www.aif.dehttps://www.aif.de/deAiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.Sat, 28 Jan 2023 10:02:13 +0100Sat, 28 Jan 2023 10:02:13 +0100TYPO3 EXT:newsnews-10859Wed, 25 Jan 2023 11:17:18 +0100Geotextilien mit neuartigen Textilstrukturen verhindern Bodenerosion https://www.aif.de/news/details/geotextilien-mit-neuartigen-textilstrukturen-verhindern-bodenerosion.htmlDie Folgen des Klimawandels verursachen über die starken Veränderungen unserer natürlichen Umwelt hinaus auch langfristige wirtschaftliche Schäden. Stürme und Starkregen kommen inzwischen wesentlich häufiger und in verstärkter Intensität vor. Beides beeinflusst in einem hohen Maße die Bodenerosion und gefährdet unter anderem den Erhalt der Flora sowie von Gebäuden und Straßen.

Dreidimensional vor zweidimensional

Innerhalb eines Forschungsvorhabens der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V. und der Fachhochschule Münster Fachbereich Bauingenieurwesen, Geotechnik und Bauverfahrenstechnik gemeinsam mit dem Forschungskuratorium Textil e.V. – FKT, einem von 100 AiF-Mitgliedern, sogenannte getuftete Geotextilien entwickelt, die aufgrund ihrer Materialauswahl und Konstruktion für einen Einsatz zum Erosionsschutz in schrägen Böschungen geeignet sind. Dreidimensionale textile Strukturen können die eingebrachte Erde einschließen und deren Abtragung bei Starkregenereignissen gegenüber zweidimensionalen Strukturen deutlich reduzieren.

Dazu wurden Eckdaten für die Höhe und Dichte der Strukturen erarbeitet und mögliche Trägermaterialien oder Garne für das Tuftingverfahren untersucht. Tufting ist das maschinelle Einnähen von Polfäden mithilfe zahlreicher nebeneinander angeordneter Nadeln in ein Vlies. Nach der Festlegung der Konstruktionen erhielten die ersten Funktionsmuster beispielsweise eine Latexbeschichtung. Durch Thermobonding - die thermische Verfestigung der Vliesstoffe, die eine höhere Bindungsfestigkeit und leichtere Vliesstoffe ermöglicht - wurde eine Polnoppeinbindung realisiert. Polnoppen sind unter anderem bei Teppichen ein Qualitätsmerkmal: Je mehr Polnoppen pro Quadratmeter, desto dichter die Struktur und hochwertiger der Teppich. Deshalb sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch in der künftigen Herstellung solcher Geotextilien einen möglichen neuen Produktionsbereich für mittelständische Teppichhersteller, die aufgrund des Trends zu Laminat-, Holz- und anderen Glattböden schon länger Einnahmeneinbußen beklagen.

Naturfaser vor Synthesefaser

Die Forschenden entwickelten einen Prüfstand, in dem Starkregen an schiefen Ebenen simuliert werden konnte. Die Ergebnisse diverser Untersuchungen bestätigen, dass die getufteten Geotextilien im Vergleich zu den ungetufteten dazu beitragen, die Bodenerosion bei diesen Wetter- und Umweltverhältnissen deutlich zu vermindern. Darüber hinaus waren die Naturfasergeotextilien den Synthesefasergeotextilien ökonomisch und ökologisch klar überlegen – nicht zuletzt, weil sie später nicht entsorgt werden müssen. Böschungen, die damit aufgebaut werden, halten Starkregen länger stand als solche, die mit reinen Geweben bearbeitet werden. Die Gesamtfläche von Böschungen am deutschen Wegenetz, das Straßen und Wasserwege beinhaltet, macht zirka 800 Millionen Quadratmeter aus.

Anhand der Ergebnisse des IGF-Projekts wurde zusätzlich ein Leitfaden erarbeitet, der der Industrie die Entwicklung von dreidimensionalen getufteten Strukturen als Erosionsschutztextilien ermöglicht. Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. (frd)

Forschungseinrichtungen:

TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V.

Fachhochschule Münster Fachbereich Bauingenieurwesen, Geotechnik und Bauverfahrenstechnik

Forschungsvereinigung:

Forschungskuratorium Textil e.V. - FKT

 

Ertüchtigung von Geotextilien durch Einsatz neuartiger Textilstrukturen für einen verbesserten Erosionsschutz – IGF-Steckbrief 20323 N

 

Foto: Canva

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news-10850Thu, 19 Jan 2023 06:58:00 +0100Dr. Klaus Nassenstein ist neuer Präsident des Forschungs- und Transfernetzwerkes AiFhttps://www.aif.de/news/details/dr-klaus-nassenstein-ist-neuer-praesident-des-forschungs-und-transfernetzwerkes-aif.htmlDie Mitglieder des Präsidiums der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. haben Dr.-Ing. Klaus Nassenstein (58) in ihrer Sitzung am 18. Januar 2023 zum neuen und damit 14. Präsidenten des Forschungs- und Transfernetzwerkes Mittelstand AiF gewählt. Nassenstein folgt auf Professor Sebastian Bauer, dessen Amtszeit turnusgemäß endete.

Der neue AiF-Präsident ist Geschäftsführer und Mitinhaber der GTV Verschleißschutz GmbH in Luckenbach im Westerwald. Kernkompetenz des mittelständischen Unternehmens ist die Konstruktion und Fertigung von schlüsselfertigen Beschichtungsanlagen für das Thermische Spritzen und Laser Auftragsschweißen. 

Nassenstein hat Maschinenbau und Werkstofftechnologie an der Technischen Universität Dortmund studiert. 1996 erhielt er den erstmalig vergebenen DVS-Förderpreises für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des thermischen Spritzens und promovierte ein Jahr später in Dortmund. Seit 27 Jahren ist er bei GTV tätig, zunächst als Leiter für Forschung und Entwicklung, später als Prokurist und seit 2005 als Geschäftsführer und Mitinhaber (50 Prozent).

„Angewandte Forschung und Entwicklung betreibe ich seit meinem Berufsstart leidenschaftlich und sie prägen mein Engagement als Unternehmer und Wissenschaftler. So liegt es auf der Hand, dass die AiF und ich sehr bald ‚Partner‘ wurden“, erklärt Nassenstein augenzwinkernd und spielt darauf an, dass er seine Kompetenzen bereits Anfang der 1990er Jahre als Industrievertreter im Fachausschuss „Thermisches Beschichten und Autogentechnik“ der AiF-Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS einbrachte.

Durch seine Beteiligungen an zahlreichen Projektbegleitenden Ausschüssen von IGF-Projekten verfügt er außerdem über tiefe Einblicke in das AiF-Netzwerk und seine Wirkung. „Die Struktur der AiF ermöglicht den Erfolg der weltweit einmaligen Industriellen Gemeinschaftsforschung, das erlebe ich als Vertreter des deutschen Mittelstandes täglich in meiner Unternehmertätigkeit“, ist er überzeugt. „Daher freue ich mich, die Weiterentwicklung und Positionierung der AiF in einem sich stark wandelnden Umfeld als AiF-Präsident künftig aktiv mitgestalten zu können.“ Und scherzhaft fügt er an: „Eine größere Herausforderung als den neuen Verteidigungsminister wird mich hoffentlich nicht erwarten.“

In der Präsidiumssitzung wurden außerdem Thomas Reiche, Geschäftsführer beim FEhS-Institut für Baustoff-Forschung e.V., Duisburg, zum Vizepräsidenten und Dr.-Ing. Peter Dültgen, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW), Remscheid, zum Schatzmeister gewählt.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Download: Pressemitteilung "Dr. Klaus Nassenstein ist neuer Präsident des Forschungs- und Transfernetzwerkes AiF" (PDF-Datei)

Download: Foto Portrait Dr. Klaus Nassenstein (1,8 MB), © AiF

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news-10843Fri, 13 Jan 2023 14:04:00 +0100Neujahrsempfang des Bundespräsidentenhttps://www.aif.de/news/details/neujahrsempfang-des-bundespraesidenten-8.html

Am 10. Januar 2023 hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wieder Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben, sowie Repräsentanten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zum alljährlichen Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Die AiF wurde von ihrem bisherigen Präsidenten, Professor Sebastian Bauer vertreten.

Bauer hatte dort die Gelegenheit, neben Bundespräsident Steinmeier auch mit Bundeskanzler Olaf Scholz und der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, zu sprechen. Er erläuterte die Bedeutung der AiF als Forschungs- und Transferplattform im und für den Mittelstand, die als Netzwerk der Netzwerke gemeinsam mit ihren Forschungsvereinigungen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen stärkt. (di)

 

Foto: © Bildschön Berlin

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news-10838Wed, 11 Jan 2023 15:03:16 +0100Seile aus Milchsäure https://www.aif.de/news/details/seile-aus-milchsaeure-1.htmlTechnische Fasern machen die Seile von Kinderschaukeln sicher oder sind bei medizinischen Operationen unverzichtbar. Der Grundstoff für diese Fasern sind häufig auf Erdölbasis hergestellte Polymere. In Anbetracht der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe und der Kunststoffproblematik forschte Dr. Boris Marx vom Faserinstitut Bremen e.V. nach Alternativen mit Biopolymeren und gehört zu den Nominierten für den Otto von Guericke-Preis 2022. Das Forschungs- und Transfernetzwerk Mittelstand AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 1997 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für besondere Innovationsleistungen auf dem Gebiet der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.

Bio-Werkstoffe alternativ zum Erdöl

Biopolymere wie zum Beispiel Polylactid (PLA) bestehen aus biobasierten, nachwachsenden Rohstoffen und sind, im Gegensatz zu den üblichen Polymeren aus Erdöl, biologisch abbaubar. PLA wird durch chemische Synthese auf Milchsäurebasis hergestellt. Kommerziell verfügbares PLA wird zu Garnen, die derzeit zum Beispiel für Heimtextilen genutzt werden können, verarbeitet. Leider sind die Festigkeiten für technische Anwendungen bisher nicht ausreichend.

„Im Rahmen des IGF-Projektes ‚Hochleistungs-PLA-Biko-Fasern‘ ist es erstmals gelungen, ein PLA-Blend mit Stereokomplex-Kristallstruktur im Technikumsmaßstab herzustellen. Dabei wurden zwei PLA-Ausgangsmaterialien im Compoundierprozess vermischt. Die Besonderheit liegt dabei in der Prozessführung bei der Temperatur. Das Ergebnis ist ein PLA-Blend in Pulverform mit Stereokomplex-Kristallstruktur, sodass die Entwicklung von Garnen mit höheren Festig- und Steifigkeiten ermöglicht und herkömmliche Kunststoffe somit substituiert werden können“, erklärt Dr. Boris Marx.

Die einfache Überführung in den Industriemaßstab erlaubt eine ausreichende Materialverfügbarkeit. Dadurch wurde das Potenzial geschaffen, technisch industrielle PLA-Garne mit erhöhten Festigkeiten zu entwickeln. Damit können die Einsatzgebiete dieser biotechnologischen Fasern deutlich ausgeweitet, herkömmliche Kunststoffe weiter ersetzt sowie Ressourcen und Umwelt entsprechend geschont werden.

Breite Anwendung von Medizintechnik bis Luft- und Raumfahrt

„Für die Medizintechnik und speziell für uns als Entwickler und Produzent von innovativen textilen Implantaten sind die im Projekt erzielten Forschungsergebnisse von hoher Bedeutung. Denn bislang gibt es auf dem Markt keine Produkte auf PLA-Basis in stereokomplexer Form. Der jetzt verfügbare PLA-Blend ermöglicht die Entwicklung neuer und innovativer Produkte wie zum Beispiel verbesserte Osteosyntheseplatten zur Behandlung von Frakturen. Wir erhoffen uns dadurch einen Ausbau unseres Produktportfolios und die Erschließung neuer Märkte“, beschreibt Dr. Sven Oberhoffner von der ITV Denkendorf Produktservice GmbH mittelständische Interessen in Zusammenhang mit dem IGF-Projekt.

„Ergebnis dieses IGF-Projektes ist ein innovativer, sehr nachhaltiger Werkstoff, der für Hochtechnologiebranchen wie die Luft- und Raumfahrtechnik, die Medizintechnik oder für den Automobilbau vorgesehen ist. Da der Werkstoff auf einer industrienahen Technikumsanlage entwickelt worden ist, sind die Parameter, die erforscht wurden, sehr leicht in die Industrie übertragbar. Das geschieht derzeit mit dem Projektbegleitenden Ausschuss gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und dem AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen e.V. - WNR“, fasst Professor Axel S. Herrmann, Institutsleiter des Faserinstituts Bremen e.V. abschließend zusammen.

Einen vierminütigen Film zum IGF-Projekt und den Mitschnitt der Otto von Guericke-Preisverleihung 2022 finden Sie im Medienraum der AiF-Website.

Ansprechpartner zum IGF-Projekt:

Dr. Boris Marx, Faserinstitut Bremen e.V., E-Mail: marx(at)faserinstitut(.)de, Tel.: +49 421 218 58668

Prof. Dr. Florian Puch, Vorstandsvorsitzender der Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen e.V. – WNR, E-Mail: puch(at)titk(.)de, Tel.: +49 3672 379160

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

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AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215
 

Download: Presseinformation "Seile aus Milchsäure"

Download: Foto "Dr. Boris Marx bei der Herstellung von PLA-Blend mit Stereokomplex-Kristallstruktur" (1,4 MB), © Faserinstitut Bremen e.V.

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news-10836Tue, 10 Jan 2023 00:09:54 +0100Industrielle Gemeinschaftsforschung: Neue Richtlinie in Kraft https://www.aif.de/news/details/industrielle-gemeinschaftsforschung-neue-richtlinie-in-kraft.htmlDie neue Förderrichtlinie zur Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) trat am 1. Januar 2023 in Kraft. Die vorwettbewerbliche IGF schlägt eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und wirtschaftlicher Anwendung und bietet KMU Zugang zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die neue Richtlinie ist am 29. Dezember 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und bis zum 31. Dezember 2026 befristet.

Gegenstand der erfolgreichen Forschungsförderung, die dem innovationsaffinen deutschen Mittelstand zugutekommt, sind Grundlagenforschung, industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung und Durchführbarkeitsstudien. In dem Dokument wird zum Antragsverfahren bestätigt: „Der AiF e. V. bzw. der Projektträger und die Forschungsvereinigungen sichern eine qualifizierte Vorbereitung und Begutachtung der eingereichten IGF-Vorhaben unter Beteiligung der KMU und organisieren dazu ein wettbewerbliches Verfahren zur Auswahl der Vorhaben. Kernelement dieses Verfahrens ist ein System unabhängiger Gutachterinnen und Gutachter aus Wirtschaft und Wissenschaft paritätisch besetzt.“

AiF-Mitglieder als kompetente Partner anerkannt

Die rechtlich selbständigen, gemeinnützigen industriellen Forschungsvereinigungen, die zum Stichtag 31. Dezember 2023 ordentliche Mitglieder der AiF sind und grundsätzlich allen interessierten Akteuren offenstehen, sind bis Ende 2025 unmittelbar antragsberechtigt. Andere wirtschaftsgetragene Forschungsvereinigungen können ab 1. Januar 2024 bei der Bewilligungsbehörde oder dem Projektträger einen Antrag auf Autorisierung im Förderprogramm IGF stellen, wenn sie die aus der Anlage der Förderrichtlinie ersichtlichen Kriterien erfüllen. Ab 1. Januar 2025 sind autorisierte neue Forschungsvereinigungen antragsberechtigt. „Wir freuen uns, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) nach der Aktualisierung der IGF-Richtlinie die bewährten Strukturen und jahrzehntelangen Kompetenzen der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen hiermit würdigt und weiter zugunsten forschender kleiner und mittlerer Unternehmen einsetzt“, erklärt Professor Michael Bruno Klein, Hauptgeschäftsführer des Forschungs- und Transfernetzwerks Mittelstand AiF.

Eine weitere der Neuerungen gegenüber der bislang geltenden Förderrichtlinie ist die Kategorisierung von Kleinst- und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU): Sie dürfen künftig nicht mehr als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen und entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro erzielen oder die Jahresbilanzsumme darf 43 Millionen Euro nicht übersteigen.

Die AiF begleitet und koordiniert die IGF im Auftrag des BMWK. Im Jahr 2021 stellte das Bundeswirtschaftsministerium für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit. (frd)

Download: Förderrichtlinie zur Industriellen Gemeinschaftsforschung vom 21.12.2022

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PolitikHomeNews
news-10834Thu, 05 Jan 2023 14:05:27 +0100CORNET öffnet 35. internationale Ausschreibungsrundehttps://www.aif.de/news/details/cornet-oeffnet-35-internationale-ausschreibungsrunde.htmlDas internationale Fördernetzwerk CORNET (Collective Research Networking) hat zu Beginn des neuen Jahres die nächste Ausschreibungsrunde geöffnet. Bis zum 29. März 2023 (12 Uhr) können internationale Projektkonsortien Anträge einreichen. An dem aktuellen, mittlerweile 35. Call sind bis auf die Niederlande und Japan alle CORNET-Partner mit an Bord. Auch eine Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik ist in diesem Call wieder möglich.

Internationale Gemeinschaftsforschung mit CORNET

CORNET verknüpft Förderprogramme verschiedener Länder und Regionen miteinander, um internationale Projekte der vorwettbewerblichen Gemeinschaftsforschung zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. Auf deutscher Seite greift das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) finanzierte Programm der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

CORNET ist eine themenoffene Initiative – Projekte aus allen Branchen und Technologiefeldern sind willkommen und förderfähig. Detaillierte Informationen u.a. zur Antragstellung und zur Timeline des aktuellen Calls sind auf der englischsprachigen CORNET-Website www.cornet.online in der Rubrik Calls for Proposals abrufbar. Der internationale Gesamtantrag wird online über das auf der Website verlinkte Submission Tool eingereicht.

Einen umfassenden Überblick zu CORNET in deutscher Sprache erhalten Interessenten zudem auf der AiF-Webseite im Bereich CORNET/IGF international. Bei Rückfragen helfen die CORNET-Expertinnen und Experten der AiF gerne weiter. (be) 

 

Foto: canva

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news-10807Thu, 22 Dec 2022 07:30:00 +0100Weihnachtsgrüßehttps://www.aif.de/news/details/weihnachtsgruesse-3.htmlDie AiF wünschen Ihnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2023! Herzlichen Dank für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement für den innovativen Mittelstand.]]>HomeNewsnews-10828Mon, 19 Dec 2022 09:46:07 +0100Heimische Alternativen zu tropischen Fetten – künftiges Weihnachtsgebäck ohne Palmöl?https://www.aif.de/news/details/heimische-alternativen-zu-tropischen-fetten-kuenftiges-weihnachtsgebaeck-ohne-palmoel.htmlPalmöl ist im mehrfachen Sinne in aller Munde. Der Anbau und das Vorkommen von tropischen Fetten in nahezu jedem zweiten fetthaltigen Supermarktprodukt sind ökologisch in der Diskussion und werden auch ernährungsphysiologisch kritisch gesehen. Das Forscherteam Dr. Bertrand Matthäus und Sharline Nikolay vom Max Rubner-Institut in Detmold sowie Professor Eckhard Flöter von der Technischen Universität Berlin und Till Wettlaufer, ehemals TU Berlin, hat in einem gemeinsamen Forschungsprojekt Alternativen zu tropischen Fetten unter Verwendung von Rapsöl entwickelt und gehört zu den drei Finalisten für den Otto von Guericke-Preis 2022. Das Forschungs- und Transfernetzwerk Mittelstand AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 1997 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für besondere Innovationsleistungen auf dem Gebiet der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.

Industrie reagiert auf umwelt- und ernährungsbewusste Verbraucher

Backwaren, Brotaufstriche, Marinaden oder Eiscremes scheinen heute nicht ohne Palmöl und andere tropische Fette auszukommen. Viele ernährungs- und auch umweltbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher meiden Palmöl; so ist die Lebensmittelindustrie daran interessiert, diese festen Fette in ihrer Produktion deutlich zu reduzieren. „Allerdings werden solche Fette aufgrund ihrer funktionellen und technologischen Eigenschaften eingesetzt und ein Ersatz durch flüssige Pflanzenöle würde die Produktqualität deutlich verändern. Eine Alternative sind Oleogele, also strukturierte Öle, die allerdings hinsichtlich ihrer industriellen Einsetzbarkeit noch nicht ausreichend wissenschaftlich untersucht worden sind“, erklärt Dr. Bertrand Matthäus vom Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide des Max Rubner-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Detmold.

Die Inhalte des gemeinsamen IGF-Forschungsprojekts mit dem Titel „Oleoboost – Regionale Pflanzenöle als Palmölersatz“ beschreibt seine Institutskollegin Sharline Nikolay: „Wir konnten klar zeigen, dass Oleogele auf der Basis von heimischem Rapsöl feste Fette bei der Herstellung von Lebensmitteln ohne Qualitätseinbußen ersetzen können.“ Durch das Einlagern des Rapsöls in die Struktur des Gelators bleibe der gesundheitsfördernde Charakter von Rapsöl erhalten und die Funktionalität, wie zum Beispiel das Mundgefühl und die Härte des Produkts, würde durch das Gefüge des Gelators geliefert, ergänzt Till Wettlaufer detailliert. Die Projektergebnisse beweisen, dass Oleogele eine Alternative für konventionelle Fette sein können.

Industrielle Umsetzbarkeit ist „natürlich Pflicht“

Eine der Herausforderungen dabei: Je nach Produkt wird die feste Struktur der Fettphase zu unterschiedlichen Zeitpunkten benötigt. Die Herstellung von Blätterteig macht beispielsweise eine Oleogelierung im Vorhinein und bei erhitzten Schokocremes im Laufe der Verarbeitung sowie nach der Herstellung notwendig. Bei der anwendungsorientierten Untersuchung verschiedener Strukturbildner sei die industrielle Umsetzbarkeit „natürlich Pflicht“, stellte Professor Eckhard Flöter vom Institut für Lebensmitteltechnologie und Lebensmittelchemie, Fachgebiet für Lebensmittelverfahrenstechnik der Technischen Universität Berlin fest.

Die Forschungsergebnisse sind hochrelevant und wirtschaftlich von großer Bedeutung für die gesamte deutsche Lebensmittelindustrie. „Speiseölproduzenten eröffnet sich die Chance, international neue Absatzmärkte zur erschließen. Hersteller von Backwaren und vielen kulinarischen Lebensmitteln werden künftig ernährungsphysiologisch verbesserte Produkte mit einem verringertem CO2-Fußabdruck anbieten können“, betont Dr. Volker Häusser, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. - FEI. Das bestätigt auch Jens Haunhorst, Leiter der Produktion und Entwicklung bei der VORTELLA Lebensmittelwerk W. Vortmeyer GmbH: „Als mittelständischer Produzent von Spezialölen und Margarinen für die Lebensmittelindustrie haben wir das Forschungsprojekt von Anfang an begleitet und unterstützt. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können wir unseren Kunden proaktiv neue Anwendungen und Lösungen anbieten und auch in Zukunft weitere zahlreiche Produktinnovationen daraus ableiten.“
Einen vierminütigen Film zum Projekt  und den Mitschnitt der Otto von Guericke-Preisverleihung 2022 finden Sie im Medienraum der AiF-Website.

Ansprechpartner zum IGF-Projekt:

Sharline Nikolay, Max Rubner-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide, E-Mail: sharline.nikolay(at)mri.bund(.)de, Tel.: +49 5231 741-222 

Dr. Volker Häusser, Geschäftsführer des Forschungskreises der Ernährungsindustrie e.V. – FEI, E-Mail: fei(at)fei-bonn(.)de, Tel. +49 228 3079699-0

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

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Download: Presseinformation der AiF "Heimische Alternativen zu tropischen Fetten – künftiges Weihnachtsgebäck ohne Palmöl?" als PDF-Datei

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Projekt-KollektionHomePresseinformationen
news-10823Mon, 12 Dec 2022 10:22:11 +0100Langlebige Batteriekästen in Elektrofahrzeugen https://www.aif.de/news/details/langlebige-batteriekaesten-in-elektrofahrzeugen.htmlElektromobilität gilt als Schlüsselfaktor der klimafreundlichen Mobilität. Die bisherige geringe Akzeptanz liegt an der begrenzten Reichweite und den hohen Anschaffungskosten, die auf die massereichen Energiespeicher zurückgeführt werden. Mit einem Batteriegehäuse aus hochfesten Stählen in Leichtbauweise können geringere Materialkosten und Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus dieses Batteriekastens im Vergleich zum Aluminium erreicht werden. Die Kästen dienen dazu, Batterien sicher im Fahrzeug zu verstauen und zu schützen.

Innerhalb eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) untersuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Laboratoriums für Werkstoff- und Fügetechnik und des Lehrstuhls für Technische und Makromolekulare Chemie der Universität Paderborn die Potenziale von klebtechnischem Fügen an Batteriekästen. Die Sicherstellung der Dichtheit und Korrosionsbeständigkeit im Nassbereich des Fahrzeugs gehören zu den wichtigsten Herausforderungen.

Ein Forschungsziel war die Entwicklung einer anwendungsorientierten und grundlegend wissenschaftlich abgesicherten Methode zur Bewertung des Langzeitverhaltens von Stahlklebeverbindungen an Batteriegehäusen in Elektrofahrzeugen. Die Forschungsergebnisse können in weiteren Branchen wie dem Anlagen- und Behälterbau genutzt werden. Mittelständische Unternehmen dieses Marktes benötigen verlässliche Auslegungsmethoden, die auf experimentellen Prüfungen einer entsprechenden Stahl-Klebverbindung und deren Nachweisführung und Qualitätssicherung basieren. Deshalb haben die Forschungseinrichtungen eine Methode erarbeitet, um das Langzeitverhalten der Stahl-Klebverbindung unter den gegebenen Anforderungen vorauszusagen.

Kooperierend mit dem AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. - FOSTA und Partnern aus dem Mittelstand wählten die Forschenden relevante Werk- und Klebstoffkombinationen aus und bewerteten die Langzeitbeständigkeit der Klebstoffsubstanz und Verbundprüfkörper. Gleichzeitig erstellten die Paderborner Expertinnen und Experten ein Modell zum Schädigungsmechanismus und entwickelten eine Versuchsmethodik zur Bestimmung der Beständigkeit und Dichtheit geklebter Verbindungen. Nicht zuletzt verifizierten sie die Übertragbarkeit der Prüfmethode auf komplexe Bauteile.

Diese Erkenntnisse dienen vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für die langzeitbeständige Auslegung von Klebverbindungen. Damit können sie die Robustheit und Sicherheit ihrer Verfahren und Technologien hinsichtlich dieser Anforderungen bewerten und optimieren.

Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten KMU genutzt werden. (frd)

Forschungsvereinigung:

Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. - FOSTA

Forschungseinrichtungen:

Universität Paderborn Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik

Universität Paderborn Lehrstuhl für Technische und Makromolekulare Chemie
 

Entwicklung einer Methode zur Bewertung einer stahlintensiven
Mischbau-Klebverbindung eines Batteriegehäuses gegenüber mechanischer und medialer Belastung unter Berücksichtigung der Interphasenstruktur -IGF-Steckbrief 20822 N


Foto: Canva

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Projekt-KollektionHomeNews
news-10824Fri, 09 Dec 2022 20:00:00 +0100Wissenschaftsbarometer 2022: Anhaltend hohes Vertrauen in Wissenschaft und Forschunghttps://www.aif.de/news/details/wissenschaftsbarometer-2022-anhaltend-hohes-vertrauen-in-wissenschaft-und-forschung.htmlDas Vertrauen der Deutschen in Wissenschaft und Forschung ist im dritten Jahr der Corona-Pandemie weiterhin hoch: Im Wissenschaftsbarometer 2022, das am 8. Dezember 2022 veröffentlicht wurde, geben 62 Prozent der Befragten an, dass sie Wissenschaft und Forschung eher oder voll und ganz vertrauen. Im Jahre 2021 waren es 61 Prozent und 2020 noch 60 Prozent.

Mit der bevölkerungsrepräsentativen Umfrage ermittelt die gemeinnützige Organisation Wissenschaft im Dialog (WiD) seit 2014 regelmäßig die Einstellungen von deutschen Bürgerinnen und Bürger zu Wissenschaft und Forschung. Wie stark interessieren sie sich derzeit für wissenschaftliche Themen? Wie politisch aktiv sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auftreten und welchen Einfluss sollten wissenschaftliche Erkenntnisse auf politische Entscheidungen haben? Wem vertrauen die Bürgerinnen und Bürger in Fragen zur Energieversorgung? Das Wissenschaftsbarometer gibt mit aktuellen Daten Antworten auf diese und weitere Fragen.

Unterschiedlicher Bildungsgrad – unterschiedliches Interesse und Vertrauen in Forschung

Das Interesse an Wissenschaft und Forschung ist 2022 insgesamt ähnlich hoch wie in den Vorjahren. 54 Prozent der Befragten geben an, ein eher großes oder sehr großes Interesse an Wissenschaft und Forschung zu haben. Dabei macht es einen Unterschied, welches formale Bildungsniveau die Befragten aufweisen: 70 Prozent der Befragten mit hohem formalen Bildungsniveau (Abitur, Hochschulreife, Fachhochschulreife, Studium) geben an, ein eher großes oder sehr großes Interesse an Wissenschaft und Forschung zu haben. Unter den Befragten mit mittlerem formalen Bildungsniveau (weiterbildende Schule ohne Abitur) sind es 47 Prozent und unter denen mit niedrigem formalen Bildungsniveau (Volks- oder Hauptschule) 42 Prozent. Unterschiede zwischen den Bildungsgruppen lassen sich in allen bisherigen Erhebungen des Wissenschaftsbarometers beobachten. Auch das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung ist im Wissenschaftsbarometer 2022 unter den Befragten mit hohem formalen Bildungsniveau mit 76 Prozent am höchsten. Unter den Befragten mit mittlerem formalen Bildungsniveau geben 68 Prozent an, eher oder voll und ganz in Wissenschaft und Forschung zu vertrauen. Für die Befragten mit niedrigem formalen Bildungsniveau liegt das Vertrauen bei 44 Prozent.

Gründe für Vertrauen und Misstrauen in Forschung und Wissenschaft

Neben der Frage nach dem Vertrauen in Wissenschaft und Forschung wird im Wissenschaftsbarometer auch die Zustimmung zu Gründen abgefragt, weshalb man Wissenschaftlern vertrauen oder misstrauen kann. Der Vertrauensgrund mit den höchsten Zustimmungswerten ist die wahrgenommene Expertise der Forschenden: 67 Prozent stimmen der Aussage eher oder voll und ganz zu, dass man Wissenschaftlern vertrauen kann, weil sie Experten auf ihrem Forschungsfeld sind. 60 Prozent sind der Ansicht, dass man ihnen vertrauen kann, weil sie nach Regeln und Standards arbeiten. 49 Prozent stimmen zu, dass man ihnen vertrauen kann, weil sie im Interesse der Öffentlichkeit forschen. Die Aussage, dass man Wissenschaftlern misstrauen kann, weil sie stark abhängig von ihren Geldgebern sind, findet mit 56 Prozent die größte Zustimmung unter allen abgefragten Misstrauensgründen.

Verhältnis von Wissenschaft und Politik

Für das Wissenschaftsbarometer 2022 wurden die über 1.000 ausgewählten Bürgerinnen und Bürger auch zu ihrer Einstellung zu mehreren Aspekten des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik befragt. Vier von fünf Befragten (79 Prozent) stimmen eher oder voll und ganz zu, dass Wissenschaftler sich öffentlich äußern sollten, wenn politische Entscheidungen Forschungsergebnisse nicht berücksichtigen. Insgesamt 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass politische Entscheidungen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollten. Wiederum findet jeder Zweite der Befragten, dass es nicht Aufgabe von Wissenschaftlern ist, sich in die Politik einzumischen.

Bei der Frage, in welchem Bereich zukünftig am intensivsten geforscht werden sollte, stimmten 51 Prozent für „Klima und Energie“. Damit liegt dieses Themenfeld deutlich vor „Gesundheit und Ernährung”, das nur 28 Prozent nennen. In den vergangenen beiden Erhebungen waren beide noch fast gleichauf. (frd)
 

Download der Broschüre Wissenschaftsbarometer 2022
Informationen zu den Ergebnissen der Vorjahre 2014 bis 2021


Grafik: © Wissenschaft im Dialog

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news-10786Wed, 07 Dec 2022 10:27:00 +0100Dörrenberg StudienAWARD ausgeschriebenhttps://www.aif.de/news/details/doerrenberg-studienaward-ausgeschrieben-1.htmlZum mittlerweile 15. Mal schreibt die Dörrenberg Edelstahl GmbH, ein im AiF-Netzwerk aktives mittelständisches Stahlwerk mit Sitz in Engelskirchen-Ründeroth und über 150-jähriger Tradition, ihren Förderpreis für den Fachkräftenachwuchs aus. Er ist die bundesweit wichtigste Auszeichnung für Studien-, Seminar- und Bachelorarbeiten zum Thema Stahl. Angesprochen sind Studierende im Bereich Werkstofftechnik/Ingenieurwesen.

Teilnehmen können Studierende mit einer schriftlichen Ausarbeitung zu den folgenden Themenkomplexen: Stahlherstellung / -weiterverarbeitung, Gießen / Feingießen von Eisen und Stahl, Wärmebehandlung von Stahl und Stahlguss, Randschichtbehandlungen von Werkzeugen, Werkzeugbeschichtungen, Stahl- / Stahlgusseigenschaften sowie AM / Additive Manufacturing 3D-Druck.

Die Teilnahmebedingungen finden Interessenten unter www.doerrenberg.de. Einsendeschluss für Studien-, Seminar- und Bachelorarbeiten o.ä. ist der 31. Dezember 2022. Diplom- und Masterarbeiten sind nicht zugelassen. (di)

 

Foto: canva

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news-10808Thu, 01 Dec 2022 11:42:00 +0100Wahl zum Präsidium der AiFhttps://www.aif.de/news/details/wahl-zum-praesidium-der-aif-1.htmlIn der 69. Ordentlichen Mitgliederversammlung des AiF e.V. am 1. Dezember 2022 waren fünf Positionen im künftigen Präsidium für eine Amtszeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2025 neu zu besetzen.

Als Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft wurden gewählt Daniela Eberspächer-Roth, Ph.D., Geschäftsführende Gesellschafterin der PROFILMETALL Gruppe, Hirrlingen und Marktheidenfeld, und wiedergewählt Dr.-Ing. Heiko Tober, Geschäftsführer der T&T medilogic Medizintechnik GmbH, Schönefeld.

Als Vertreter der Ordentlichen Mitglieder des AiF e.V. mit eigenem Forschungsinstitut wurden gewählt Dr.-Ing. Peter Dültgen, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW), Remscheid, sowie Thomas Reiche, Geschäftsführer beim FEhS-Institut für Baustoff-Forschung e.V., Duisburg.

Als Vertreter der Ordentlichen Mitglieder des AiF e.V. ohne eigenes Forschungsinstitut wurde Jens Jerzembeck, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS, Düsseldorf, gewählt. (di)

 

Foto: canva

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news-10809Thu, 01 Dec 2022 09:20:00 +0100FORSCHER Mittelstand – Erfolgreich im Netzwerk!https://www.aif.de/news/details/forscher-mittelstand-erfolgreich-im-netzwerk.htmlNoch einmal direkt aus dem Fernsehstudio, im Livestream: Die AiF verlieh am 30. November 2022 den 26. Otto von Guericke-Preis für das IGF-Projekt des Jahres. Der durch das „Format“ verursachte Abstand zu den vielen Gästen des besonderen AiF-Abends wurde mit Information und Unterhaltung durchaus aufgeholt. Sicher hat der eine oder die andere auch vor dem Bildschirm das Glas auf die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger erhoben.

Die drei nominierten Teams aus sehr unterschiedlichen Branchen – Ernährung, Bau und Kunststoff – präsentierten ihre Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und gaben einen beeindruckenden Einblick in die Welt von Invention und Innovation. Bereits seit 1997 vergibt die AiF jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Otto von Guericke-Preis. Die Zuschauer erlebten die herausragenden und zukunftsweisenden Leistungen der Forschenden in Filmbeiträgen und Interviews mit den wissenschaftlichen Teams. Die AiF und ihre 100 Forschungsvereinigungen organisieren die IGF. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert IGF-Projekte mit öffentlichen Mitteln.

Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens der Forschungsergebnisse

Der Gastgeber und AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer begrüßte gemeinsam mit der Moderatorin Anna-Katharina Schubert die Gäste im Studio und die Zuschauer des Streams. Sie erläuterten, dass die Auswahl der drei Finalisten durch die Mitglieder des Wissenschaftlichen Rates der AiF – alle hochkarätige Akteure aus Forschung und Wirtschaft – getroffen wurden. „Vom ersten Otto von Guericke-Preis bis heute werden die Forschungsvorhaben aber nicht nur auf Basis ihres wissenschaftlichen Anspruchs bewertet, sondern auch hinsichtlich des wirtschaftlichen Nutzens der Ergebnisse für mittelständische Unternehmen“, so Bauer.

Das Netzwerkengagement der AiF beschreibend erklärte er weiter: „Wir genießen seit 70 Jahren das Vertrauen der mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland: Wir entwickeln qualifizierte Plattformen für einen unkomplizierten, dem unternehmerischen Alltag entsprechenden Austausch, sowie hochwertige Informationsangebote für den forschungsaffinen Mittelstand. Die exzellenten Verbindungen zur föderalen und bundesweiten Forschungspolitik, Kooperationspartnern aus der Wirtschaft und Wissenschaft und vor allem unsere Forschungsvereinigungen, die als Innovations-Communitys in den Branchen wirken, liefern dem deutschen Mittelstand und insbesondere den KMU einen niederschwelligen und bürokratiearmen Zugang zu Fachwissen und Forschungsergebnissen sowie ein Podium für ihre ganz konkreten Forschungsbedarfe.“

Das AiF-Netzwerk als einzigartige Plattform für Transfer und Innovation

In einer vom AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein moderierten Talkrunde mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und angewandter Wissenschaft wurde das Engagement des Forschungs- und Transfernetzwerkes AiF und dessen Mehrwert für den deutschen Mittelstand authentisch sichtbar. Video-Statements von Mitgliedern des Deutschen Bundestages und von forschungsaffinen Unternehmern ergänzten die Diskussion unter dem Titel „Das AiF-Netzwerk als einzigartige Plattform für Transfer und Innovation im Mittelstand“.

In dem Talk berichtete der ehrenamtliche AiF-Präsident aus seinem Unternehmeralltag: „Ich erlebe im Rahmen meines Engagements quasi jeden Tag, dass der Erfolg der IGF in der Struktur der AiF als Netzwerk der Netzwerke begründet liegt. Die AiF– und das betone ich gerade als Unternehmer aus dem deutschen Maschinenbau – hat Systemrelevanz! Wir haben in unserem Land bekanntlich wenig Rohstoffe im Boden, aber unser Rohstoff liegt in den Köpfen von forschenden Unternehmern und ihren Mitarbeitern sowie in der angewandten Wissenschaft: Dieser muss im doppelten Sinne gefördert werden, um „made in Germany“ zu erhalten. Als Unternehmer benötige ich dazu einen starken und erfahrenen Partner, der mir Brücken zu Kooperationspartnern in der angewandten Wissenschaft und zu anderen forschenden Mittelständlern baut. Das bietet die AiF mit ihren Forschungsvereinigungen … und nur die AiF.“

Mit Blick auf den Anteil des Mittelstands an der deutschen Wirtschaft sieht Professor Georg Locher von der SCHWENK Zement GmbH & Co. KG, Ulm, ehrenamtlicher IGF-Gutachter aus der Wirtschaft und ebenfalls Talkteilnehmer, die AiF mit „ihren Innovations-Communitys als Treiberin des notwendigen Transformationsprozesses in der Industrie und als wirkungsvolle Unterstützerin von Innovationen zur Bewältigung der Klimakrise“. Er beobachtet deutlich „ein verstärktes Forschungsengagement mit dem Ziel von Energie- und Rohstoffeinsparungen, der intensiveren Nutzung von grünem Wasserstoff oder auch in Bezug auf den verbesserten Wirkungsgrad der erneuerbaren Energien“ und erklärt: „Die AiF bietet insbesondere KMU Zugang zum technologischen Fortschritt und schafft ein Umfeld für den Aufbau von Innovationsnetzwerken." Dr. Gesa Netzeband, Geschäftsführerin des AiF-Mitglieds Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e. V. (DGMK), ergänzte auf die aktuelle Lage eingehend: „Wir sehen einen ganz großen Bedarf durch die Beschleunigung der Energiewende. KMUs wollen die Transformation zu weniger CO2-Footprint umsetzen und brauchen dabei Support aus der angewandten Forschung. Der Mittelstand profitiert ungemein vom Wissenstransfer, der durch AiF und die assoziierten Forschungsvereinigungen geleistet wird, hier wird Forschung für alle zugänglich. Und – das ist ganz wichtig: Es geht dabei um nicht nur um Zugang zu ‚fertigen‘ Ergebnissen, sondern auch darum, brennende Fragestellungen aus dem Mittelstand in gemeinsamen, branchenübergreifenden Projekten anzugehen."

IGF-Projekt des Jahres 2022: Steigerung des Frischbetonrecyclings

Auch die Forschungsergebnisse des diesjährigen Otto von Guericke-Preisträgers leisten einen herausragenden Beitrag zur Ressourcenschonung in der gesamten deutschen Bauindustrie. Das vom AiF-Mitglied Forschungsgemeinschaft Transportbeton e.V. – FTB koordinierte IGF-Projekt zeigt, dass die Eigenschaften von wiedergewonnenen Gesteinskörnungen aus überschüssigem Restbeton denen von natürlichen gleichwertig sind. So ist eine Nutzung von statt bisher fünf Prozent künftig von 25 Prozent nachgewiesen. Die Austauschquote von rezyklierten Gesteinskörnungen in der kreislaufgerechten Verwendung von Restbeton kann damit verfünffacht werden. Darüber hinaus haben die beiden Forschenden Anja Tusch und Jonas Lillig von der Technischen Universität Kaiserslautern, Fachbereich Bauingenieurwesen, Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen auf Anregung ihres Fachgebietsleiters, Professor Wolfgang Breit, eine Regelwerksempfehlung erstellt, die zur Überarbeitung der aktuell diskutierten nationalen und europäischen Betonnorm dient. „Die zeitnah geplante Einführung der neuen Betonnorm DIN 1045-2 bietet für Transportbetonhersteller enorme ökologische und wirtschaftliche Vorteile“, schätzt Andreas Tuan Phan, FTB-Geschäftsführer, ein.

Weitere Informationen zum IGF-Projekt des Jahres 2022 finden Interessenten in einer ausführlichen Presseinformation und einem vierminütigen Film zum Projekt, der – ebenso wie die Filme zu den beiden weiteren Finalisten – im AiF-Medienraum verfügbar ist. Dort gibt es auch einen Mitschnitt der gesamten Veranstaltung. (frd)

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news-10810Wed, 30 Nov 2022 22:00:00 +0100Ressourceneffizienz in der Betonherstellung – Otto von Guericke-Preis 2022 geht nach Kaiserslautern https://www.aif.de/news/details/ressourceneffizienz-in-der-betonherstellung-otto-von-guericke-preis-2022-geht-nach-kaiserslautern.htmlZement, Wasser und Gesteinskörnung sind die Hauptbestandteile des wichtigsten Baustoffs der Welt: Beton. Das junge Forscherteam Anja Tusch und Jonas Lillig von der Technischen Universität Kaiserslautern wurde am 30. November 2022 mit dem Otto von Guericke-Preis ausgezeichnet. Die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes mit dem Titel „Steigerung des Frischbetonrecyclings in der Transportbetonindustrie“ ermöglichen eine Ressourcenschonung durch kreislaufgerechte Verwendung von Restbeton. Das Forschungs- und Transfernetzwerk AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 1997 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für besondere Innovationsleistungen auf dem Gebiet der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.

Bauen ist rohstoff- und energieintensiv

Die Baubranche zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen in Deutschland und ihre Produkte, wie Gebäude oder Straßen, sind für unseren Alltag unverzichtbar. Allein 300.000 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland gebaut. Gleichzeitig ist Bauen rohstoff- und energieintensiv, insbesondere die Herstellung von Beton. „Bei der Transportbetonproduktion fallen Überschuss- und Restmengen an, die dem Wertstoffkreislauf relativ einfach wieder zugeführt werden können, wenn Restwasser und Gesteinskörnung in einer Recyclinganlage getrennt werden“, erklärt Professor Wolfgang Breit, Fachgebietsleiter Werkstoffe im Bauwesen, Fachbereich Bauingenieurwesen der Technischen Universität Kaiserslautern. Obwohl die notwendigen Recyclinganlagen in fast allen Werken vorhanden sind, darf neuer Beton, laut Norm, aktuell höchstens fünf Prozent wiedergewonnene Gesteinskörnung enthalten. „Aus Sicht der Hersteller ist eine Entsorgung des gewonnenen Materials aktuell fast immer einfacher umzusetzen als dessen Wiederverwendung“, so Breit weiter.

Austauschquoten verfünffacht – Empfehlung für neue Beton-Norm

Ziel des IGF-Projektes war es, zu untersuchen, wieviel wiedergewonnene Gesteinskörnung direkt im Beton wiedereingesetzt werden kann, ohne dabei eine Verschlechterung der Betoneigenschaften befürchten zu müssen. „Wir wollten herausfinden, ob vor diesem Hintergrund eine Anpassung der aktuellen Norm nötig und sinnvoll ist. Dazu haben wir zunächst verschiedene Labor- und später auch Praxisversuche in Transportbetonwerken durchgeführt.“, sagt Anja Tusch aus dem Forscherteam der TU Kaiserslautern. „Unsere Untersuchungen zeigen, dass die wiedergewonnenen Gesteinskörnungen in ihren Eigenschaften denen von natürlichen gleichwertig sind, sodass Austauschquoten von bis zu 25 Prozent problemlos möglich sind. Daher haben wir gemeinsam mit dem projektbegleitenden Ausschuss eine Regelwerksempfehlung erstellt, die zur Überarbeitung der aktuell diskutierten nationalen und europäischen Betonnorm dient“, ergänzt ihr Teamkollege Jonas Lillig.

Ökologische und wirtschaftliche Vorteile für KMU

„Durch die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit sind wir als Transportbetonhersteller in der Lage, zukünftig nahezu 100 Prozent unserer Rest- und Rückbetonmengen wieder zu verarbeiten. Das schont zum einen unseren Geldbeutel und zum anderen auch wertvolle Ressourcen“, betont Martin Unterluggauer von der TRAPOBET Transportbeton GmbH Kaiserslautern KG. Da die Branche jährlich viele Millionen von Kubikmetern Beton produziere, stecke darin großes Potential. Das Hamburger Unternehmen TBN Transportbeton Nord GmbH & Co. KG, das jährlich fast 500.000 Tonnen Beton herstellt, hat sich, nach Aussage ihres Geschäftsführers Oliver Lindfeld, der Nachhaltigkeit als Leitgedanken verschrieben. „Die Erhöhung des Anteils rezyklierter Materialien ermöglicht uns, noch nachhaltiger zu wirtschaften als bisher“, so Lindfeld.

Dieses IGF-Vorhaben leiste daher einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung im Bauwesen, von der alle kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der Transportbetonindustrie profitieren, schätzt Andreas Tuan Phan, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds Forschungsgemeinschaft Transportbeton e.V. – (FTB) ein und hebt abschließend hervor: „Die zeitnah geplante Einführung der neuen Betonnorm DIN 1045-2 bietet nämlich für Transportbetonhersteller enorme ökologische und wirtschaftliche Vorteile.“

Einen vierminütigen Film zum Projekt und einen Mitschnitt der Otto von Guericke-Preisverleihung finden Sie im Medienraum der AiF-Website.

Ansprechpartner zum IGF-Projekt:

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Breit, Technische Universität Kaiserslautern, Fachbereich Bauingenieurwesen, Fachgebietsleitung Werkstoffe im Bauwesen, E-Mail: wolfgang.breit(at)bauing.uni-kl(.)de, Tel.: +49 631 205 2297

Andreas Tuan Phan, Geschäftsführer der Forschungsgemeinschaft Transportbeton e.V. – FTB, E-Mail: phan(at)transportbeton(.)org, Tel.: +49 30 2592292-37

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Download: Foto (© AiF e.V.) in druckfähiger Auflösung

Download: Presseinfomration "Ressourceneffizienz in der Betonherstellung – Otto von Guericke Preis 2022 geht nach Kaiserslautern" als PDF-Datei

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Projekt-KollektionHomePresseinformationen
news-10806Tue, 29 Nov 2022 11:09:00 +0100AiF ist Konsortialpartner des neuen MDZ Ländliche Regionenhttps://www.aif.de/news/details/aif-ist-konsortialpartner-des-neuen-mdz-laendliche-regionen.htmlAm 1. November 2022 startete das Mittelstand-Digital Zentrum (MDZ) Ländliche Regionen und knüpft damit an die Arbeit des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Siegen an. Mit knapp 5,5 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für die nächsten drei Jahre das neue Zentrum, das seinen Fokus auf die speziellen Digitalisierungsherausforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im ländlichen Raum legt. Beteiligt sind die Universität Siegen, die Fachhochschule Südwestfalen, die Ruhr-Universität Bochum, das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und die AiF.

Mit dem Teilvorhaben „Impact hebeln – überregionaler und branchenübergreifender Transfer und Vernetzung mit Wirkung“ übernimmt die AiF die Aufgabe, den Transfer der Angebote und Ergebnisse des MDZ Ländliche Regionen sicherzustellen. AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein sagt: „Als Konsortialpartner werden wir durch themen-  und projektbezogene Vernetzung neue Kristallisationspunkte für den Transfer schaffen. Im engen Austausch mit anderen Mittelstand-Digital Zentren, relevanten Partnern wie Branchenverbänden, unseren mittelstandsgetragenen Forschungsvereinigungen als Innovations-Communities, anderen Unternehmensnetzwerken und natürlich zusammen mit den mittelständischen Unternehmen werden wir dafür sorgen, dass die Maßnahmen des MDZ ihre positiven Effekte breitenwirksam entfalten können.“ Anschauliche, auf die realen Praxis- und Rahmenbedingungen von Unternehmen heruntergebrochene Formate und Themen sollen die Grundlage der Aktivitäten bilden. Die Themen werden nicht nur interaktiv über das AiF InnovatorsNet als community-orientierte Transferplattform unter Einbindung von KMU und Start-ups besprochen, diskutiert und präsentiert, sondern auch in unterschiedlichen Präsenzformaten.

Zukunftsfähigkeit und Resilienz stärken

Vom Klimawandel über den industriellen Strukturwandel bis zur Digitalisierung setzen globale Megatrends die Wirtschaft unter massiven Transformationsdruck. Unternehmen, auch in ländlichen Regionen, stehen genau vor diesen Herausforderungen. Bereiche, wie Infrastruktur, (Nachwuchs-) Fachkräfte sowie Aus- und Weiterbildung spielen dabei eine beondere Rolle. Das MDZ Ländliche Regionen setzt branchen- und disziplinübergreifend an und will diese spezifischen Herausforderungen über Transfer unterstützen. Dazu zählen auch Best-Practice-Beispiele, um aufzuzeigen, welche Herangehensweisen es für multiple Problemstellungen gibt und wie Unternehmen dies bewältigt haben.

Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen

Die Angebote des MDZ sind kostenfrei und richten sich an alle KMU in ländlichen Regionen, insbesondere an Unternehmen in Industrie, Handwerk, Medizin und Pflegewirtschaft sowie Forstwirtschaft. Informations-, Präsentations-, Qualifizierungs- und Vernetzungsveranstaltungen sollen Mitarbeitende befähigen, die digitale Transformation im Unternehmen umzusetzen und voranzutreiben. Darüber hinaus werden technische Demonstratoren entwickelt, die digitale Innovationen greifbar machen und in Digitalisierungsprojekten mit Unternehmen eingesetzt werden. Das Themenspektrum des Zentrums deckt unter anderem den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in KMU, Datenökonomie und Datenschutz, die grüne Transformation sowie neue digitale Lern- und Arbeitswelten ab. Darüber hinaus unterstützt das Zentrum KMU mit speziellen KI-Trainee-Programmen, nicht nur in der Produktion, sondern auch in den flankierenden Unternehmensbereichen.

Zentrum mit bundesweitem Fokus auf ländliche Regionen

Als Flächenregion mit einem starken industriell geprägten Mittelstand steht Südwestfalen stellvertretend für weitere ländliche Regionen in Deutschland. Aus diesem Grund agiert das Zentrum in einem erweiterten Wirkungskreis. Im Rahmen der Mittelstand-Digital Initiative ist das MDZ Ländliche Regionen Teil eines bundesweiten Netzwerks von mehr als 25 Zentren, die KMU bei der Digitalisierung unterstützen. Daher sollen zukünftig auch Unternehmen in anderen, ähnlich strukturierten Regionen von der Arbeit des Zentrums profitieren.

Die Intention der AiF

Die AiF hat sich zum Ziel gesetzt, Themen, die entsprechenden Angebote dazu und Aktivitäten des Mittelstand Digital Zentrums regional wie überregional zu transferieren. Innerhalb dieses Prozesses sind die Potenziale aus Forschung & Entwicklung und die Innovationskraft des Mittelstands von hoher Relevanz, um daraus adäquate Lösungen zu entwickeln und einer möglichst breiten Zielgruppe vorzustellen. Dabei nutzt die AiF ihre Kernkompetenz der kooperativen Zusammenarbeit sowie des Transfers gemeinsam mit den Forschungsvereinigungen und weiteren Institutionen für den Mittelstand. Zentrales Bindeglied soll das InnovatorsNet als informative und kommunikative Plattform bilden. Hierzu werden zielorientierte Formate entwickelt, die Ergebnisse, Informationen und Lösungsangebote mehr als nur präsentieren. (di)

Ihr Ansprechpartner bei der AiF: Rainer Färber, E-Mail: mdz(at)aif(.)de.

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news-10767Mon, 28 Nov 2022 15:10:00 +0100IGF-Insights: Neuer Podcast „Die Transformation mit Industrieforschung gestalten“https://www.aif.de/news/details/igf-insights-podcast.htmlBaumaterialien wie Zement oder Beton sollen schnell trocknen und lange halten. Zugleich rücken Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit von Produkten und eine klimafreundliche Kreislaufwirtschaft immer stärker in den Fokus der Baubranche und damit ihrer Forschungsaktivitäten.

Eisenhüttenschlacke beispielsweise, ein Nebenprodukt bei der Erzeugung von Roheisen und Stahl, ist ein qualitativ wertvoller, wirtschaftlicher und vielseitig verwendbarer Rohstoff: Als Hüttensand im Zement, als Gesteinskörnung im Beton sowie als kalkhaltiges Düngemittel verarbeitet, findet er seit Jahrzehnten in der Baubranche und der Landwirtschaft Verwendung.

Thomas Reiche, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V., erläutert im neuen Podcast, wie im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) an den Baustoffen und Düngemitteln von morgen geforscht wird und damit die Transformation mit Hilfe der Industrieforschung gestaltet werden kann.

Der Podcast ist eingebettet in die Reihe IGF-Insights, deren Ziel es ist, den einzigartigen Mehrwert der vorwettbewerblichen IGF und des industriegetragenen Innovationsnetzwerks der AiF vorzustellen. Die IGF wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit öffentlichen Mitteln gefördert. Weitere Informationen zur und alle Beiträge der Reihe IGF-Insights finden Interessenten unter https://www.AiF.de/medienraum/IGF-insights.html. (di)

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news-10805Thu, 24 Nov 2022 09:13:04 +010030. November 18:00 Uhr: Verleihung des Otto von Guericke-Preises der AiFhttps://www.aif.de/news/details/30-november-1800-uhr-verleihung-des-otto-von-guericke-preises-der-aif.htmlSchon neugierig? Wir bieten eine Sneak Preview! 15 Sekunden Vorfreude auf unsere digitale Live-Veranstaltung am 30. November 2022 um 18:00 Uhr.

Die AiF vergibt den Otto von Guericke-Preis für herausragende Leistungen in der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) in diesem Jahr zum 26. Mal. Es erwarten Sie interessante Einblicke in das Forschungs- und Transfernetzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen und dessen Mehrwert für den Mittelstand in Deutschland. Die drei Finalisten-Teams präsentieren ihre nominierten Projekte und geben damit Gelegenheit, einen Blick in die echte Welt von Invention und Innovation zu werfen und tolle Leistungen von Forschern aus der Nähe zu erleben.

Seien Sie dabei, wenn das Sieger-Team gekürt wird! Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Hier geht´s zur Landing-Page mit Programm und dem Streaming-Link.

Informationen zum Otto von Guericke-Preis und den aktuellen Finalisten finden Sie auf unserer Website sowie auf unseren Social Media-Kanälen bei LinkedIn, Twitter, Instagram unter @aifdigital. (di)

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news-10789Tue, 22 Nov 2022 08:41:00 +0100Nachhaltige Kühlung von Gebäuden und industriellen Prozessenhttps://www.aif.de/news/details/nachhaltige-kuehlung-von-gebaeuden-und-industriellen-prozessen.htmlDie Temperaturen erreichten in den vergangenen Jahren nicht nur im Sommer Rekordwerte. Der Bedarf an Kühlanwendungen für Wohn-, Büro- und Industriegebäude sowie auch bei Industrieprozessen steigt enorm an. Angesichts des Klimawandels und der notwendigen Energiewende gibt es erhebliche Bemühungen, die Energieeffizienz in den Bereichen Strom und Wärme zu verbessern. Dagegen erhielt der zunehmende Energieverbrauch zur Kühlung bisher wenig Aufmerksamkeit.

Eine breite Anwendung nachhaltiger Kühlsysteme, die unter anderem auch keine klimaschädlichen Stoffe wie zum Beispiel HFK enthalten, ist notwendig. HFK sind teilfluorierte Kohlenwasserstoffe, die FCKW ersetzten, aber immer noch tausendfach klimaschädlicher als Kohlendioxid sind. Bis 2030 sollen die HFK-Emissionen im Industriesektor um 70 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden. Bereits am Markt verfügbare nachhaltige Kühllösungen werden bisher kaum eingesetzt. Ursache sind fehlende Kenntnisse über die Vorteile, mangelnde Praxiserfahrung sowie keine vorhandenen Richtlinien zur Auswahl, Auslegung und Installation.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der SKZ-KFE gGmbH und des Lehrstuhls für Umweltgerechte Produktionstechnik der Fakultät für Ingenieurswissenschaften der Universität Bayreuth evaluierten innerhalb eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) nachhaltige Kühltechnologien durch Vor-Ort-Messungen, die durch Ergebnisse von Labormessungen an unterschiedlichen Kühlsystemen und Prozessen ergänzt wurden. Danach entwickelte das Team eine Simulationsumgebung zur zielgenauen Leistungsbewertung und ein auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zugeschnittenes Werkzeug zur Entscheidungsunterstützung.

Durch die Nutzung der in dem IGF-Projekt erarbeiteten Ergebnisse erhalten Industrieunternehmen, insbesondere KMU, konkrete Hilfestellungen für die Auswahl geeigneter Kühllösungen für ihre spezifischen Anwendungsfälle. Die Expertinnen und Experten analysierten ferner die grundlegenden Gemeinsamkeiten zwischen Wohnungs-, Büro- und Industriekühlung sowie die gegenseitige Abhängigkeit von Gebäude- und Prozesskühlung. Die Resultate lassen sich auch auf andere Bereiche übertragen, die nicht explizit Teil der Analysen waren, zum Beispiel Fertigungsprozesse abseits der Kunststoffverarbeitung oder auch auf andere Gebäudetypen. Zusätzlich entwickelten die Forschenden übertragbare Simulationsmodelle und KI-basierte Analysewerkzeuge zur Gebäudekühlung.

Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten KMU genutzt werden. (frd)

Forschungseinrichtungen:

Forschungsvereinigung:

Fördergemeinschaft für das Süddeutsche Kunststoff-Zentrum e.V. - FSKZ

 

Systeme für die nachhaltige Kühlung in Gebäuden und industriellen Prozessen - IGF-Steckbrief 236 E

Foto: Canva

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news-10790Fri, 11 Nov 2022 10:59:00 +0100AiF InnovatorsNet goes mobilehttps://www.aif.de/news/details/aif-innovatorsnet-goes-mobile.htmlAb sofort ist das AiF InnovatorsNet auch als App im Google PlayStore und AppStore verfügbar. Der Hub – das digitale Herzstück des AiF InnovatorsNet – ist mit identischen Funktionen der Web-Version nun auf Android oder Apple-Smartphone downloadbar. Das macht das Vernetzen untereinander noch komfortabler. Jan Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH sagt: „Unser Ziel ist es, die Community noch greifbarer und erlebbarer für unsere Mitglieder zu machen. Mit Erfolg – denn von nun an finden Sie das geballte Netzwerk in Ihrer Hosentasche!“

Über das AiF InnovatorsNet

Das AiF InnovatorsNet ist eine Community zum Entwickeln und Informieren, die Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Institutionen und Personen digital und analog miteinander verbindet. Es hilft seinen Mitgliedern dabei, Netzwerke zu erschließen, Partner zu finden, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln sowie Wachstum und Innovationen voranzutreiben. Die AiF FTK GmbH, eine 100-prozentige Tochter des Vereins, entwickelt dazu Tools, die den Zugang zueinander im AiF InnovatorsNet ermöglichen und anregen, und kuratiert das inhaltliche Angebot.

Geförderte Mitgliedschaften im AiF InnovatorsNet

Sie sind ein innovatives mittelständisches Unternehmen oder ein industrienahes Start-up und haben Interesse an einer vom AiF e.V. geförderten Mitgliedschaft im AiF InnovatorsNet? Dann können Sie sich formlos darum bewerben. Dreh- und Angelpunkt ist das passende Mindset: Interessierte sollten visionär in die Zukunft blicken und den Wunsch haben, sich zu engagieren und mit interessanten Innovationsakteuren zu vernetzen. Informationen zu den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Website der AiF unter https://www.AiF.de/foerderangebote/gefoerderte-mitgliedschaften-im-AiF-innovatorsnet.html. Mit der Teilnahmeerklärung kann jederzeit ein Antrag auf Aufnahme in das Netzwerk gestellt werden. (di)

 

Foto: © AiF InnovatorsNet

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news-10785Wed, 09 Nov 2022 10:24:00 +0100Die AiF ist Teil des Transfer-Netzwerks der Plattform Industrie 4.0 https://www.aif.de/news/details/die-aif-ist-teil-des-transfer-netzwerks-der-plattform-industrie-40.htmlDer AiF e.V. und das AiF InnovatorsNet sind neue Partner des Transfer-Netzwerks der Plattform Industrie 4.0 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das Transfer-Netzwerk wurde ins Leben gerufen, um insbesondere den Mittelstand bei der praktischen Anwendung von Industrie 4.0 zu unterstützen.

Im Rahmen des Transfer-Netzwerks können sich Akteure inhaltlich austauschen, Synergien identifizieren und Ressourcen in gemeinsamen Maßnahmen bündeln. Die AiF als neuer Partner fungiert dabei als Stimme des forschenden Mittelstandes und ihrer  Forschungsvereinigungen und ist eingeladen, sich inhaltlich in der Plattform einzubringen. Über das AiF InnovatorsNet sollen Transferaktivitäten für den Mittelstand umgesetzt werden, um mehr Reichweite und Wirkung zu erzielen.

AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein erklärt: „Forschung und Transfer im und für den Mittelstand liegen in der DNA der AiF. Wir freuen uns, dass wir diese Expertise in die Plattform einbringen können, damit möglichst viele insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in die Initiative eingebunden werden und von ihr profitieren können.“

Über die Plattform Industrie 4.0

Die Plattform Industrie 4.0 hat zum Ziel, die digitale Transformation in der Produktion zu gestalten, um die Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandorts Deutschland zu stärken. Sechs Arbeitsgruppen stehen für die fachlichen und inhaltlichen Ergebnisse der Plattform. Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Verbänden, Betriebsräten und Wissenschaft entwickeln darin vorwettbewerbliche Konzepte, Lösungen und Empfehlungen zu Schlüsselthemen der Industrie 4.0 – von Standardisierung und IT-Sicherheit bis hin zu wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Dimensionen. Das BMWK und das BMBF leiten die Plattform gemeinsam mit hochrangigen Vertretern aus Unternehmen, Wissenschaft, Verbänden und Gewerkschaften. (di)

 

Foto: canva

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news-10770Fri, 28 Oct 2022 13:01:44 +0200ZIM-Webinare wieder am Starthttps://www.aif.de/news/details/zim-webinare-wieder-am-start.htmlNach der Öffnung des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im August haben Interessierte nun wieder die Möglichkeit, sich in kostenlosen Webinaren zu verschiedensten Themen rund um die ZIM-Förderung zu informieren.

Online-Veranstaltungen ermöglichen zum Beispiel einen Überblick über die Anforderungen an einen ZIM-Antrag, geben Hinweise zur Projektkostenabrechnung oder erläutern, wie eine Durchführbarkeitsstudie bei der Prüfung der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit die Projektidee unterstützt. Themen, Termine und weitere Informationen rund um die ZIM-Webinare finden Sie unter: www.ZIM.de/webinare

Die AiF Projekt GmbH ist beliehener Projektträger für die stärkste Fördersäule des Programms, ZIM-Kooperationsprojekte. (di)

 

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news-10769Thu, 27 Oct 2022 16:08:00 +0200CORNET und IraSME: Virtuelles Partnering Event am 22. Novemberhttps://www.aif.de/news/details/cornet-und-irasme-virtuelles-partnering-event-am-22-november.htmlAm 22. November 2022 laden die internationalen Fördernetzwerke CORNET und IraSME zu ihrem nächsten digitalen Partnering Event ein. Von 15:00 bis 17:00 Uhr haben Unternehmen, Forschungsvereinigungen und Forschungseinrichtungen dabei die Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene mit potenziellen Partnern über die Realisierung gemeinsamer Forschungsprojekte auszutauschen. Alle Informationen zum Partnering Event finden Interessenten unter https://irasme-cornet-partnering-2022.b2match.io/.

Verknüpfung nationaler Förderprogramme verschiedener Länder

Die Initiativen IraSME und CORNET verknüpfen nationale Förderprogramme verschiedener Länder miteinander, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. CORNET basiert auf deutscher Seite auf der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), IraSME auf dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Beide Programme werden aus Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)  über die AiF gefördert. Zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr, eine persönliche Antragsberatung und Unterstützung bei der Partnersuche sowie unbürokratische Lösungen zeichnen die Netzwerke aus.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Websites der beiden Förderinitiativen: www.CORNET.online und www.ira-sme.net. (di)

 

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news-10765Wed, 26 Oct 2022 15:08:00 +0200Einladung am 30. November: FORSCHER Mittelstand – Erfolgreich im Netzwerk!https://www.aif.de/news/details/einladung-am-30-november-forscher-mittelstand-erfolgreich-im-netzwerk.htmlAm 30. November 2022 ist es wieder soweit! Die AiF vergibt den Otto von Guericke-Preis für herausragende Leistungen in der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer lädt ab 18:00 Uhr zu einer etwa einstündigen digitalen Live-Veranstaltung aus einem Kölner Fernsehstudio ein.

Es erwarten Sie interessante Einblicke in das Forschungs- und Transfernetzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen und dessen Mehrwert für den Mittelstand in Deutschland. Selbstverständlich präsentieren die drei Finalisten-Teams ihre nominierten Projekte und geben damit Gelegenheit, einen Blick in die echte Welt von Invention und Innovation zu werfen und tolle Leistungen von Forschern aus der Nähe zu erleben.

Seien Sie am 30. November ab 18:00 Uhr dabei, wenn das Sieger-Team gekürt wird. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen!

Programm und Streaming-Link

Hier geht´s zur Landing-Page mit dem kompletten Programm und dem Streaming-Link.

Neugierig geworden? Informationen zum Otto von Guericke-Preis und den aktuellen Finalisten finden Sie auf unserer Website sowie auf unseren Social Media-Kanälen bei LinkedIn, Twitter, Instagram unter @aifdigital. (di)

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news-10764Mon, 24 Oct 2022 16:36:31 +0200Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis 2022 verliehen https://www.aif.de/news/details/deutscher-rohstoffeffizienz-preis-2022-verliehen.htmlBereits zum zehnten Mal hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in diesem Jahr den deutschen Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis verliehen. Mit ihm zeichnet das BMWK herausragende Beispiele im Bereich rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus. 2022 lag der Fokus auf Verfahren zur Weiterverwendung sowohl einfacher als auch komplexer Restmaterialien, die für die Aufbereitung und Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden.

Die Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2022 in der Kategorie Unternehmen sind die eco-softfibre GmbH & Co.KG, die Frank Walz- und Schmiedetechnik GmbH, die BBH Baustoff- und Bodenbehandlung Hohenlohe GmbH & Co.KG. und das CARBOrefit®- Konsortium. Das Konsortium entwickelte ein innovatives Verfahren zum Verstärken und Sanieren von bestehenden Bauwerken mit Hilfe des Baustoffs Carbonbeton. Der breite und vielfältige Einsatz beispielsweise in Brücken sowie im Hoch- und Ingenieurbau lässt eine ressourceneffiziente Verlängerung der Lebensdauer von Bestandsbauwerken zu.

Im CARBOrefit®-Konsortium aus Sachsen sind zehn Unternehmen vertreten, die sich aktiv in der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) engagieren. Die IGF wird im Netzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom BMWK mit öffentlichen Mitteln gefördert.

In der Kategorie Forschung wurde die Fachhochschule Südwestfalen, die ebenfalls in der IGF aktiv ist, gemeinsam mit einem Industrie-Konsortium ausgezeichnet.

Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sagte bei der Preisverleihung: „Für Deutschlands Industrie ist eine sichere Rohstoffversorgung sowie ein intelligenter und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen von entscheidender Bedeutung. Der sparsame und effiziente Einsatz von Rohstoffen ist zudem ein entscheidender Baustein nachhaltiger Entwicklung und eine wichtige Säule des European Green Deals.“

Weitere Informationen finden Interessenten unter https://www.deutscher-rohstoffeffizienz-preis.de/. (di)

 

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news-10744Mon, 17 Oct 2022 14:37:00 +0200IGF-Insights am 17. November: Textile Kreisläufe schaffen, Zukunft gestaltenhttps://www.aif.de/news/details/igf-insights-am-17-november-textile-kreislaeufe-schaffen-zukunft-gestalten.htmlAm 17. November 2022 präsentiert Johannes Diebel, Geschäftsführer des AiF-Mitglieds Forschungskuratorium Textil e.V., von 10:00 bis 11:00 Uhr, wie die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) dazu beiträgt, geschlossene Kreisläufe in der Textilindustrie zu schaffen, und was eine ganze Branche erreichen kann, wenn alle am gleichen Strang ziehen.

Die Textilindustrie bietet enormes Potenzial für eine nachhaltige Produktion und Wirtschaft.  Wie die deutsche Textil- und Modeindustrie dieses Potenzial gemeinsam mit der Textilforschung effektiv nutzt, steht im Mittelpunkt der Veranstaltung. Vier Wissenschaftler stellen IGF-Projekte vor, mit denen sie den Weg in eine nachhaltige Zukunft ebnen – vom Wiedereinsatz recycelter Kohlenstofffasern bis zum Qualitätscheck für Recyclingfasern.

Über folgenden Registrierungslink können sich Gäste ohne Zugang zum InnovatorsNet Hub kostenfrei für die Online-Veranstaltung anmelden. Mitglieder des AiF InnovatorsNet können sich direkt im Hub anmelden: https://hubinnovatorsnet.de. Wenn Sie sich für die Veranstaltung angemeldet haben, erhalten Sie die Zugangsdaten in zwei separaten E-Mails – 24 Stunden und 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Die Veranstaltung ist eingebettet in die Reihe IGF-Insights, deren Ziel es ist, den einzigartigen Mehrwert der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten IGF und des industriegetragenen Innovationsnetzwerks der AiF vorzustellen. Weitere Informationen zur und Beiträge der Reihe IGF-Insights finden Interessenten unter   https://www.aif.de/medienraum/igf-insights.html. (di)

 

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news-10745Thu, 13 Oct 2022 14:41:00 +0200Hochkarätiger Austausch: Neue Partner im AiF InnovatorsNethttps://www.aif.de/news/details/hochkaraetiger-austausch-neue-partner-im-aif-innovatorsnet.htmlDas AiF InnovatorsNet als Innovationscommunity und Netzwerk kooperiert mit ausgewählten Netzwerken, um für seine Mitglieder den besten Austausch zu ermöglichen. Neu dabei: futureSAX mit dem Sächsischen Unternehmens-Partner-Netzwerk und Scale-up.NRW.

futureSAX: Die Innovationsplattform des Freistaates Sachsen

futureSAX unterstützt innovative sächsische Akteure bei der Impulsgebung, der Kooperationsanbahnung, dem Erfahrungsaustausch und der Steigerung des Bekanntheitsgrads. Dazu werden sächsische und überregionale Institutionen wie Kammern, Unternehmensverbände, Kompetenzzentren und Cluster vereint, die durch ihr Leistungsangebot die etablierte Wirtschaft in allen Belangen rund um den unternehmerischen Alltag unterstützen und Innovationen fördern. Das futureSAX-Innovationsradar macht die branchen- und technologieübergreifenden Innovationen der sächsischen Akteure sichtbar und stellt innovative sächsische Unternehmen vor. Beide Netzwerke, futureSAX und AiF InnovatorsNet, bauen auf die Sichtbarkeit von Innovationen, damit neue Wettbewerbsvorteile in Unternehmen und Forschungseinrichtungen geschaffen werden können. Dazu werden sie sich eng verzahnen und gemeinsame digitale Events anbieten.

Scale-up.NRW: Das Skalierungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen

Scale-up.NRW hilft Start-ups 18 Monate bei der Skalierung und der Expansion in internationale Märkte. Dabei stehen Mentorings mit Gründer- und Unternehmenspersönlichkeiten, der Erfahrungsaustausch der Gründenden untereinander zu Strategien und Vorgehen sowie Workshops mit Fachexperten im Fokus. Zudem helfen internationale Anlauf- und Startpunkte, sogenannte Softlanding Pads, beim Eintritt in neue Märkte. Durch die neue Partnerschaft dürfen sich die teilnehmenden Start-ups über einen weiteren Nutzen freuen: eine einfach und unkomplizierte Kontaktaufnahme mit den Industrie-Mitgliedern aus dem AiF InnovatorsNet und dem AiF e.V.

Über das AiF InnovatorsNet

Das AiF InnovatorsNet ist eine Community zum Entwickeln und Informieren, die Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Institutionen und Personen digital und analog miteinander verbindet. Es hilft seinen Mitgliedern dabei, Netzwerke zu erschließen, Partner zu finden, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln sowie Wachstum und Innovationen voranzutreiben. Die AiFFTK GmbH, eine 100-prozentige Tochter des Vereins, entwickelt dazu Tools, die den Zugang zueinander im AiF InnovatorsNet ermöglichen und anregen, und kuratiert das inhaltliche Angebot.

Geförderte Mitgliedschaften im AiF InnovatorsNet

Sie sind ein innovatives mittelständisches Unternehmen oder ein industrienahes Start-up und haben Interesse an einer vom AiF e.V. geförderten Mitgliedschaft im AiF InnovatorsNet? Dann können Sie sich formlos darauf bewerben. Dreh- und Angelpunkt ist das passende Mindset: Interessierte sollten visionär in die Zukunft blicken und den Wunsch haben, sich zu engagieren und mit interessanten Innovationsakteuren zu vernetzen. Informationen zu den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Website der AiF unter https://www.AiF.de/foerderangebote/gefoerderte-mitgliedschaften-im-AiF-innovatorsnet.html. Mit der Teilnahmeerklärung kann jederzeit ein Antrag auf Aufnahme im Netzwerk gestellt werden. (di)

 

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news-10742Tue, 11 Oct 2022 09:48:48 +0200Einladung zum digitalen Innovationstalk am 17. Oktoberhttps://www.aif.de/news/details/einladung-zum-digitalen-innovationstalk.htmlInnovationen sind die Grundlage für erfolgreiche Unternehmen, wirtschaftliches Wachstum und gesamtgesellschaftlichen Wohlstand. Daher laden die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die AiF, die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. sowie der Verband der Chemischen Industrie e.V. am 17. Oktober 2022 unter der Überschrift „Wie innovationsfit ist Deutschland? – Innovationspolitik zwischen Zeitenwende und Energiekrise“ zum digitalen Innovationstalk ein.

Die einstündige Veranstaltung widmet sich von 14:00 bis 15:00 Uhr den großen Linien der deutschen Innovationspolitik ebenso wie den konkreten Herausforderungen der Energiekrise und den Chancen regionaler Innovationsökosysteme. Dabei soll es neben den aktuellen Herausforderungen auch um leistungsfähige und international wettbewerbsfähige Innovations- und Transferstrukturen sowie die Voraussetzungen für erfolgreiche regionale Kooperationen zur Verfolgung der Transformationsziele gehen. AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer gehört zu den Diskussionsteilnehmern. AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein obliegt das Schlusswort.

Das Programm und die Anmeldemöglichkeit zu der kostenfreien Veranstaltung finden Interessenten auf der Website der Friedrich-Naumann-Stiftung unter https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/4882t. (di)

 

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news-10737Wed, 05 Oct 2022 09:30:02 +0200Weniger Heizen durch infrarot-reflektierende Möbelhttps://www.aif.de/news/details/weniger-heizen-durch-infrarot-reflektierende-moebel.htmlDie Heizenergie zu reduzieren ist aktueller denn je. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sächsischen Textilforschungsinstituts e.V. an der Technischen Universität Chemnitz, des Instituts für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH und der Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar wollen das Reflektieren der Wärme in Wohnräumen optimieren und damit deren Wirkungsgrad erheblich erhöhen. Innerhalb eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) wurden infrarot-reflektierende Beschichtungsmatrices für Möbel, Vorhänge, Tischtücher und andere Wohntextilien, Laminat und Parkett oder auch Wand- und Deckenverkleidungen entwickelt. 

Derartig beschichtete Oberflächen sollen die mittlere Infrarotstrahlung (MIR) in den Raum reflektieren, um Strahlungsasymmetrien auszugleichen und thermische Strahlungseffekte zu minimieren. Ziel ist es, in Innenräumen eine hohe thermische Behaglichkeit bei merklich verringerter Heizenergienutzung zu gewährleisten. Die Reflexion von MIR-Strahlung soll durch Mikrostrukturen wie zum Beispiel metallisierte Glaspartikel, Nanodrähte oder optisch aktive Faserstrukturen erfolgen. Dazu wurden zunächst potenziell geeignete Materialien, darunter Pigmente, Binder und Polymere, hinsichtlich ihres MIR-Reflexionsverhaltens und ihrer Verarbeitbarkeit miteinander untersucht und bewertet. Weiter bestimmten die Forschenden in Simulationen die Reflektionsgrade in Bezug auf herstellbare Strukturen und Geometrien wie Kugeln und Zylinder. Mit der für IGF-Projekte typischen Orientierung auf die praxisorientierte Umsetzbarkeit in der Industrie entwickelten sie Richtrezepturen und Beschreibungen von Applikationsverfahren. Nicht zuletzt spielte die Prüfung und Charakterisierung von funktionalisierten Flächen bezüglich Reflexionsverhalten, Gebrauchstauglichkeit und Beeinflussung des Raumklimas eine grundlegende Rolle in ihrem Forschungsprojekt.

Bei speziellen Textiloberflächen ergaben die Untersuchungen Reflexionsgrade von bis zu 42 Prozent, bei Holzoberflächen bis zu 80 Prozent. Dabei wurden aber auch die wiederum einschränkende Wirkung von schützenden Lacken und Alternativen untersucht. Messungen an ausgewählten Oberflächen zeigten deutlich erhöhte Strahlungstemperaturen, die sich in Innenräumen (Wand-, Möbeloberflächen) positiv auf die thermische Behaglichkeit auswirken und gleichzeitig wirkungsvolle Einsparungen beim Heizenergiebedarf ermöglichen. Diese Innovation kann in der Breite einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel leisten und wirkt – ganz aktuell – in Bezug auf die Kostenexplosion der Energiepreise.

Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten KMU genutzt werden. (frd)

Forschungsvereinigung:

Forschungskuratorium Textil e.V. - FKT

Forschungseinrichtungen:

Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. an der Technischen Universität Chemnitz
Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH
Materialforschungs- und -prüfanstalt an der Bauhaus-Universität Weimar
 

Infrarot-reflektierende Oberflächen für einen hohen Raumkomfort bei reduziertem Heizenergiebedarf – IGF-Steckbrief 20010 N     

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news-10730Tue, 27 Sep 2022 10:30:55 +0200 Parlamentarischer Abend der AiF: 70 Jahre erfolgreicher Brückenbau zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschafthttps://www.aif.de/news/details/parlamentarischer-abend-der-aif-70-jahre-erfolgreicher-brueckenbau-zwischen-wirtschaft-politik-und-wissenschaft.htmlDie Geschichte der AiF ist eine Erfolgsgeschichte. Das in fast 70 Jahren gewachsene Netzwerk mit über 50.000 eingebundenen Unternehmen und mehr als 1.200 Forschungseinrichtungen steht für gemeinschaftliches Forschungs- und Innovationsdenken und -handeln. Es gibt keine vergleichbare Organisation, die derart flächendeckend in der mittelständischen Industrie verwurzelt ist. „Der Erfolg und die einzigartige Wirkung des Förderprogramms Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) für den deutschen Mittelstand liegt in der Struktur der AiF mit ihren 100 Forschungsvereinigungen als Forschungs- und Transfernetzwerk. Der aktuelle Transformationsprozess der Wirtschaft braucht mehr denn je die anwendungsnahe und vorwettbewerbliche Forschung und den schnellen Transfer der Ergebnisse in konkrete Anwendungen und Produkte. Dafür steht die AiF als Partner des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)“, erklärte der AiF-Präsident und Geschäftsführer der BAUER Maschinen GmbH, Professor Sebastian Bauer, in seiner Eröffnungsrede zum Parlamentarischen Abend am 26. September 2022 in der Kuppel des Deutschen Bundestages und hieß dazu den Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Mario Brandenburg, und weitere 100 Gäste, darunter 21 Mitglieder des Deutschen Bundestages (MdB) und acht Mitarbeiter und Referenten aus weiteren MdB-Büros, willkommen.

Hocheffiziente Förderung von mittelständischen Innovationsaktivitäten

Die AiF müsse in der künftigen Programmstruktur der IGF erhalten bleiben, betonte Bauer und nahm dabei Bezug auf die geplante Ausschreibung der Koordinierung dieser Forschungsförderung durch das BMWK in eine Projektträgerschaft. Ins Detail gehend beschrieb er Teile des erfolgreichen Konzepts: „Das paritätische AiF-Gutachtersystem aus Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht einen branchen-, themen- und technologieoffenen Wettbewerb der besten Ideen. Es geht nicht um die Erkenntnis für den ‚Elfenbeinturm‘, sondern darum, aus den Forschungserkenntnissen heraus die Wirtschaft und insbesondere den Mittelstand mittels des AiF-Transfer-Netzwerks über seine ganze Breite durch eine höhere Innovativität im Markt zu stärken.“ Der ehrenamtliche Präsident ist Unternehmer und hob, auch aus persönlicher Erfahrung, die systemische Wirkung der AiF für den Mittelstand hervor. Er würdigte die Effekte der vorwettbewerblichen Konsensbildung zum gemeinsamen Forschungsbedarf innerhalb der AiF-Forschungsvereinigungen, die branchenfokussierte Innnovationsthemen und einen zeitnahen Forschungstransfer in die Wirtschaft ermöglichen.

„Wir wissen, was der Mittelstand braucht“

Die Keynote mit dem Titel Transfer und Innovation in Deutschland – was, wie, wohin hielt Professor Holger Hanselka, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie KIT, Vizepräsident für den Forschungsbereich Energie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V. und Vizepräsident des AiF e.V. Die wirtschaftliche wie auch gesellschaftliche Relevanz von Forschung sei grundlegend, so Hanselka. Das KIT verstehe sich als Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung. „Dem Mittelstand fehlen oft die Stimme, das passende Instrument und der Service. Der einzelne mittelständische Unternehmer findet selten den Zugang zu unserer komplexen Forschungslandschaft aus Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das AiF-Netzwerk ist hier Türöffner und idealer Katalysator. Wir wissen, was der Mittelstand von der Forschung braucht“, betonte der KIT-Präsident und AiF-Vizepräsident. Die jährliche Bilanz könne sich sehen lassen: Fast 25.000 Unternehmensbeteiligungen und über 800 beteiligte Forschungseinrichtungen in rund 1.900 laufenden Vorhaben, davon zirka 500 Neubewilligungen.

IGF und ZIM wirken in Krisen wie „Seismographen“

„IGF und auch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) wirken bei konjunkturellen Eintrübungen wie ‚Seismographen‘. Geht die Produktionsauslastung zurück, setzen gerade mittelständische Unternehmen ihr Personal verstärkt für Aktivitäten ein, mit denen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt werden kann. Die FuE-Aktivitäten mittelständischer Unternehmen stiegen in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 mit folgenden Effekten: In der IGF lagen die Antragszahlen im Januar und Februar 2022 um rund 100 Prozent höher als in den Jahren zuvor“, verdeutlichte Hanselka den nachweislichen Bedarf an angewandter Forschung im Mittelstand – erst recht in Krisenzeiten. An sein Publikum gerichtet erinnerte er an die Aussagen aus dem Koalitionsvertrag und zitierte: „Wir schaffen neues Zutrauen in Gründergeist, Innovation und Unternehmertum. Dazu stärken und entbürokratisieren wir die Innovationsförderung und -finanzierung. Die Förderprogramme wie ‚Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand‘, ‚Industrielle Gemeinschaftsforschung‘ für Unternehmen, ‚INNO-KOM‘, … werden wir weiterentwickeln. … Die Förderprogramme sollen bedarfsgerecht und flexibel ausgestattet und dynamisch fortgeschrieben werden.“ Für die Umsetzung steht die AiF seit vielen Jahrzehnten als zuverlässiger und kompetenter Brückenbauer zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zukunftsorientiert zur Verfügung. (frd)

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news-10724Fri, 23 Sep 2022 12:12:00 +0200Die AiF gratuliert: Das fem wird 100!https://www.aif.de/news/details/die-aif-gratuliert-das-fem-wird-100.htmlSeit 1922 ist das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie e.V. (fem), dessen Trägerverein Mitglied der AiF ist, das einzige unabhängige Institut für Edelmetallforschung auf der Welt. Aus der einstigen Probier- und Forschungsanstalt für Edelmetalle ist in 100 Jahren ein hochmodernes Forschungsinstitut geworden. Am 22. September 2022 feierte das fem seinen runden Geburtstag in Schwäbisch-Gmünd im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung.

Das fem hat dem Ziel, durch Forschung und Entwicklung auf den Gebieten der Materialwissenschaft und Oberflächen­technik zukunftweisende Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und die Industrie zu ermöglichen. Allein für Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) flossen im Jahr 2021 über 2,3 Millionen Euro an das Forschungsinstitut. Die IGF wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Wachsendes Themenspektrum

Die Expertise des fem reicht von der Werkstoffentwicklung, Elektrochemie und galvanischen Oberflächenveredlung über Leichtmetalle, Lackbeschichtungen und physikalische Beschichtungsverfahren bis zur Material- und Oberflächenanalytik. Neue FuE-Schwerpunkte orientieren sich an den großen Herausforderungen unserer Zeit: Batteriesysteme und Wasserstofftechnologie, digitalisierte Prozesstechnik, intelligente Oberflächen sowie Rohstoff- und Ressourceneffizienz.

Grundlagenforschung und anwendungsorientierte Forschung sind am fem eng verzahnt, denn innovative Lösungen für die Praxis können nur durch detaillierte Kenntnisse der Grundlagen erzielt werden. Das fem verfügt über eine umfangreiche Ausstattung mit modernsten Geräten und Instrumenten, rund 200 Verfahren und Prüfmethoden sind nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Kunden und Partner kommen aus allen Zweigen der metallverarbeitenden Industrie und Wirtschaft, aus Universitäten, Forschungsinstitutionen und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Technologietransfer stärken

Auch für die Zukunft ist das fem gut aufgestellt. Auf zusätzlichen 4.500 m2 wird das Institut im neuen „Innovationslabor K15“ die anwendungsorientierte FuE-Arbeit für die wichtigen Zukunftsfelder Energietechnik, Ressourceneffizienz, Leichtbau und digitalisierte Prozesstechnik intensivieren und den Technologietransfer in KMU und Industrie ausbauen. Dadurch werden in den kommenden Jahren rund fünfzig neue Arbeitsplätze für wissenschaftliche und technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen. (di)

 

Foto: canva

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