www.aif.dehttps://www.aif.de/deAiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.Sat, 16 Jan 2021 13:56:20 +0100Sat, 16 Jan 2021 13:56:20 +0100TYPO3 EXT:newsnews-9768Thu, 14 Jan 2021 09:23:08 +0100CORNET öffnet 31. Internationale Ausschreibungsrundehttps://www.aif.de/news/details/cornet-oeffnet-31-internationale-ausschreibungsrunde.htmlNach überdurchschnittlich hohen Antragszahlen in 2020 hat das internationale Fördernetzwerk CORNET (Collective Research Networking) zum Jahresbeginn die nächste Ausschreibungsrunde geöffnet. Bis zum 31. März 2021 können internationale Projektkonsortien Anträge bei der AiF einreichen. An dem aktuellen, mittlerweile 31. Call sind bis auf Japan und die Tschechische Republik alle CORNET-Partner mit an Bord.

Internationale Gemeinschaftsforschung mit CORNET

CORNET verknüpft Förderprogramme verschiedener Länder und Regionen miteinander, um internationale Projekte der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. Auf deutscher Seite greift das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) finanzierte Programm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

CORNET ist eine themenoffene Initiative – Projekte aus allen Branchen und Technologiefeldern sind willkommen und förderfähig. Detaillierte Informationen zur Antragstellung, zu den Richtlinien und Budgets der beteiligten Länder finden Interessenten auf der CORNET-Website www.cornet.online in der Rubrik Calls for Proposals. Anträge werden online über das Submission Tool eingereicht.

Bei weiteren Fragen oder der Suche nach Projektpartnern hilft das CORNET-Koordinierungsbüro gerne weiter. Allgemeine Fragen zu CORNET werden zudem in den FAQs beantwortet.

Partnernetzwerk IraSME: Antragsfrist ebenfalls am 31. März 2021

Im Rahmen der 27. Ausschreibungsrunde können bis zum 31. März auch beim internationalen Netzwerk IraSME (International Research Activities by SMEs) Anträge  eingereicht werden.

IraSME ist ein Netzwerk von Ministerien und Förderagenturen zur gemeinsamen Unterstützung transnationaler Projekte von Unternehmen in nationalen/regionalen Förderprogrammen. Es verknüpft Programme zur Förderung von Forschung und Entwicklung zugunsten mittelständischer Unternehmen verschiedener Länder und Regionen miteinander. Auf deutscher Seite erfolgt die Förderung aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums und nach den Bedingungen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM). Die Koordination erfolgt durch die AiF Projekt GmbH.

Detaillierte Informationen zur Antragstellung und den Förderbedingungen finden Interessenten auf der IraSME-Website www.ira-sme.net in der Rubrik Current Call. (be/di)

 

Foto: © istock / Corinna71

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news-9757Mon, 11 Jan 2021 12:59:04 +0100AiF-Präsident: Politik hält Wort – Budget der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Bundeshaushaltsgesetz 2021 auf bislang höchstem Niveauhttps://www.aif.de/news/details/aif-praesident-politik-haelt-wort-budget-der-industriellen-gemeinschaftsforschung-im-bundeshaushaltsgesetz-2021-auf-bislang-hoechstem-niveau.htmlErstmals in ihrer Geschichte, seit 1954, ist das Budget für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) zur Förderung von Innovationsaktivitäten des forschungsaffinen deutschen Mittelstands auf das Jahresniveau von 200 Millionen Euro gehoben worden. Diese Summe wurde mit dem Bundeshaushaltsgesetz 2021 Ende 2020 beschlossen.

„Die Politik hat Wort gehalten: Wir begrüßen es sehr, dass der in dieser Höhe lange angestrebte Mittelaufwuchs für die IGF nun im Haushaltsgesetz für das Jahr 2021 vom Bundeshaushaltsgeber bewilligt wurde“, erklärte der Präsident der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. Prof. Dr. Sebastian Bauer. „Gerade in Krisenzeiten stärken Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen deren aktuelle und künftige Wettbewerbsfähigkeit, auch über die deutschen Grenzen hinaus. Insofern ist es eine gute Entwicklung, dass in den vergangenen Monaten trotz der Corona-Pandemie weit mehr Anträge auf Forschungsförderung bei uns eingingen als in den Jahren zuvor“, so Bauer weiter. „Wir haben uns deswegen auch sehr gefreut, dass das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des zweiten Nachtragshaushalts 2020 zusätzliche 36 Millionen Euro für die IGF zur Verfügung stellte. Und die nun für 2021 bereitgestellten 200 Millionen Euro für die IGF sind angesichts der Folgewirkungen der Corona-Pandemie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ 

Denn trotz der guten Nachricht: Längst nicht alle Vorhaben, die von den über 200 unabhängigen Gutachtern als „sehr gut“ bewertet worden seien, könnten aufgrund des begrenzten Budgets realisiert werden. Dazu bedürfe es einer mittel- bis langfristigen Lösung, betonte Bauer. „Wünschenswert wäre eine stabile und damit kontinuierlich wachsende finanzielle Stärkung der IGF. Sie würde für alle Beteiligten – für die mittelständischen Unternehmen, die Forschungseinrichtungen und -vereinigungen und letztendlich auch für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie – Planungssicherheit mit noch stärkeren Effekten auf Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und auch Steueraufkommen bewirken“, sagte der AiF-Präsident. Dazu schlug er eine „Initiative zur Förderung von Innovationen im Mittelstand“ vor, die unter anderem einen definitiven jährlichen Mittelaufwuchs zugunsten der IGF und damit der anwendungs- und transferorientierten sowie technologieoffenen Forschung zugunsten mittelständischer Unternehmen vorsehen sollte. Analog zum „Pakt für Forschung und Innovation“ sollten im Rahmen der betreffenden Initiative auch die staatlich bereitgestellten Fördermittel für die Industrielle Gemeinschaftsforschung dauerhaft dynamisiert werden.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V. Forschungspolitik, Frauke Frodl, frauke.frodl@aif.de, Telefon: +49 30 64475 215

Hier geht es zum Download der Presseinformation.

Das beigefügte Foto vom AiF-Präsidenten Prof. Dr. Sebastian Bauer in druckfähiger Auflösung können Sie auf unserer Website downloaden.

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PolitikHomePresseinformationenNewsMedienraum
news-9707Wed, 06 Jan 2021 09:15:00 +0100Wechsel an der Spitze von Wissenschaft im Dialoghttps://www.aif.de/news/details/wechsel-an-der-spitze-von-wissenschaft-im-dialog.htmlDer Mathematiker und Präsident der Freien Universität Berlin, Professor Günter Ziegler, ist seit 1. Januar 2021 neuer Vorsitzender des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog (WiD). Er folgt auf Professorin Antje Boetius, die WiD turnusgemäß verlässt und das Amt an der Spitze der Organisation für Wissenschaftskommunikation in Deutschland seit 2015 innehatte.

Günter Ziegler forscht und lehrt seit 2011 an der Freien Universität als Mathematikprofessor. Er ist Präsidiumsmitglied der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalakademie Leopoldina sowie Fellow der American Mathematical Society. Für seine Forschung wurde er u.a. mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet, für seine vielfältige Kommunikationsarbeit mit dem hochrenommierten Communicator-Preis von Stifterverband und DFG. Seit Jahren engagiert er sich für ein lebendiges Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit, insbesondere in Kooperation mit Schulen. Ziegler war bereits in der Gestaltung und Koordination des Jahres der Mathematik 2008 eng mit WiD verbunden.

„Wissenschaft steht heute mehr denn je im Fokus der Öffentlichkeit: Wir alle erwarten von der Wissenschaft, gerade zu den großen, aktuellen Themen, wie der Pandemie und dem Klimawandel, Erkenntnisse und Antworten. Es ist wichtig sichtbar zu machen, dass hierbei die Vielfalt der Wissenschaften gebraucht wird, und dass es um Einblicke in Methoden und Prozesse geht, um den Weg zu Erkenntnissen und Antworten verständlich und transparent zu machen. Wissenschaft praktiziert nicht im Elfenbeinturm, vielmehr steht sie im Dialog – sowohl untereinander als auch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wissenschaft im Dialog ist als Organisation für Wissenschaftskommunikation hierfür eine wichtige Akteurin und Wegbereiterin – und dafür werde ich gemeinsam mit den Mitgliedern des Lenkungsausschusses einstehen“, kündigt Günter Ziegler an.
 
WiD wurde im Jahr 2000 von den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen – darunter auch die AiF – gegründet und setzt sich als gemeinnützige Organisation für den Austausch über Forschung in Deutschland ein. Der WiD-Lenkungsausschuss, dem Günter Ziegler künftig vorsitzen wird, berät über die Aktivitäten der Initiative und unterstützt die Geschäftsstelle bei deren Umsetzung. Dem Ausschuss gehören Vertreterinnen und Vertreter aus den großen deutschen Wissenschaftsorganisationen, dem Bundesforschungsministerium und von Stiftungen an.
 
Die Tiefseeforscherin und Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Professorin Antje Boetius wirkte seit 2015 an der Spitze von WiD. Sie setzte sich insbesondere für Qualität in der Wissenschaftskommunikation ein. Boetius war an der Entwicklung der Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR beteiligt, trieb die Weiterentwicklung von WiD in den Bereichen Evaluation und Wirkungsmessung voran und initiierte vielfach Projekte an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst. (di)
 

Foto: © Kay Herschelmann

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news-9706Tue, 29 Dec 2020 09:13:00 +0100BMBF-Programm RUBINhttps://www.aif.de/news/details/bmbf-programm-rubin.htmlDas Programm „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) soll die strategische Zusammenarbeit von Unternehmen verbessern und ihre Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärken. Es hat die Umsetzung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in marktrelevante Produkte und Dienstleistungen zum Ziel. Die Bündnisse sollen auf einem klar definierten Themenfeld Innovationen mit einem hohen Anwendungspotenzial entwickeln und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung einer nachhaltigen Profilbildung in der Region leisten.

Zum 1. Februar der Jahre 2021 und 2022 können sich regionale Bündnisse um eine RUBIN-Förderung bewerben. Weitere Informationen und Dokumente finden Interessenten auf der Website des BMBF. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9705Wed, 23 Dec 2020 09:09:00 +0100Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!https://www.aif.de/news/details/frohe-weihnachten-und-einen-guten-rutsch.htmlDie AiF wünscht Ihnen schöne Festtage und alles Gute für das kommende Jahr. Bleiben Sie gesund, damit wir uns auch 2021 gemeinsam für den forschungsaktiven Mittelstand einsetzen können.]]>Homenews-9704Fri, 18 Dec 2020 09:07:00 +0100Wissenschaftsbarometer 2020https://www.aif.de/news/details/wissenschaftsbarometer-2020.htmlDas generelle Vertrauen in Wissenschaft und Forschung ist in Deutschland weiterhin hoch: 60 Prozent der Menschen geben an, dass sie eher oder voll und ganz in Wissenschaft und Forschung vertrauen. Das sind etwas weniger als im Frühjahr 2020 (April 2020: 73 Prozent, Mai 2020: 66 Prozent), aber mehr als in den Vorjahren (2019: 46 Prozent). Dies sind bevölkerungsrepräsentative Daten aus dem Wissenschaftsbarometer 2020, mit dem die gemeinnützige Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) die öffentliche Meinung zu Wissenschaft und Forschung in Deutschland erhebt.

Rund 40 Prozent der Deutschen gehen davon aus, dass Wissenschaftler uns nicht alles sagen, was sie über das Corona-Virus wissen. 15 Prozent sind der Auffassung, dass es keine eindeutigen Beweise für die Existenz des Virus gibt. 55 Prozent der Deutschen erklären im November 2020, dass sie sich wahrscheinlich impfen lassen, wenn es im nächsten Jahr einen in Deutschland zugelassenen Impfstoff gibt. Knapp 30 Prozent sagen, es sei unwahrscheinlich, dass sie sich impfen lassen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen von der Politik beachtet werden

77 Prozent der Deutschen wollen, dass politische Entscheidungen im Umgang mit Corona auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Aber: 42 Prozent der Befragten sehen es nicht als Aufgabe von Wissenschaftlern an, sich in die Politik einzumischen. Im April 2020 erklärten dies lediglich 32 Prozent. Tatsächlich sind 2020 sowohl im Frühjahr wie im Herbst zwei Drittel der Deutschen der Auffassung, dass Kontroversen zwischen Wissenschaftlern zu Corona hilfreich sind, damit sich die richtigen Forschungsergebnisse durchsetzen.

Generelles Interesse an Forschung stabil

Das grundsätzliche Interesse der Menschen an Wissenschaft hat sich vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht verändert. Mit 60 Prozent bekunden mehr Menschen Interesse an Wissenschaft als an Politik (49 Prozent), aber weniger als an Lokalem (68 Prozent).

80 Prozent der Menschen in Deutschland informieren sich im Netz über Wissenschaft und Forschung. 57 Prozent der Online-Nutzer greifen dafür aktuell häufig oder sehr häufig auf Webseiten von klassischen Nachrichtenmedien wie Zeitungen, Magazinen oder Fernsehsendern (2018: 41 Prozent) zurück, 15 Prozent davon nutzen soziale Medien.

Repräsentative Bevölkerungsumfrage

Das Wissenschaftsbarometer ist eine bevölkerungsrepräsentative Meinungsumfrage. Es betrachtet seit 2014 die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gegenüber Wissenschaft und Forschung. Das Wissenschaftsbarometer 2020 ist ein Projekt der Initiative Wissenschaft im Dialog, zu deren Gründungsmitgliedern die AiF gehört. Förderer und Unterstützer der Meinungsumfrage sind die Robert Bosch Stiftung und die Fraunhofer-Gesellschaft. (di)

 

Foto: © Wissenschaftsbarometer

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news-9689Tue, 15 Dec 2020 08:53:00 +010027. internationale Ausschreibungsrunde für IraSMEhttps://www.aif.de/news/details/27-internationale-ausschreibungsrunde-fuer-irasme.htmlAuch in diesem Jahr führt das internationale Fördernetzwerk IraSME zwei Ausschreibungsrunden für transnationale Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch. Im Rahmen der Initiative werden nationale Förderprogramme mehrerer Länder und Regionen miteinander verknüpft, um transnationale FuE-Kooperationen für kleine und mittelständische Unternehmen zu ermöglichen. Finanziell unterstützt wird das Netzwerk durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das die AiF Projekt GmbH mit der Koordination beauftragt hat.

Partnerländer der aktuellen Ausschreibung sind Belgien (Regionen Flandern und Wallonien), Brasilien, Deutschland, Kanada (Provinz Alberta), Luxemburg, Österreich, Russland und die Türkei. In Deutschland erfolgt die Förderung von Projekten aus den Mitteln und nach den Bedingungen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des BMWi. Anträge können bis zum 31. März 2021 eingereicht werden.

Die letzte, 26. Ausschreibung endete am 30. September 2020 mit einem Eingang von 31 transnationalen Projektanträgen – einer deutlichen Steigerung gegenüber den vergangenen Jahren.

Detaillierte Informationen zur Antragstellung und den Förderbedingungen finden Interessenten auf der IraSME-Webseite und auf der ZIM-Webseite. Fragen beantwortet das Koordinierungsbüro „Internationale FuE-Kooperationen“ bei der AiF-Projekt GmbH unter
030 48163-589 oder per E-Mail unter zim-international(at)aif-projekt-gmbh.de . (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9686Wed, 09 Dec 2020 09:46:00 +0100Wahl zum Präsidium der AiFhttps://www.aif.de/news/details/wahl-zum-praesidium-der-aif.htmlIn der 67. Ordentlichen Mitgliederversammlung des AiF e.V. waren drei Sitze im Präsidium für eine Amtszeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2023 neu zu besetzen. Die Wahl erfolgte im Umlaufverfahren im Anschluss an die am 29. Oktober 2020 online durchgeführte Versammlung.

Als Vertreter der Wirtschaft wurden gewählt Dr.-Ing.  Klaus Nassenstein, Geschäftsführer und Teilhaber der GTV Verschleißschutz GmbH und der GTV Automotive GmbH, Luckenbach, sowie der GTV Thermal Spray Beijing, China, und Monika Witt, Geschäftsführende Gesellschafterin der TH. WITT Kältemaschinenfabrik GmbH, Aachen.

Als Vertreterin der Ordentlichen Mitglieder des AiF e.V. (ohne eigenes Forschungsinstitut) wurde Professorin Claudia Langowsky, Geschäftsführerin der AiF-Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT), Berlin, wiedergewählt. (di)

 

Foto: © picoStudio / AdobeStock

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news-9681Tue, 08 Dec 2020 13:43:00 +0100Maßgeschneiderte Implantate aus der Webmaschine https://www.aif.de/news/details/vom-3d-modell-zum-maschinenlesbaren-code-massgeschneiderte-implantate-aus-der-webmaschine.htmlErkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. So können beispielsweise Aneurysmen, also ballonartige Aussackungen von Blutgefäßen, reißen und Schlaganfälle verursachen. Man behandelt Aneurysmen mit künstlichen Blutgefäßen aus Kunststoff in Assoziation mit stabilisierenden Drahtringen. Diese so genannten Stentgrafts werden fast vollständig in Handarbeit gefertigt; ihre Herstellung ist zeitlich aufwändig und teuer. Auch biologische Herzklappen vom Schwein oder Rind werden von Hand mit rund 1.200 Stichen auf eine Trägerstruktur aufgenäht. Dabei muss ein einzelner Stich häufig minutenlang unter der Lupe oder sogar unter dem Mikroskop vorgeplant werden.

Ein Team der Technischen Universität (TU) Dresden hat jetzt im Rahmen eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) eine effektive Alternative zu den bisherigen Standardmethoden entwickelt: Die beiden Diplomingenieure Dr. Ronny Brünler und Philipp Schegner lassen passgenaue Implantate für Patienten von Webmaschinen herstellen. Die von ihnen umgesetzte Prozesskette ist volldigital, automatisiert und schnell und verursacht nur einen Bruchteil der bisherigen Herstellungskosten. Mit ihrem Projekt waren Brünler und Schegner unter den drei Finalisten für den Otto von Guericke-Preis der AiF. Der Preis wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der IGF vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer 101 Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Vom 3D-Modell zum maschinenlesbaren Code

Die Ergebnisse des nominierten IGF-Projekts, das vom AiF-Mitglied Forschungskuratorium Textil e.V. (FKT) koordiniert wurde, ermöglichen eine sehr kosteneffiziente Produktentwicklung und eine flexible, individuelle Fertigung. „Wir generieren aus Computertomographie-Daten ein 3D-Modell, das in mehreren Schritten so weiterentwickelt wird, dass wir es letztendlich als maschinenlesbaren Code in eine konventionelle Webmaschine übertragen können“, erklärt Brünler das neue Verfahren. „So können wir maßgeschneiderte, komplexe Geometrien rasch umsetzen“, ergänzt sein Kollege Schegner.

„Die Ergebnisse des Dresdner Teams sind in vielerlei Hinsicht ein großer Fortschritt“, betont Key Account Manager Daniel Gehendges von der Mageba International GmbH. Das Unternehmen war als Industriepartner am Projektbegleitenden Ausschuss des nominierten Projekts beteiligt. „Sie ermöglichen eine bessere Patientenversorgung unter Berücksichtigung wichtiger Aspekte wie Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz und bergen gleichzeitig ein enormes Potenzial für weitere Anwendungsfelder im Webmaschinensektor unseres Unternehmens“, so Gehendges.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Johannes Diebel, Leiter Forschung bei der Forschungsvereinigung FKT, hebt die Vielfalt der Anwendungsfelder hervor. „Der wichtigste Bereich ist ohne Zweifel die Medizin, wo wir durch bessere und kostengünstigere Implantate mit erheblichen Einsparungen im Gesundheitssystem rechnen können. Die Projektergebnisse können auch branchenübergreifend für die Entwicklung von Leichtbaustrukturen für eine bessere Ressourceneffizienz genutzt werden“, ist Diebel überzeugt.

Einen vierminütigen Film zum ausgezeichneten Projekt finden Sie im Medienraum der AiF; eine kurze Vorstellung aller nominierten IGF-Projekte gibt es ebenfalls auf der AiF-Website.

Ansprechpartner zum Projekt

Dr. Ronny Brünler, Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) an der TU Dresden,
E-Mail: ronny.bruenler@tu-dresden.de,Telefon: +49 351 463-44041

Johannes Diebel, Forschungskuratorium Textil e.V. (FKT),
E-Mail: jdiebel@textil-mode.de, Telefon: +49 30 726220-40

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Evelyn Bargs-Stahl, presse@aif.de, Telefon: +49 221 37680 114

Hier geht es zum PDF der Presseinformation.

Das beigefügte Foto (© ITM/TUD) finden Sie in druckfähiger Auflösung zum Download auf unserer Website.

 

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FAMProjekt-KollektionAuszeichnungenHomePresseinformationen
news-9683Thu, 03 Dec 2020 09:32:48 +0100Ausgabenrekord für Forschung und Entwicklung in Deutschlandhttps://www.aif.de/news/details/ausgabenrekord-fuer-forschung-und-entwicklung-in-deutschland.htmlIm Jahr 2019 haben die Unternehmen in Deutschland so viel für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgegeben wie noch nie. Dies zeigen erste Trendzahlen aus der FuE-Befragung, die der Stifterverband jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchführt. Danach sind auch für das laufende Jahr keine großen Veränderungen zu erkennen.

Insgesamt haben die Unternehmen in Deutschland für eigene, unternehmensinterne FuE  75,6 Milliarden Euro ausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 4,8 Prozent. Auch die Ausgaben für Forschungsaufträge haben sich erhöht. Häufig angewiesen auf Wissen und Dienstleistungen anderer, vergeben Unternehmen FuE-Aufträge an weitere Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Im Jahr 2019 belief sich die Summe dieser externen FuE-Ausgaben auf 21,6 Milliarden Euro – eine Steigerung um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

3,17 Prozent des BIP fließen in FuE

Auch die Hochschulen und der Staat steigerten ihre FuE-Ausgaben nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes deutlich. Das bedeutet, im Jahr 2019 investierte Deutschland insgesamt 3,17 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in Forschung und Entwicklung.

Der positive Trend schlägt sich auch im FuE-Personal nieder. Noch nie haben so viele Forscherinnen und Forscher in den Unternehmen gearbeitet wie im letzten Jahr. Berücksichtigt man alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten sowie jene Personen, die nur einen Teil ihrer Arbeitszeit für FuE aufwenden, kommt man im Jahr 2019 rechnerisch auf 470.400 Vollzeitstellen. Das ist ein Wachstum von 4,3 Prozent und damit von fast 20.000 Stellen im Vergleich zum Vorjahr. 

Mit Abstand am meisten wird im KfZ-Bau geforscht und entwickelt. Etwas mehr als jeder dritte für FuE aufgewendete Euro entfällt auf diesen Bereich. Überdurchschnittlich stark haben aber Unternehmen, die der Spitzentechnik zuzurechnen sind, in FuE investiert. Dazu zählen etwa die pharmazeutische Industrie, die Herstellung von elektronischen Bauelementen und Datenverarbeitungsgeräten oder auch die Navigations- und Messtechnik. In Branchen der Spitzentechnik fließen mehr als 9 Prozent des Umsatzes in FuE. Sie zählen damit zu den technologisch anspruchsvollsten und wirtschaftlich ertragreichsten Branchen überhaupt. In Deutschland stammen 22 Prozent der internen FuE-Aufwendungen aus Unternehmen der Spitzentechnik – ein im internationalen Vergleich geringer Wert.

Unternehmen versuchen, an geplanten FuE-Aufwendungen festzuhalten

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek kommentierte den insgesamt positiven Trend: „Staat, Wirtschaft und Hochschulen haben ihre Ausgaben in Forschung und Entwicklung noch einmal deutlich gesteigert. Das Innovationsland Deutschland stärkt damit seine Spitzenposition im weltweiten Wettbewerb und hält weiter Kurs auf das Ziel, bis zum Jahr 2025 einen Anteil von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben.“

Die FuE-Datenerhebung, die in mehr als 27.000 Unternehmen von März bis August durchgeführt wurde, ergibt für das laufende Jahr 2020 keine signifikante Reduzierung oder Erhöhung der FuE-Aufwendungen. Die Auswirkungen der Corona-Krise waren somit bis zur Jahresmitte noch nicht in den FuE-Budgetplanungen der Unternehmen zu erkennen. Dies zeigt, dass Unternehmen trotz Krise zunächst versuchen, an den für das Jahr 2020 geplanten FuE-Aufwendungen festzuhalten, bereits begonnene FuE-Projekte nicht abzubrechen und damit auch ihre Fachkräfte für die Entwicklung von Innovationen zu halten. Allerdings ist die Betroffenheit der Branchen sehr unterschiedlich. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-9643Mon, 30 Nov 2020 11:33:00 +0100DIN-Innovatorenpreis geht an Tobias Leitinghttps://www.aif.de/news/details/din-innovatorenpreis-geht-an-tobias-leiting.htmlMit den Innovatorenpreisen und einem Nachwuchspreis ehrt das DIN in diesem Jahr besondere Projekte und Engagements aus Normung und Standardisierung. Die drei Gewinner zeigen mit ihren Einreichungen den großen Wert, den Normung und Standardisierung für Wirtschaft und Gesellschaft haben, und liefern dazu konkrete Nachweise.

Innovatorenpreise

Der Innovatorenpreis für ein Forschungsprojekt geht an Tobias Leiting vom AiF-Mitglied FIR e.V. an der RWTH Aachen. Aus seiner Tätigkeit im Forschungsprojekt MeProLi heraus hat er die DIN SPEC 91404 „Leitfaden zur Standardisierung von Instandhaltungsprozessen“ initiiert. Das Vorhaben wurde im Rahmen der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) realisiert, die im Netzewrk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Bislang fehlte den Instandhaltungsorganisationen eine praxistaugliche Methode, die sie dabei unterstützt, ihre bestehenden Instandhaltungsprozesse schnell und effizient zu verbessern. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen verfügen lediglich über begrenzte Ressourcen und Zeit, um im Alltagsgeschäft Potenziale zur Verbesserung zu identifizieren und Maßnahmen zu ihrer Ausschöpfung zu ergreifen. Hier setzt die DIN SPEC an und überführt Forschungsergebnisse direkt in die Praxis. Die Jury lobte vor allem die Praxistauglichkeit der Arbeit. Der Ansatz verspreche nicht nur Anlagenbetreibern und Instandhaltungsorganisationen größere Erfolge, weil Zeit und Kosten reduziert werden können, er könne auch den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland mit seiner hohen Dichte an Prozess- und Produktionsanlagen stärken.

Den Innovatorenpreis für die Markteinführung eines Produkts oder einer Dienstleistung erhält in diesem Jahr Oliver Arnhold von der Reiner Lemoine Institut gGmbH. Die von ihm initiierte DIN SPEC 91433 „Leitfaden zur Suchraum- und Standortidentifizierung sowie Empfehlungen für Melde- und Genehmigungsverfahren in der Ladeinfrastrukturplanung“ soll den Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge beschleunigen.

Nachwuchspreis

Den DIN-Nachwuchspreis erhält Janine Korduan von der Technischen Universität Berlin für ihre Masterarbeit, in der sie die nationalen und unionsrechtlichen Bedingungen für das Inverkehrbringen von Recycling-Düngern analysiert und dargestellt hat, welche Rolle Standards hierbei spielen können. (di)

Videos der Preisträger

In drei Videclips werden alle Gewinner der DIN-Preise 2020 vorgestellt. Diese sind unter folgenden Links abrufbar:

DIN-Innovatorenpreis (Forschungsprojekt): https://youtu.be/7zUxCy5Q5X4

DIN-Innovatorenpreis (Markteinführung): https://youtu.be/DM_CnGnVu_Q

DIN-Nachwuchspreis: https://youtu.be/TJqAufMN6tg

 

Foto: © privat

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news-9642Fri, 27 Nov 2020 10:37:00 +0100IGF-Nachwuchswissenschaftler mit Innovation Award der Schaeffler FAG Stiftung ausgezeichnethttps://www.aif.de/news/details/igf-nachwuchswissenschaftler-mit-innovation-award-der-schaeffler-fag-stiftung-ausgezeichnet.htmlAcht Nachwuchswissenschaftler erhielten Ende Oktober 2020 für ihre zukunftsweisenden Arbeiten den Innovation Award 2019 der Schaeffler FAG Stiftung. Der Industriepreis zählt zu den bestdotierten Preisen in Deutschland und wird von der Schaeffler FAG Stiftung für Produkt- und Prozessinnovationen nach Begutachtung durch eine hochkarätige Jury verliehen. Der Preis wurde in den Kategorien „Promotion“ sowie „Bachelor- und Masterarbeiten“ verliehen. „Die Stiftung ist Motor für Wissen, Wissenstransfer und die Entwicklung von Potenzialen. Sie ist ein Ausdruck von unternehmerischer und gesellschaftlicher Verantwortung. Gefördert werden Wissenschaft, Forschung und Lehre an Hochschulen und Universitäten auf dem Gebiet der Lagerungstechnik“, erläutert Andreas Hamann, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, den Zweck der Stiftung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1983 hat die Schaeffler FAG Stiftung mehr als eine Million Euro an Fördergeldern eingesetzt. Diesmal war der Innovation Award mit insgesamt 22.000 Euro dotiert.

Die Preisträger

Der 1. Preis für eine Promotion in Höhe von 6.000 Euro ging an Dr.-Ing. Marian Skalecki, der in seiner Arbeit ein Simulationsmodell zur Vorausberechnung des Carbonitrierens – einer besonderen Art des Einsatzhärtens von Werkstoffen – erarbeitete. Seine Dissertation baut auf zwei Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) auf, die im Netzwerk der AiF organisiert und vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird. Beide Projekte wurden vom AiF-Mitglied Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e.V. (AWT) betreut. Der systemische Nutzen aus beiden Vorhaben kommt insbesondere mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Ofenbau sowie Mess- und Regeltechnik zugute. Der Doktorand hat inzwischen eine aussichtsreiche Stelle in einem norddeutschen Ofenbauunternehmen angetreten und ist damit ein Paradebeispiel für einen erfolgreichen „Transfer über Köpfe“.

Weitere Preise für ihre Promotionsarbeiten erhielten Dr.-Ing. Sascha Pörsch, Dr.-Ing. Marcel Tiffe und Dr.-Ing. Katrin Heider.

In der Kategorie „Bachelor- und Masterarbeiten“ wurden M.Sc. Yong Wang, B.Sc. Benno Sommer, M.Sc. Guilherme Carvalho Gaspar de Barros Bello und M.Sc. Axel Brenzinger ausgezeichnet. (di)

 

Foto: © Schaeffler

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news-9668Tue, 24 Nov 2020 13:02:53 +01004. Innovationskongress 2020https://www.aif.de/news/details/4-innovationskongress-2020.htmlAm 3. Dezember 2020 findet von 10:00 bis 11:00 Uhr der 4. Innovationskongress statt, eine gemeinsame Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Fraunhofer-Gesellschaft, des Verbandes der Chemischen Industrie sowie der AiF, pandemiebedingt erstmals digital und in verkürzter Form.

Die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen ist unerlässlich, um den Klimawandel aufzuhalten. Innovationen sind der Schlüssel dazu: Nur mit dem Einsatz neuer Technologien wird die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion gelingen. Dazu gehören der Einsatz von grünem Wasserstoff und die wirtschaftliche Weiterverwendung von CO2. Auch die Kreislaufwirtschaft wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Viele Wirtschaftszweige stehen jetzt vor der großen Herausforderung, ihre Beiträge zur Erreichung der vereinbarten Klimaschutzziele zu leisten. Hier setzt der 4. Innovationskongress mit folgenden Fragen an: Wie kann die Wirtschaft klimaneutral werden? Welche Innovationen tragen zu klimafreundlichen Prozessen bei? Was sind die Schlüsseltechnologien und welche Rahmenbedingungen sind nötig, damit das 21. Jahrhundert in Deutschland ökonomisch und ökologisch erfolgreich wird? Dr. Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer de AiF, wird die Veranstaltung eröffnen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Die Teilnahmebedingungen finden Sie unter www.freiheit.org/teilnahmebedingungen. Hier geht´s zu Programm und Anmeldung. Der Link zur Veranstaltung wird im Zuge der Anmeldebestätigung verschickt. (di)

 

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news-9641Fri, 20 Nov 2020 08:37:00 +0100Transnationale FuE-Kooperationenhttps://www.aif.de/news/details/transnationale-fue-kooperationen-1.htmlDas Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat mit verschiedenen Ländern Vereinbarungen zur gegenseitigen Öffnung der Förderprogramme getroffen, um die Kooperation deutscher kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit ausländischen Partnern bei gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu erleichtern. Im Rahmen von Ausschreibungen können die Projektpartner nach den Bestimmungen der jeweiligen nationalen Programme gefördert werden. Die Verfahren der Begutachtung und Bewilligung der FuE-Projekte sind unter den beteiligten Ländern abgestimmt. Für die deutschen Antragsteller gelten die Bedingungen der Richtlinie des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).

Eine Übersicht der aktuell geöffneten sowie der geplanten Ausschreibungen finden Interessenten unter www.zim.de/internationale-ausschreibungen. Davon unabhängig können deutsche Unternehmen jederzeit eigeninitiativ mit Partnern in anderen Ländern kooperieren. Im Rahmen des ZIM werden dabei nur deutsche Projektpartner gemäß den Bestimmungen der ZIM-Richtlinie gefördert. (di)

Fragen beantwortet das Team International der AiF Projekt GmbH.

 

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news-9652Tue, 17 Nov 2020 08:29:00 +0100Grüne Energie: Ertragreiche Aussichten für Windparks https://www.aif.de/news/details/gruene-energiegewinnung-ertragreiche-aussichten-fuer-windparks.htmlDie Windkraft leistet in Deutschland den größten Beitrag zur Stromerzeugung: Über 21 Prozent des deutschen Stroms stammt aus Windenergie. Dafür sorgen derzeit landesweit rund 30.000 Windkraftanlagen; Tendenz steigend. Die Rotorblätter sind die am stärksten belasteten Bauteile einer Windenergieanlage, denn sie sind Niederschlägen und anderen Witterungseinflüssen wie beispielsweise UV-Licht ausgesetzt. Regentropfen oder Hagel, die mit hoher Geschwindigkeit auf die Rotorblätter auftreffen, hinterlassen häufig deutliche Spuren. Schäden am Rotorblatt sind im Regelbetrieb an der Tagesordnung.

Neuer Reparaturmechanismus erlaubt maximale Energieausbeute

Nach den bisherigen Richtlinien waren Reparaturen am Rotorblatt nur unter bestimmten Wetterbedingungen und ab einer Mindesttemperatur von 16°C möglich. Damit blieben bislang durchschnittlich nur 100 Tage im Jahr, an denen schadhafte Stellen ausgebessert werden konnten. Im ungünstigsten Fall führten die Rahmenbedingungen in der Vergangenheit zu ausgedehnten Stillständen von Anlagen und damit zu enormen Ausfällen bei der Energiegewinnung.

Eine Lösung für dieses Problem haben jetzt drei Wissenschaftler:innen im Rahmen eines vom AiF-Mitglied Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. (FSKZ) koordinierten Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) gefunden: Dr.-Ing. Jana Fiedler vom SKZ – Das Kunststoff-Zentrum in Halle und ihre Kollegen Dr.-Ing. Ralf Schlimper und Dipl.-Ing. Thomas Wagner, beide vom Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle, haben ein zertifiziertes Verfahren entwickelt, das Reparaturen bei deutlich niedrigeren Temperaturen als bisher und damit fast das ganze Jahr über möglich macht. Mit dem IGF-Projekt war das Hallenser Team im Oktober 2020 unter den drei Finalisten für den Otto von Guericke-Preis der AiF. Der Forschungspreis wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der IGF vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer 101 Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Hitze im Vakuum hilft

„Unter der von uns entwickelten Heiz-Vakuumhaube können schadhafte Stellen auf den Rotorblättern jetzt schon ab 6°C Außentemperatur nahezu ganzjährig und weitestgehend witterungsunabhängig instand gesetzt werden“, erklärt Fiedler. „Die schadhafte Stelle wird mit der Haube einfach von der Außenwelt und den herrschenden Witterungsbedingungen abgeschirmt“, so die Ingenieurin weiter. „Das ist ein enormer Fortschritt, denn gerade die kälteren Monate sind besonders ertragreich für Windparks“.

Thomas Heinecke, Projektingenieur bei der mittelständischen cp.max Rotortechnik GmbH & Co. KG in Dresden, ist überzeugt: „Von dem neuen einfachen und zeitsparenden Verfahren profitieren wir als Dienstleister genauso wie die Betreiber. Wir verzeichnen weniger Stillstand, benötigen kürzere Reparaturzeiten und erreichen im Endeffekt sogar eine längere Lebensdauer der Anlagen“. Das Unternehmen war als Industriepartner an der Entwicklung der neuen Heiz-Vakuumhaube beteiligt und hat das innovative Reparaturverfahren mittlerweile zertifizieren lassen.

Musterbeispiel für die IGF

„Wir sehen hier ein echtes Musterbeispiel für die IGF“, betont SKZ-Geschäftsführer Dr.-Ing. Thomas Hochrein, selbst ehemaliger Otto von Guericke-Preisträger von 2009. „Die Ergebnisse sind eine solide Grundlage für neue technische Richtlinien und Reparaturanweisungen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Außerdem können sie auf weitere Branchen, wie beispielsweise den Automobil- und Schiffsbau, übertragen werden. Da die Erkenntnisse des ausgezeichneten IGF-Projekts in einem Projekt des anwendungsnäheren Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) weitergeführt wurden, konnten wir innerhalb von nur fünf Jahren ein marktreifes Produkt liefern“, freut sich Hochrein.

Einen vierminütigen Film zum Projekt finden Sie im Medienraum der AiF. Eine kurze Vorstellung aller nominierten IGF-Projekte gibt es ebenfalls auf der AiF-Website.

Ansprechpartner zum Projekt

Dr.-Ing. Jana Fiedler, SKZ – Das Kunststoff-Zentrum,
E-Mail: j.fiedler@skz.de, Telefon: +49 (0)345 53045 - 84 

Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian, Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ e.V.,
E-Mail: m.bastian@skz.de, Telefon: +49 (0)931 4104-235

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Evelyn Bargs-Stahl, presse@aif.de, Telefon: +49 221 37680 114

Das beigefügte Foto (© Petra Bork/pixelio) finden Sie in druckfähiger Auflösung zum Download auf unserer Website.

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Nachhaltiges Wirtschaften und EnergieEnergiewendeProjekt-KollektionAuszeichnungenHomePresseinformationen
news-9640Thu, 12 Nov 2020 08:32:49 +0100DFG schreibt Communicator-Preis 2021 aushttps://www.aif.de/news/details/dfg-schreibt-communicator-preis-2021-aus.htmlDie Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Oktober den „Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes“ 2021 ausgeschrieben. Der Preis wird an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen in der Wissenschaftskommunikation vergeben und ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert. DFG und Stifterverband zeichnen damit Forscherinnen und Forscher aller Fachgebiete dafür aus, dass sie ihre wissenschaftliche Arbeit und ihr Fachgebiet einem breiten Publikum auf besonders kreative, vielfältige und nachhaltige Weise zugänglich machen und sich so für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft engagieren.

Der Preis kann an einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie an kleine Forschungsteams verliehen werden. Dabei sind sowohl Selbstbewerbungen als auch Vorschläge möglich. Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland tätig sind. Detaillierte Informationen und Hinweise zum Bewerbungsverfahren und zum Preis sind abrufbar auf der Website der DFG unter www.dfg.de/communicator-preis.

Bewerbungen und Vorschläge können bis spätestens 7. Januar 2021 eingereicht werden.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury aus Kommunikationsexperten und Wissenschaftsjournalisten unter Vorsitz einer DFG-Vizepräsidentin oder eines DFG-Vizepräsidenten. Die Auswahl und Bekanntgabe der Preisträgerin oder des Preisträgers erfolgt im Frühjahr 2021. Die Preisverleihung findet am 6. Juli 2021 im Rahmen der DFG-Jahresversammlung in Berlin statt. (di)

 

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news-9614Tue, 10 Nov 2020 09:10:00 +0100AiF-Forschungsallianz Medizintechnik hat neues Mitgliedhttps://www.aif.de/news/details/aif-forschungsallianz-medizintechnik-hat-neues-mitglied.htmlDas AiF-Mitglied Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI) ist neues und damit elftes Mitglied der AiF-Forschungsallianz Medizintechnik (FAM). Die im November 2018 gegründete FAM hat zum Ziel, Synergien der beteiligten AiF-Forschungsvereinigungen für die Innovationsschöpfung im medizintechnischen Bereich zu heben.

Mithilfe von Fördermitteln aus dem Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) arbeiten die FAM-Forschungsvereinigungen mit gebündelter Fachkompetenz und interdisziplinären Ansätzen an der Untersuchung der industriellen Machbarkeit von Innovationsideen zu medizintechnischen Themen, auch um die Sichtbarkeit der IGF-geförderten Forschung in diesem Bereich zu erhöhen.

Dazu trägt auch der Ende Oktober vergebene Otto von Guericke-Preis 2020 der AiF bei. Die diesjährigen Preisträger, Dr. Karl Stock und Steffen Nothelfer vom Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) an der Universität Ulm, haben ein neuartiges Verfahren zur Hautkrebsfrüherkennung entwickelt. Das vom AiF- und FAM-Mitglied Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V.  (F.O.M.) koordinierte IGF-Projekt macht es möglich, die Diagnostik nicht nur präziser, sondern auch kostengünstiger und einfacher durchzuführen. Ein Gewinn für alle Seiten: Patienten, Ärzte, Medizintechnikunternehmen und die Volkswirtschaft. (di)

 

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ForschungsallianzIGFHomeNews
news-9609Thu, 05 Nov 2020 08:45:41 +0100BMBF-Broschüre: Bildung und Forschung in Zahlen 2020https://www.aif.de/news/details/bmbf-broschuere-bildung-und-forschung-in-zahlen-2020.htmlIm Oktober 2020 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die  Broschüre „Bildung und Forschung in Zahlen“ veröffentlicht. Die darin zusammengestellten Daten und Fakten weisen bildungs- und forschungspolitische Basisinformationen für einen schnellen Überblick aus. Hierzu zählen neben konkreten Fakten zu den unterschiedlichen Bildungs- und Forschungsbereichen auch Angaben zu den Ausgaben von Bund und den Ländern sowie dem Stand Deutschlands im internationalen Vergleich. (di)

Hier geht´s zu Download und Bestellung der Broschüre.

 

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news-9604Fri, 30 Oct 2020 15:18:00 +0100MdB Dr. Christmann: IGF und ZIM müssen besser ausgestattet werdenhttps://www.aif.de/news/details/mdb-dr-christmann-igf-und-zim-muessen-besser-ausgestattet-werden.htmlDie Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Dr. Anna Christmann, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB), hielt am 29. Oktober 2020 auf der AiF-Mitgliederversammlung die Keynote mit dem Titel „Mit und für den Mittelstand – Grüne Perspektiven für die zukünftige Innovationspolitik“.
 
Bezugnehmend auf den aktuellen Gesetzentwurf zum Bundeshaushalt für das kommende Jahr betonte sie darin: „Es ist erfreulich, dass für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) im Haushalt 2021 ein Mittelaufwuchs auf 200 Millionen Euro geplant ist. Wir haben das schon lange gefordert und uns dafür eingesetzt.“ Für ihre Fraktion im Deutschen Bundestag sprechend führte Christmann, die unter anderem ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung ist, fort: „Für ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand) werden wir seitens der Fraktion einen Antrag stellen, die Fördermittel in 2021 auf 600 Millionen Euro zu erhöhen.“ Mit Blick auf die nächsten Jahre sähen Bündnis 90/Die Grünen den Auf- und Ausbau regionaler Innovations-Ökosysteme als besonders wichtig an, um Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere, noch besser zu unterstützen und Forschungsaktivitäten im und für den Mittelstand zu forcieren. (frd)

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PolitikHomeNews
news-9586Thu, 29 Oct 2020 10:18:00 +0100FORSCHER Mittelstand – Zukunft gemeinsam gestaltenhttps://www.aif.de/news/details/forscher-mittelstand-zukunft-gemeinsam-gestalten.htmlIn diesem Jahr ist alles anders. Coronabedingt fand auch die Verleihung des Otto von Guericke-Preises 2020 der AiF am 28. Oktober als Online-Event statt. Live und in Farbe aus dem Kölner Schokoladenmuseum und sogar von zu Hause oder überall, wo es sonst einen Internetzugang gibt, konnte die Preisverleihung verfolgt und auf die Gewinner angestoßen werden.

Die AiF vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Otto von Guericke-Preis seit 1997 einmal im Jahr für besondere Innovationsleistungen auf dem Gebiet der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Die IGF wird von der AiF und ihren Forschungsvereinigungen organisiert und Projekte der IGF werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln finanziert.

Stärkung der IGF = Stärkung des Mittelstands

AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer hieß die Gäste an ihren Bildschirmen willkommen und zeigte sich gespannt, wie die erste Online-Preisverleihung der AiF verlaufen werde. In einem Gespräch, das Moderator Sven Preger gemeinsam mit Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus und für Mittelstand, und ihm führte, unterstrich der AiF-Präsident, dass es derzeit einen Antragsanstieg bei der IGF von rund 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gebe. Das sei sehr erfreulich, „weil wir wissen, dass innovierende Unternehmen stabiler aus einer Krise hervorgehen“. Bauer weiter: „Indem der Mittelstand innovativ bleibt, kann er zur schnelleren Überwindung der Corona-Krise beitragen. Innovationen entstehen häufig mithilfe der Forschungsförderung des Bundes. Der Forschungsbedarf mittelständischer Unternehmen spiegelt sich in den Forschungsprojekten der IGF wider, und der Bedarf ist erfreulicherweise da, wie die steigenden Antragszahlen zeigen. Stärkt man die IGF, stärkt man also den Mittelstand und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Aus diesem Grund wünsche ich mir für die kommenden Jahre kontinuierliche und damit planbare Aufwüchse für die mittelstandsorientierte, themenoffene Forschung und Entwicklung ähnlich dem Pakt für Forschung und Innovation für das Wissenschaftssystem.“

IGF-Projekt des Jahres 2020 erhält Otto von Guericke-Preis der AiF

Im Rahmen der Verleihung des Otto von Guericke-Preises präsentierten drei Finalisten ihre besonders innovativen IGF-Forschungsarbeiten. Sie waren vom Wissenschaftlichen Rat (WR) der AiF ausgewählt worden und hatten die Jury mit einem besonders hohen Erkenntnisgewinn, aber auch mit der großen wirtschaftlichen Bedeutung der Ergebnisse für mittelständische Unternehmen überzeugt. Die Finalisten und ihre IGF-Projekte wurden in Kurzfilmen und anschließenden Interviews vorgestellt.

Die diesjährigen Preisträger, Dr. Karl Stock und Steffen Nothelfer vom Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) an der Universität Ulm, haben ein neuartiges Verfahren zur Hautkrebsfrüherkennung entwickelt. Mithilfe eines multifokalen hyperspektralen Kamerasystems können Vorstufen bösartiger Melanome und kleinste Unterschiede in der Mikrostruktur des Gewebes zuverlässig detektiert werden. Das vom AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e.V.  (F.O.M.) koordinierte IGF-Projekt macht es möglich, die Diagnostik nicht nur präziser, sondern auch kostengünstiger und einfacher durchzuführen. Der WR-Vorsitzende der AiF, Professor Bernd Sauer, betonte die hohe wissenschaftliche aber auch volkswirtschaftliche Relevanz des IGF-Projekts.

PStS Bareiß gratulierte den Gewinnern

PStS Thomas Bareiß gratulierte den Gewinnern und Finalisten in einer Live-Schaltung aus dem Bundeswirtschaftsministerium und sagte: „Deutschland steckt voller neuer Ideen. Das beweist auch der diesjährige Otto von Guericke-Wettbewerb mit seinen vielfältigen Bewerbungen. Von der Hautkrebserkennung über passgenaue Implantate bis hin zu Heizhauben für Windkrafträder: Unterschiedlicher könnten die Innovationen kaum sein. Ich freue mich, den Preisträgern ganz herzlich zu gratulieren! Die IGF ist eine Erfolgsgeschichte. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement!“

Weitere Gratulanten waren Professorin Antje Boetius und der Vorjahresgewinner des Otto von Guericke-Preises, Dr. Lars Molter. Antje Boetius ist Wissenschaftliche Direktorin des Alfred Wegener Instituts – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung sowie Vorsitzende des Lenkungsausschusses der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD), zu deren Gründungsmitgliedern die AiF gehört. Sie hob hervor, dass die industrienahe Forschung und technische Innovationen wichtige Beiträge zur Gestaltung unserer Zukunft leisten.

Lars Molter sandte ebenfalls Grüße an die Finalisten. Er hat auf der Basis der Ergebnisse des im vergangenen Jahr ausgezeichneten IGF-Projekts das Unternehmen Hyconnect GmbH in Hamburg gegründet. Die Firma bietet innovative Verbindungselemente für Faserverbundwerkstoffe und Metall an und hat vor wenigen Tagen einen Deal in der „Höhle der Löwen“, einer Gründershow des Fernsehsenders Vox, abschließen können, um den nächsten Wachstumsschritt einzuleiten.

Weitere Informationen zum IGF-Projekt des Jahres 2020 finden Interessenten in einer ausführlichen Presseinformation und einem vierminütigen Film zum Projekt, der – ebenso wie die Filme zu den beiden weiteren Finalisten – im AiF-Medienraum verfügbar ist.

Die gesamte Veranstaltung gibt´s als Videomitschnitt im Medienraum der AiF-Website. (di)

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VeranstaltungHomeNews
news-9590Wed, 28 Oct 2020 19:30:00 +0100Hautkrebs frühzeitig erkennen – Otto von Guericke-Preis 2020 geht nach Ulmhttps://www.aif.de/news/details/hautkrebs-fruehzeitig-erkennen-otto-von-guericke-preis-2020-geht-nach-ulm.htmlEtwa 23.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Hautkrebs, rund 3.000 Menschen sterben jährlich daran. Bislang sind Untersuchungen zur Hautkrebsfrüherkennung in hohem Maße von der Erfahrung des untersuchenden Arztes abhängig: So erfolgen Biopsien, also die chirurgischen Entnahmen von tumorverdächtigem Gewebe, bisher meist ausschließlich auf Basis visueller Kontrollen. Manche bösartigen Melanome werden dabei übersehen oder nicht frühzeitig genug erkannt.

Ulmer Wissenschaftler haben jetzt ein neuartiges Verfahren zur Hautkrebsfrüherkennung entwickelt, das die Diagnostik präziser, kostengünstiger und einfacher macht. Mithilfe eines hyperspektralen Kamerasystems, kombiniert mit strukturierter Beleuchtung, können Vorstufen bösartiger Melanome und kleinste Unterschiede in der Mikrostruktur des Gewebes zuverlässig detektiert werden. Für ihre Leistungen sind Dr. Karl Stock und M. Sc. Physik Steffen Nothelfer vom Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik an der Universität Ulm heute in Köln mit dem Otto von Guericke-Preis der AiF ausgezeichnet worden. Durchgeführt wurde das Projekt vom AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V. (F. O. M.). Der Preis wird einmal im Jahr für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der IGF vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer 101 Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Unsichtbares sichtbar machen

„Wir haben ein Gerät entwickelt, das den Arzt bei der Erkennung von schwarzem Hautkrebs unterstützen soll“, erklärt Stock das Ergebnis der Forschungsarbeiten. „Damit können wir die optischen Eigenschaften eines Gewebes in jedem Punkt exakt bestimmen und daraus auf Gewebeveränderungen schließen.“ Sein Kollege Nothelfer beschreibt das Vorgehen: „Zunächst beleuchten wir die Haut bei der Untersuchung in unterschiedlichen Farben und mit unterschiedlichen Streifenmustern. Einfach gesagt projizieren wir bestimmte Muster auf die Haut und erfassen dann das zurückgestreute Licht mit einer empfindlichen Kamera.“ Aus Abweichungen oder Verzerrungen des ursprünglichen Musters lassen sich mithilfe von Auswertealgorithmen sehr genau Änderungen der optischen Gewebeeigenschaften, auch in der Tiefe, ableiten. Diese können erste Hinweise einer krankhaften Gewebestörung sein. „In erster Linie kommt das Gerät den Patienten zugute, denn je früher das Melanom entdeckt wird, desto höher sind die Überlebenschancen des Patienten“, resümiert Stock.

Große Marktpotentiale

Jean-Michel Asfour, Geschäftsführer der DIOPTIC GmbH, sieht in dem heute ausgezeichneten Projekt einen Initiator für die Entwicklung neuer und innovativer Messsysteme in weiteren Bereichen, beispielsweise in der Lebensmittelkontrolle oder der Papier- und Textilindustrie. „Gerade auch in Kombination mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen eröffnet es Unternehmen wie uns große Marktpotentiale“, ist Asfour überzeugt. Die DIOPTIC GmbH war als Industriepartner am Projektbegleitenden Ausschuss des heute ausgezeichneten Projekts beteiligt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten bei minimalem Investitionsaufwand

Der Geschäftsführer der F.O.M., Dr. Markus Safaricz, zeigt sich beeindruckt von den Leistungen des Ulmer Teams. „Die Forscher haben es geschafft, ein Messsystem zu entwickeln, das bereits zum Projektende den Weg in die Klinik geschafft hat. Auch über die Krebsbekämpfung hinaus sind die Einsatzmöglichkeiten mit nur minimalem Investitionsaufwand extrem vielfältig. Beispielsweise führten Teilergebnisse zur Entwicklung einer LED-Strahlungseinheit zur Keimabtötung, andere sollen künftig bei 3D-Druckverfahren eingesetzt werden.“ Laut Safaricz eignet sich das Messsystem besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und eröffnet ihnen neue, innovative Geschäftsmodelle.

Einen vierminütigen Film zum ausgezeichneten Projekt finden Sie im Medienraum der AiF; eine kurze Vorstellung aller nominierten IGF-Projekte gibt es ebenfalls auf der AiF-Website.

Ansprechpartner zum Projekt

Dr. Karl Stock, Institut für Lasertechnologien in der Medizin und Messtechnik (ILM) an der Universität Ulm, E-Mail: karl.stock@ilm-ulm.de, Telefon: +49 (0) 731 1429-220

Dr. Markus Safaricz, Forschungsvereinigung Feinmechanik, Optik und Medizintechnik e. V. (F.O.M.), E-Mail: info@forschung-fom.de, Telefon: +49 (0) 30 414021-39

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2019 setzte die AiF über 496 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 12,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 238.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Evelyn Bargs-Stahl, presse@aif.de, Telefon: +49 221 37680 114

Hier geht es zum PDF der Presseinformation.

Das beigefügte Foto (Quelle: ©AiF) finden Sie in druckfähiger Auflösung zum Download auf unserer Website.

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Gesundes LebenForschungsallianzenFAMProjekt-KollektionAuszeichnungenHomePresseinformationen
news-9589Mon, 26 Oct 2020 17:05:00 +0100Industrielle Gemeinschaftsforschung vernetzt Global Player und Mittelstandhttps://www.aif.de/news/details/industrielle-gemeinschaftsforschung-vernetzt-global-player-und-mittelstand.htmlForschung und Entwicklung sind für Unternehmen existenziell, um ihre Produkte weltmarktfähig zu halten. Aber gerade mittelständische Unternehmen aus Bayern und bundesweit können sich häufig keine eigenen Forschungsabteilungen leisten. Deshalb kooperieren sie unter anderem mit Forschungsvereinigungen ihrer und anderer Branchen, können ihren Bedarf mit Hilfe der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundeswirtschaftsmininsteriums adressieren und von den Ergebnissen profitieren. Systemisch abgestimmt werden hier kleine, mittlere und große Unternehmen in Deutschland in ihrem forschenden Engagement unterstützt. Etwa 21,4 Millionen Euro wurden 2019 für IGF-Vorhaben an bayerischen Forschungseinrichtungen umgesetzt.

Die Sun Chemical Group GmbH aus Karlstein am Main, im Norden Bayerns, ist der weltweit führende Hersteller von Druckfarben und Pigmenten. Mit über 20.000 Beschäftigten an 176 Standorten in 63 Ländern gehört die Unternehmensgruppe zu den Global Playern und natürlich nicht zum Mittelstand. Trotzdem engagiert sich der bayerische Konzernbereich innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung in Deutschland für mittelständische Unternehmen. „Zu unseren Support-Leistungen für unsere Kunden gehören heute selbstverständlich auch Forschung und Entwicklung, deren Ergebnisse schnell in die Produktion einfließen. Gerade in unserem Industriebereich sind die Produkte und Produktionsverfahren durch die Digitalisierung der Medien stark steigenden ökonomischen Herausforderungen sowie hohen ökologischen Standards unterworfen. In der Kooperation mit den AiF-Forschungsvereinigungen leisten wir als international agierendes Unternehmen in den Projektbegleitenden Ausschüssen einen wirkungsvollen Beitrag. Davon profitiert der deutsche Mittelstand und somit unterstützen wir auch die Innovationsfähigkeit unserer mittelständischen Auftragnehmer“, betonte Dr. Michael Hirthammer, Vice President Printing Ink Technologies der Sun Chemical Group GmbH.
Sun Chemical bietet vom Entwurf bis zur Auslage im Regal einen Rundum-Service in Fragen von Druckvorstufe, Farbmanagement, Markenschutz, Druckplatten, Druckfarben, Lacken und Verbrauchsmaterialien.

„Der technologische Wandel der Druck- und Medienbranche ist infolge der fortschreitenden Digitalisierung der Prozesse unter Einbeziehung von Methoden der künstlichen Intelligenz von einem hohen Tempo geprägt. So entwickeln sich unsere Forschungsgegenstände aus dem kontinuierlichen Dialog mit den Unternehmen und orientieren sich an ihren Anforderungen. Für uns ist selbstverständlich, dass unsere Forschung immer den Anwendungstransfer einschließt“, erklärte Dr. Eduard Neufeld, Geschäftsführer des Fogra Forschungsinstitut für Medientechnologien e.V. aus Aschheim bei München, das eines von über 100 Mitgliedern der AiF ist. „Innerhalb der IGF arbeiten wir derzeit an 20 laufenden Forschungsprojekten. In den vergangenen sieben Jahrzehnten konnten wir über 560 Forschungsvorhaben umsetzen,“ so Neufeld weiter.

Dr. Eduard Neufeld und Dr. Michael Hirthammer sowie Prof. Dr.-Ing. Martin Bastian, Institutsdirektor Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. in Würzburg, Dr. Peter Wülfert, Technical Director Global Sheetfed Technologies, und Detlef Trautewein, Customer Technical Service Manager Sheetfed Systems der Sun Chemical Group GmbH, stellten am 22. Oktober 2020 vor, wie die gemeinsamen Projekte im Netzwerk der AiF umgesetzt werden. Die Ergebnisse der angewandten, technologieoffenen Forschung stehen am Ende kleinen und mittleren Unternehmen aus allen Branchen zur Verfügung.

Der Bundestagsabgeordnete Karsten Klein (FDP), unter anderem Mitglied im Haushaltsausschuss und im Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages, informierte sich über die Bedingungen und Wirkung der Industriellen Gemeinschaftsforschung in seiner Heimatregion in Bayern. "Es hat sich immer wieder gezeigt: Innovationen führen zu Gewinnen und schaffen Wohlstand. Für den flexibel agierenden deutschen Mittestand ist jetzt ein Zeitpunkt, Zukunftstechnologien selbstverständlicher einzusetzen. Dass Unternehmen, die im Alltag Konkurrenten sind, sich zusammenschließen und gemeinsam mit Forschungsinstituten Lösungen entwickeln, muss der Staat unbedingt weiterhin unterstützen. Die Bundesregierung muss einen stärkeren Fokus auf die Förderung von Forschungsvorhaben, die auf eine konkrete Anwendung ausgerichtet sind, legen", erklärte Klein. Er hat seinen Wahlkreis in Aschaffenburg und wurde von Peter Kreß (FDP), Erster Bürgermeister von Karlstein am Main, begleitet. (frd)

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PolitikHomeNews
news-9584Mon, 19 Oct 2020 10:14:19 +0200Otto von Guericke-Preis der AiF: Live-Online-Event am 28. Oktober 2020 https://www.aif.de/news/details/otto-von-guericke-preis-der-aif-live-online-event-am-28-oktober-2020.htmlSeit 1997 vergibt die AiF ihren Forschungspreis für herausragende Leistungen im Bereich der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Die Voraussetzung für eine Nominierung: Innovativ müssen die Technologien, Verfahren oder Produkte sein, mit denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ins Rennen um den mit 10.000 Euro dotierten Otto von Guericke-Preis gehen. In diesem Jahr sind drei Teams aus Dresden, Halle und Ulm nominiert.

Das Gewinnerteam wird am 28. Oktober 2020 ab 18:00 Uhr im Rahmen eines Live-Online-Events bekannt gegeben, anschließend findet die Preisverleihung im selben Event statt. Hier geht es zum Live-Event www.aif.de/ovg-2020.  Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Infos zu den Nominierten

Informationen zum Otto von Guericke-Preis und zu den nominierten Teams und ihren Projekten gibt es auf der Website der AiF unter https://www.aif.de/ueber-uns/auszeichnungen.html sowie in den sozialen Medien unter  https://twitter.com/AiF_ev und https://www.linkedin.com/company/aifev.

Auch der Beitrag „Otto wer?“ im Blog der AiF https://blog.aif.de/ handelt vom Otto von Guericke-Preis. Hier erklären die Nominierten in kurzen Video-Interviews ihre IGF-Projekte und beantworten auch die Frage, warum gerade ihr Team den Preis bekommen sollte.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Veranstaltung gibt folgender Trailer:  https://youtu.be/IQZNSMqQkv0. (brg)

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news-9583Thu, 15 Oct 2020 10:14:32 +0200Smarte Textilien aus Thüringenhttps://www.aif.de/news/details/smarte-textilien-aus-thueringen.html„Die Textilforschung ist seit Jahren Spitzenreiter in der Nutzung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie“, stellte Johannes Diebel, Leiter des Forschungskuratoriums Textil e.V. aus der Bundeshauptstadt, fest. „Dabei spielen branchenübergreifende Produktion und Nutzung von Textilen nicht nur in der Bekleidung, sondern auch in vielen innovativen Bereichen beim Bauen, in der Medizin und im Gesundheitswesen, aber auch in der Umwelttechnik eine große Rolle.“

Die 1883 gegründete Thorey Gera Textilveredelung GmbH gehört zum forschungsaffinen Mittelstand in Deutschland und stellt heute hochinnovative, ökologische, smarte und technische Textilien her, die in die ganze Welt exportiert werden. Thorey-Geschäftsführer Andreas Ludwig und sein Entwicklungs- und Laborleiter Marcel Bäuml stellten am 14. Oktober 2020 vor, wie vier aktuelle IGF-Projekte und die Forschungsergebnisse bisheriger bespielhaft für die Thüringer Traditionsbranche nachhaltig wirken. Dabei geht es um eine Verhinderung von Pflanzenbewuchs auf Außentextilen auch mit Hilfe von Meer- und Regenwasser, Verbesserung von Giftstofftest in der Textilherstellungskette oder eine wesentlich ökologischere Herstellung von atmungsaktiver Sportbekleidung.

Um ihre Produkte weltmarktfähig und -führend zu halten, ist für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) Forschung unbedingt nötig. Doch oft können sie sich keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsressourcen leisten. „Deshalb kooperieren sie unter anderem mit Forschungsvereinigungen ihrer und anderer Branchen und können ihren Bedarf über das AiF-Netzwerk adressieren und von den Ergebnissen profitieren. 2019 wurden für 3,7 Millionen Euro IGF-Vorhaben an thüringischen Forschungseinrichtungen umgesetzt“, erklärte Andrea Weißig, AiF-Geschäftsführerin Forschungspolitik.

Mittelstand reagiert flexibel in Corona-Zeiten

„Unser Know-how wird ständig nach den Anforderungen unserer Auftraggeber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ausgerichtet und eingesetzt. Dabei nutzen wir Kooperationen in verschiedenen Mittelstands-Netzwerken. Insbesondere die Industrielle Gemeinschaftsforschung ermöglicht uns große innovative Schritte bei der Entwicklung neuer und die Verbesserung vorhandener Produkte und Produktionsverfahren“, erklärte Thorey-Geschäftsführer Andreas Ludwig.

Auch die Thorey Gera Textilveredelung GmbH veredelte bis vor einigen Jahren unter anderem noch Vliesstoffe für medizinische Einweg-Schutzkleidung in Thüringen. Doch der Auftraggeber von Thorey verlagerte die Produktion für den nötigen Fließstoff wegen der günstigeren Kosten nach Israel. Das Thüringer Unternehmen nahm die Einweg-Schutzkleidung daraufhin aus ihrem Sortiment. „Wir sind in Bezug darauf nur ein Beispiel vieler deutscher mittelständischer Unternehmen. Die Corona-Krise macht uns sehr deutlich, dass wir umdenken, danach handeln und die ehemals vorhandenen Kapazitäten in Deutschland schnell aufleben lassen müssen“, sagte Ludwig. Er hat umgedacht und produziert nunmehr in einem Firmenverbund zusätzlich Covid-19-Schutzmasken mit CPA-Zulassung.

Bundestagsabgeordnete beschreibt IGF als Katalysator für KMU-Weltmarktfähigkeit

Die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser (SPD) aus Gera, unter anderem Mitglied im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen, im Ausschuss Digitale Agenda und im Ausschuss für Inneres und Heimat, informierte sich am 14. Oktober 2020 über die Situation und Bedürfnisse der KMU in der Region. "Mittelständische Textilunternehmen haben die Region Ostthüringen großgemacht. Zu den wirksamsten Mitteln für eine Standort- und Strukturförderung gehört die weltweit einmalige Industrielle Gemeinschaftsforschung. Erfahrungen und Kompetenz der Unternehmer kombiniert mit wissenschaftlicher Expertise sind ein enormer Katalysator für die Weltmarktfähigkeit und Zukunftsstärke kleiner und mittlerer Unternehmen. Diese Forschungsförderung gibt den Mittelständlern nicht zuletzt auch eine Grundlage, auf Dauer ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltig zu produzieren", erklärte Kaiser. Sie hat ihren Wahlkreis in Ostthüringen und ihren Betreuungswahlkreis im Raum Eisenach in Westthüringen.

„Die aktuelle CO2-Bespreisung ab 1. Januar 2021 ist eine besondere Herausforderung für die deutschen mittelständischen Textilunternehmen. Nach einer Umfrage des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie e. V zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) erwarten die energieintensiven Textilproduzenten, wie Veredler oder Vliesstoffhersteller, bis zu 20 Prozent höhere Brennstoffkosten für Wärme und Trocknungsprozesse schon ab dem kommenden Jahr. Standortverlagerungen und Existenzbedrohung von deutschen Textil-KMU könnten die Folge sein, wenn nicht zügig eine Entlastungsregelung umgesetzt wird“, richtete sich Diebel an die Politik. Allein die Thorey GmbH befürchtet 2021 über 41.000 Euro Mehrausgaben durch die CO2-Steuer. (frd)

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news-9580Mon, 12 Oct 2020 12:29:08 +0200Video-Podcast der AiF mit MdB Sabine Poschmannhttps://www.aif.de/news/details/video-podcast-der-aif-mit-mdb-sabine-poschmann.html„AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ heißt die im Sommer 2020 eröffnete Video-Podcast-Reihe der AiF mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages.

Sabine Poschmann, Mitglied des Deutschen Bundestages, Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für den Mittelstand und das Handwerk sowie Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, gab am 12. Oktober 2020 ihr Statement zur Situation des forschungsaffinen deutschen Mittelstandes.
„In diesem Jahr haben wir für den Haushalt 2021 erstmalig in der Geschichte der IGF einen Aufwuchs auf 200 Millionen Euro. Und darüber freue ich mich natürlich als Mittelstandsbeauftragte sehr, weil gerade dieser Netzwerk-Charakter wichtig ist - vor allen Dingen, wenn wir aus der Krise herauskommen, um wieder Anschwung zu geben für Innovationen“, erklärt Poschmann in dem Video-Podcast der AiF-Forschungspolitik. (frd.)

Die Video-Podcasts sind auf der AiF-Website abrufbar.

Hier kommen Sie direkt zum aktuellen „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik mit MdB Sabine Poschmann (SPD)"

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news-9573Fri, 09 Oct 2020 16:10:00 +0200BuFI interaktivhttps://www.aif.de/news/details/bufi-interaktiv.htmlDer am 13. Mai 2020 vom Kabinett beschlossene Bundesbericht Forschung und Innovation – kurz BuFI – liegt nun auch in gedruckter Form vor. Außerdem kann man sich auf einer neugestalteten interaktiven Website des Bundesberichts informieren sowie Download- und Bestellmöglichkeiten wahrnehmen. Unter www.bundesbericht-forschung-innovation.de stehen interaktive Diagramme, Daten und Fakten, Listen und Karten sowie Abbildungen und Tabellen zu vielfältigen Themenbereichen zur Verfügung.

Der BuFI informiert umfassend über die Forschungs- und Innovationspolitik des Bundes und der Länder und stellt die verschiedenen Elemente des deutschen Forschungs- und Innovationssystems mit aktuellen Daten und Fakten vor. (di)

 

Foto: © Sven Hoppe / fotolia.de

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news-9570Wed, 07 Oct 2020 11:41:01 +0200Food-Innovation-Wettbewerb TROPHELIA 2020https://www.aif.de/news/details/food-innovation-wettbewerb-trophelia-2020.htmlCorona zum Trotz: Für den Food-Innovation-Wettbewerb TROPHELIA Deutschland, der seit 2010 vom AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) organisiert wird, konnte trotz Ausfall des Finales ein Gewinner-Team ermittelt werden. Die TROPHELIA-Jury nominierte ein Team der Technischen Universität Berlin, dessen Dossier mit großem Abstand die höchste Punktzahl erreicht hatte – mit seiner Produktidee „Insectastic“, der Hackfleisch-Alternative.

Das Team wird am 18. Oktober 2020 Deutschland beim Finale des europäischen Wettbewerbs ECOTROPHELIA vertreten: An der Online-Veranstaltung werden 13 Studierenden-Teams aus ganz Europa teilnehmen.

Mit der Idee aus Berlin haben die Studierenden sehr gute Gewinnchancen, denn Insekten genießen als Proteinquelle der Zukunft derzeit viel Aufmerksamkeit. Einige Lebensmittel auf Insektenbasis sind bereits auf dem Markt. „Insectastic“ sieht nicht nur aus wie Hackfleisch, sondern lässt sich auch genauso verwerten: Gerichte wie Bolognesesoße, Frikadellen oder Burger können wie gewohnt zubereitet werden. Neben dem Hauptbestandteil Buffalowürmern enthält es verschiedene pflanzliche Elemente, u.a. aus Erbsen und Roter Beete: eine klimafreundliche und nachhaltige Alternative zu Rinder- oder Schweinehackfleisch. (di)

 

Foto: © Team Insectastic

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news-9560Tue, 29 Sep 2020 10:10:00 +0200IKV-Wissenschaftlerin mit Reifenhäuser-Förderpreis ausgezeichnet https://www.aif.de/news/details/ikv-wissenschaftlerin-mit-reifenhaeuser-foerderpreis-ausgezeichnet-1.htmlMelanie Kostka ist erste Preisträgerin des Reifenhäuser-Förderpreises. Sie arbeitet als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen, dessen Fördervereinigung Mitglied der AiF ist. Bernd Reifenhäuser und Professor Christian Hopmann, Leiter des IKV, verliehen den Preis am 25. August 2020 gemeinsam am Hauptsitz der Reifenhäuser Gruppe in Troisdorf. Die Übergabe wurde im September als Videoaufnahme beim Internationalen Kolloquium für Kunststofftechnik des IKV ausgestrahlt, das aufgrund der Covid-19-Pandemie als rein digitale Konferenz stattfand.

Die Preisträgerin beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit, die sie als Studentin am IKV verfasste, mit geschäumten cellulosebasierten Kunststoffen, die aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden. Der Fokus der Masterarbeit lag dabei auf der Erforschung der noch weitgehend unbekannten Materialeigenschaften dieser Kunststoffe – mit einem Schwerpunkt auf der Analyse der Flammschutzeigenschaften, deren Kenntnis maßgeblich für eine Verwendung in der Gebäudedämmung ist.

Reifenhäuser hat den mit 3.000 Euro dotierten Förderpreis für Studierende in diesem Jahr ins Leben gerufen, um hervorragende Arbeiten im Bereich Kunststofftechnik auszuzeichnen. Bernd Reifenhäuser, CEO der Reifenhäuser Gruppe, erklärt: „Mit dieser Auszeichnung möchten wir junge Menschen mit Leidenschaft für Kunststofftechnik motivieren, weiter nach außergewöhnlichen Leistungen zu streben. Gerade für den nachhaltigen Einsatz von Kunststoff in der Praxis bedarf es kreativer Forschungsansätze, die Materialien und deren Anwendung völlig neu denken. Dies hat Melanie Kostka mit ihrer Arbeit in hervorragender Art und Weise getan.“ (di)


Foto: © IKV

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news-9557Mon, 28 Sep 2020 23:49:00 +0200Neuer Video-Podcast der AiF Forschungspolitik mit MdB Dr. Anna Christmannhttps://www.aif.de/news/details/video-podcast-der-aif-mit-mdb-dr-anna-christmann.html„AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ heißt die neue Video-Podcast-Reihe der AiF mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages (MdB).

Dr. Anna Christmann, Mitglied des Deutschen Bundestages und Sprecherin für Innovations- und Technologiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, gab ihr Statement zum forschungsaffinen deutschen Mittelstandes am 28. September 2020. „…Der Mittelstand ist die Stütze unserer Innovationen in Deutschland. Das ist ganz entscheidend, um die Krisen, vor denen wir ja stehen, zu bewältigen. Sei es die Klimakrise, seien es jetzt auch die gesundheitlichen Herausforderungen. Deswegen setzen wir ganz klar auf einen starken Mittelstand und einen mit der Forschung eng vernetzten Mittelstand. Das ist, glaube ich, die entscheidende Komponente, die Brücke zwischen den Unternehmen und den Unis, den Hochschulen, da spannende Projekte zu entwickeln. Da ist es auch ganz entscheidend, dass wir Akteure haben, wie die AiF, die eben die Unternehmen und die Wissenschaft an der Stelle vernetzt…“, erklärt Christmann in dem Video-Podcast der AiF-Forschungspolitik. (frd)

Hier kommen Sie direkt zum aktuellen Vodcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik mit MdB Dr. Anna Christmann (Bündnis 90/Die Grünen)"

Hier finden Sie die weiteren Video-Podcasts.

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news-9556Fri, 25 Sep 2020 23:18:00 +0200Norddeutsches Familienunternehmen auf dem Weltmarkt erfolgreichhttps://www.aif.de/news/details/norddeutscher-weltmarktplayer-und-industrielle-gemeinschaftsforschung.htmlWie wird der Milch-Tankwagen nach seiner Entladung eigentlich gereinigt? Wie geht es, dass die Abfülldüsen für zuckerhaltige Getränke nicht verkleben und Keime ansetzen? Lebensmittelherstellung und Hygiene sind untrennbar miteinander verbunden. Höchste Qualität und die Nutzung moderner Technologien sind gerade in diesem Industriebereich Voraussetzung.

Die Jürgen Löhrke GmbH aus Lübeck bietet Hygienelösungen für die weltweite Lebensmittel- und Getränkeindustrie an und widerspiegelt, wie mittelständische Unternehmen mit Hilfe der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) höchsten Technologie-Standards gerecht werden können. „Durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die in Kooperation mit Branchenpartnern und Hochschulen durchgeführt werden, verfügen wir über innovative Methodenkenntnisse, um die steigenden Hygieneanforderungen in der Lebensmittelindustrie zukunftssicher zu erfüllen. Der Wissenstransfer durch die Industrielle Gemeinschaftsforschung ist für die Weiterentwicklung unserer Produkte, aber auch für unsere tägliche Arbeit von grundsätzlicher Bedeutung“, erklärte Geschäftsführer Martin Löhrke.

Forschungsförderung Garant für "made in Germany"

In enger Zusammenarbeit mit der Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e. V. (IVLV), die eines von über 100 AiF-Mitgliedern ist, zieht auch Löhrkes Familienunternehmen, das seit über 30 Jahren national und international erfolgreich ist, Nutzen aus den technologieoffenen und vorwettbewerblichen IGF-Projekten. Das Unternehmen ist derzeit an drei Forschungsvorhaben beteiligt. Dabei geht es unter anderem um die Entwicklung von Reinigungsverfahren nach bionischen Vorbildern. Diese Projekte und Ergebnisse aus vorherigen wurden am 24. September 2020 vorgestellt.

Die Forschungsförderung sei, laut IVLV-Geschäftsführer Dr.-Ing. Tobias Voigt, ein Garant für den Werterhalt von "made in Germany". “Der gesamte deutsche Mittelstand profitiert von den technologieoffenen, branchenübergreifenden und vorwettbewerblichen Projekten der Industriellen Gemeinschaftsforschung. Allein in unserer Forschungsvereinigung sind 245 Mitgliedsunternehmen engagiert, davon 156 klein oder mittelständisch. Aktuell haben wir 33 laufende Vorhaben, an denen 326 Industrievertreter in projektbegleitenden Ausschüssen involviert sind. Ergänzt wird dies durch sieben direkt von der IVLV geförderte Gemeinschaftsforschungsprojekte. Über unser Netzwerk kommen die Ergebnisse etwa 1600 Unternehmen zugute. Die öffentliche Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung entfaltet somit über die IVLV große Hebelwirkung und leistet einen großen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen und zur nachhaltigen, hochwertigen und sicheren Lebensmittelversorgung der Zukunft. Auch am Beispiel der Jürgen Löhrke GmbH wird sichtbar, dass der Forschungsbedarf bei KMU, insbesondere in unserer Branche, ständig steigt. Innovationen sind, erst recht in Zeiten von Covid-19, existenziell für den Fortbestand der Unternehmen“, so Voigt weiter.

Bundestagsabgeordnete: Geld für angewandte Forschung gut angelegt

Das Mitglied des Deutschen Bundestages Professorin Claudia Schmidtke (CDU) informierte sich vor Ort über das Innovationsengagement des norddeutschen Mittelstandes und die Umsetzung des Forschungsförderprogramms IGF in ihrer Region. Ihr Wahlkreis liegt in der Hansestadt an der Trave und im nordwestlichen Herzogtum Lauenburg. "Der große Vorteil der Industriellen Gemeinschaftsforschung liegt darin, dass die Forschungsideen direkt aus der Anwendung, aus den Unternehmen, kommen. Bei meinem Besuch konnte ich sehen, wie in meinem Wahlkreis Lösungen für eine saubere Zukunft entstehen. Auch an diesen konkreten Beispielen aus dem weltweit agierenden mittelständischen Familienunternehmen Jürgen Löhrke GmbH wird deutlich, dass das Geld für die Projektförderungen der angewandten Forschung gut angelegt ist", sagte die Bundestagsabgeordnete.
Schmidtke ist unter anderem Mitglied in der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages. (frd)

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