www.aif.dehttps://www.aif.de/deAiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.Wed, 29 Jun 2022 16:33:11 +0200Wed, 29 Jun 2022 16:33:11 +0200TYPO3 EXT:newsnews-10659Fri, 24 Jun 2022 09:57:17 +0200Innovationstag Mittelstand des BMWKhttps://www.aif.de/news/details/innovationstag-mittelstand-des-bmwk.htmlNach drei Jahren war es endlich wieder so weit: Am 23. Juni 2022 fand der Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wieder vor Ort in Berlin-Pankow statt. Der Garten der AiF Projekt GmbH verwandelte sich einmal mehr in ein Schaufenster erfolgreicher Innovationen und eine Kommunikationsplattform des innovativen Mittelstands. Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, eröffnete die ganztägige Veranstaltung.

Unter der Überschrift „Wandel durch Innovationen“ wurden zahlreiche Förderinitiativen und -programme des BMWK und deren enge Verzahnung „von der Idee zum Markterfolg“ vorgestellt und die Wirksamkeit der themenoffenen Innovationsförderung veranschaulicht. Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf Zukunftsthemen wie ökologische Innovationen, Digitalisierung und Gesundheit.

Mehr als 200 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet präsentierten in diesem Rahmen neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entwicklung mit Mitteln des Bundes gefördert wurde. Auch 20 Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) mit einem breiten Themenspektrum wurden vorgestellt: darunter beispielsweise papierbasierte Power-to-Gas-Funktionsmaterialien und neue Möglichkeiten der CO2-Verwertung in der Zementindustrie. Die IGF wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und das BMWK stellte 2021 rund 200 Millionen Euro Fördermittel für die Förderung von IGF-Projekten zur Verfügung.

Im Anschluss an ihre Eröffnungsrede überreichte Staatssekretärin Brantner die von Bundesminister Dr. Robert Habeck unterzeichneten Urkunden für die „ZIM-Projekte des Jahres“. Mit dieser Auszeichnung werden Unternehmen sowie eine Netzwerkmanagementeinrichtung für besonders erfolgreich umgesetzte Vorhaben im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) geehrt, deren stärkste Fördersäule ZIM-Kooperationsprojekte die AiF Projekt GmbH als beliehener Projektträger betreut.

Informationsangebot und Bühnenprogramm

Besucherinnen und Besucher erwartete ein umfangreiches Informationsangebot zur Förderung von Innovationsprojekten, die Unternehmen in einzelbetrieblicher Forschung und Entwicklung oder in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen im In- oder Ausland beabsichtigen.

Das Event bot Gelegenheit, Kontakte zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu knüpfen und in entspannter Atmosphäre mit Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Regierung ins Gespräch zu kommen. Auf der Agenda des Tages stand außerdem ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Podiumsgesprächen, Speed-Pitches von Ausstellern und moderierten Projektpräsentationen. Eine „International Area“ sollte den Blick für den Innovationstransfer über nationale Grenzen hinaus weiten.

Im Vorfeld des Innovationstages konnten sich Interessierte in Webinaren über die BMWK-Fördermöglichkeiten informieren. Auch die AiF war dabei mit einer Informationsveranstaltung zur IGF vertreten. Zeitgleich wurde ein Matchmaking gestartet, das noch bis 7. Juli 2022 geöffnet ist. (di)

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news-10657Wed, 22 Jun 2022 07:00:00 +0200Das Gelbe vom Ei, aber bitte cholesterinarmhttps://www.aif.de/news/details/das-gelbe-vom-ei-aber-bitte-cholesterinarm.htmlDas Ei ist ein Naturprodukt, das wegen seines Nährwertes und Gehaltes an hochwertigen Proteinen seit Beginn der Menschheitsgeschichte als ein wichtiges Nahrungsmittel geschätzt wird. Aber es steht auch wegen seiner Reichhaltigkeit an Cholesterin immer wieder in der Kritik. Ein erhöhter Cholesterinspiegel gehört zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er kann zu Ablagerungen an den Wänden der Blutgefäße führen. Zwei Drittel des Cholesterins stellt der Körper selbst her. Ein Drittel nehmen wir über die Nahrung, über tierische Lebensmittel, auf.

Vor allem der hohe Gehalt an Low Density Lipoprotein (LDL) kann sich negativ auswirken. Lipoproteine sind Fett-Eiweiß-Verbindungen, die fettlösliche Substanzen wie Cholesterin binden und durch den Blutkreislauf transportieren. Das LDL weist im Gegensatz zum High Density Lipoprotein (HDL) eine niedrige physikalische Dichte auf.

Natürlicher Emulgator

In der Lebensmittelindustrie wird Eigelb als natürlicher Emulgator für Soßen, Mayonnaisen, Dressings, Fleischprodukte, Backmischungen und Backwaren, Speiseeis oder Dessert eingesetzt. Eigelb besteht zu 80 Prozent aus einer wasserlöslichen Plasma-Fraktion mit einem sehr hohen Anteil an Low-Density-Lipoproteinen, denen vor allem die Emulgiereigenschaften des Eigelbs zugeschrieben werden. Die verbleibenden 20 Prozent entfallen auf die Granula-Fraktion aus Eigelbpartikeln, die vor allem für die strukturgebenden Eigenschaften verantwortlich und damit für Textur und Mundgefühl ausschlaggebend sind.

Ziel eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) war es, bisher unbekannte Einsatzmöglichkeiten für die getrennte Nutzung von Granula und Plasma in Lebensmitteln zu erforschen und für die Praxis nutzbar zu machen. Die von dem Forscherteam der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit dem AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) vorgenommene Fraktionierung von Eigelb und die Untersuchung der Emulsionsverhalten der erzeugten Fraktionen trägt wesentlich zum Verstehen und zur Steuerung dieser Emulsionen bei.

Neue Funktionalitäten

Dabei wurden die LDL-Bestandteile zentrifugal entfernt, so dass Komponenten zur Verfügung stehen, die als cholesterinfreies oder cholesterin-abgereichertes Eigelb genutzt werden können. Durch definierte Mischungen der verschiedenen Fraktionen lassen sich die stabilisierenden Effekte der Einzelfraktionen kombinieren und neue Funktionalitäten erzeugen. Damit zeigten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Gestaltungsmöglichkeiten in der Herstellung und Stabilisierung von Emulsionen auf.

Von den neuen Impulsen des IGF-Projektes profitieren Unternehmen, die sie in der industriellen Verarbeitung, in Großküchen oder in der Gastronomie umsetzen. Damit können Produktneuentwicklungen erheblich verkürzt werden. Außerdem werden die Erzeugung von innovativen Lebensmitteln sowie neue technologische Möglichkeiten in der industriellen Verarbeitung bis hin zum Einsatz in der Pharmazeutischen Industrie möglich.

Das vorwettbewerbliche IGF-Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungsvereinigung

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)

Forschungseinrichtung

ZIEL - Institute for Food & Health der Technischen Universität München

 

Gewinnung cholesterin-abgereicherter Eigelbfraktionen und innovative Ansätze zur Produktgestaltung - IGF-Steckbrief 20471 N

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news-10652Tue, 21 Jun 2022 13:56:00 +0200IGF-Insights: Neue Reihe erlaubt Blick hinter die Kulissen der IGFhttps://www.aif.de/news/details/igf-insights-neue-reihe-erlaubt-blick-hinter-die-kulissen-der-igf.htmlWie können mittelständische Unternehmen von einem Engagement in der AiF und ihren Forschungsvereinigungen profitieren? Wie können sie sich an der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) beteiligen und daraus Nutzen ziehen? Welche Wirkungen hat die IGF auf Unternehmen,  aber auch auf die deutsche Volkswirtschaft?

Diese und andere Fragen beantwortet die neue Maßnahmen- und Veranstaltungsreihe IGF-Insights. Sie hat zum Ziel, den einzigartigen Mehrwert der IGF und des industriegetragenen Innovationsnetzwerks der AiF vorzustellen. Dazu gibt es praxisnahe Einblicke in die Arbeit der AiF-Forschungsvereinigungen, spannende Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und Erfahrungen aus erster Hand von beteiligten Unternehmen. Digitale Live-Events des AiF InnovatorsNet werden durch Videos und Podcasts on demand ergänzt, die auf unserer Website und in unserem Youtube-Kanal zum wiederholten Abrufen und Ansehen zur Verfügung stehen.

Die neue Reihe wird zwei Themenschwerpunkte haben: Klima und Zukunftstechnologien.  „Klima“ reicht von Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Material- und Ressourceneffizienz über die Energiewende bis zur Dekarbonisierung. „Zukunftstechnologien“ umfasst die Themen Robotik, KI, Automatisierung, Digitalisierung sowie Industrie 4.0 (IoT).

Den Auftakt macht ein Interview mit Dr. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer IGF der AiF. Im Rahmen eines Podcasts gibt er eine kurze Einführung zu Funktion, Wirkung und Beteiligungsmöglichkeiten an der vorwettbewerblichen und themenoffenen IGF. So betont er: „Ich bin sehr überzeugt vom IGF-System. Es ist eine einmalige Möglichkeit, die wir hier in Deutschland haben.“ Hier geht´s zum Beitrag im Medienraum der AiF-Website.

Live-Event am 13. Juli 2022

Am 13. Juli 2022 findet die erste Live-Veranstaltung des AiF InnovatorsNet im Rahmen der Reihe statt. Unter der Überschrift „Was Sie als Entscheider/Entscheiderin über die AiF und IGF wissen sollten“ zeigt Jan Frederic Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH, von 13:00 bis 13:30 Uhr auf, wie die AiF und die IGF dabei helfen, die großen Herausforderungen unserer Zeit wie industrielle Transformation und Energiewende zu bewältigen, welche Rolle und Funktion die AiF und ihre Forschungsvereinigungen dabei haben und wie mittelständische Unternehmen davon profitieren können.

Über folgenden Registrierungslink können sich Gäste ohne Zugang zum InnovatorsNet Hub kostenfrei für die Veranstaltung anmelden. Mitglieder des AiF InnovatorsNet können sich direkt im Hub anmelden: https://hubinnovatorsnet.de. Wenn Sie sich für die Veranstaltung angemeldet haben, erhalten Sie die Zugangsdaten in zwei separaten E-Mails – 24 Stunden und 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Weitere Beiträge der IGF-Insights on demand und live sind in Planung. Wir informieren regelmäßig über Neuzugänge. Stay tuned! (di)

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news-10656Thu, 16 Jun 2022 10:17:05 +0200Faserverbundlösungen aus dem niedersächsischen Meppen – immer innovative Lösungenhttps://www.aif.de/news/details/faserverbundloesungen-aus-dem-niedersaechsischen-meppen-immer-innovative-loesungen.htmlFaserverbundwerkstoffe sind keine „billigen“ Werkstoffe. Wenn sie sinnvoll eingesetzt werden, sind sie jedoch sehr wirtschaftlich sowie ressourcen- und energiesparend. Sie kommen im Verkehr und Transport, bei Bau und Infrastruktur, in der Chemischen, Elektro- oder Energieindustrie, im Maschinenbau, in der Telekommunikation bis hin zum Motorsport zum Einsatz.

„Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) in diesem Bereich, in denen Unternehmerinnen und Unternehmer mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anwendungsorientiert zusammenarbeiten, ermöglichen Lösungen, die mittelständischen Unternehmen in ganz Deutschland zugutekommen sowie deren Wettbewerbs- und auch Weltmarktfähigkeit unterstützen“, erklärte Jens Jerzembeck, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e. V. des DVS (DVS Forschung) bei einem Austausch von Vertretern aus Unternehmen und Forschung mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann (CDU) am 15. Juni 2022 in dem Unternehmen Techno-Composites Domine GmbH im niedersächsischen Meppen.

Branchenrelevantes Netzwerk besonders wichtig

Seit einem Vierteljahrhundert entwickelt und fertigt die Techno-Composites Domine GmbH als Systemlieferant Produkte auf der Basis von faserverstärkten Kunststoffen - vom Unikat bis zur Serienfertigung. „Mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bei uns in der Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Montage. Die ständige Weiterentwicklung unserer Produkte und Herstellungsverfahren gehört zu ‚unserer DNA‘, doch eine eigene Forschungsabteilung als mittelständisches Unternehmen zu halten, ist nicht finanzierbar. Die Kooperation innerhalb der Industriellen Gemeinschaftsforschung bietet uns die Möglichkeit, im projektbegleitenden Ausschüssen unsere langjährigen Erfahrungen einzubringen und gleichzeitig die wissenschaftlichen Kompetenzen für eine effizientere Produktion zu nutzen. Besonders wichtig ist für uns auch das branchenrelevante Netzwerk“, betonte Gerrit Mann, Geschäftsführender Gesellschafter.

Aktuell engagieren sich praxiserfahrene Projektleiter und Konstrukteure des Unternehmens in einem IGF-Projekt zur Beanspruchbarkeit und sicheren Einsatz von hyperelastischen Klebstoffen im hybriden Leichtbau und Multimaterialleichtbau. Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens können künftig von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unter anderem aus dem Schienenfahrzeug-, Schiffbau oder der Bauindustrie genutzt werden.

Der Geschäftsführer der DVS Forschung, die eines von 100 Mitgliedern der AiF ist, unterstrich die branchenübergreifende Wirkung dieser weltweit einmaligen Forschungsförderung: „Angewandte Forschung, die innerhalb von durchschnittlich zwei Jahren ökonomische und ökologische Lösungen für Automobil- bis Verpackungsindustrie schafft, ist auch mit Blick auf den notwendigen Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft sehr effektiv. Von den IGF-Ergebnissen profitieren mehr als 450.000 Beschäftigte der Branche und darüber hinaus. In unserer Forschungsvereinigung kooperieren wir mit 400 Unternehmen, darunter sind 300 KMU. Derzeit arbeiten wir in projektbegleitenden Ausschüssen mit über 1.000 Industrievertretern an 135 laufenden IGF-Projekten. Durch die enge Vernetzung der DVS Forschung mit dem DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. profitieren weitere 2.500 Unternehmen unmittelbar von den Ergebnissen der fügetechnischen Gemeinschaftsforschung." Jerzembeck erinnerte auch daran, dass bereits mehrere IGF-Projekte aus dem Bereich „Schweißen und verwandte Verfahren“ ausgezeichnet wurden. Im Oktober 2019 erhielten zum Beispiel junge Forscher für die Entwicklung einer „Stabilen Verbindung aus Faserverbund und Stahl“ den Otto von Guericke-Preis.

Mittelstand braucht Förderung für angewandte Forschung

„Ich bin beeindruckt! Jede Menge technologische Lösungen für viele große deutsche Unternehmen kommen von einem Zulieferer aus dem Emsland und der Grafschaft Bentheim. Und ich habe verstanden, dass der industrielle Mittelstand Förderung für angewandte Forschung, zum Beispiel über die IGF, braucht, um weiter am Ball bleiben zu können. So gelingt es, die im Kundenauftrag produzierten Produkte immer in höchster Qualität und mit innovativem Vorsprung abliefern zu können“, erklärte Stegemann, der Mitglied im Ausschuss Ernährung und Landwirtschaft und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Deutschen Bundestag ist. Sein Wahlkreis liegt in Mittelems.

Im Jahr 2021 stellte das Bundeswirtschaftsministerium rund 200 Millionen Euro für die IGF zur Verfügung. Davon flossen über 18 Millionen Euro an Forschungseinrichtungen in Niedersachsen. „Der Einsatz der IGF bedeutet immer auch wertvolle und zukunftsorientierte Standort- und Strukturförderung in den einzelnen Regionen und Bundesländern“, betonte Andrea Weißig, Geschäftsführerin Forschungspolitik der AiF. Mit ihrem Netzwerk unterstützt die AiF die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. (frd)

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news-10636Fri, 03 Jun 2022 07:30:00 +0200Expertenrunde: „Stahl – Initiator für Innovation und Wertschöpfung in Deutschland“https://www.aif.de/news/details/round-table-stahl.htmlDer Werkstoff Stahl prägt nahezu alle Branchen der deutschen Wirtschaft und ist im Alltag unverzichtbar, auch der private Konsum ist „stahlintensiv“: Medizin- und Lebensmitteltechnik, Bauwesen, natürlich die Automobilindustrie oder Werkzeugherstellung bis hin zur Verpackungsindustrie sind ohne das langlebige Metall undenkbar. 

„Erfolgreiche Forschungsarbeit hat einen wesentlichen Anteil am aktuell umfassenden Transformationsprozess unserer Wirtschaft. Jetzt sind die besten Ideen gefordert, um die Weltmarktfähigkeit der deutschen Stahlindustrie zu erhalten und Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts zu erreichen“, sagte Rainer Salomon, Geschäftsführer Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. - FOSTA, am 25. Mai 2022 bei einem Round Table-Gespräch mit weiteren Experten der Stahl- und Eisenforschung, darunter Dr. Stefanie Brockmann, Geschäftsführerin der VDEh-Gesellschaft zur Förderung der Eisenforschung mbH, Sebastian Schiweck, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken e.V., und Gregor Machura, Geschäftsführer beim Deutschen Stahlbau-Verband DSTV e.V.

Ohne Innovationen keine Wettbewerbsfähigkeit

Thomas Jarzombek, forschungs- und bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Gast der Runde, unterstützt die Forderung der Experten, im „Land der Ingenieure“ noch mehr Wert auf die anwendungsorientierte Forschung zu legen und sagte: „Ohne Innovationen verliert man, auch in klassischen Industrien, die Wettbewerbsfähigkeit. Das war ein wichtiger Termin für mich in meinem Wahlkreis Düsseldorf. Die Politik muss verstehen, was die Industrie für die Transformation braucht und dass hierbei eben oft auch die Bürokratie im Weg steht."

„Es muss den Technikern mehr Raum und Mitsprache bei der Transformation gegeben werden, nur so können wir gemeinsam den Wandel gestalten“, erläuterte Brockmann und betonte, dass es auch um ein besseres Image der Stahl- und Eisenindustrie gehen müsse: „Denn die Stahlindustrie steht vor einem Generationswechsel und Nachwuchskräfte werden dringend benötigt." Schließlich seien es Menschen, die die Transformation gestalten, diesen Wandel als Herausforderung ansehen und Mut zum Handeln haben müssten. „Wir brauchen unbedingt beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren“, forderte Brockmann und wies abschließend auf die Bedeutung der Normung von deutschen Stahlprodukten in Richtung Weltmarktfähigkeit hin: „Normen mit den darin getroffenen Festlegungen und Vereinbarungen schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Verfügbarkeit und Austauschbarkeit der Erzeugnisse und erleichtern den freien Warenverkehr. Die Markteinführung von CO2-armen Stahlerzeugnissen könnten durch entsprechende Normen wirkungsvoll unterstützt werden."

Die Stahlindustrie steht am Beginn der zentralen industriellen Wertschöpfungsketten und versorgt die wichtigsten Industriebereiche mit dem Werkstoff, der wesentlicher Bestandteil für Infrastruktur und Gesellschaft ist. Bis spätestens 2050 soll die Produktion von Stahl in Deutschland und Europa klimaneutral erfolgen. Das umzusetzen kostet nach derzeitigen Berechnungen rund 30 Milliarden Euro. Stahlforschung hebt ein enormes Potential für die notwendige Ressourceneffizienz und CO2-Einsparung. Sie arbeitet an neuen Prozessen, insbesondere auf Basis von Wasserstoff, um den Kohlendioxidausstoß deutlich zu reduzieren. Anwendungsorientierte Innovationen aus dem Mittelstand, unter anderem zum Einsatz von grünem Wasserstoff, die auch über die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) entwickelt werden, spielen rund um die Stahlherstellung und -anwendung eine große Rolle. „Wir müssen mehr mit Stahl bauen. Denn es geht nicht nur um das Erreichen der Klimaziele; es geht auch um Nachhaltigkeit, Recycling, Kreislaufwirtschaft – und auch um unseren Wohlstand“, erklärte Gregor Machura vom Stahlbau-Verband.

Forschungsvorhaben sind wirtschaftliche und soziale Zukunftsinvestitionen

Etwa vier Millionen Menschen arbeiten in Deutschland in stahlintensiven Branchen. In Anbetracht der Folgen der Corona- und geopolitischen Krisen, die einen Einbruch in der Nachfrage von deutschem Stahl sowie eine enorme Energiekostensteigerung mit sich bringen, seien diese Industriebereiche am stärksten getroffen. Machura machte deutlich: „Ohne Stahl geht in Deutschland nichts. Die Branche braucht deshalb Energiesicherheit. Nicht nur kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland sind inzwischen existenzbedroht. Unsere Forschungsvorhaben in Richtung Energiereduzierung und Dekarbonisierung sind wirtschaftlich und auch sozial in die Zukunft investiert."

Innerhalb der Transformationsprozesse der deutschen Wirtschaft komme, laut Schiweck, auch der Feuerverzinkungsindustrie eine Schlüsselposition zu. „Feuerverzinkter Stahl ist ein perfekter Werkstoff für das zirkuläre und nachhaltige Bauen und entspricht in idealer Weise dem kreislaufwirtschaftlichen Klimaschutz. Die Innovationen auf diesem Gebiet zu unterstützen, lohnt sich für alle. Feuerverzinkter Stahl ist zum Beispiel für den Brückenbau geeignet und schützt Brücken wartungsfrei für 100 Jahre“, betonte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Feuerverzinken. Er brachte zudem einen Industriestrompreis für die nächsten fünf bis zehn Jahre in die Diskussion ein und sprach sich für Planungssicherheit in Energieversorgung und Energiepreis für die Unternehmen aus.

Der FOSTA-Geschäftsführer Rainer Salomon plädierte leidenschaftlich dafür, der Reindustrialisierung durch Forschung entgegenzuwirken und Abhängigkeiten zu reduzieren: „Die IGF, um die uns andere Länder beneiden, ermöglicht forschungsaffinen Unternehmen den Brückenschlag zur Wissenschaft. So können wir die Innovationskraft, die Wettbewerbs- und Weltmarktfähigkeit von Haupt- bis Zulieferindustrie stärken und den Industriestandort mitten in Europa erhalten." Im Jahr 2021 stellte das Bundeswirtschaftsministerium für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit.

„Stahl hilft, den Wohlstand in Deutschland zu sichern und ist Träger unserer Wirtschaft. Das Forschungsengagement von mittelständischen Unternehmen auf diesem Gebiet ist zukunftsweisend. Und deshalb bin ich für einen Ausbau der transferorientierten Programme, bei denen sich die Industrie direkt einbringt“, erklärte Thomas Jarzombek, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für den Ausschuss Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und Mitglied im Ausschuss für Digitales. Seit vergangenem Jahr ist Jarzombek darüber hinaus Mitglied im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und seit 2022 im Bundesvorstand der CDU Deutschlands. In ihrer Regierungsarbeit bis 2021 aber auch weiterhin aus der aktuellen Opposition heraus werte die CDU die Stahlindustrie immer als Schlüsselindustrie für ganz Deutschland und insbesondere am hiesigen Standort in Nordrhein-Westfalen, hob Jarzombek hervor. (frd)

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news-10635Wed, 01 Jun 2022 07:30:00 +0200Professor Michael Bruno Klein ab 1. Juni 2022 Geschäftsführer des Forschungsnetzwerks Mittelstandhttps://www.aif.de/news/details/professor-michael-bruno-klein-ab-1-juni-2022-geschaeftsfuehrer-des-forschungsnetzwerks-mittelstand.htmlProfessor Michael Bruno Klein (57) ist seit 1. Juni 2022 Geschäftsführer der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. Spätestens zum 1. November 2022 wird er die Aufgabe des Hauptgeschäftsführers der AiF von Dr.-Ing. Thomas Kathöfer übernehmen, der in den Ruhestand tritt. Als Forschungsnetzwerk Mittelstand koordiniert die AiF die Förderung anwendungsnaher Forschung zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Der habilitierte Wissenschaftler wird das AiF-Netzwerk führen und nach außen vertreten. Zum Netzwerk gehören 100 branchenorientierte Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen von Automobil- bis Zementindustrie. „Auch ich sehe in der strategischen Positionierung der AiF mit ihrer Kernaufgabe, der Industriellen Gemeinschaftsforschung als sichtbar erfolgreiche Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und wirtschaftlicher Anwendung im Mittelstand, weiterhin eine meiner Hauptaufgaben“, betont Klein.

Professor Michael Bruno Klein war zuletzt als Vorstandsvorsitzender der DAM - Deutsche Allianz Meeresforschung e.V. in Berlin tätig. Nach dem Studium der Geschichte, Wirtschaftsgeschichte, Politischen und Kommunikationswissenschaften in Bamberg, Erlangen, Norwich (England) und Dijon (Frankreich) und einer Lehrtätigkeit an der Universität Bamberg wurde er 1996 Referent im Deutschen Bundestag. Ende der 1990er Jahre wechselte Klein ins Wissenschaftsmanagement zur Leibniz-Gemeinschaft und wurde 2006 deren erster Generalsekretär. Ein Jahr zuvor habilitierte er sich an der Universität der Bundeswehr München, ist seit neun Jahren außerplanmäßiger Professor an der Technischen Universität Berlin und seit 2020 Gastprofessor für Innovation und Technology Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin.

Von 2010 bis 2017 war er Generalsekretär und hauptamtlicher Vorstand der acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften e.V., eine der führenden Einrichtungen der wissenschaftlichen Politikberatung. In den Jahren 2017 und 2018 verantwortete er die „Zentralabteilung Außenangelegenheiten, Regierungs- und Politikbeziehungen" der Robert Bosch GmbH. Aktuell ist er in zahlreichen wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Gremien aktiv und Mitglied im Advisory Board der Exentis Group AG in Stetten (Schweiz) sowie der XLife Sciences in Zürich (Schweiz).

„Mit Professor Klein haben wir eine erfahrene Führungspersönlichkeit gewonnen, die bundesweit in Politik, Forschung und Wirtschaft bestens vernetzt ist und darüber hinaus die besondere Kombination von Wissenschaftler, Wissenschaftsmanager und Unternehmer mitbringt. Wir freuen uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung der AiF mit ihm“, sagt AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215
 

Download: Druckfähiges Portraifoto von Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein (© David Ausserhofer)

Download: Pressemitteilung "Professor Michael Bruno Klein ab 1. Juni 2022 Geschäftsführer des Forschungsnetzwerks Mittelstand" (PDF-Datei)

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news-10626Tue, 31 May 2022 14:48:00 +0200IGF auf dem Gemeinschaftsstand des BMWK auf der Hannover Messehttps://www.aif.de/news/details/igf-auf-dem-gemeinschaftsstand-des-bmwk-auf-der-hannover-messe.htmlVom 30. Mai bis 2. Juni 2022 findet die Hannover Messe statt. Auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ist auch die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) mit einem Exponat vertreten. Sie wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und das BMWK stellte für die Förderung von IGF-Projekten 2021 rund 200 Millionen Euro öffentlicher Mittel zur Verfügung.

Beim IGF-Exponat handelt es sich um ein kindgerechtes Therapiegerät und eine Simulationsplattform für die Skoliosebehandlung. Laut Deutschem Gesundheitsamt weisen 80 Prozent der Kinder in Deutschland Haltungsschäden auf. Etwa 125.000 Heranwachsende ab dem 10. Lebensjahr sind sogar von einer krankhaften Wirbelsäulenverkrümmung, der so genannten Skoliose, betroffen. Eine notwendige Therapie dieser Erkrankung ist anstrengend und erfordert einen hohen personellen Aufwand.

Im Rahmen eines IGF-Projektes wurde eine moderne, speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen angepasste sensor- und aktorunterstützte Therapieform entwickelt, mit der die Voraussetzung für eine wissenschaftsbasierte Patientenversorgung geschaffen wurde. Vorteil des neuartigen Systems ist vor allem die Befähigung der Patienten, ihre Körperhaltung von sich aus zu korrigieren und zu lernen, diese Haltung im Alltag selbstständig einzunehmen. Gleichzeitig wird die Motivation der Patienten durch spielerische Elemente in der Therapie deutlich erhöht. Das führt nicht nur zu einer Vereinfachung der Therapie, sondern auch zu einer Entlastung des Gesundheitswesens.

Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Dresden und des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umform­technik (IWU) haben das mit dem Otto von Guericke-Preis der AiF ausgezeichnete Projekt durchgeführt und präsentieren die Ergebnisse auf dem Gemeinschaftsstand des BMWK in Hannover. (di)

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news-10625Wed, 25 May 2022 09:43:00 +0200Ausweitung der transnationalen Forschungskooperation mit Brasilienhttps://www.aif.de/news/details/ausweitung-der-transnationalen-forschungskooperation-mit-brasilien.htmlAm 19. Mai 2022 haben die brasilianische Organisation SENAI (Serviço Nacional de Aprendizagem Industrial) und die AiF in Berlin ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, mit dem Ziel, gemeinsame Forschungsprojekte zum Nutzen deutscher und brasilianischer Unternehmen zu fördern. Dazu sollen ein intensiver Austausch über die jeweiligen Aktivitäten stattfinden und gemeinsame Veranstaltungen organisiert werden.

SENAI ist – ähnlich der AiF – eine industriefinanzierte Organisation, die sich ursprünglich mit gewerblicher Berufsausbildung beschäftigt hat. Inzwischen verfügt SENAI in Brasilien über 26 eigene Forschungsinstitute mit rund 700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und fördert Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) mit einem Volumen von ca. 500 Millionen Euro jährlich. Durch die Arbeit der SENAI-Innovationsinstitute (Institutos Senai de Inovação, ISI) soll eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und den Bedürfnissen der brasilianischen Wirtschaft gebaut werden. Der Schwerpunkt liegt auf angewandter Forschung und Umsetzung: Ziel ist es, neue Produkte und Lösungen zu schaffen, die auf die Bedarfe von Unternehmen zugeschnitten sind und/oder neue Geschäftsideen für Start-Ups generieren.

SENAI arbeitet mit der brasilianischen Förderorganisation EMBRAPII zusammen, die seit 2018 Partner im internationalen Fördernetzwerk CORNET ist. CORNET ermöglicht internationale Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden.

Durch die Vereinbarung mit SENAI können bilaterale Kooperationsmöglichkeiten in zusätzlichen Industriezweigen und Forschungsgebieten wie Mikroelektronik, erneuerbare Energien, Informations- und Kommunikationstechnologien, Oberflächentechnik und virtuelle Produktionssysteme erschlossen werden. Die Antragstellung wird innerhalb der zweimal im Jahr stattfindenden CORNET-Calls abgewickelt.

SENAI unterhält ein Verbindungsbüro beim Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK in Berlin. Fragen beantwortet bei der AiF Felix Rotter, E-Mail: felix.rotter(at)aif(.)de. (di)
 

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news-10631Tue, 24 May 2022 06:43:00 +0200AiF-Video-Podcast mit MdB Frank Jungehttps://www.aif.de/news/details/aif-video-podcast-mit-mdb-frank-junge.htmlDer Bundestagsabgeordnete und haushaltspolitische Berichterstatter für das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Frank Junge (SPD), beschrieb am 20. Mai 2022 in dem Video-Podcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) als „zwei Instrumente, die genau dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu unterstützen“. In dieser Vodcast-Reihe der AiF geben Mitglieder des Deutschen Bundestages verschiedener Parteien Statements zu Themen der Forschungs- und Innovationspolitik ab. Junge, der auch Mitglied im Haushaltsausschuss sowie Vorsitzender der Landesgruppe Ost der SPD-Bundestagsfraktion ist, erklärte zur Finanzierungssituation der beiden Förderprogramme weiter: „Uns schwebt vor, mit einer Kontinuität der Mittel für mehr Planungssicherheit zu sorgen. Und uns schwebt auch vor, nach den Möglichkeiten, die wir haushälterisch haben, auch stufenweise für Aufwüchse zu sorgen“. (frd)

Hier kommen Sie direkt zum Video-Podcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ mit MdB Frank Junge.

Alle Video-Podcasts sind auf der AiF-Website abrufbar.

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news-10628Mon, 23 May 2022 14:24:53 +0200AiF-Video-Podcast mit MdB Thomas Jarzombekhttps://www.aif.de/news/details/aif-video-podcast-mit-mdb-thomas-jarzombek.html„Vollgas für die Programme, die anwendungsorientiert sind und wo wir gemeinsame Projekte mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen machen“, forderte Thomas Jarzombek, Mitglied des Deutschen Bundestages und forschungs- und bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, in dem Video-Podcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ am 20. Mai 2022, wenige Tage vor dem Beschluss des Bundeshaushaltsgesetzes 2022. In dieser Vodcast-Reihe der AiF kommen Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien zu Themen der Forschungs- und Innovationspolitik zu Wort. Jarzombek, der auch Mitglied im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie im Ausschuss Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung und im Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages ist, erklärte bezugnehmend auf die Industrielle Gemeinschaftsforschung und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand weiter: „Diese Programme im Forschungsbereich sind besonders wertvoll, weil Unternehmen einen eigenen Beitrag leisten und auch nur die Programme machen, an die sie selbst glauben und bei denen auch schon der Transfer am Ende wirklich in Produkte und Arbeitsplätze angelegt ist“. (frd)

Hier kommen Sie direkt zum Vodcast „AiF mittendrin – 180 Sekunden Forschungspolitik“ mit MdB Thomas Jarzombek.

Alle Video-Podcasts sind auf der AiF-Website abrufbar.

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news-10623Thu, 19 May 2022 08:49:41 +0200Nur Innovationen sichern die Zukunft Deutschlandshttps://www.aif.de/news/details/nur-innovationen-sichern-die-zukunft-deutschlands.htmlWirtschaftsorganisationen und -experten einig, im Koalitionsvertrag zugesichert und als wirkungsvoll evaluiert: Innerhalb der aktuellen mehrfachen Krisen muss das Budget des Förderprogramms Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), das dem deutschen Mittelstand Forschung zugunsten von Klimaschutz, Energieeinsparung und Weltmarktfähigkeit ermöglicht, signifikant aufgestockt werden

Wenige Tage vor dem Haushaltsbeschluss 2022 des Deutschen Bundestages mahnt auch der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) in seinen aktuellen „Empfehlungen für die Forschungs- und Innovationspolitik zur Umsetzung des 3,5-Prozents-Ziels“ vom 18. Mai 2022 dringend eine stärkere Innovationsförderung für mittelständische Unternehmen, dem Fundament der deutschen Wirtschaft, an: „Aufgrund des starken Hebels zusätzlicher Forschungsfördermittel im Bereich der forschenden KMU müssen budgetäre und strukturelle Anpassungen des ZIM-Programms vorgenommen werden. Dazu muss das bereits in den Vorjahren nicht ausreichende und auch 2021 überzeichnete Budget von 620 Millionen Euro idealerweise verdoppelt werden, um alle förderfähigen Anträge annehmen und eine schrittweise Ausweitung antragsberechtigter Unternehmen auf bis zu 3.000 Mitarbeitende umsetzen zu können. Auch die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ist durch eine Budgetverdoppelung auf 400 Millionen Euro zu stärken“, heißt es darin deutlich.

AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer, der kürzlich in den Vorstand des BDI- Ausschusses für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik (FIT) wiedergewählt wurde, erklärt: „Nur Innovationen sichern die Zukunft Deutschlands. Angesichts der multiplen, inzwischen für manche existenzbedrohenden Krisensituation müssen die Innovationsaktivitäten der mittelständischen Unternehmen unbedingt umfangreicher unterstützt werden. Mehr Investitionen in die Industrielle Gemeinschaftsforschung stärken den Mittelstand, weltmarktfähig zu bleiben, erhebliche Energieeinsparungen zeitnah und dauerhaft zu realisieren sowie den notwendigen Transformationsprozess der deutschen Wirtschaft fortzuführen“. In aktuellen Projekten der IGF, deren Forschungsergebnisse bereits nach durchschnittlich zwei Jahren in der Wirtschaft branchenübergreifend angewandt werden können, gibt es Beispiele für Ressourcen-Einsparungen von bis zu 80 Prozent. Die AiF begleitet und koordiniert die IGF im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Im Jahr 2021 stellte das BMWK für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit.

Im ersten Quartal 2022 wurden so viele Anträge auf eine IGF-Förderung wie nie zuvor in der Geschichte dieses weltweit einmaligen Forschungsförderungsprogramms gestellt. Dieses Potenzial dürfe auf keinen Fall versanden – erst recht nicht in der aktuell extrem herausfordernden Zeit. „Mehr Innovationen, die wir nachweisbar über IGF-Vorhaben effizient auslösen und intensivieren können, schaffen Arbeitsplätze, mehren das Steueraufkommen, reduzieren den Energiebedarf, bringen Digitalisierung und KI-Nutzung sowie die Förderung des Nachwuchses in Deutschland voran und stärken damit nicht zuletzt die soziale Sicherung unserer Gesellschaft“, so Bauer weiter.

In einer Anfang des Jahres veröffentlichten Evaluationsstudie des Bundeswirtschaftsministeriums ist die IGF als „effektives Instrument der Forschungsförderung mit hohem Alleinstellungscharakter“ bewertet worden. Bauer verweist darüber hinaus auf die Empfehlung der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die in ihrem aktuellen Jahresgutachten 2022 die Bereitstellung „ausreichender und verlässlicher finanzieller Mittel für die Förderung von Forschung und Innovation“ einforderte.

Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung wurde klar die Absicht formuliert, gerade im Rahmen der bestehenden Förderstrukturen die Entwicklungsschritte bis hin zum Markteintritt wirkungsvoll zu unterstützen. Gleichzeitig wiederholt der AiF-Präsident seine Forderung nach einem Aufwuchs des IGF-Budgets im Haushalt 2022 gegenüber den 200 Millionen Euro im Vorjahr: „Laut aktueller Beschlussempfehlung des Haushaltsausschusses zum Bundeshaushaltsentwurf 2022 ist für das Zentrale Innovationprogramm Mittelstand ZIM ein Ansatz von 620 Millionen Euro und für die IGF 186,5 Millionen Euro vorgesehen. Damit blieben beide Programme deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das wäre ein fatales Signal an den forschenden Mittelstand“. Weiter bekräftigt er seinen Vorschlag für eine „Innovationsoffensive Mittelstand“. Analog zum „Pakt für Forschung und Innovation“ solle dabei ein mehrjähriges Budget mit jährlich dynamisiertem Aufwuchs für die mittelstandsorientierten Forschungsförderprogramme wie IGF, INNO-KOM und ZIM angesetzt werden, das allen Beteiligten im System Planbarkeit und Kontinuität gibt.

Die Verabschiedung des Bundeshaushaltsgesetztes 2022 steht derzeit für Anfang Juni 2022 auf der Tagesordnung des Bundesrats.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Download als pdf-Datei: BDI-Empfehlungen für die Forschungs- und Innovationspolitik zur Umsetzung des 3,5-Prozents-Ziels

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Download als pdf-Datei: Presseinformation der AiF "Nur Innovationen sichern die Zukunft Deutschlands"
Das Foto (© AiF e.V.) des AiF-Präsidenten Prof. Dr. Sebastian Bauer in druckfähiger Auflösung können Sie auf unserer Website downloaden.

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news-10620Wed, 18 May 2022 14:18:00 +0200Zwei Netzwerke – doppelte Transferkrafthttps://www.aif.de/news/details/zwei-netzwerke-doppelte-transferkraft.htmlDas Landesnetzwerk Mechatronik BW und die AiF FTK GmbH haben das Kooperationsprojekt „CONFORMO-Plattform X“ gestartet. CONFORMO, ein Akronym für „Connecting For More“, hat sich zum Ziel gesetzt, aktuelle Themen, Problemstellungen und zukunftweisende Technologien aufzugreifen und dabei Institutionen und Partner unterschiedlichster Fachrichtungen zusammenzubringen. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert die Initiative.

Mit Hilfe eines 5-Säulen-Plattform-X-Prinzips (Input - Check - Output - Transfer - Märkte) werden nach der Erreichung oder Initiierung von Ideen, Innovationen oder Themen, umfassende Entscheidungskriterien dokumentiert und ausgewertet. Bei einer positiven Bewertung der Basisexpertise über eine Fachjury aus Industrievertretern und projektspezifischen Experten erfolgt die Umsetzung im Sinne einer kooperativen industriellen Zusammenarbeit. Im Anschluss daran sollen die gewonnenen Erkenntnisse in Transferleistungen zum Beispiel für Aus- und Weiterbildungsorganisationen umgesetzt und in analysierten Märkten präsentiert werden. Wichtig ist dabei die Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette.

Vernetzung relevanter Akteure

Branchenübergreifende Interessensgemeinschaften für Technologien, Dienstleistungen und Märkte sind gerade mit Blick auf die großen Herausforderungen unserer Zeit wie   Nachhaltigkeit oder Ressourceneffizienz von besonderer Bedeutung. Mit CONFORMO-X wurden die Voraussetzungen geschaffen, relevante Akteure im Markt durch eine überregionale und branchenübergreifende Vernetzung in den praxisnahen Austausch zu bringen, um insbesondere für den Mittelstand effiziente Lösungen im Bereich Forschung und Innovation zu finden.

Um CONFORMO-Plattform X vorzustellen, werden mehrere Kick-Off-Veranstaltungen stattfinden: digital im AiF InnovatorsNet und in Präsenz im „Haus der Möglichkeiten“ in Göppingen. Das „Haus der Möglichkeiten“ ist Sitz des Landesnetzwerks Mechatronik BW und zentrale Anlaufstelle für die Umsetzung, Präsentation und den Transfer der erzielten Ergebnisse.

AiF InnovatorsNet bietet digitales „Zuhause“

Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der 100-prozentigen AiF-Tochter AiF FTK GmbH, die das AiF InnovatorsNet koordiniert und kuratiert , ist sicher, dass es als digitales „Zuhause“ der CONFORMO-Plattform X einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Initiative leisten wird: „Mit dem AiF InnovatorsNet bringen wir Plattform-Tools für Kommunikation, Information, Projektmanagement und Transfer ein, aber auch zusätzliches Potenzial an industriellem Know-how sowie den Zugang zur Industrieforschung und zum AiF-Netzwerk.“

Volker Schiek, Geschäftsführer des Landesnetzwerks Mechatronik BW, betont: „Die Unternehmen können über eine große Gemeinschaft und deren jeweiliges Know-how, Produkte und/oder Dienstleistungen einen sichtbaren Nutzen generieren. Miteinander zu agieren, zu analysieren, voneinander zu profitieren, zu lernen und sich gegenseitig als Kunden zu betrachten, das ergibt ein Markt- und Lösungspotential mit zusätzlicher Innovationskraft.“

Am 21. Juni 2022 findet im AiF InnovatorsNet die erste digitale Veranstaltung zur Vorstellung von CONFORMO-Plattform X statt. Hier geht´s zur Anmeldung.

Weitere Informationen finden Interessenten unter: https://www.mechatronik-bw.de/conformo-plattform-x/  (di)

 

Foto: © canva

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news-10615Fri, 06 May 2022 13:26:00 +0200Austausch mit NRW-Staatssekretär Christoph Dammermann zur Zukunft der Industrie- und Innovationspolitikhttps://www.aif.de/news/details/austausch-mit-nrw-staatssekretaer-christoph-dammermann-zur-zukunft-der-industrie-und-innovationspolitik.htmlAm 12. Mai 2022 veranstaltet das AiF InnovatorsNet in Kooperation mit dem AiF e.V. von 18:00 bis 19:00 Uhr einen Austausch zur Zukunft der Industrie- und Innovationspolitik mit Christoph Dammermann, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW).

NRW ist Industrieland und besonders von den Herausforderungen der industriellen Transformation betroffen. Im Mittelpunkt der Diskussion sollen die Fragen stehen, welche Chancen in der industriellen Transformation liegen und mit welchen Initiativen die Politik diese unterstützen kann, um Innovationspotenziale zu schaffen. Dabei sollen auch Maßnahmen in den Blick genommen werden, die zum Beispiel die Stärkung der Gründerlandschaft, eine vernetzte Wertschöpfung oder Zukunftstechnologien im Fokus haben.

Über folgenden Registrierungslink können sich Gäste ohne Zugang zum InnovatorsNet Hub kostenfrei für die digitale Veranstaltung anmelden. Mitglieder des AiF InnovatorsNet können sich direkt im Hub anmelden: https://hubinnovatorsnet.de. Wenn Sie sich für die Veranstaltung angemeldet haben, erhalten Sie die Zugangsdaten in zwei separaten E-Mails – 24 Stunden und 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Über das AiF InnovatorsNet

Das AiF InnovatorsNet ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Start-ups, die nach Innovation streben. Mitglieder des InnovatorsNet haben die Möglichkeit zu niederschwelligem Austausch und zur Vernetzung und werden über aktuelle Themen rund um Forschung, Innovation und Transfer informiert. Die AiFFTK GmbH, eine 100-prozentige Tochter des AiF e.V., entwickelt dazu Werkzeuge, die den Zugang zueinander im AiF InnovatorsNet ermöglichen und anregen, und kuratiert das inhaltliche Angebot. Für innovative KMU und industrienahe Start-ups ermöglicht der AiF e.V. geförderte Mitgliedschaften. (di)

 

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news-10594Thu, 05 May 2022 07:30:00 +0200„Blech in seiner schönsten Form“ aus Schweinfurt durch Industrielle Gemeinschaftsforschunghttps://www.aif.de/news/details/blech-in-seiner-schoensten-form-aus-schweinfurt-durch-industrielle-gemeinschaftsforschung.html„Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist es oft sehr schwierig, eigene Forschung zu betreiben und doch steckt gerade im deutschen Mittelstand weltmarktfähiges Potential für innovative Produkte und Technologien. Die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) ermöglicht eine nachhaltige Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft. Die Ergebnisse dieser anwendungsorientierten Forschung werden allen KMU branchenübergreifend zur Verfügung gestellt. Das ist einmalig auf der Welt“, erklärte Dr.-Ing. Roland Boecking, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. der DVS, bei einem Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Markus Hümpfer (SPD), Vertretern der AiF und der HWS Lasertechnik GmbH am 4. Mai 2022 in Schweinfurt. Hümpfer ist ausgebildeter Industriemechaniker und Ingenieur und war vor seinem Bundestagsmandat im Maschinenbau und Energiesektor tätig. Das Mitglied des Deutschen Bundestages hat seinen Wahlkreis in der unterfränkischen Stadt.

"Für Innovationen benötigen wir kompetente Partner"

Seit zehn Jahren engagiert sich die HWS Lasertechnik GmbH aus Schweinfurt auf dem Gebiet der trennenden, formenden, fügenden und markierenden Metallbearbeitung unter Einsatz von 3D-Lasertechnologie. „Maschinelle Serienproduktion, die die Ermittlung von Prozessparametern, Programmierung und den Vorrichtungsbau für das Laserschweißen beinhaltet, bis hin zur Herstellung von Metallteilen in Einzelstückzahl oder Serie mittels Zerspanungstechnologie gehören ebenfalls zum Portfolio unseres mittelständischen Unternehmens. Eine ständige Weiterentwicklung unserer Herstellungsverfahren ist für uns von existenzieller Bedeutung. Um Innovationen zu entwickeln und am Ende umzusetzen, benötigen wir kompetente Partner“, sagte Geschäftsführer Matthias Wolfrum und fügte stolz hinzu: „Schließlich stellen wir Blech in seiner schönsten Form her“. Gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität Ilmenau, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. der DVS sowie weiteren Unternehmen engagiert sich die Schweinfurter GmbH in mehreren aktuellen Projekten der IGF. Dabei geht es unter anderem um die Optimierung des Strahlschweißens im Vakuum zur Vermeidung von Bauteilverschmutzung und Oxidierung beim Schweißen von korrosionsbeständigen Stählen. Erhebliche Kosten- und Ressourceneinsparungen erwarten die Unternehmen nach Abschluss des Vorhabens zum Beispiel durch hochqualitatives, wirtschaftliches Fügen ohne Nacharbeit. „Die Forschungsergebnisse können in der Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt oder auch in der Energietechnik zum Einsatz kommen“, betonte Boecking.

Förderung des akademischen Nachwuchses durch IGF

Er führte weiter aus: „Allein in unserer Forschungsvereinigung sind über 400 Mitgliedsunternehmen engagiert, davon etwa 300 KMU. Aktuell haben wir 135 laufende IGF-Vorhaben, an denen deutlich über 1.000 Industrievertreter in projektbegleitenden Ausschüssen beteiligt sind. Über unser Netzwerk kommen die Ergebnisse den mehr als 450.000 Beschäftigten in den Unternehmen der Branche in Deutschland zugute“. Der Geschäftsführer der AiF-Forschungsvereinigung hob darüber hinaus den Aspekt der Förderung des akademischen Nachwuchses durch die Kooperation von Praxis und Forschung innerhalb der IGF hervor und mahnt den dringenden Bedarf für eine höhere finanzielle Ausstattung dieser Forschungsförderung an. Zusätzliche Mittel aus dem Bundeshaushalt für die IGF führten voraussichtlich zu mehr Unternehmensbeteiligungen, die hunderte Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure sowie sonstige Fachkräfte in Projekten involvieren. „IGF-Projekte aus dem Bereich ‚Schweißen und verwandte Verfahren‘, die Innovationen unter anderem in der Schiffs-, Automobil-, Verpackungsindustrie bis hin zur Lebensmitteltechnik ermöglichen, sind in den vergangenen Jahren auch immer wieder ausgezeichnet worden. Mit der Schlüsseltechnologie ‚Schweißen und Tiefziehen in einem Schritt‘ und der Entwicklung einer ‚Stabilen Verbindung aus Faserverbund und Stahl‘ holten sich junge Forscherinnen und Forscher zum Beispiel den Otto von Guericke-Preis der AiF 2017 und 2019“, ergänzte Boecking. Nicht zuletzt würden die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler häufig künftige Mitarbeitende in den kooperierenden kleinen und mittleren Unternehmen.

„Am Beispiel der HWS Lasertechnik GmbH in Schweinfurt sieht man die Notwendigkeit von Forschungsnetzwerken für den Mittelstand. Diese ermöglichen KMU ohne eigene Forschungsabteilung Innovationen und das stärkt sowohl die Wertschöpfung als auch die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Kontext“, erklärte Hümpfer, der Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie im Deutschen Bundestag ist.

Rund 200 Millionen Euro stellte das Bundeswirtschaftsministerium 2021 für die IGF zur Verfügung. „Fast 22 Millionen Euro gingen an Forschungseinrichtungen im Freistaat Bayern. Die aktuelle Bundeshaushaltsplanung sieht allerdings vor, die Mittel für dieses Programm zu kürzen – das wäre ein Widerspruch zum Bedarf und zur steigenden Nachfrage“, sagte Andrea Weißig, AiF-Geschäftsführerin Forschungspolitik. Die AiF unterstützt mit ihrem Netzwerk die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. (frd)

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news-10614Thu, 05 May 2022 03:03:00 +0200Stifterverband: Forschungsausgaben der Wirtschaft sinken in der Krisehttps://www.aif.de/news/details/stifterverband-forschungsausgaben-der-wirtschaft-sinken-in-der-krise.htmlEnde April hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in der Reihe FuE-Facts aktuelle Zahlen aus Forschung und Entwicklung in der Wirtschaft 2020 veröffentlicht.

Im ersten Jahr der Covid-19-Pandemie erlebten die Forschungs- und Entwicklungs-Tätigkeiten in Deutschland einen Dämpfer. Die Wirtschaft verringerte die Aufwendungen für intern betriebene FuE im Jahr 2020 um 4,8 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr auf nun 71 Milliarden Euro (- 6,3 Prozent). Auch das damit beschäftigte FuE-Personal verringerte sich um über 8.000 auf 467.444 Vollzeitstellen (- 1,7 Prozent). Nur die Aufwendungen für externe Forschungsaufträge stiegen weiter – wenn auch nur leicht – um 0,21 Milliarden Euro auf 22,9 Milliarden Euro (+ 0,9 Prozent).

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sanken die FuE-Aufwendungen deutlich und lagen 2020 bei 3,14 Prozent des BIP. Dennoch kann Deutschland seine starke Position im internationalen Vergleich halten. Allerdings ist entgegengesetzt zum allgemeinen Trend in der Europäischen Union in Deutschland die FuE-Intensität im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Ein Rückgang der internen Aufwendungen für FuE sowie für die Anzahl der Beschäftigten ist über alle Unternehmensgrößenklassen hinweg erkennbar. Am stärksten fällt der Rückgang bei Unternehmen mit 250 bis 499 Beschäftigten aus. Dort wurden 228 Millionen Euro (- 6,8 Prozent) weniger für eigene FuE-Tätigkeiten aufgewendet. Das FuE-Personal wurde bis zum Jahresende 2020 um 4,1 Prozent abgebaut. Bei kleinen und mittleren Unternehmen  hingegen fand mit einem Rückgang von 0,1 Prozent kaum ein Personalabbau statt und auch die internen FuE-Mittel sanken mit 1,2 Prozent nur vergleichsweise geringfügig.

Wie sich diese Zahlen auf einzelne Branchen verteilen, wo Deutschland genau steht und wie die FuE-Budgetplanungen für das Jahr 2021 ausfallen, können Interessenten den FuE-Facts 2020 entnehmen. Hier geht´s zum Download: https://www.stifterverband.org/fue-facts-2020. (di)

 

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news-10593Wed, 04 May 2022 02:30:00 +0200Kunststoffforschung bringt Klimaschutz und Nachhaltigkeithttps://www.aif.de/news/details/kunststoffforschung-bringt-klimaschutz-und-nachhaltigkeit.htmlSie füllen die Löcher in unseren Zähnen, lassen Flugzeuge abheben, sichern Bauwerke oder ersetzen Schmierstoffe in Maschinen. Ohne Kunststoffe sind unser Alltag sowie nahezu alle Wirtschaftsbereiche nicht denkbar. „Kunststoffe spielen darüber hinaus eine ganz entscheidende Rolle für die Bewältigung der Herausforderungen des notwendigen wirtschaftlichen Transformationsprozesses und des Klimaschutzes“, erklärte Professor Martin Bastian, Institutsleiter des Kunststoff-Zentrums SKZ bei einem Treffen von Experten der Kunststoffforschung und dem Mitglied des Deutschen Bundestages Markus Hümpfer (SPD) am 3. Mai 2022 in Würzburg.

IGF: Anteil am Erhalt der Weltmarktfähigkeit deutscher KMU

Seit mehr als sechs Jahrzehnten forschen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SKZ, dessen Fördergemeinschaft (FSKZ e.V.) eines von 100 Mitgliedern der AiF ist, gemeinsam mit mittelständischen Unternehmen an der ökonomischen und ökologischen Optimierung von Produkten und Herstellungsverfahren. „Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben häufig nicht die Möglichkeit und erst recht nicht die Mittel, sich eigene Forschungsabteilungen zu halten. Hier kommen wir ins Spiel: Mit Hilfe der weltweit einmaligen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) entwickeln wir in Kooperation mit kompetenten und erfahrungsreichen Unternehmen technologieoffene Lösungen, die branchenübergreifend dem gesamten deutschen Mittelstand zugutekommen. Im Fokus dieser vorwettbewerblichen Forschungsaktivitäten steht die komplette Wertschöpfungskette: Vom Material über die Verarbeitungsprozesse bis hin zum Produkt sowie die entscheidende Qualitätssicherung“, beschrieb Bastian den nachhaltigen Wissenstransfer zwischen Praxis und Forschung. Die IGF hat also einen bedeutenden Anteil am Erhalt der Weltmarktfähigkeit zahlreicher innovativer deutscher KMU.

Hümpfer, der Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie des Deutschen Bundestages ist und seinen Wahlkreis im unterfränkischen Schweinfurt hat, informierte sich über die Wirkung von abgeschlossenen und aktuellen IGF-Projekten im SKZ, darunter die Entwicklung von Mikrokapseln für selbstschmierende Kunststoffe oder klebstofffreies Verbinden von Kunststoffen. Dabei entstehen unter anderem durch langlebige energieeffiziente Produkte oder Verschleiß- und Reibungsverringerungen von bis zu 80 Prozent herausragende Ressourcen- und CO2-Einsparungen. Ein weiteres IGF-Vorhaben, das in Zusammenarbeit mit dem SKZ realisiert wurde, gehörte zu den Finalisten des Otto von Guericke-Preises 2020 der AiF: Heizhauben für defekte Rotorblätter von Windenergieanlagen. Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten waren bislang erst bei Temperaturen ab 16°C möglich. Das SKZ entwickelte ein zertifiziertes Verfahren, das Reparaturen bei deutlich niedrigeren Temperaturen und damit fast das ganze Jahr über zulässt. Dank dieser Heiz-Vakuumhaube stehen die Windkraftanlagen seltener still und die Reparaturzeiten verkürzen sich. Die Einsparungen belaufen sich pro Windrad auf bis zu 5.000 Euro pro Tag. Gleichzeitig verlängert die Reparaturmethode die Lebensdauer der Anlagen und ermöglicht damit einen höheren Wirkungsgrad der grünen Energiegewinnung.

Bundestagsabgeordneter Markus Hümpfer: Unternehmen profitieren von der IGF bedarfsgerecht und konkret

„Hier im SKZ in Würzburg konnte ich sehen, was die Mittel der Industriellen Gemeinschaftsforschung den Unternehmen – auch in meinem Wahlkreis – bringen. Sie profitieren bedarfsgerecht und konkret. Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass sich die IGF nachhaltig entwickeln kann“, sagte der Bundestagsabgeordnete, der selbst ausgebildeter Industriemechaniker und Ingenieur ist. Vor seinem Bundestagsmandat war er im Maschinenbau und Energiesektor tätig. Hümpfer wurde von Volkmar Halbleib, Mitglied des Bayerischen Landtages und im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst sowie Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD, begleitet.

„Im Jahr 2021 stellte das Bundeswirtschaftsministerium für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit. Davon flossen knapp 22 Millionen Euro an Forschungseinrichtungen im Freistaat Bayern. Allerdings sieht die aktuelle Bundeshaushaltsplanung vor, die Mittel für dieses Programm zu kürzen – das wäre ein Widerspruch zum Bedarf und zur steigenden Nachfrage“, sagte Andrea Weißig, AiF-Geschäftsführerin Forschungspolitik. Mit ihrem Netzwerk unterstützt die AiF die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des BMWK. (frd)
 

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news-10613Tue, 03 May 2022 15:37:37 +0200Studierendenwettbewerb TROPHELIA Deutschland 2022https://www.aif.de/news/details/studierendenwettbewerb-trophelia-deutschland-2022.htmlMit der Produktidee „Golden Barley“ gewinnt ein Studentinnen-Tandem der Technischen Universität Berlin den diesjährigen TROPHELIA-Wettbewerb. Der Ideenwettbewerb richtet sich an Studentinnen und Studenten der Lebensmittelwissenschaften und wurde zum dreizehnten Mal durch das AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ausgerichtet.

„Golden Barley“ ist eine Gerstenmilch auf Basis von Biertreber, die den wachsenden Markt der sogenannten Milchalternativen sinnvoll um ein veganes, protein- sowie ballaststoffreiches Upcycling-Produkt ergänzt. Biertreber, der Rohstoff für „Golden Barley“, ist ein Reststoff aus der Bierherstellung: Jährlich fallen etwa 2 Millionen Tonnen davon allein in Deutschland an, der bisher vorrangig als Futtermittel oder für die Biogasgewinnung verwertet wird. Mit einem Ballaststoffgehalt von über 55 Prozent, einem Proteinanteil von 20 Prozent sowie einem hohen Gehalt an Vitaminen, Polyphenolen und Antioxidantien ist Biertreber zugleich ein wertvoller Rohstoff für die Herstellung einer Milchalternative, mit dessen Upcycling auch eine bessere Ressourcennutzung gewährleistet wird.

„Unser Ziel ist es, eine Kreislaufwirtschaft zu erzeugen, sodass die Ressourcen kontinuierlich für den Menschen nutzbar gemacht werden können“, erklären die Erfinderinnen Laura Caspereit und Thao Tran. „Aus diesem Grund leisten wir mit ‚Golden Barley‘ einen Beitrag für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz." Das Siegerteam wird Deutschland mit „Golden Barley“ beim europäischen Wettbewerb ECOTROPHELIA, der vom 16. bis 17. Oktober 2022 in Paris stattfinden wird, vertreten.

In diesem Jahr hatten sich für TROPHELIA Deutschland 18 Studierenden-Teams von zehn Hochschulen in ganz Deutschland beworben, um ihre Ideen für innovative Lebensmittelprodukte mit einem ökologischen Nutzen vorzustellen. Sechs Favoriten-Teams wurden durch die Jury für das Finale ausgewählt, das am 26. April nach drei Jahren wieder als Präsenzveranstaltung in Bonn im Rahmen des FEI-Kooperationsforums stattfand.

„Wir alle stehen vor immensen Herausforderungen hinsichtlich der Sicherung der Welternährung, um mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, den Folgen des Ukraine-Kriegs und des Klimawandels nur einige zu nennen. Die Teams des TROPHELIA-Wettbewerbs haben sich den Herausforderungen gestellt und in beeindruckender Weise die Themen Nachhaltigkeit, Regionalität, Tierwohl, CO2-Abdruck und gesunde Ernährung in ihre Projekte einfließen lassen. Dabei blieben der Genuss und die wirtschaftliche Umsetzbarkeit nicht auf der Strecke“, erklärte Martin Ammann, Sprecher der TROPHELIA-Jury 2022, im Rahmen der Veranstaltung.

Weitere Informationen zu den einzelnen Produktideen, Bilder und ein Video werden in Kürze veröffentlicht unter www.fei-bonn.de/trophelia-2022. (di)

Foto: © FEI e.V.

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news-10592Fri, 29 Apr 2022 13:08:00 +0200Innovationstag Mittelstand – Vor Ort und digitalhttps://www.aif.de/news/details/innovationstag-mittelstand-vor-ort-und-digital.htmlAm 23. Juni 2022 ist es endlich soweit! In diesem Jahr wird der Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) wieder vor Ort im Garten der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow stattfinden. Als Schaufenster erfolgreicher Innovationen stellt die Veranstaltung das breite Spektrum der mittelstandsorientierten Innovationsförderung des BMWK vor und bietet den Teilnehmenden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vielfältige Möglichkeiten der Information und des Austauschs.

Zusätzlich können Interessenten am 20. und 21. Juni an kostenlosen Webinaren rund um die Innovationsförderung des BMWK teilnehmen. Unter www.innovationstag-mittelstand-bmwk.de stehen ab sofort das Programm der Veranstaltung sowie das komplette Webinarprogramm online zur Verfügung. Zusätzlich unterstützt eine Matchmaking-Plattform vom 26. Mai bis zum 7. Juli Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Suche nach potenziellen Partnern für die Umsetzung innovativer Ideen und Projekte. Über die Plattform können die Teilnehmenden externe Expertise finden, Ideen austauschen und Treffen mit potenziellen Projektpartnern vereinbaren.

Webinar zur IGF am 21. Juni von 11:30 bis 12:00 Uhr

Der AiF e.V. ist mit einem Webinar zur vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) dabei: Am 21. Juni von 11:30 bis 12:00 Uhr stellt Dr.-Ing. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer Industrielle Gemeinschaftsforschung der AiF, Beteiligungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen an der IGF vor. Ein Teilnahmelink dazu findet sich auf der Veranstaltungsseite; eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die IGF wird im Netzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom BMWK mit öffentlichen Mitteln gefördert – im Jahr 2021 mit rund 200 Millionen Euro. (di)

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news-10589Fri, 22 Apr 2022 14:10:49 +0200Kommunizierende Fahrzeuge: Optimierung intelligenter Verkehrssystemehttps://www.aif.de/news/details/kommunizierende-fahrzeuge-optimierung-intelligenter-verkehrssysteme.htmlCar2X ist eine Technik, bei der Fahrzeuge mit ihrer Umwelt oder auch untereinander kommunizieren. Die Übertragung der Sensordaten ist in beide Richtungen möglich, also vom Fahrzeug an die Umwelt und umgekehrt. So kann ein Pkw bei plötzlich einsetzendem Glatteis andere Autofahrer warnen, ohne dass der Fahrer es bemerkt. Ein havariertes Fahrzeug setzt automatisch einen eCall ab, den nicht nur die Polizei, sondern auch Autos in der Nähe per Car2X erhalten. Mit dem WLAN-Standard für Autos WLANp können Fahrzeuge, die sich einer Kreuzung mit Ampel nähern, deren Takt und damit den Verkehrsfluss verbessern. Das international standardisierte drahtlose Funknetzwerk mit dem Zusatz p wurde speziell für eine Kommunikation zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeugen und einer Infrastruktur entwickelt.

Einen wichtigen Beitrag zur technischen Umsetzung der Car2X-Kommunikation leistet ein aktuelles Projekt der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), dessen Ergebnisse mit WLANp erarbeitet wurden und auch auf die Mobilfunk-Standards LTE-V2X oder 5G übertragbar sind. Nachdem Nutzergruppen definiert und Anwendungsfälle untersucht wurden, konzipierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit der AiF-Forschungsvereinigung Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. – GFaI ein Diagnosesystem, das zum simultanen Monitoring und zur Beurteilung von räumlich getrennten Objekten eines intelligenten Verkehrssystems genutzt werden kann. Dazu gehören unter anderem ein Dashboard für die Darstellung des Verkehrsleitsystemstatus‘, ein Modul zur Erfassung von V2X(Vehicle to everything)-Sender-Daten und eine Engine für die konkrete Auswertung von Diagnoseregeln. Zur Validierung des Konzepts wurden ein prototypisches Verkehrssystem aufgebaut und die Schnittstellen sowie die Funktionsweise des Gesamtsystems getestet.

Die Forschenden entwickelten bestehende Softwarewerkzeuge weiter und passten sie auf intelligente Verkehrssysteme an. Die Diagnose-Engine erlaubt die automatisierte Prüfung von Betriebsvorgaben über Regeln. Entwickler und Betreiber von entsprechenden V2X-Anwendungen oder auch Testdienstleister können die Resultate des IGF-Projekts für ihre Arbeit nutzen. Die Ausrichtung der einzelnen Systembestandteile auf Anwender oder ihre Konfiguration machen es möglich, einzelne Komponenten gezielt nach Bedarf zur Betreibung und Wartung von Verkehrssystemen zur Verfügung zu stellen.

Die Forschungsergebnisse können in Verkehrsleitzentralen von Städten oder ganzer Bundesländer eingesetzt werden. Speziell die Kommunikation von Fahrzeugen mit verkehrstechnischen Anlagen ist für eine Optimierung der Verkehrsführung und damit auch der Ressourceneinsparung von besonderer Bedeutung. Das vorwettbewerbliche IGF-Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungsvereinigung

Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. – GFaI

Forschungseinrichtungen

Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V.

Institut für Automaten und Kommunikation e.V., Magdeburg

 

Entwicklung eines Diagnosesystems für kooperative, intelligente Verkehrssysteme zur Inbetriebnahme und Wartung am Beispiel von Car2X - IGF-Projektsteckbrief 20642 BG

Foto: © Benjamin Klack / pixelio.de

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news-10575Wed, 20 Apr 2022 09:20:00 +0200Astrophysik, Linguistik oder Zukunftsforschung – wie funktioniert Wissenschaft? https://www.aif.de/news/details/astrophysik-linguistik-oder-zukunftsforschung-wie-funktioniert-wissenschaft.htmlDie MS Wissenschaft geht wieder auf Tour: Am 3. Mai 2022 startet das Ausstellungsschiff in Berlin seine Reise, von dort aus steuert es bis Mitte September rund 30 Städte in Deutschland an. An Bord hat das 100 Meter lange Frachtschiff eine interaktive Ausstellung, die sich den Prozessen und Methoden von Wissenschaft anhand verschiedener Forschungsthemen nähert. Der Eintritt ist frei. 

Wie erforscht man das Universum, die Tiefsee oder gesellschaftlichen Zusammenhalt? Mit welchen Werkzeugen und Methoden sammeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Daten? Welche Herausforderungen begegnen den Forschenden während ihrer Arbeit? Und was motiviert sie, zu forschen? Im Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! gibt die MS Wissenschaft Einblicke in den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess.

Information und Interaktion

Im Bauch des umgebauten Frachtschiffs nehmen interaktive Exponate die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Expedition in die Arktis, zeigen, wie Zukunft erforscht werden kann, und ermöglichen es, den Einfluss von Waldrodungen oder Vulkanausbrüchen auf das Klima zu simulieren. Die Ausstellung informiert auch darüber, wie Bürgerinnen und Bürger selbst zur Wissenschaft beitragen können, indem sie sich etwa als Mückenfängerin oder Bakterienjäger an Citizen-Science-Projekten beteiligen. An mehreren partizipativen Exponaten zum Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt! können Besucherinnen und Besucher zudem selbst Fragen an die Wissenschaft stellen, sich mit den Fragen der anderen Ausstellungsgäste auseinandersetzen und miteinander ins Gespräch kommen.

Die vielfältigen Ausstellungsstücke sollen neugierig auf Forschung machen und die Menschen dazu anregen, sich aktiv mit wissenschaftlichen Prozessen zu beschäftigen. Zusätzlich zur Ausstellung gibt es in vielen Städten entlang der Route ein breit gefächertes Rahmenprogramm mit Diskussionsveranstaltungen, wissenschaftlichen Filmabenden und Workshops für Schulklassen.

Die MS Wissenschaft tourt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durch Deutschland. Wissenschaft im Dialog (WiD), zu deren Trägerorganisationen die AiF gehört, realisiert die Ausstellung mit Unterstützung der hinter WiD stehenden Wissenschaftsorganisationen. (di)

Alle Stationen der Tour auf einen Blick: ms-wissenschaft.de/tour 

Weitere Informationen zur Ausstellung: ms-wissenschaft.de

Informationen zum Wissenschaftsjahr 2022 – Nachgefragt!: wissenschaftsjahr.de
 

Foto: © Heiner Witte/Wissenschaft im Dialog

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news-10583Tue, 19 Apr 2022 16:57:00 +0200AiF-Senat erhält weiteren kompetenten Zuwachs aus der Bundespolitikhttps://www.aif.de/news/details/aif-senat-erhaelt-weiteren-kompetenten-zuwachs-aus-der-bundespolitik.htmlDie AiF beruft Dr. Daniela Brönstrup aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und das Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) Dr. Holger Becker (SPD) ab Mai 2022 in den Senat der AiF.

Die promovierte Volkswirtin und Ministerialdirektorin Brönstrup ist seit Januar 2022 Leiterin der Abteilung Digital- und Innovationspolitik VI im BMWK. Dort sind auch die von der AiF betreuten Förderprogramme angesiedelt. Zuvor führte sie verschiedene Referate im Bundeswirtschaftsministerium sowie im Bundespräsidialamt und war zuletzt Leiterin der Unterabteilung VIa im BMWK. Ihr Vorgänger Stefan Schnorr, der Ende 2021 Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und Digitales wurde, war von 2015 bis 2021 im AiF-Senat.

MdB Dr. Becker ist Mitglied im Ausschuss für Digitales und im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag. Der Unternehmer aus Thüringen ist Mitgründer und Chief Scientific Officer der microfluidic ChipShop GmbH in Jena. Gleichzeitig ist er Mitglied verschiedener Organisationen, die die Kooperation von Wirtschaft und Forschung fördern, darunter der Verein Deutscher Ingenieure oder die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena. Bei der Bundestagswahl im September 2021 gewann der promovierte Physiker das Direktmandat im Wahlkreis 191 Jena - Sömmerda - Weimarer Land I.

Für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen ist Dr. Anna Christmann, für die FDP die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Nicola Beer, für die CDU/CSU-Fraktion MdB Stefan Rouenhoff und MdB Dr. Petra Sitte für Die Linke im AiF-Senat.

Der Senat berät das Präsidium der AiF in strategischen und forschungspolitischen Fragen und bringt sich in die Diskussion zu langfristigen Zielen und Leitsätzen für die Arbeit der AiF ein. Insbesondere setzt er sich mit dem Stellenwert der Industriellen Gemeinschaftsforschung auseinander und erarbeitet Vorschläge für deren Stärkung. Dem satzungsgemäßen Gremium gehören ehrenamtlich aktuell 26 Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaftsverbänden, Staat und Politik an. Die neuen Senatsmitglieder nehmen ihr Mandat zunächst bis Ende April 2025 wahr. (frd)

Foto (MdB Dr. Holger Becker): © Kristin Döpel-Rabe

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news-10574Wed, 13 Apr 2022 09:10:00 +020010. „Runder Tisch Kakao“ am 2./3. Juni 2022https://www.aif.de/news/details/10-runder-tisch-kakao-am-2-3-juni-2022.htmlDer Runde Tisch Kakao Hamburg ist ein zweitägiges Symposium, in dessen Rahmen die Teilnehmer Einblicke in neuste Erkenntnisse der Kakaoforschung erhalten. Vertreter aus zentralen Bereichen entlang der Kakaoverarbeitungskette nehmen an der Veranstaltung teil: Kakaoerzeuger, Zertifizierer, Händler, Verarbeiter, Handelslabore, Universitäten, Forschungsinstitute, Regierungsorganisationen und Forschungsförderungseinrichtungen. Das macht den Runden Tisch Kakao zur Plattform für Forschung und Industrie.

Mehr als die Hälfte der Veranstaltungszeit ist für Diskussionen sowohl im Plenum als auch in kleineren Gruppen vorgesehen, in denen zentrale Herausforderungen des Kakaosektors vor dem Hintergrund der vorgestellten Forschungsergebnisse erörtert werden. Ziel dabei ist, sowohl den Transfer in die Praxis zu befördern als auch neue Forschungsprojekte zu initiieren, die die Entwicklung innovativer Lösungen für die aktuellen Herausforderungen anstreben.

Der Runde Tisch Kakao findet in diesem Jahr voraussichtlich wieder als Präsenzveranstaltung statt. Die Teilnahme ist gebührenfrei. Zu den strategischen Partnern und Sponsoren zählen die AiF und der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI), eine der 100 Forschungsvereinigungen der AiF. (di)

Hier geht´s zum Programm: Runder Tisch Kakao 2022 (PDF)

Hier geht´s zur Anmeldung: https://www.rundertischkakao.de/


Foto: pexels

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news-10577Wed, 06 Apr 2022 10:11:00 +0200Transfer mit Impact in der Region – Austausch mit Staatssekretär Thomas Sattelbergerhttps://www.aif.de/news/details/transfer-mit-impact-in-der-region-austausch-mit-staatssekretaer-thomas-sattelberger.htmlAm 4. Mai 2022 veranstaltet das AiF InnovatorsNet in Kooperation mit dem AiF e.V. und dem FORTRAMA – Netzwerk Forschungs- und Transfermanagement e.V. von 15:30 bis 16:30 Uhr eine Diskussionsveranstaltung mit Dr. h.c. Thomas Sattelberger, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung und Beauftragter für Transfer und Ausgründungen aus der Wissenschaft im BMBF.

Die Ampelkoalition hat sich zum Ziel gesetzt, Innovationen effizienter und nachhaltiger zu fördern. Dazu sollen insbesondere Innovationsökosysteme rund um die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) und kleine/mittlere Universitäten unterstützt werden. Auch die Kooperation zwischen Start-ups und mittelständischen Unternehmen und social impact-Innovationen sollen in diesem Rahmen weiter gestärkt werden. Gerade der so genannte Throughput und Impact von Wissenschaft wird deutlicher in den Blick genommen: Der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft soll verbessert und regional fokussiert werden. Wie Transfer mit Impact in der Region gelingen kann, wie die Rahmenbedingungen aussehen sollen und an welcher Stelle der Prozess aktuell steht, soll im Rahmen der Veranstaltung gemeinsam diskutiert und geklärt werden.

Über folgenden Registrierungslink können sich Gäste ohne Zugang zum InnovatorsNet Hub kostenfrei für die Veranstaltung anmelden. Mitglieder des AiF InnovatorsNet können sich direkt im Hub anmelden: https://hubinnovatorsnet.de. Wenn Sie sich für die Veranstaltung angemeldet haben, erhalten Sie die Zugangsdaten in zwei separaten E-Mails – 24 Stunden und 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Über das AiF InnovatorsNet

Das AiF InnovatorsNet ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Start-ups, die nach Innovation streben. Mitglieder des InnovatorsNet haben die Möglichkeit zu niederschwelligem Austausch und zur Vernetzung und werden über aktuelle Themen rund um Forschung, Innovation und Transfer informiert. Die AiF FTK GmbH, eine 100-prozentige Tochter des AiF e.V., entwickelt dazu Werkzeuge, die den Zugang zueinander im AiF InnovatorsNet ermöglichen und anregen, und kuratiert das inhaltliche Angebot. Für innovative KMU und industrienahe Start-ups ermöglicht der AiF e.V.  geförderte Mitgliedschaften. (di)

 

Foto: © fotolia.de

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news-10581Tue, 05 Apr 2022 09:09:59 +020033. CORNET-Ausschreibung beendethttps://www.aif.de/news/details/33-cornet-ausschreibung-beendet.htmlAm 30. März 2022 endete die aktuelle Ausschreibungsrunde des internationalen Fördernetzwerke CORNET. Bis zu diesem Stichtag hatten Projektbeteiligte aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, Anträge für internationale Kooperationsvorhaben einzureichen. Auch in der aktuellen Ausschreibungsrunde bewegten sich die Antragszahlen auf einem weiterhin hohen Niveau.

CORNET ermöglicht internationale Projekte der vorwettbewerblichen industriellen Gemeinschaftsforschung, die auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden. Die hohe Erfolgsquote von durchschnittlich 66 Prozent macht CORNET zu einem wichtigen Förderinstrument für den Mittelstand, der von dem ergänzenden Know-how internationaler Partner profitiert und sein Innovationspotenzial so deutlich stärken kann.

In der 33. CORNET-Ausschreibungsrunde wurden 29 Anträge eingereicht. Die Projektvorschläge sind thematisch vielfältig und reichen unter anderem von der Steigerung der Umweltverträglichkeit der Binnenschifffahrt sowie der Nutzung von Kakaobohnen in der kosmetischen Industrie bis hin zur Effizienzsteigerung in Mikro-Brauereien. Unter den Antragseingängen befinden sich viele Kollaborationsprojekte mit deutschen, flämischen, wallonischen, österreichischen, polnischen und türkischen Partnern. Weitere an der Ausschreibung beteiligte Länder sind die Schweiz, Frankreich und Großbritannien. Bei fünf Projektvorschlägen sind jeweils drei Länder und Regionen beteiligt.

Neben Kooperationen aus dem eher europäischen Raum sind auch ein Projekt mit Partnern aus Thailand sowie fünf Projektvorhaben mit Partnern aus Brasilien eingereicht worden. Dies ist die bislang höchste Teilnahme brasilianischer Einrichtungen seit Beginn der Kooperation Ende 2018. Ob ein Projektantrag infolge der Evaluierung durch internationale Experten bewilligt wird, erfahren Antragsteller voraussichtlich im September 2022.

Weitere Informationen zu CORNET finden Interessenten bei den Förderangeboten auf der AiF-Webseite oder in englischer Sprache auf der CORNET-Webseite. (di)

 

Foto: © Cozine / AdobeStock

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news-10572Tue, 29 Mar 2022 15:06:00 +0200Parlamentarisches Frühstück zu Nachhaltigkeit beim Bauhttps://www.aif.de/news/details/parlamentarisches-fruehstueck-zu-nachhaltigkeit-beim-bau.htmlDie im Koalitionsvertrag der deutschen Bundesregierung formulierte Bau- und Investitionsoffensive beschreibt den Neubau und die Modernisierung als maßgeblich. Eine herausragende Rolle spielen dabei die Entwicklung und der Einsatz von modernen Baustoffen. Branchenübergreifende und technologieoffene Innovationen aus der anwendungsorientierten Forschung, zum Beispiel der durch das Bundeswirtschaftsministerium geförderten Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), sind insbesondere für den Mittelstand die Basis, um Produkte und Verfahren „made in Germany“ zu verbessern und nicht zuletzt die Existenz von forschungsaffinen kleinen und mittleren Unternehmen zu sichern.

Wie beim „Bauen für die Zukunft“ Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Klimaneutralität realisiert werden können und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind, erläuterten die Unternehmer sowie Vertreterinnen und Vertreter von AiF-Forschungsvereinigungen, Alice Becke, Geschäftsführerin der Forschungsvereinigung des Deutschen Beton- und Fertigteilindustrie e.V., Dr.-Ing. Wolfgang Eden, Leiter Forschung und Technologie bei der Forschungsvereinigung Kalk-Sand e.V. – FVKS, Bernhard Göcking, Geschäftsführender Gesellschafter der Emsländer Baustoffwerke GmbH & Co. KG, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Kalk­sandstein­industrie, Vorstandsvorsitzender der FVKS und Präsidiumsmitglied der AiF, Holger Ortleb, Geschäftsführer des Bundes­verbandes der Gipsindustrie e.V. und der Forschungsver­einigung der Gipsindustrie e.V., Ulrich Rekers, Geschäftsführer der Rekers Betonwerk GmbH & Co. KG und ehrenamtliches Vorstandsmitglied verschiedener Verbände der Beton- und Fertigteilindustrie, unter anderem Vorstandsvorsitzender der Forschungsvereinigung der Deutschen Beton- und Fertigteilindustrie e.V., und Professor Steffen Tobisch, Institutsleiter und Geschäftsführer des Trägervereins Institut für Holztechnologie Dresden e.V. – TIHD, in einem Expertenfrühstück.

Fraktionsübergreifend folgten weitere sieben Mitglieder des Deutschen Bundestages sowie fünf Büroleiter und wissenschaftliche Mitarbeiter der Einladung der Ausschussvorsitzenden für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen im Deutschen Bundestag, Sandra Weeser (FDP). „In einer Zeit, in der mittelständische Unternehmen durch die Folgen der Corona-Krise und die aktuelle geopolitische Lage mit großen Herausforderungen kämpfen, stehen wir dennoch vor der Frage, wie der Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit, CO2-Neutralität und Klimaschutz auch im Bereich Bauen und Wohnen gelingen kann. Innovationen sind hierfür ein Treiber. Mit der entsprechenden Forschungsförderung im Bereich der sogenannten etablierten Baustoffe bekommen wir Perspektiven für das Bauen der Zukunft“, erklärte Weeser. (frd)

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news-10571Mon, 28 Mar 2022 10:21:39 +0200Immer auf dem neuesten Standhttps://www.aif.de/news/details/immer-auf-dem-neuesten-stand.htmlWas macht eigentlich die AiF? Wissenswertes zur AiF und zur vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) finden Interessenten im AiF-Flyer, im IGF-Flyer und in der Publikation Daten/Fakten/Köpfe. Alle drei Publikationen liegen nun in aktualisierter Form vor und informieren kurz und kompakt über das Selbstverständnis und die Aktivitäten der AiF, die von ihr betreuten Fördermaßnahmen, ihre Gremien, ihre Töchter und vieles mehr.

Diese und weitere Informationsangebote finden Sie im Medienraum der AiF-Website. (di)

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news-10560Mon, 21 Mar 2022 09:08:53 +0100Budgets für IGF und ZIM müssen im Bundeshaushalt 2022 zukunftsorientiert erhöht werdenhttps://www.aif.de/news/details/budgets-fuer-igf-und-zim-muessen-im-bundeshaushalt-2022-zukunftsorientiert-erhoeht-werden.html„In einer Zeit, in der forschungsaffine kleine und mittlere Unternehmen durch die Folgen der Corona-Krise, die aktuelle geopolitische Lage und die laufenden Transformationsprozesse sogar in ihrer Existenz bedroht sind, ist eine Kürzung der Budgets für die weltweit einzigartige Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) wirklich fatal“, erklärte der Präsident der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., Professor Sebastian Bauer. Der am 16. März 2022 veröffentlichte zweite Regierungsentwurf für den deutschen Bundeshaushalt 2022 sieht bislang Mittel für die IGF nur in Höhe von 180 Millionen Euro und für das ZIM nur in Höhe von 600 Millionen Euro vor. 2021 lag das Budget für die IGF bei rund 200 Millionen Euro und für das ZIM bei 635,5 Millionen Euro.

„Wenn die im Regierungsentwurf vorgesehenen Budgetansätze in dieser Höhe erhalten blieben, wären das dramatische Beschneidungen dieser beiden so erfolgreichen Forschungsförderprogramme. Die geplanten Mittelkürzungen sind angesichts der gewaltigen Herausforderungen, beispielsweise beim Klimaschutz, bei der Digitalisierung oder der Nutzung von Künstlicher Intelligenz, auch überhaupt nicht nachvollziehbar, denn diese Herausforderungen können doch nur mit zusätzlichen Forschungsanstrengungen und daraus resultierenden Innovationserfolgen bewältigt werden. In der aktuellen Situation muss es unbedingt Ziel sein, das Steueraufkommen nachhaltig zu erhöhen, damit die bereits aufgenommenen und inzwischen geplanten Schulden schnellstmöglich getilgt und künftige Generationen nicht noch stärker belastet werden. Das lässt sich doch nur erreichen, indem wir Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit stärken, sonst sind Arbeitsplätze und damit Steueraufkommen gefährdet. Wir erwarten somit im Interesse einer aussichtsreichen gesamtwirtschaftlichen und -gesellschaftlichen Entwicklung eine signifikante Anhebung des IGF-Budgets, zumal im Koalitionsvertrag explizit ausgeführt ist, dass diese erfolgreichen Förderprogramme bedarfsgerecht ausgestattet werden sollen“, so Bauer weiter.

Positive Evaluationen von IGF und ZIM und Empfehlung der EFI, ausreichende und verlässliche finanzielle Mittel für die Förderung von Forschung und Innovation bereitzustellen

Der AiF-Präsident erinnerte in diesem Zusammenhang an die Absicht der neuen Bundesregierung, im Rahmen der bestehenden Förderstrukturen die Entwicklungsschritte bis hin zum Markteintritt wirkungsvoll zu unterstützen. Auch aus diesem Grund sei eine Aufstockung der Budgets für IGF und ZIM folgerichtig. Denn in einer vor wenigen Wochen veröffentlichten Evaluationsstudie des Bundeswirtschaftsministeriums sei die IGF, die die vorwettbewerbliche, branchenübergreifende und transferorientierte Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft anregt, als effektives Instrument der Forschungsförderung mit hohem Alleinstellungscharakter bewertet worden. Nahezu alle befragten Unternehmen und Forschungseinrichtungen hätten die Unterstützung ihrer Innovationsaktivitäten durch den erleichterten Zugang zu praxisorientierten Forschungsergebnissen gewürdigt. Auch das ZIM sei in 2019 erneut positiv evaluiert worden.

Zudem verwies Bauer auf die Empfehlung der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die in ihrem aktuellen Jahresgutachten 2022 die Bereitstellung „ausreichender und verlässlicher finanzieller Mittel für die Förderung von Forschung und Innovation“ angemahnt hatte.

„Wir sollten uns freuen, dass die Unternehmen zurzeit so viele IGF- und ZIM-Vorhaben wie noch nie initiieren. Denn das zeigt doch, dass sie sich den Herausforderungen des Transformationsprozesses stellen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken wollen. Insofern werden wir alle profitieren, wenn die Budgets für IGF und ZIM bedarfsgerecht ausgestattet und damit gestärkt werden“, betonte der AiF-Präsident abschließend.

Beide Förderprogramme, IGF und ZIM, werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

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Download Foto des AiF-Präsidenten Prof. Dr. Sebastian Bauer (© AiF) in druckfähiger Auflösung

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IGFPolitikHomePresseinformationen
news-10556Fri, 11 Mar 2022 14:58:06 +0100Stärkung der IGF entspricht Empfehlungen der EFI – und macht fit für die Zukunfthttps://www.aif.de/news/details/efi-jahresgutachten-2022.htmlDie Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) überreichte ihr aktuelles Jahresgutachten am 9. März 2022 an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger. Das Gutachten nimmt insbesondere zu forschungs- und innovationspolitischen Vorhaben der Ampel-Koalition Stellung.

Darin empfiehlt die Expertenkommission unter anderem, das Projektträger-Modell weiter zu optimieren. Die Gründung einer Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) sieht die EFI dagegen mit Skepsis. „Agenturen sind kein Allheilmittel“, erklärte der Vorsitzende der EFI, Professor Uwe Cantner. Die der DATI zugedachten Aufgaben deckten sich in weiten Teilen mit denen, für die die Projektträger zuständig sind. Vorrangig müsse der Transfer in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Anwendung verstärkt in den Fokus gerückt werden.

BMWK-Evaluationstudie: IGF effektives Programm der Innovationsförderung

Genau diesen Transfer gewährleiste die weltweit einmalige Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) in besonders effizienter Weise, so der Hauptgeschäftsführer der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V., Dr.-Ing. Thomas Kathöfer. Er begrüßte die Empfehlung der EFI und erklärte: „Angesichts der stark gesunkenen Innovatorenquote im deutschen Mittelstand und der enormen Herausforderungen, vor denen Wirtschaft und Gesellschaft in den Bereichen Klimaschutz, Energiewende, Digitalisierung, KI usw. stehen, ist gerade der Transfer weiter zu stärken. Eine jüngst abgeschlossene Evaluation der IGF hat zum wiederholten Mal bestätigt, dass mit der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten vorwettbewerblichen und themenoffenen IGF ein äußerst wirkungsvolles Programm zur Erschließung von Innovationspotenzialen bei der Technologie- und Produktentwicklung vorhanden ist. Technologische Trends werden dabei nicht nur von AiF-Mitgliedern, die die IGF umsetzen, initiiert, sondern auch wirkungsvoll über das einzigartige Netzwerk der AiF im Mittelstand verbreitet. Die prioritäre Handlungsempfehlung in der Evaluationsstudie, die Anfang Januar 2022 vom BMWK veröffentlicht wurde, lautet deswegen, dieses effektive Förderprogramm mit seinen klar erkennbaren Alleinstellungsmerkmalen in der deutschen (und europäischen) Förderlandschaft fortzuführen.“ Gemäß dieser Evaluationsstudie würdigten nahezu alle befragten Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Unterstützung durch den erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer und den erleichterten Zugang zu praxisorientierten Forschungsergebnissen durch die IGF.

„Zudem“, so Kathöfer, „leisten die IGF-Vorhaben auch einen signifikanten Beitrag zur Fachkräftesicherung und tragen somit dazu bei, eines der bedeutendsten Innovationshemmnisse im Mittelstand abzubauen“. Über 80 Prozent der Forschungsvereinigungen und -einrichtungen betonten die Aus- und Weiterbildung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern innerhalb des Förderprogramms als positiven Effekt.

EFI: „Ausreichende und verlässliche finanzielle Mittel für Förderung von Forschung und Innovation“

Vor dem Hintergrund der dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise auch auf den deutschen Mittelstand und der durch die aktuelle politische Lage bevorstehenden wirtschaftlichen Folgen befürwortet die AiF die von der EFI in ihrem Gutachten geforderte Bereitstellung „ausreichender und verlässlicher finanziellen Mittel für die Förderung von Forschung und Innovation“ durch die Bundesregierung. Die AiF unterstützt mit ihrem Netzwerk die Durchführung der Industriellen Gemeinschaftsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Im Jahr 2021 stellte das BMWK für die IGF rund 200 Millionen Euro für herausragende Forschungsprojekte und die Netzwerkbildung zwischen mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen bereit. Der Bedarf an IGF-Mitteln ist jedoch wesentlich höher, wie aktuelle Antragszahlen bestätigen: Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegt der Antragseingang um 100 Prozent höher. „Dies zeigt“, so Kathöfer, „der Mittelstand stellt sich den Herausforderungen und will sich für die Zukunft fit machen. Darin sollte er unterstützt werden“.

Hier finden Sie das EFI-Gutachten zum Download als pdf-Datei: Jahresgutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2022

Hier finden Sie die IGF-Evaluation zum Download als pdf-Datei: Evaluation der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Förderzeitraum 1.9.2017 bis 31.12.2020 - Abschlussbericht zur Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

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Ein Foto von Dr.-Ing. Thomas Kathöfer, AiF-Hauptgeschäftsführer, finden Sie im Medienraum der AiF-Website.

Foto: © BMBF/Hans-Joachim Rickel

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news-10555Thu, 10 Mar 2022 14:38:33 +0100Zuwachs für die AiF-Familie: Geförderte Mitgliedschaften im AiF InnovatorsNethttps://www.aif.de/news/details/zuwachs-fuer-die-aif-familie-gefoerderte-mitgliedschaften-im-aif-innovatorsnet.htmlSeit rund einem halben Jahr ist der AiF e.V. so genanntes Mitglied+ des AiF InnovatorsNet, eine zeitgemäße und leistungsfähige Plattform, die innovative Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Institutionen und Personen digital und analog miteinander verbindet. Die AiF FTK GmbH, eine 100-prozentige Tochter des Vereins, entwickelt dazu Tools, die den Zugang zueinander im AiF InnovatorsNet ermöglichen und anregen, und kuratiert das inhaltliche Angebot. Mitglieder des InnovatorsNet haben die Möglichkeit zu niederschwelligem Austausch und zur Vernetzung und werden über aktuelle Themen rund um Forschung, Innovation und Transfer informiert.

Kooperation ist Schlüssel zum Erfolg

Hauptanliegen der AiF seit ihrer Gründung ist es, den innovativen Mittelstand in Deutschland zu fördern, damit er auch in Zukunft eine stabile Basis der deutschen Volkswirtschaft bleibt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit behaupten kann. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben jedoch nachweislich Probleme, ihr Innovationspotenzial auszuschöpfen. Die von der AiF und ihren Töchtern betreuten Förderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums – Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und die Fördersäule FuE-Kooperationen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) – tragen wirksam dazu bei, diese Probleme zu lösen. „Dabei ist Kooperation der Schlüssel zu erfolgreichen Innovationsaktivitäten in KMU “, sagt AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer. „Hier setzt die AiF an, nicht nur mit den betreuten Förderprogrammen. Wir wollen Wirtschaft und Wissenschaft sowohl branchenweit als auch branchenübergreifend nachhaltig verknüpfen, um Innovationspotenziale im Mittelstand zu heben. Das Forschungsnetzwerk der AiF mit 100 Forschungsvereinigungen, rund 1.200 regelmäßig einbezogenen Forschungseinrichtungen und 50.000 mittelständischen Unternehmen bietet dafür ideale Voraussetzungen“, erklärt Kathöfer. Ziele sind, den fachlich-inhaltlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch zu befördern sowie die Zusammenarbeit, nicht nur zwischen den AiF-Mitgliedern, sondern auch mit weiteren interessierten Förderorganisationen, forschenden Unternehmen und Forschungsinstituten zu unterstützen.

Niederschwellige Vernetzung

Ein attraktives neues Instrument, um diese Ziele zu erreichen, sind geförderte Mitgliedschaften im AiF InnovatorsNet. „Mit geförderten Mitgliedschaften möchte der AiF e.V.  insbesondere KMU, die im Rahmen unseres Netzwerks noch nicht aktiv sind, dafür gewinnen“, sagt AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer. „Schon nach so kurzer Zeit gelingt das mit sehr gutem Erfolg!“, freut er sich. „Über 100 innovative mittelständische Unternehmen und industrienahe Start-ups haben die Chance einer über den AiF e.V. gesponserten Mitgliedschaft bislang genutzt, um Teil der Netzwerkfamilie zu werden und ihre Innovationspotenziale effektiver zu auszuschöpfen. Und wir freuen uns darüber, dass das Interesse an den geförderten Mitgliedschaften konstant weiter wächst.“ Die neuen Mitglieder kommen aus den verschiedensten Branchen und Technologiefeldern und setzen auf Innovation – ob es um Digitalisierung geht, Medizintechnik oder Materialanalytik.

Austausch unter Gleichgesinnten

Aber natürlich profitiert auch das vorhandene AiF-Netzwerk: Alle 100 AiF-Forschungsvereinigungen haben kostenfreien Zugang zum InnovatorsNet, ebenso wie die ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachter der AiF für die Industrielle Gemeinschaftsforschung. Digitales Herzstück ist dabei der InnovatorsNet Hub. Die digitale Kollaborationsplattform ermöglicht den Mitgliedern durch einen persönlichen Zugang den direkten Zugriff auf alle Apps und Leistungen. „Die überwiegende Mehrheit unserer Mitglieder hat sich bereits angemeldet“, stellt AiF-Hauptgeschäftsführer Kathöfer fest. „84 Forschungsvereinigungen mit insgesamt über 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nutzen die Angebote des InnovatorsNet regelmäßig. Und ebenso 83 Gutachterinnen und Gutachter.“

Sven Spieth vom AiF-Mitglied Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. nennt Gründe: „Über das AiF InnovatorsNet können wir uns als Forschungseinrichtung mit innovativen Unternehmen und Start-ups austauschen. Darüber hinaus bietet es interessante Webkurse und Veranstaltungen zu aktuellen Themen, die uns dabei unterstützen, gerade bei den mittelstandsorientierten Fördermöglichkeiten auf dem Laufenden zu bleiben.“

Vielfältige Möglichkeiten

Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH, bringt die Vorteile einer Mitgliedschaft auf den Punkt: „Das AiF InnovatorsNet hilft seinen Mitgliedern dabei, Netzwerke zu erschließen, Partner zu finden, ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln sowie Wachstum und Innovationen voranzutreiben.“ Alle Mitglieder verbindet die Neugierde auf Neues, das Streben nach Entwicklung und eine hohe Handlungsbereitschaft“, sagt Kremer.

Interessiert? So können Sie sich bewerben

Sie sind ein innovatives mittelständisches Unternehmen oder ein industrienahes Start-up und haben Interesse an einer vom AiF e.V. geförderten Mitgliedschaft im AiF InnovatorsNet? Dann können Sie sich formlos darauf bewerben. Dreh- und Angelpunkt ist das passende Mindset: Interessierte sollten visionär in die Zukunft blicken und den Wunsch haben, sich zu engagieren und mit interessanten Innovationsakteuren zu vernetzen. Informationen zu den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Website der AiF unter https://www.aif.de/foerderangebote/gefoerderte-mitgliedschaften-im-aif-innovatorsnet.html. Mit der Teilnahmeerklärung kann jederzeit ein Antrag auf Aufnahme im Netzwerk gestellt werden. (di)

 

Foto: pexels.com

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news-10551Fri, 04 Mar 2022 12:12:16 +0100Verschleißschutz und Kraftstoffeinsparung in der Luftfahrthttps://www.aif.de/news/details/verschleissschutz-und-kraftstoffeinsparung-in-der-luftfahrt.htmlViele Flughäfen befinden sich in sandreichen Regionen. Bei starkem Wind sind Sandkörnchen in der Luft, die die Turbinen ansaugen und deren Schaufeln erodieren lassen. Ebenso wirkt Asche aus Vulkanen, die die Luftfahrt im Extremfall sogar lahmlegt.

Innerhalb eines aktuellen Vorhabens der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) entwickelten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Federführung der AiF-Forschungsvereinigung DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. eine Oxidations- und Verschleißschutzschicht für Titanaluminiden-Legierungen sowie deren Hochtemperatureinsatz in oxidierenden Atmosphären. Bei Titanaluminiden (TiAl) handelt es sich um intermetallische Verbindungen aus Titan und Aluminium. Sie sind vor allem wegen ihrer exzellenten spezifischen Festigkeiten bei hohen Temperaturen von Bedeutung. Der Einsatz von Hochtemperatur-Leichtbauwerkstoffen ermöglicht bei Flugzeugturbinen ein effizienteres Triebwerkdesign und dadurch auch erhebliche Kraftstoffeinsparungen.

Turbinenschaufeln müssen darüber hinaus Temperaturen von 400 bis 700 Grad Celsius standhalten. Mit steigenden Temperaturen erhöhen sich die Verschleißraten erheblich. In dem IGF-Projekt wurden verschiedene Beschichtungen erprobt. Vor allem haben sich die sogenannten MAX-Phasen bewährt, die als ein- und mehrlagige Schutzschichtsysteme sowohl das Oxidations- als auch das Verschleißverhalten von TiAl verbessern können. Die beschichteten Proben besaßen eine herausragende Oxidationsresistenz bei bis zu 800 Grad Celsius sowie ausgewogene mechanische Eigenschaften bei Raumtemperatur. MAX-Phasen gelten als Material der Zukunft. Es ist leicht, temperaturbeständig und hart wie Keramik, dabei aber gut formbar wie erwärmte Metalle.

Dieser Ansatz einer MAX-Phasen-Beschichtung ist grundsätzlich auch für weitere Legierungssysteme im Hochtemperatureinsatz interessant und kann in dem breiten Bereich des Leichtbaus genutzt werden. Im Rahmen des aktuellen IGF-Vorhabens, das 2019 beim „Gordon Research Seminar on High Temperature Corrosion“ (USA) mit einem Posterpreis ausgezeichnet wurde, entstand eine Dissertation. Das vorwettbewerbliche IGF-Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungsvereinigung

DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Forschungseinrichtung

DECHEMA Forschungsinstitut

 

Hochtemperaturverschleißschutzschichten für TiAl-Legierungen - IGF-Projektsteckbrief 19655 N


Foto: © Canva

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