der Emulsionsverhalten der erzeugten Fraktionen trägt wesentlich zum Verstehen und zur Steuerung dieser Emulsionen bei.

Neue Funktionalitäten

Dabei wurden die LDL-Bestandteile zentrifugal entfernt, so dass Komponenten zur Verfügung stehen, die als cholesterinfreies oder cholesterin-abgereichertes Eigelb genutzt werden können. Durch definierte Mischungen der verschiedenen Fraktionen lassen sich die stabilisierenden Effekte der Einzelfraktionen kombinieren und neue Funktionalitäten erzeugen. Damit zeigten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Herstellung und Stabilisierung von Emulsionen auf.

Von den neuen Impulsen des IGF-Projektes profitieren Unternehmen, die sie in der industriellen Verarbeitung, in Großküchen oder in der Gastronomie umsetzen. Damit können Produktneuentwicklungen erheblich verkürzt werden. Außerdem werden die Erzeugung von innovativen Lebensmitteln sowie neue technologische Möglichkeiten in der industriellen Verarbeitung bis hin zum Einsatz in der Pharmazeutischen Industrie möglich.

Das vorwettbewerbliche IGF-Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungsvereinigung

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)

Forschungseinrichtung

ZIEL - Institute for Food & Health der Technischen Universität München

 

Gewinnung cholesterin-abgereicherter Eigelbfraktionen und innovative Ansätze zur Produktgestaltung - IGF-Steckbrief 20471 N

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news-10652Tue, 21 Jun 2022 13:56:00 +0200IGF-Insights: Neue Reihe erlaubt Blick hinter die Kulissen der IGFhttps://www.aif.de/news/details/igf-insights-neue-reihe-erlaubt-blick-hinter-die-kulissen-der-igf.htmlWie können mittelständische Unternehmen von einem Engagement in der AiF und ihren Forschungsvereinigungen profitieren? Wie können sie sich an der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beteiligen und daraus Nutzen ziehen? Welche Wirkungen hat die IGF auf Unternehmen,  aber auch auf die deutsche Volkswirtschaft?

Diese und andere Fragen beantwortet die neue Maßnahmen- und Veranstaltungsreihe IGF-Insights. Sie hat zum Ziel, den einzigartigen Mehrwert der IGF und des industriegetragenen Innovationsnetzwerks der AiF vorzustellen. Dazu gibt es praxisnahe Einblicke in die Arbeit der AiF-Forschungsvereinigungen, spannende Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und Erfahrungen aus erster Hand von beteiligten Unternehmen. Digitale Live-Events des AiF InnovatorsNet werden durch Videos und Podcasts on demand ergänzt, die auf unserer Website und in unserem Youtube-Kanal zum wiederholten Abrufen und Ansehen zur Verfügung stehen.

Die neue Reihe wird zwei Themenschwerpunkte haben: Klima und Zukunftstechnologien.  „Klima“ reicht von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Material- und Ressourceneffizienz über die Energiewende bis zur Dekarbonisierung. „Zukunftstechnologien“ umfasst die Themen Robotik, KI, Automatisierung, Digitalisierung sowie Industrie 4.0 (IoT).

Den Auftakt macht ein Interview mit Dr. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer IGF der AiF. Im Rahmen eines Podcasts gibt er eine kurze Einführung zu Funktion, Wirkung und Beteiligungsmöglichkeiten an der vorwettbewerblichen und themenoffenen IGF. So betont er: „Ich bin sehr überzeugt vom IGF-System. Es ist eine einmalige Möglichkeit, die wir hier in Deutschland haben.“ Hier geht´s zum Beitrag im Medienraum der AiF-Website.

Live-Event am 13. Juli 2022

Am 13. Juli 2022 findet die erste Live-Veranstaltung des AiF InnovatorsNet im Rahmen der Reihe statt. Unter der Überschrift „Was Sie als Entscheider/Entscheiderin über die AiF und IGF wissen sollten“ zeigt Jan Frederic Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH, von 13:00 bis 13:30 Uhr auf, wie die AiF und die IGF dabei helfen, die großen Herausforderungen unserer Zeit wie industrielle Transformation und Energiewende zu bewältigen, welche Rolle und Funktion die AiF und ihre Forschungsvereinigungen dabei haben und wie mittelständische Unternehmen davon profitieren können.

Über folgenden Registrierungslink können sich Gäste ohne Zugang zum InnovatorsNet Hub kostenfrei für die Veranstaltung anmelden. Mitglieder des AiF InnovatorsNet können sich direkt im Hub anmelden: https://hubinnovatorsnet.de. Wenn Sie sich für die Veranstaltung angemeldet haben, erhalten Sie die Zugangsdaten in zwei separaten E-Mails – 24 Stunden und 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Weitere Beiträge der IGF-Insights on demand und live sind in Planung. Wir informieren regelmäßig über Neuzugänge. Stay tuned! (di)

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news-10656Thu, 16 Jun 2022 10:17:05 +0200Faserverbundlösungen aus dem niedersächsischen Meppen – immer innovative Lösungenhttps://www.aif.de/news/details/faserverbundloesungen-aus-dem-niedersaechsischen-meppen-immer-innovative-loesungen.htmlFaserverbundwerkstoffe sind keine „billigen“ Werkstoffe. Wenn sie sinnvoll eingesetzt werden, sind sie jedoch sehr wirtschaftlich sowie ressourcen- und energiesparend. Sie kommen im Verkehr und Transport, bei Bau und Infrastruktur, in der Chemischen, Elektro- oder Energieindustrie, im Maschinenbau, in der Telekommunikation bis hin zum Motorsport zum Einsatz.

„Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) in diesem Bereich, in denen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anwendungsorientiert zusammenarbeiten, ermöglichen Lösungen, die mittelständischen Unternehmen in ganz Deutschland zugutekommen sowie deren Wettbewerbs- und auch Weltmarktfähigkeit unterstützen“, erklärte Jens Jerzembeck, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS (DVS Forschung) bei einem Austausch von Vertretern aus Unternehmen und Forschung mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (CDU) am 15. Juni 2022 in dem Unternehmen Techno-Composites Domine GmbH im niedersächsischen Meppen.

Branchenrelevantes Netzwerk besonders wichtig

Seit einem Vierteljahrhundert entwickelt und fertigt die Techno-Composites Domine GmbH als Systemlieferant Produkte auf der Basis von faserverstärkten Kunststoffen - vom Unikat bis zur Serienfertigung. „Mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bei uns in der Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Montage. Die ständige Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungsverfahren gehört zu ‚unserer DNA‘, doch eine eigene Forschungsabteilung als mittelständisches Unternehmen zu halten, ist nicht finanzierbar. Die Kooperation innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung bietet uns die Möglichkeit, im projektbegleitenden Ausschüssen unsere langjährigen Erfahrungen einzubringen und gleichzeitig die wissenschaftlichen Kompetenzen für eine effizientere Produktion zu nutzen. Besonders wichtig ist für uns auch das branchenrelevante Netzwerk“, betonte Gerrit Mann, Geschäftsführender Gesellschafter.

Aktuell engagieren sich praxiserfahrene Projektleiter und Konstrukteure des Unternehmens in einem IGF-Projekt zur Beanspruchbarkeit und sicheren Einsatz von hyperelastischen Klebstoffen im hybriden Leichtbau und Multimaterialleichtbau. Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens können künftig von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unter anderem aus dem Schienenfahrzeug-, Schiffbau oder der Bauindustrie genutzt werden.

Der Geschäftsführer der DVS Forschung, die eines von 100 Mitgliedern der AiF ist, unterstrich die branchenübergreifende Wirkung dieser weltweit einmaligen Forschungsförderung: „Angewandte Forschung, die innerhalb von durchschnittlich zwei Jahren ökonomische und ökologische Lösungen für Automobil- bis Verpackungsindustrie schafft, ist auch mit Blick auf den notwendigen Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft sehr effektiv. Von den IGF-Ergebnissen profitieren mehr als 450.000 Beschäftigte der Branche und darüber hinaus. In unserer Forschungsvereinigung kooperieren wir mit 400 Unternehmen, darunter sind 300 KMU. Derzeit arbeiten wir in projektbegleitenden Ausschüssen mit über 1.000 Industrievertretern an 135 laufenden IGF-Projekten. Durch die enge Vernetzung der DVS Forschung mit dem DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. profitieren weitere 2.500 Unternehmen unmittelbar von den Ergebnissen der fügetechnischen Gemeinschaftsforschung." Jerzembeck erinnerte auch daran, dass bereits mehrere IGF-Projekte aus dem Bereich „Schweißen und verwandte Verfahren“ ausgezeichnet wurden. Im Oktober 2019 erhielten zum Beispiel junge Forscher für die Entwicklung einer „Stabilen Verbindung aus Faserverbund und Stahl“ den Otto von Guericke-Preis.

Mittelstand braucht Förderung für angewandte Forschung

„Ich bin beeindruckt! Jede Menge technologische Lösungen für viele große deutsche Unternehmen kommen von einem Zulieferer aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Und ich habe verstanden, dass der industrielle Mittelstand Förderung für angewandte Forschung, zum Beispiel über die IGF, braucht, um weiter am Ball bleiben zu können. So gelingt es, die im Kundenauftrag produzierten Produkte immer in höchster Qualität und mit innovativem Vorsprung abliefern zu können“, erklärte Stegemann, der Mitglied im Ausschuss Ernährung und Landwirtschaft und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag ist. Sein Wahlkreis liegt in Mittelems.

Im Jahr 2021 stellte das Bundeswirtschaftsministerium rund 200 Millionen Euro für die IGF zur Verfügung. Davon flossen über 18 Millionen Euro an Forschungseinrichtungen in Niedersachsen. „Der Einsatz der IGF bedeutet immer auch wertvolle und zukunftsorientierte Standort- und Strukturförderung in den einzelnen Regionen und Bundesländern“, betonte Andrea Weißig, Geschäftsführerin Forschungspolitik der AiF. Mit ihrem Netzwerk unterstützt die AiF die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. (frd)

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news-10636Fri, 03 Jun 2022 07:30:00 +0200Expertenrunde: „Stahl – Initiator für Innovation und Wertschöpfung in Deutschland“https://www.aif.de/news/details/round-table-stahl.htmlDer Werkstoff Stahl prägt nahezu alle Branchen der deutschen Wirtschaft und ist im Alltag unverzichtbar, auch der private Konsum ist „stahlintensiv“: Medizin- und Lebensmitteltechnik, Bauwesen, natürlich die Automobilindustrie oder Werkzeugherstellung bis hin zur Verpackungsindustrie sind ohne das langlebige Metall undenkbar. 

„Erfolgreiche Forschungsarbeit hat einen wesentlichen Anteil am aktuell umfassenden Transformationsprozess unserer Wirtschaft. Jetzt sind die besten Ideen gefordert, um die Weltmarktfähigkeit der deutschen Stahlindustrie zu erhalten und Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts zu erreichen“, sagte Rainer Salomon, Geschäftsführer Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. - FOSTA, am 25. Mai 2022 bei einem Round Table-Gespräch mit weiteren Experten der Stahl- und Eisenforschung, darunter Dr. Stefanie Brockmann, Geschäftsführerin der VDEh-Gesellschaft zur Förderung der Eisenforschung mbH, Sebastian Schiweck, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V., und Gregor Machura, Geschäftsführer beim Deutschen Stahlbau-Verband DSTV e.V.

Ohne Innovationen keine Wettbewerbsfähigkeit

Thomas Jarzombek, forschungs- und bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Gast der Runde, unterstützt die Forderung der Experten, im „Land der Ingenieure“ noch mehr Wert auf die anwendungsorientierte Forschung zu legen und sagte: „Ohne Innovationen verliert man, auch in klassischen Industrien, die Wettbewerbsfähigkeit. Das war ein wichtiger Termin für mich in meinem Wahlkreis Düsseldorf. Die Politik muss verstehen, was die Industrie für die Transformation braucht und dass hierbei eben oft auch die Bürokratie im Weg steht."

„Es muss den Technikern mehr Raum und Mitsprache bei der Transformation gegeben werden, nur so können wir gemeinsam den Wandel gestalten“, erläuterte Brockmann und betonte, dass es auch um ein besseres Image der Stahl- und Eisenindustrie gehen müsse: „Denn die Stahlindustrie steht vor einem Generationswechsel und Nachwuchskräfte werden dringend benötigt." Schließlich seien es Menschen, die die Transformation gestalten, diesen Wandel als Herausforderung ansehen und Mut zum Handeln haben müssten. „Wir brauchen unbedingt beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren“, forderte Brockmann und wies abschließend auf die Bedeutung der Normung von deutschen Stahlprodukten in Richtung Weltmarktfähigkeit hin: „Normen mit den darin getroffenen Festlegungen und Vereinbarungen schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Verfügbarkeit und Austauschbarkeit der Erzeugnisse und erleichtern den freien Warenverkehr. Die Markteinführung von CO2-armen Stahlerzeugnissen könnten durch entsprechende Normen wirkungsvoll unterstützt werden."

Die Stahlindustrie steht am Beginn der zentralen industriellen Wertschöpfungsketten und versorgt die wichtigsten Industriebereiche mit dem Werkstoff, der wesentlicher Bestandteil für Infrastruktur und Gesellschaft ist. Bis spätestens 2050 soll die Produktion von Stahl in Deutschland und Europa klimaneutral erfolgen. Das umzusetzen kostet nach derzeitigen Berechnungen rund 30 Milliarden Euro. Stahlforschung hebt ein enormes Potential für die notwendige Ressourceneffizienz und CO2-Einsparung. Sie arbeitet an neuen Prozessen, insbesondere auf Basis von Wasserstoff, um den Kohlendioxidausstoß deutlich zu reduzieren. Anwendungsorientierte Innovationen aus dem Mittelstand, unter anderem zum Einsatz von grünem Wasserstoff, die auch über die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) entwickelt werden, spielen rund um die Stahlherstellung und -anwendung eine große Rolle. „Wir müssen mehr mit Stahl bauen. Denn es geht nicht nur um das Erreichen der Klimaziele; es geht auch um Nachhaltigkeit, Recycling, Kreislaufwirtschaft – und auch um unseren Wohlstand“, erklärte Gregor Machura vom Stahlbau-Verband.

Forschungsvorhaben sind wirtschaftliche und soziale Zukunftsinvestitionen

Etwa vier Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in stahlintensiven Branchen. In Anbetracht der Folgen der Corona- und geopolitischen Krisen, die einen Einbruch in der Nachfrage von deutschem Stahl sowie eine enorme Energiekostensteigerung mit sich bringen, seien diese Industriebereiche am stärksten getroffen. Machura machte deutlich: „Ohne Stahl geht in Deutschland nichts. Die Branche braucht deshalb Energiesicherheit. Nicht nur kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland sind inzwischen existenzbedroht. Unsere Forschungsvorhaben in Richtung Energiereduzierung und Dekarbonisierung sind wirtschaftlich und auch sozial in die Zukunft investiert."

Innerhalb der Transformationsprozesse der deutschen Wirtschaft komme, laut Schiweck, auch der Feuerverzinkungsindustrie eine Schlüsselposition zu. „Feuerverzinkter Stahl ist ein perfekter Werkstoff für das zirkuläre und nachhaltige Bauen und entspricht in idealer Weise dem kreislaufwirtschaftlichen Klimaschutz. Die Innovationen auf diesem Gebiet zu unterstützen, lohnt sich für alle. Feuerverzinkter Stahl ist zum Beispiel für den Brückenbau geeignet und schützt Brücken wartungsfrei für 100 Jahre“, betonte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken. Er brachte zudem einen Industriestrompreis für die nächsten fünf bis zehn Jahre in die Diskussion ein und sprach sich für Planungssicherheit in Energieversorgung und Energiepreis für die Unternehmen aus.

Der FOSTA-Geschäftsführer Rainer Salomon plädierte leidenschaftlich dafür, der Reindustrialisierung durch Forschung entgegenzuwirken und Abhängigkeiten zu reduzieren: „Die IGF, um die uns andere Länder beneiden, ermöglicht forschungsaffinen Unternehmen den Brückenschlag zur Wissenschaft. So können wir die Innovationskraft, die Wettbewerbs- und Weltmarktfähigkeit von Haupt- bis Zulieferindustrie stärken und den Industriestandort mitten in Europa erhalten." Im Jahr 2021 stellte das Bundeswirtschaftsministerium für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit.

„Stahl hilft, den Wohlstand in Deutschland zu sichern und ist Träger unserer Wirtschaft. Das Forschungsengagement von mittelständischen Unternehmen auf diesem Gebiet ist zukunftsweisend. Und deshalb bin ich für einen Ausbau der transferorientierten Programme, bei denen sich die Industrie direkt einbringt“, erklärte Thomas Jarzombek, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Ausschuss Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und Mitglied im Ausschuss für Digitales. Seit vergangenem Jahr ist Jarzombek darüber hinaus Mitglied im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und seit 2022 im Bundesvorstand der CDU Deutschlands. In ihrer Regierungsarbeit bis 2021 aber auch weiterhin aus der aktuellen Opposition heraus werte die CDU die Stahlindustrie immer als Schlüsselindustrie für ganz Deutschland und insbesondere am hiesigen Standort in Nordrhein-Westfalen, hob Jarzombek hervor. (frd)

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news-10635Wed, 01 Jun 2022 07:30:00 +0200Professor Michael Bruno Klein ab 1. Juni 2022 Geschäftsführer des Forschungsnetzwerks Mittelstandhttps://www.aif.de/news/details/professor-michael-bruno-klein-ab-1-juni-2022-geschaeftsfuehrer-des-forschungsnetzwerks-mittelstand.htmlProfessor Michael Bruno Klein (57) ist seit 1. Juni 2022 Geschäftsführer der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. Spätestens zum 1. November 2022 wird er die Aufgabe des Hauptgeschäftsführers der AiF von Dr.-Ing. Thomas Kathöfer übernehmen, der in den Ruhestand tritt. Als Forschungsnetzwerk Mittelstand koordiniert die AiF die Förderung anwendungsnaher Forschung zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Der habilitierte Wissenschaftler wird das AiF-Netzwerk führen und nach außen vertreten. Zum Netzwerk gehören 100 branchenorientierte Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen von Automobil- bis Zementindustrie. „Auch ich sehe in der strategischen Positionierung der AiF mit ihrer Kernaufgabe, der Industriellen Gemeinschaftsforschung als sichtbar erfolgreiche Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftlicher Anwendung im Mittelstand, weiterhin eine meiner Hauptaufgaben“, betont Klein.

Professor Michael Bruno Klein war zuletzt als Vorstandsvorsitzender der DAM - Deutsche Allianz Meeresforschung e.V. in Berlin tätig. Nach dem Studium der Geschichte, Wirtschaftsgeschichte, Politischen und Kommunikationswissenschaften in Bamberg, Erlangen, Norwich (England) und Dijon (Frankreich) und einer Lehrtätigkeit an der Universität Bamberg wurde er 1996 Referent im Deutschen Bundestag. Ende der 1990er Jahre wechselte Klein ins Wissenschaftsmanagement zur Leibniz-Gemeinschaft und wurde 2006 deren erster Generalsekretär. Ein Jahr zuvor habilitierte er sich an der Universität der Bundeswehr München, ist seit neun Jahren außerplanmäßiger Professor an der Technischen Universität Berlin und seit 2020 Gastprofessor für Innovation und Technology Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin.

Von 2010 bis 2017 war er Generalsekretär und hauptamtlicher Vorstand der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V., eine der führenden Einrichtungen der wissenschaftlichen Politikberatung. In den Jahren 2017 und 2018 verantwortete er die „Zentralabteilung Außenangelegenheiten, Regierungs- und Politikbeziehungen" der Robert Bosch GmbH. Aktuell ist er in zahlreichen wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Gremien aktiv und Mitglied im Advisory Board der Exentis Group AG in Stetten (Schweiz) sowie der XLife Sciences in Zürich (Schweiz).

„Mit Professor Klein haben wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit gewonnen, die bundesweit in Politik, Forschung und Wirtschaft bestens vernetzt ist und darüber hinaus die besondere Kombination von Wissenschaftler, Wissenschaftsmanager und Unternehmer mitbringt. Wir freuen uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung der AiF mit ihm“, sagt AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215
 

Download: Druckfähiges Portraifoto von Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein (© David Ausserhofer)

Download: Pressemitteilung "Professor Michael Bruno Klein ab 1. Juni 2022 Geschäftsführer des Forschungsnetzwerks Mittelstand" (PDF-Datei)

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news-10626Tue, 31 May 2022 14:48:00 +0200IGF auf dem Gemeinschaftsstand des BMWK auf der Hannover Messehttps://www.aif.de/news/details/igf-auf-dem-gemeinschaftsstand-des-bmwk-auf-der-hannover-messe.htmlVom 30. Mai bis 2. Juni 2022 findet die Hannover Messe statt. Auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ist auch die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) mit einem Exponat vertreten. Sie wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und das BMWK stellte für die Förderung von IGF-Projekten 2021 rund 200 Millionen Euro öffentlicher Mittel zur Verfügung.

Beim IGF-Exponat handelt es sich um ein kindgerechtes Therapiegerät und eine Simulationsplattform für die Skoliosebehandlung. Laut Deutschem Gesundheitsamt weisen 80 Prozent der Kinder in Deutschland Haltungsschäden auf. Etwa 125.000 Heranwachsende ab dem 10. Lebensjahr sind sogar von einer krankhaften Wirbelsäulenverkrümmung, der so genannten Skoliose, betroffen. Eine notwendige Therapie dieser Erkrankung ist anstrengend und erfordert einen hohen personellen Aufwand.

Im Rahmen eines IGF-Projektes wurde eine moderne, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angepasste sensor- und aktorunterstützte Therapieform entwickelt, mit der die Voraussetzung für eine wissenschaftsbasierte Patientenversorgung geschaffen wurde. Vorteil des neuartigen Systems ist vor allem die Befähigung der Patienten, ihre Körperhaltung von sich aus zu korrigieren und zu lernen, diese Haltung im Alltag selbstständig einzunehmen. Gleichzeitig wird die Motivation der Patienten durch spielerische Elemente in der Therapie deutlich erhöht. Das führt nicht nur zu einer Vereinfachung der Therapie, sondern auch zu einer Entlastung des Gesundheitswesens.

Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Dresden und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umform­technik (IWU) haben das mit dem Otto von Guericke-Preis der AiF ausgezeichnete Projekt durchgeführt und präsentieren die Ergebnisse auf dem Gemeinschaftsstand des BMWK in Hannover. (di)

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news-10625Wed, 25 May 2022 09:43:00 +0200Ausweitung der transnationalen Forschungskooperation mit Brasilienhttps://www.aif.de/news/details/ausweitung-der-transnationalen-forschungskooperation-mit-brasilien.htmlAm 19. Mai 2022 haben die brasilianische Organisation SENAI (Serviço Nacional de Aprendizagem Industrial) und die AiF in Berlin ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, mit dem Ziel, gemeinsame Forschungsprojekte zum Nutzen deutscher und brasilianischer Unternehmen zu fördern. Dazu sollen ein intensiver Austausch über die jeweiligen Aktivitäten stattfinden und gemeinsame Veranstaltungen organisiert werden.

SENAI ist – ähnlich der AiF – eine industriefinanzierte Organisation, die sich ursprünglich mit gewerblicher Berufsausbildung beschäftigt hat. Inzwischen verfügt SENAI in Brasilien über 26 eigene Forschungsinstitute mit rund 700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und fördert Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit einem Volumen von ca. 500 Millionen Euro jährlich. Durch die Arbeit der SENAI-Innovationsinstitute (Institutos Senai de Inovação, ISI) soll eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und den Bedürfnissen der brasilianischen Wirtschaft gebaut werden. Der Schwerpunkt liegt auf angewandter Forschung und Umsetzung: Ziel ist es, neue Produkte und Lösungen zu schaffen, die auf die Bedarfe von Unternehmen zugeschnitten sind und/oder neue Geschäftsideen für Start-Ups generieren.

SENAI arbeitet mit der brasilianischen Förderorganisation EMBRAPII zusammen, die seit 2018 Partner im internationalen Fördernetzwerk CORNET ist. CORNET ermöglicht internationale Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden.

Durch die Vereinbarung mit SENAI können bilaterale Kooperationsmöglichkeiten in zusätzlichen Industriezweigen und Forschungsgebieten wie Mikroelektronik, erneuerbare Energien, Informations- und Kommunikationstechnologien, Oberflächentechnik und virtuelle Produktionssysteme erschlossen werden. Die Antragstellung wird innerhalb der zweimal im Jahr stattfindenden CORNET-Calls abgewickelt.

SENAI unterhält ein Verbindungsbüro beim Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK in Berlin. Fragen beantwortet bei der AiF Felix Rotter, E-Mail: felix.rotter(at)aif(.)de. (di)
 

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news-10631Tue, 24 May 2022 06:43:00 +0200AiF-Video-Podcast mit MdB Frank Jungehttps://www.aif.de/news/details/aif-video-podcast-mit-mdb-frank-junge.htmlDer Bundestagsabgeordnete und haushaltspolitische Berichterstatter für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Frank Junge (SPD), beschrieb am 20. Mai 2022 in dem Video-Podcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) als „zwei Instrumente, die genau dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu unterstützen“. In dieser Vodcast-Reihe der AiF geben Mitglieder des Deutschen Bundestages verschiedener Parteien Statements zu Themen der Forschungs- und Innovationspolitik ab. Junge, der auch Mitglied im Haushaltsausschuss sowie Vorsitzender der Landesgruppe Ost der SPD-Bundestagsfraktion ist, erklärte zur Finanzierungssituation der beiden Förderprogramme weiter: „Uns schwebt vor, mit einer Kontinuität der Mittel für mehr Planungssicherheit zu sorgen. Und uns schwebt auch vor, nach den Möglichkeiten, die wir haushälterisch haben, auch stufenweise für Aufwüchse zu sorgen“. (frd)

Hier kommen Sie direkt zum Video-Podcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ mit MdB Frank Junge.

Alle Video-Podcasts sind auf der AiF-Website abrufbar.

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news-10628Mon, 23 May 2022 14:24:53 +0200AiF-Video-Podcast mit MdB Thomas Jarzombekhttps://www.aif.de/news/details/aif-video-podcast-mit-mdb-thomas-jarzombek.html„Vollgas für die Programme, die anwendungsorientiert sind und wo wir gemeinsame Projekte mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen machen“, forderte Thomas Jarzombek, Mitglied des Deutschen Bundestages und forschungs- und bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in dem Video-Podcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ am 20. Mai 2022, wenige Tage vor dem Beschluss des Bundeshaushaltsgesetzes 2022. In dieser Vodcast-Reihe der AiF kommen Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien zu Themen der Forschungs- und Innovationspolitik zu Wort. Jarzombek, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie im Ausschuss Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages ist, erklärte bezugnehmend auf die Industrielle Gemeinschaftsforschung und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand weiter: „Diese Programme im Forschungsbereich sind besonders wertvoll, weil Unternehmen einen eigenen Beitrag leisten und auch nur die Programme machen, an die sie selbst glauben und bei denen auch schon der Transfer am Ende wirklich in Produkte und Arbeitsplätze angelegt ist“. (frd)

Hier kommen Sie direkt zum Vodcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ mit MdB Thomas Jarzombek.

Alle Video-Podcasts sind auf der AiF-Website abrufbar.

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news-10623Thu, 19 May 2022 08:49:41 +0200Nur Innovationen sichern die Zukunft Deutschlandshttps://www.aif.de/news/details/nur-innovationen-sichern-die-zukunft-deutschlands.htmlWirtschaftsorganisationen und -experten einig, im Koalitionsvertrag zugesichert und als wirkungsvoll evaluiert: Innerhalb der aktuellen mehrfachen Krisen muss das Budget des Förderprogramms Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), das dem deutschen Mittelstand Forschung zugunsten von Klimaschutz, Energieeinsparung und Weltmarktfähigkeit ermöglicht, signifikant aufgestockt werden

Wenige Tage vor dem Haushaltsbeschluss 2022 des Deutschen Bundestages mahnt auch der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) in seinen aktuellen „Empfehlungen für die Forschungs- und Innovationspolitik zur Umsetzung des 3,5-Prozents-Ziels“ vom 18. Mai 2022 dringend eine stärkere Innovationsförderung für mittelständische Unternehmen, dem Fundament der deutschen Wirtschaft, an: „Aufgrund des starken Hebels zusätzlicher Forschungsfördermittel im Bereich der forschenden KMU müssen budgetäre und strukturelle Anpassungen des ZIM-Programms vorgenommen werden. Dazu muss das bereits in den Vorjahren nicht ausreichende und auch 2021 überzeichnete Budget von 620 Millionen Euro idealerweise verdoppelt werden, um alle förderfähigen Anträge annehmen und eine schrittweise Ausweitung antragsberechtigter Unternehmen auf bis zu 3.000 Mitarbeitende umsetzen zu können. Auch die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist durch eine Budgetverdoppelung auf 400 Millionen Euro zu stärken“, heißt es darin deutlich.

AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer, der kürzlich in den Vorstand des BDI- Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik (FIT) wiedergewählt wurde, erklärt: „Nur Innovationen sichern die Zukunft Deutschlands. Angesichts der multiplen, inzwischen für manche existenzbedrohenden Krisensituation müssen die Innovationsaktivitäten der mittelständischen Unternehmen unbedingt umfangreicher unterstützt werden. Mehr Investitionen in die Industrielle Gemeinschaftsforschung stärken den Mittelstand, weltmarktfähig zu bleiben, erhebliche Energieeinsparungen zeitnah und dauerhaft zu realisieren sowie den notwendigen Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft fortzuführen“. In aktuellen Projekten der IGF, deren Forschungsergebnisse bereits nach durchschnittlich zwei Jahren in der Wirtschaft branchenübergreifend angewandt werden können, gibt es Beispiele für Ressourcen-Einsparungen von bis zu 80 Prozent. Die AiF begleitet und koordiniert die IGF im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Im Jahr 2021 stellte das BMWK für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit.

Im ersten Quartal 2022 wurden so viele Anträge auf eine IGF-Förderung wie nie zuvor in der Geschichte dieses weltweit einmaligen Forschungsförderungsprogramms gestellt. Dieses Potenzial dürfe auf keinen Fall versanden – erst recht nicht in der aktuell extrem herausfordernden Zeit. „Mehr Innovationen, die wir nachweisbar über IGF-Vorhaben effizient auslösen und intensivieren können, schaffen Arbeitsplätze, mehren das Steueraufkommen, reduzieren den Energiebedarf, bringen Digitalisierung und KI-Nutzung sowie die Förderung des Nachwuchses in Deutschland voran und stärken damit nicht zuletzt die soziale Sicherung unserer Gesellschaft“, so Bauer weiter.

In einer Anfang des Jahres veröffentlichten Evaluationsstudie des Bundeswirtschaftsministeriums ist die IGF als „effektives Instrument der Forschungsförderung mit hohem Alleinstellungscharakter“ bewertet worden. Bauer verweist darüber hinaus auf die Empfehlung der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die in ihrem aktuellen Jahresgutachten 2022 die Bereitstellung „ausreichender und verlässlicher finanzieller Mittel für die Förderung von Forschung und Innovation“ einforderte.

Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wurde klar die Absicht formuliert, gerade im Rahmen der bestehenden Förderstrukturen die Entwicklungsschritte bis hin zum Markteintritt wirkungsvoll zu unterstützen. Gleichzeitig wiederholt der AiF-Präsident seine Forderung nach einem Aufwuchs des IGF-Budgets im Haushalt 2022 gegenüber den 200 Millionen Euro im Vorjahr: „Laut aktueller Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zum Bundeshaushaltsentwurf 2022 ist für das Zentrale Innovationprogramm Mittelstand ZIM ein Ansatz von 620 Millionen Euro und für die IGF 186,5 Millionen Euro vorgesehen. Damit blieben beide Programme deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das wäre ein fatales Signal an den forschenden Mittelstand“. Weiter bekräftigt er seinen Vorschlag für eine „Innovationsoffensive Mittelstand“. Analog zum „Pakt für Forschung und Innovation“ solle dabei ein mehrjähriges Budget mit jährlich dynamisiertem Aufwuchs für die mittelstandsorientierten Forschungsförderprogramme wie IGF, INNO-KOM und ZIM angesetzt werden, das allen Beteiligten im System Planbarkeit und Kontinuität gibt.

Die Verabschiedung des Bundeshaushaltsgesetztes 2022 steht derzeit für Anfang Juni 2022 auf der Tagesordnung des Bundesrats.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Download als pdf-Datei: BDI-Empfehlungen für die Forschungs- und Innovationspolitik zur Umsetzung des 3,5-Prozents-Ziels

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Download als pdf-Datei: Presseinformation der AiF "Nur Innovationen sichern die Zukunft Deutschlands"
Das Foto (© AiF e.V.) des AiF-Präsidenten Prof. Dr. Sebastian Bauer in druckfähiger Auflösung können Sie auf unserer Website downloaden.

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