www.aif.dehttps://www.aif.de/deAiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V.Fri, 02 Jun 2023 11:39:59 +0200Fri, 02 Jun 2023 11:39:59 +0200TYPO3 EXT:newsnews-10966Fri, 26 May 2023 06:30:00 +0200Zero Waste bei der Herstellung von Käse und Tofuhttps://www.aif.de/news/details/zero-waste-bei-der-herstellung-von-kaese-und-tofu.htmlErnährungsphysiologisch wertvolle Nebenprodukte der Lebensmittelbe- und -verarbeitung werden immer noch zu hohen Anteilen kostenintensiv entsorgt oder nur als Tierfutter verwertet. Insbesondere bei flüssigen Nebenprodukten wie Sauermolke aus der Frischkäseproduktion oder Sojaserum aus der Tofuproduktion kann dieser Anteil bei über 50 Prozent liegen.

In einem mittelständischen Unternehmen, das Tofu produziert, können jährlich über 5.000 Tonnen Sojaserum anfallen. Die Mengen dieser Nebenprodukte sind innerhalb der vergangenen Jahre kontinuierlich gestiegen und belaufen sich allein in Europa jährlich auf zirka vier Millionen Tonnen Trockenmasse. Ein Gegensteuern ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht dringend notwendig, um das Potential dieser Ressourcen zu bergen.

Gewinnung von natürlichen Aromen und essentiellen Nährstoffen aus Nebenprodukten

Innerhalb eines Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hohenheim und der Technischen Universität München derzeit an einem neuen Verfahren, mit dem Sauermolke und Sojaserum als Wachstumssubstrat für eine Fermentation mit Basidiomyceten (Ständerpilzen) wertsteigernd genutzt werden kann. Daraus können natürliche Aromen sowie biofunktionelle Verbindungen wie Proteine, Vitamine und Ballaststoffe gewonnen werden. Die im Prozess erzielten Produkte können idealerweise komplett in die Lebensmittelindustrie zurückgeführt werden, so dass eine Zero-Waste-Strategie umgesetzt werden kann. Dafür organisiert und begleitet das AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. – FEI die Kooperation von Forschungsteam und Unternehmen. Insgesamt 20 Unternehmen, darunter elf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind in Projektbegleitenden Ausschuss beteiligt sind. Die Forschungsergebnisse können dann von allen interessierten mittelständischen Unternehmen genutzt werden. Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Auch vor dem Hintergrund einer kontinuierlich wachsenden Weltbevölkerung und der dafür benötigten Menge an Lebensmitteln ist es essentiell, solche Upcycling-Verfahren zu entwickeln, mit denen insbesondere neuartige Proteinquellen mit geringem Rohstoff- und Energieeinsatz erschlossen werden können. In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland zahlreiche Lebensmittel-Start-ups gegründet, die pflanzenbasierte Drinks und Proteinprodukte herstellen – und der Trend hält an. Damit wächst auch der Anteil von KMU in dieser Branche, die von den Ergebnissen profitieren können. (frd)

Modellcharakter für weitere Nebenprodukte

Das Upcycling-Verfahren hat Modellcharakter und soll nach Überprüfung der Machbarkeit auf weitere flüssige Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung – wie zum Beispiel Erbsenserum aus der Herstellung von Milchersatzprodukten oder Mutterlauge aus der Laktoseherstellung – übertragen werden.

Forschungseinrichtungen:

Universität Hohenheim Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie FG Aromachemie
Technische Universität München, School of Engineering and Design

Forschungsvereinigung:

Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. – FEI
 

Verwertung von weitgehend ungenutzter Sauermolke und ungenutztem Sojaserum in einem Basidiomyceten-vermittelten Bioprozess zur Gewinnung von wertsteigernden natürlichen Aromen und Mycoproteinen – IGF-Steckbrief-Nr. 22540

Foto: Canva

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news-10965Tue, 23 May 2023 06:30:00 +0200Evaluation der AiF: „unverzichtbare Rolle im deutschen Innovationssystem“https://www.aif.de/news/details/evaluation-der-aif-unverzichtbare-rolle-im-deutschen-innovationssystem.htmlDer forschende Mittelstand in Deutschland benötigt mehr denn je einen erfahrenen starken Partner. Innovationsaffine mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer sichern die Weltmarktfähigkeit unserer Wirtschaft. Die derzeitigen Rohstoff- und Energiepreise, die weitere Durchsetzung des Transformationsprozesses, die Folgen des Ukrainekrieges, der Inflation sowie immer noch der Pandemie verursachen existenzielle Herausforderungen für sie. „Ein rohstoffarmes Land muss die Ressourcen in den Köpfen im doppelten Sinne fördern und in Innovationen investieren. Unser Ziel ist es, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes auch in Zukunft insbesondere durch das gezielte Vernetzen von Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken“, erklärt Professor Michael Bruno Klein, Hauptgeschäftsführer der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. „Laut des aktuell veröffentlichten Innovationsindikators 2023 des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Beratung Roland Berger ist die mangelhafte Anbindung von Wissenschaftseinrichtungen an die Wirtschaft Hauptgrund für Deutschlands Innovationsproblem. Danach belegt Deutschland bei der Innovationsfähigkeit nur noch Platz zehn. Dem werden wir entgegenwirken, denn nachhaltige Vernetzung ist unser Thema, unsere Struktur, unsere noch immer hochaktuelle Gründungsidee. Die AiF bringt jahrzehntelange Erfahrung in ergebnisorientierter Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit und steht als starker Partner an der Seite des deutschen innovativen Mittelstandes“, so Klein weiter.

Stimme des forschenden Mittelstands

Die AiF stellt sich als „Netzwerk der Netzwerke“ neu auf und hat eine externe Evaluierung der 1954 gegründeten Organisation angestoßen. Das hochkarätige Bewertungsteam aus Vertretern der Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Politik unter Vorsitz von Professor Christoph M. Schmidt, Präsident des RWI, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, und Professorin Friedericke Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM), hat seinen Evaluationsbericht Anfang Mai 2023 vorgelegt. Er bescheinigt unter anderem, dass die AiF „bei einer konsequenten Umsetzung des von ihr eingeschlagenen Reformprozesses eine unverzichtbare Rolle im deutschen Innovationssystem einnehmen kann“.

Im Bericht heißt es: „Die AiF kann und sollte die ansonsten fehlende Organisation sein, die die Interessen des forschenden Mittelstandes als dessen Stimme bündelt. Keine andere Organisation in Deutschland ist in der Lage, diese Interessen in ähnlicher Weise branchenübergreifend zu aggregieren und zu artikulieren.“ Und weiter: „Die Stärken der AiF liegen in der Organisation als Interessenvertretung des forschenden Mittelstandes, den Ergebnissen und Vorteilen, die sich aus der erfolgreichen Begleitung und Administration der Forschungsprogramme ergeben, und der damit einhergehenden Transferleistung von der Forschung in die Unternehmen.“

Konsequente Umsetzung des eingeschlagenen Reformprozesses

Die Gutachtergruppe empfiehlt die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Strategie- und Reformprozesses. Es gehe darum, gezielt strategische Lücken im Innovationssystem zu schließen und „vom Verwalten zum Gestalten“ überzugehen. Dabei gilt es, ein neues, reflektiertes Rollenverständnis zu entwickeln. Mit Blick nach innen sind die Veränderungsfähigkeit, Agilität und Diversität zu stärken sowie das Geschäftsmodell des Vereins weiterzuentwickeln und auf eine neue, zukunftsfähige Grundlage zu stellen.  „Um diese Empfehlungen umzusetzen, werden wir beispielsweise die etablierten themenorientierten AiF-Forschungs- und Transferallianzen sowie das AiF-InnovatorsNet als neuartiges agiles Innovationszentrum mit seiner digitalen Transfer-, Kompetenz- und Vernetzungsplattform ausbauen und stärken, den Austausch und die Vernetzung unserer Forschungsvereinigungen untereinander weiter forcieren, eine aussagekräftige Transferindikatorik im Hinblick auf In-, Output und Impact entwickeln und damit die Wirksamkeit der Organisation erheblich erhöhen. Wir schärfen unser Rollenverständnis und fokussieren uns auf die Idee und ‚Essenz‘ der AiF“, beschreibt Klein die anstehenden Aufgaben des Netzwerkes.

IGF-Projektträgerschaft befürwortet

In den vergangenen Jahrzehnten hat die AiF die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), ein weltweit einzigartiges Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums, organisiert – laut den Expertinnen und Experten ein Alleinstellungsmerkmal. Darüber hinaus setze sich der Verein mit seinen 101 Mitgliedern, kompetent, umfassend und nachhaltig für die Belange des forschenden Mittelstandes ein. Eine mögliche zukünftige IGF-Projektträgerschaft durch die AiF Projekt GmbH, einer AiF-Tochter, wird von den Gutachterinnen und Gutachtern unter anderem mehr als befürwortet: „Aufgrund der Struktur, des Mitgliederkreises (Unternehmen und Forschungsvereinigungen) und der tiefen Verankerung der AiF im forschenden Mittelstand können zusätzliche Mehrwerte für Förderempfänger als auch -geber eingebracht werden, die über die Projektträgerschaft hinausweisen.“ Weiter heißt es in dem Abschlussbericht der Evaluation: „Eine gemeinschaftliche (vorwettbewerbliche) Forschung von Konkurrenten kann nur in einem Vertrauensökosystem erfolgen. Die AiF sichert als neutraler, unabhängiger und vertrauenswürdiger Akteur die Grundlagen für die IGF.“

„Wir sehen die Evaluation als fundamentale Hilfe bei der Neuausrichtung des Forschungs- und Transfernetzwerkes AiF, um die Förderung und Unterstützung forschungsaffiner Unternehmen gemeinsam mit unseren Forschungsvereinigungen und -allianzen noch gezielter umzusetzen“, betont AiF-Hauptgeschäftsführer Klein.

Mitglieder der Evaluierungskommission

  • Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (Vorsitz), Präsident des RWI, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen
  • Prof. Dr. Friedericke Welter (Vorsitz), Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM), Bonn
  • Edelgard Bulmahn, Bundesministerin a.D., Mitglied im AiF-Senat
  • Dana Goldhammer, Geschäftsführerin der Umwelt Control Labor GmbH, Köln
  • Robert Heinecke, CEO Breeze Technologies, Hamburg
  • Prof. Dr. Manfred Hennecke, ehemaliger Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin
  • Dr. Thomas Lange, Senior Advisor Achleitner Ventures, Professor Peter Post, Vice President bei Festo SE, Esslingen
  • Prof. Dr. Vivien Procher, Leiterin der Forschungsgruppe “Entrepreneurship and Innovative Business Models” an der Universität Marburg
  • Dr. Thomas Sattelberger, ehemaliger Staatssekretär im Bundesforschungsministerium
  • Markus Uttikal, Geschäftsführer TZM GmbH, Göppingen
  • Dr. Carsten Wehmeyer, Senior Manager Digitalisierung und Innovation beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)
  • Dr. Andreas Heindl (Rapporteur), Projektleiter Mobility Data Space bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
  • Dr. Patrick Pfister (Rapporteur), Bereichsleiter Mobilität bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2022 setzte die AiF über 568,3 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 14 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 247.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

 

Link zu weiteren Informationen zur Evaluation der AiF

Download Abschlussbericht: „Externe Evaluierung der Arbeitsgemeinschaft industrieller
Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF)
Bericht der externen Bewertungsgruppe“
(PDF-Datei)

Download AiF-Presseinformation: Evaluation der AiF: „unverzichtbare Rolle im deutschen Innovationssystem“ (PDF-Datei)

Download druckfähiges Foto: Portrait Prof. Dr. habil. Michael Bruno Klein, AiF-Hauptgeschäftsführer (© AiF; 10 MB)

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news-10962Thu, 18 May 2023 15:58:00 +0200Innovationstag Mittelstand: Webinar zur IGF am 13. Junihttps://www.aif.de/news/details/innovationstag-mittelstand-webinar-zur-igf-am-13-juni.htmlNachhaltigkeit und Klimaschutz, Digitales sowie Gesundheit stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Innovationstags Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Am 15. Juni 2023 können sich Besucherinnen und Besucher im Garten der AiF Projekt GmbH in Berlin Pankow über den Ideenreichtum und die Innovationskraft des Mittelstands sowie die Wirksamkeit der themen- und branchenoffenen Innovationsförderung des Bundes informieren. Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck hat sein Kommen angekündigt.

Am 12. und 13. Juni finden ergänzend kostenfreie Webinare rund um die Innovationsförderung des BMWK statt. Der AiF e.V. ist mit einem Webinar zum Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des BMWK dabei: Am 13. Juni von 12:15 bis 12:45 Uhr stellt Volker Richstein, Leiter Sonderaufgaben Industrielle Gemeinschaftsforschung der AiF, Beteiligungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen an der IGF vor. Ein Teilnahmelink dazu findet sich auf der Veranstaltungsseite; eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die IGF wird im Netzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und vom BMWK mit öffentlichen Mitteln gefördert – im Jahr 2022 mit rund 180 Millionen Euro.

Auf der Website des Innovationstags unter https://innovationstag-mittelstand-bmwk.de/ finden Interessenten außerdem alles Wissenswerte über die Veranstaltung: vom Programm über die Aussteller und alle Webinare bis zu einer Matchmaking-Plattform. (di)

 

Foto: © BMWK

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news-10954Wed, 17 May 2023 08:15:00 +0200Bodenbeläge voll recyclingfähig machenhttps://www.aif.de/news/details/bodenbelaege-voll-recyclingfaehig-machen.htmlBodenbelege, die in öffentlichen Gebäuden wie Verkaufsflächen, Hotels, Arztpraxen, Bürogebäuden oder Produktionsstätten verlegt werden, sind hohen Strapazen ausgesetzt und werden in ganz anderen Größenordnungen als im privaten Bereich verlegt. Leider kann diese spezielle Auslegware nach ihrer Abnutzung bis heute noch nicht vollständig recycelt werden. Vor allem deren sogenannte Rückenbeschichtung verhindert die Recyclingmöglichkeit, da die unterschiedlichen Materialien nicht voneinander trennbar sind. Auch die aktuell genutzten Inhaltsstoffe zum Flammschutz in dem Belag machen eine Wiederverwendbarkeit der gewonnenen Kunststoffe unmöglich. Sie schränken bei einer erneuten Verarbeitung die Spinnfähigkeit zu Perlon- oder auch als Polyamid 6 bezeichneten Fasern für diese Teppichböden ein.

Ziel des Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) war die Entwicklung eines kreislaufwirtschaftsfähigen und gleichzeitig schwer entflammbaren textilen Bodenbelags für Gewerbeimmobilien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) Institut für Textilchemie und Chemiefasern entwickelten dazu eine Kern-Mantel-Faser und konzentrierten den Flammhemmer in der Außenhülle, dem Mantel der Faser. Deren Kern besteht aus einem unveränderten Polyamid 6 und sichert damit die Eignung zur Fadenbildung und Festigkeit.

Das in dem IGF-Vorhaben kooperierende Forschungsteam des TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V. setzte seine Tufting-Expertise in der Entwicklung und Herstellung des neuen textilen Bodenbelags ein. Das Tufting-Verfahren ist das gebräuchlichste für die Teppichbodenherstellung. Die Begriffe Tufting oder Tufted sind vom englischen tuft – wörtlich: Büschel – abgeleitet. Die Aachener Forschenden konzipierten konkret eine Rückenbeschichtung, die von der oberen Nutzschicht des Teppichbodens abtrennbar und einzeln recycelbar ist.

Viele Betreiber von Gewerbeimmobilien streben „grüne“ Zertifizierungen ihrer Gebäude an. Ein erstmals vollständig recycelbarer textiler Bodenbelag ermöglicht den deutschen Herstellern, vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, wirksame Wettbewerbsvorteile auf dem Markt für Ausstattungen von gewerblich genutzten Innenflächen.

In weiterführenden Untersuchungen soll geklärt werden, unter welchen Bedingungen ein Einsatz der hier entwickelten Bodenbelagskonstruktion auch als Wandbelag möglich wäre.

Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungseinrichtungen:

TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V.

Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF) Institut für Textilchemie und Chemiefasern

Forschungsvereinigung:

Forschungskuratorium Textil e.V. - FKT
 

Entwicklung eines kreislaufwirtschaftsfähigen textilen Bodenbelags für den Objektbereich auf Basis von Bikomponentenfasern aus flammhemmendem und herkömmlichem Polyamid 6 – IGF-Steckbrief-Nr. 21736 N


Foto: Canva

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news-10956Tue, 09 May 2023 14:32:52 +0200Das Universum im Bauch der „MS Wissenschaft“https://www.aif.de/news/details/das-universum-im-bauch-der-ms-wissenschaft.htmlDas Ausstellungschiff „MS Wissenschaft“ beginnt seine jährliche Tour innerhalb des Wissenschaftsjahres 2023 – Unser Universum am 9. Mai 2023 in der deutschen Hauptstadt. Von Berlin aus geht es ab dem 23. Mai 2023 durch zahlreiche Städte Deutschlands und Österreichs.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) richtet gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD) – die AiF gehört zu den WiD-Trägerorganisationen – seit dem Jahr 2000 die Wissenschaftsjahre aus. Ziel ist es, die Menschen stärker für Wissenschaft zu interessieren und den gesellschaftlichen Dialog über Forschung zu befördern. Entwicklungen in der Forschung sollen für Bürgerinnen und Bürger transparenter und zugänglicher werden, gleichzeitig sollen gesellschaftliche Debatten über diese Entwicklungen angestoßen und vorangetrieben werden.

Rund 30 interaktive Exponate auf dem Ausstellungsschiff vermitteln aktuelle Erkenntnisse der Weltraumforschung, ermöglichen virtuelle Flüge zum benachbarten Sonnensystem Alpha Centauri oder die Suche nach außerirdischem Leben auf fernen Monden. Auch der Blick auf die Erde wird fokussiert - unter anderem mit Informationen über Satelliten, die Klimaveränderungen auf der Erde messen. Weitere Ausstellungsstücke zeigen, wie sich die menschliche Vorstellung vom Kosmos über Kulturen und Epochen hinweg unterscheidet.

Die wissenschaftlichen Inhalte sind unterhaltsam aufbereitet und damit für alle Altersgruppen gleichermaßen interessant. Ergänzend gibt es in vielen Tourorten ein umfassendes Veranstaltungsprogramm Der Eintritt ist frei. (frd)

Link zu weiteren Informationen zur Ausstellung auf der MS Wissenschaft

Link zu den Stationen der Tour
 

Foto: © Heiner Witte/Wissenschaft im Dialog

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news-10948Thu, 27 Apr 2023 08:01:19 +0200Zuwachs: 101. Mitglied der AiFhttps://www.aif.de/news/details/zuwachs-101-mitglied-der-aif.htmlDie Forschungsvereinigung Großhandel e.V. (ForveG) ist seit Mitte April 2023 Mitglied der AiF – und damit ihr 101. Mitglied. Die ForveG hat ihren Sitz in Berlin und unterstützt wissenschaftliche Forschung im Bereich des funktionalen Großhandels und der intermediären Dienstleistungen. Der Verein initiiert und entwickelt Forschungsvorhaben, vernetzt Unternehmen aus dem B2B-Bereich mit Forschungseinrichtungen in trans- und interdisziplinären, anwendungsorientierten Projekten, vergibt Forschungsaufträge, bewirkt die finanzielle Förderung von Forschungsprojekten, insbesondere im Bereich der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung, und unterstützt Lehre und Nachwuchsförderung.

Till Blässinger, Vorstandsvorsitzender der ForveG erklärt: „Wir freuen uns darauf, zukünftig aktiv im Netzwerk der AiF mitzuarbeiten. Der Großhandel hat eine große Bedeutung in der Wirtschaft. In der Forschung ist er demgegenüber stark unterrepräsentiert. Hier will die ForveG gemeinsam mit dem Netzwerk der AiF neue Impulse und Entwicklungen in Gang setzen.“ (di)
 

Foto: canva

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news-10944Mon, 24 Apr 2023 10:02:11 +0200Innovationstag Mittelstand mit Bundeswirtschaftsminister Habeckhttps://www.aif.de/news/details/innovationstag-mittelstand-mit-bundeswirtschaftsminister-habeck.htmlNeuigkeiten vom Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck ist am 15. Juni 2023 dabei, um sich darüber zu informieren, wie sich der Mittelstand für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft stark macht. Die Open-Air Veranstaltung mit rund 300 Ausstellern findet im Garten der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow statt, die vom BMWK mit der Organisation des Tages beauftragt ist. Unter dem Leitgedanken „Wandel durch Innovationen“ stehen als Fokus-Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Digitales sowie Gesundheit im Mittelpunkt.

Als Schaufenster erfolgreicher Innovationen stellt der Innovationstag das breite Spektrum der mittelstandsorientierten Innovationsförderung des BMWK vor und bietet den Teilnehmenden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vielfältige Möglichkeiten der Information und des Austausches.

Auf der Website des Innovationstags unter www.innovationstag-mittelstand-bmwk.de können sich Interessenten ab sofort für ihren Besuch anmelden und werden fortlaufend über Aktuelles zu den Ausstellern und zum Programm informiert. Außerdem erfahren Sie hier Wissenswertes zu digitalen Begleitangeboten wie Webinaren rund um die Innovationsförderung des BMWK und der Matchmaking-Plattform zur Unterstützung der Anbahnung von Kooperationen. Der AiF e.V. ist mit einem Webinar zum Programm Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des BMWK dabei: Am 13. Juni von 12:15 bis 12:45 Uhr geht es um die Beteiligungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen an der IGF. (di)

 

Foto: © BMWK / Dominik Butzmann

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news-10943Fri, 21 Apr 2023 10:23:09 +0200Hannover-Messe 2023: IGF auf dem Gemeinschaftsstand des BMWK https://www.aif.de/news/details/hannover-messe-2023-igf-auf-dem-gemeinschaftsstand-des-bmwk.htmlAuf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) der diesjährigen Hannover-Messe ist auch die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) mit einem Exponat vertreten. Sie wird unter dem Dach der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und das BMWK stellte für die Förderung von IGF-Projekten öffentliche Mittel zur Verfügung.

Mit dem IGF-Exponat, das auf der größten deutschen Industriemesse präsentiert wird, werden Geotextilien, die mit neuartigen Textilstrukturen Bodenerosion verhindern, vorgestellt. Innerhalb eines Forschungsvorhabens der IGF haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V. und der Fachhochschule Münster Fachbereich Bauingenieurwesen, Geotechnik und Bauverfahrenstechnik gemeinsam mit dem Forschungskuratorium Textil e.V. – FKT, einem von 101 AiF-Mitgliedern, sogenannte getuftete Geotextilien entwickelt, die aufgrund ihrer Materialauswahl und Konstruktion für den Einsatz zum Erosionsschutz an schrägen Böschungen geeignet sind. Dreidimensionale textile Strukturen können die eingebrachte Erde einschließen und deren Abtragung bei Starkregenereignissen gegenüber zweidimensionalen Strukturen deutlich reduzieren.

Im Rahmen des IGF-Projektes wurden Eckdaten für die Höhe und Dichte der Strukturen erarbeitet und mögliche Trägermaterialien oder Garne für das Tuftingverfahren untersucht. Durch Thermobonding – die thermische Verfestigung der Vliesstoffe, die eine höhere Bindungsfestigkeit und leichtere Vliesstoffe ermöglicht – wurde eine Polnoppeinbindung realisiert. Polnoppen sind unter anderem bei Teppichen ein Qualitätsmerkmal. Deshalb sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch in der künftigen Herstellung solcher Geotextilien einen möglichen neuen Produktionsbereich für mittelständische Teppichhersteller.

„Das Projekt auf dem BMWK-Stand zu präsentieren, ist für uns ein großer Glücksgriff. Wir erleben viel Bestätigung, dass das Forschungsthema wichtig und richtig ist. Weiter haben wir wertvolle Hinweise zu Netzwerk- und Ansprechpartnern für eine Umsetzung unserer Forschung in die Praxis erhalten“, so Sophia Gelderblom, Forschungskoordinatorin und Teamleiterin Werkstoffe und Nutzungseigenschaften im TFI.  Es sei entscheidend, mit einem realen großen Demonstrationsobjekt das Funktionieren des Erosionsschutzprinzips durch 3D-Geotextilien zu zeigen. „Wir konnten auf der Hannover Messe bereits Kontakte knüpfen, die eine Umsetzung im Bereich der Tagebau-Renaturierung als realistisch ansehen. Zusätzlich haben wir auch Anregungen und mögliche Kontaktpartner für Materialien, die wir in bioabbaubaren 3D-Geotextilien einsetzen können, erhalten“, ergänzt Gelderblom. (frd)

Foto: © TFI

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news-10931Tue, 18 Apr 2023 16:33:00 +0200CORNET kompakt erklärthttps://www.aif.de/news/details/cornet-kompakt-erklaert.htmlCORNET – Collective Research Networking – verknüpft nationale Förderprogramme verschiedener Länder miteinander, um internationale Forschungsprojekte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu ermöglichen. CORNET basiert auf deutscher Seite auf der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die aus Mitteln des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) über die AiF gefördert wird. Zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr, eine persönliche Antragsberatung und Unterstützung bei der Partnersuche sowie unbürokratische Lösungen zeichnen das Netzwerk aus.

Ab sofort finden Interessenten in den CORNET-FAQ kompakte Antworten zu allen wichtigen Fragen rund um die Initiative, von den Beteiligungsmöglichkeiten über das Antragsprozedere bis zur Erfolgsquote. Schauen Sie doch mal rein! (di)

 

Foto: canva

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news-10938Mon, 17 Apr 2023 13:42:54 +0200Ausschreibung: Leittechnologien für die Energiewendehttps://www.aif.de/news/details/ausschreibung-leittechnologien-fuer-die-energiewende-1.htmlAuch in diesem Jahr fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Bereich der Energiewende über die in der IGF-Richtlinie vom 21. Dezember 2022 vorgesehene Variante „Leittechnologien für KMU“. Die Energiewende ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte und erfordert die Umsetzung technologischer Innovationen in allen Bereichen des Energiesystems.

Vor diesem Hintergrund wurde 2016 eine Programmkooperation zwischen dem Energieforschungsprogramm des BMWK und der IGF mit der AiF realisiert, die mit ihrem branchen- und technologiefeldübergreifenden Netzwerk von Forschungsvereinigungen und mittelständischen Unternehmen wichtige Forschungsbeiträge zur Realisierung der Energiewende für die Praxis leisten kann. Als Dialogplattform zur Umsetzung der Programmkooperation hat sich in diesem Zuge auch die AiF-Forschungs- und Transferallianz Energiewende gegründet, deren Forschungsbeirat die Aufgabe hat, Empfehlungen zur finanziellen Förderung von IGF-Forschungsvorhaben mit Energiewende-Bezug auszusprechen.

Einreichungsfrist bis 9. Juni 2023

Im Rahmen der aktuellen Bekanntmachung können bis zum 9. Juni 2023 Anträge bei der AiF eingereicht werden. Über die Fördermodalitäten der aktuellen Ausschreibung informiert die  Bekanntmachung „Leittechnologien für die Energiewende“. (di)

 

Foto: canva

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news-10919Fri, 14 Apr 2023 08:16:00 +0200Seltene Erden aus verbrauchten Magnetenhttps://www.aif.de/news/details/seltenen-erden-aus-verbrauchten-magneten.htmlSeltene Erden (SE) machen unsere Smartphones, LEDs, Elektromotoren und Windkraftanlagen leistungsfähig. Nach element- und hochreiner Aufbereitung werden sie fast ausschließlich in zahlreichen Hochtechnologiebereichen und Energiespartechnologien eingesetzt. Unter dem Begriff Seltene Erden werden Lanthan und die im Periodensystem auf das Lanthan folgenden Elemente Cer, Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium, Lutetium einschließlich des chemisch ähnlichen Elements Yttrium zusammengefasst. Zwar werden die wertvollen Rohstoffe jeweils nur in sehr kleinen Mengen genutzt, ähnlich wie kostbare Gewürze beim Kochen, doch genau wie die Gewürze spielen auch die Seltenen Erden eine entscheidende Rolle.


China dominiert die Bergwerksförderung

China dominiert mit über 60 Prozent die Bergwerksförderung und mit etwa 90 Prozent die Raffinadeproduktion. Das größte europäische Vorkommen liegt in Schweden und auch in Sachsen wurde vor etwa zehn Jahren eine Lagerstätte entdeckt. Bis zur tatsächlichen Förderung könnte es allerdings noch Jahre dauern. Entsprechende Zulassungsverfahren sind langwierig. Und auch dann ist fraglich, inwieweit sich ein großflächiger Abbau und Export in Europa wirtschaftlich lohnt.

Aus ökologischen und auch ökonomischen Gründen ist ein Recycling, zum Beispiel aus verbrauchten Magneten, evident. Neodym-Eisen-Bor Magnete (abgekürzt NdFeB-Magnete), auch als Supermagnete bezeichnet, sind eine Schlüsselkomponente in den energieeffizientesten Elektromotoren und Generatoren. Seltene Erden wie Noedym, Dysprosium und Praseodym kommen damit in zahlreichen Elektrogeräten vor. Da Deutschland und die Europäische Union auf den Import dieser Elemente angewiesen sind, besitzt die effektive Nutzung von Sekundärquellen eine herausragende kreislaufwirtschaftliche Bedeutung.

Weniger als ein Prozent in Europa bisher recycelt

Die Rückgewinnung aus Altmagneten könnte ein alternativer Ansatz sein, um den Mangel an SE auf dem Markt auszugleichen. Darüber hinaus ist die Entwicklung eines nachhaltigen und wirtschaftlich tragfähigen Recyclingprozesses für SE aus NdFeB-Magneten erforderlich, um die Abhängigkeit der Industrie vom (chinesischen) Bergbau einzuschränken. Eine effiziente Rückgewinnung von SE erfordert die Entwicklung einer umweltverträglichen, vollständig integrierten und logistisch einwandfreien Strategie. Dazu gehört unter anderem, die Demontage, Sortierung, Vorverarbeitung und Behandlung der alten Magneten. Derzeit werden in Europa weniger als ein Prozent der SE recycelt. Ursachen sind die nicht vorhandene Sammellogistik und fehlende strategische Informationen über die Menge der gebrauchten Materialien. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling an der RWTH Aachen (IME) haben unter dem Dach des AiF-Mitglieds Stifterverband Metalle e.V. einen kombinierten hydro- (elektrochemisches Abscheiden) und pyrometallurgischen (Aufschmelzen) Prozess entwickelt, der auf einer ultraschallunterstützten selektiven Auslaugung basiert. Diese Technologie kann für das Recycling von verbrauchten Magneten und anderen Sekundärrohstoffen unter anderem von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) genutzt werden. Die Ergebnisse dieses Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), an dem sieben Unternehmen, darunter fünf KMU, im Projektbegleitenden Ausschuss beteiligt sind, können von allen interessierten mittelständischen Unternehmen genutzt werden. Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungseinrichtung:

Institut für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling an der RWTH Aachen (IME)

Forschungsvereinigung:

Stifterverband Metalle e.V
 

Nachhaltige Gewinnung von Seltenen Erden Elemente (Nd, Dy, Pr) aus verbrauchten Magneten IGF-Projekt-Steckbrief: 287 E

 

Foto: Canva

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news-10933Wed, 12 Apr 2023 08:57:00 +0200Potenziale für den Leichtbau https://www.aif.de/news/details/potenziale-fuer-den-leichtbau.htmlDer Einsatz von hoch- und höchstfesten Stählen birgt großes Potential für neue Formen des Leichtbaus, für Effizienzsteigerungen im Materialeinsatz sowie für neue Konstruktionsarten mit dem Werkstoff Stahl. Am 16. und 17. Mai 2023 findet im Haus der Technik in Essen das Seminar „Hochfester Stahl im Stahl- und Anlagenbau statt. Die Veranstaltung berichtet über den FOSTA Forschungsverbund HOCHFEST des AiF-Mitglieds Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA), der sich mit Hilfe der Stahlanwendungsforschung technisch‐wissenschaftlichen Fragestellungen widmet, die zur Verbesserung von Bemessungs‐ und Konstruktionsregeln, zur Weiterentwicklung von Entwurfs‐ und Anwendungstechniken sowie zur Erweiterung von Einsatzgebieten hoch- und höchstfester Stähle im Stahl- und Anlagenbau beitragen können.

Die Veranstaltung berichtet über 35 praxisnahe Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) zur innovativen Bemessung und Verarbeitung hochfester Stähle im Stahlbau, Verbundbau und Anlagenbau. Die vorwettbewerbliche IGF wird im Netzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen organisiert und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert IGF-Projekte mit öffentlichen Mitteln – 2022 mit 181 Millionen Euro.

Teilnehmende aus Industrie und Wissenschaft bekommen im Rahmen des Seminars einen kompakten Überblick zu neusten Entwicklungen für aktuelle und zukünftige Erweiterungen normativer Regelungen auf nationaler und europäischer Ebene und haben die Möglichkeit zur inhaltlichen Diskussion, zur Fortbildung und zur Vernetzung in diesem wichtigen Themenbereich. (di)

16. und 17. Mai in Essen

Interessiert? Hier gibt es alles Wissenswerte rund um die Veranstaltung:

 

Foto: canva

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news-10930Tue, 11 Apr 2023 16:26:00 +0200Friedrich‐Meuser‐Forschungspreis ausgeschriebenhttps://www.aif.de/news/details/friedrich-meuser-forschungspreis-ausgeschrieben.htmlMit dem Friedrich‐Meuser‐Forschungspreis zeichnet das AiF-Mitglied Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) einmal jährlich die beste Dissertation aus, die im Rahmen eines vom FEI koordinierten Projekts der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) entstanden ist. Der FEI hat nun die Ausschreibung für 2023 veröffentlicht: Einreichungen sind bis zum 28. April 2023 (10:00 Uhr) per E‐Mail willkommen. Neben der Dissertationsschrift werden lediglich eine einseitige Zusammenfassung sowie ein Lebenslauf erwartet.

Die Forschungsarbeiten sind thematisch nicht eingegrenzt. Eigennominierungen von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sind ebenso möglich wie Vorschläge von Instituts‐ und Projektleiter/innen. Zulässig ist die Einreichung von Dissertationsschriften, die im Rahmen eines abgeschlossenen Promotionsverfahrens entstanden sind und deren Veröffentlichung maximal zwei Jahre zurückliegt. Die Bewertung und Auswahl der Arbeiten erfolgt aufgrund ihrer wissenschaftlichen Exzellenz, ihres Innovationspotenzials und ihrer wirtschaftlichen Anwendungsrelevanz.

Der 2019 erstmals vergebene Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und ist nach Prof. Dr. Dr. Friedrich Meuser benannt. Der langjährige frühere Leiter des Wissenschaftlichen Beirats des FEI hat sich gleichermaßen um die Förderung der vorwettbewerblichen IGF wie um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verdient gemacht. Die Vergabe des Friedrich-Meuser-Forschungspreises 2023 erfolgt nach aktueller Planung im Rahmen der FEI-Jahrestagung am 7. September in Berlin.

Hier geht es zur Ausschreibung: https://www.fei-bonn.de/ausschreibung-2023. (di)


Foto: © FEI

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news-10929Thu, 06 Apr 2023 16:17:00 +0200ACHEMA-Gründerpreis: Zukunftsmacher gesucht!https://www.aif.de/news/details/achema-gruenderpreis-zukunftsmacher-gesucht.htmlIm Vorfeld der ACHEMA 2024, der Weltleitmesse für die internationale Prozessindustrie, haben das AiF-Mitglied DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V., die Business Angels FrankfurtRheinMain und der High-Tech Gründerfonds erneut den ACHEMA-Gründerpreis ausgeschrieben. Gesucht werden innovative Start-ups und Unternehmen in Gründung mit marktfähigen Ideen in den Bereichen Chemie, Verfahrenstechnik und Biotechnologie.

Die chemische Industrie steht vor großen Herausforderungen: Klimaneutralität, Rohstoffsicherheit, der Übergang zu einer Circular Economy, aber auch der Ruf nach neuen Produkten und Lösungen verändern die Branche grundlegend. Eine Chance für Start-ups, die mit ihren disruptiven Ideen und ihrer Flexibilität einen wesentlichen Beitrag leisten können. Doch auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren verbessert hat, ist die Zahl der Gründungen in diesen Bereichen immer noch gering. Neben der Finanzierung ist vor allem der Kontakt zu und die Kooperation mit etablierten Playern nach wie vor eine Hürde. Der ACHEMA-Gründerpreis setzt genau hier an. Über den gesamten Wettbewerb hinweg ist die Vernetzung zu Mentoren und möglichen Kooperationspartnern ein wesentlicher Bestandteil.

Die AiF unterstützt den Preis mit dem AiF InnovatorsNet. „Der ACHEMA-Gründerpreis gestaltet die Zukunft der Chemie, Prozesstechnologie und Biotechnologie mit, indem er innovativen Start-ups und ihren Lösungen Sichtbarkeit und einzigartige Möglichkeiten verschafft sowie etablierten Unternehmen Zugang zu cross-industry Innovationen und frischen Ideen ermöglicht. Dieser Ansatz, durch den Blick ‚out of the box‘ und gezielte Vernetzung Innovationen zu ermöglichen, entspricht genau der Philosophie des AiF InnovatorsNet. Daher unterstützen wir diesen wichtigen Preis gerne“, sagt Jan Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH, die das inhaltliche Angebot des AiF InnovatorsNet kuratiert.

Der ACHEMA-Gründerpreis besteht aus einem dreiphasigen Wettbewerb:

  • Ideen können bis zum 2. Juni 2023 eingereicht werden.
  • Konzepte können bis zum 1. September 2023 eingereicht werden.
  • Businesspläne können bis zum 1. Dezember 2023 eingereicht werden.

Auf dem Weg von der Beitragseinreichung über das Finale bis zur Siegerehrung auf der ACHEMA können Teilnehmende wertvolle Kontakte knüpfen und Sichtbarkeit für ihr Unternehmen erlangen. Eine Woche lang präsentieren sich hier bis zu zehn Finalisten der internationalen Community und zukünftigen Kunden und Geschäftspartnern. Als Siegesprämie winken dem Unternehmen mit dem überzeugendsten Businessplan 15.000 Euro.

Alle weiteren Informationen finden Interessenten unter www.achema.de/gruenderpreis. (di)

 

Foto: canva

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news-10925Mon, 03 Apr 2023 09:03:00 +0200Neuer Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialoghttps://www.aif.de/news/details/neuer-geschaeftsfuehrer-von-wissenschaft-im-dialog.htmlDr. Benedikt Fecher (37) übernahm am 1. April 2023 die Geschäftsführung von Wissenschaft im Dialog (WiD). Die gemeinnützige GmbH, zu deren Trägerorganisationen die AiF gehört, wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. von führenden deutschen Wissenschaftsorganisationen gegründet, organisiert deutschlandweit Diskussionen, Ausstellungen, Wettbewerbe und betreibt Online-Portale rund um Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation.

Fecher ist Wissenschaftsforscher und leitet seit 2017 das Forschungsprogramm „Wissen & Gesellschaft“ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. In seiner Forschung befasst er sich mit der Frage, wie sich Digitalisierung auf die Beziehung von Wissenschaft und Gesellschaft auswirkt. Der neue WiD-Geschäftsführer hat eine Vielzahl von Formaten der Wissenschaftskommunikation mitentwickelt, darunter den international viel gelesenen Blog „Elephant in the Lab” oder den Essay-Wettbewerb „2040 – Utopias for a Digital Society”. Fechner löst Markus Weißkopf ab, der elf Jahre die Geschäftsführung von Wissenschaft im Dialog inne hatte.

„Als neuer Geschäftsführer von WiD, ist es mein Ziel, einen produktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu ermöglichen und zu fördern. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen, unseren Gesellschaftern und Partnern und der vielfältigen Community, innovative Wege zu finden, damit das gelingt. Gleichzeitig möchte ich dazu beitragen, diesen Dialog enger an die Forschung heranzuführen und unsere Expertise zu relevanten Fragen im Schnittfeld von Wissenschaft und Gesellschaft auszubauen", erklärte Dr. Benedikt Fecher anlässlich seines WiD-Starts. (frd)

Foto: © HIGG

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news-10924Fri, 31 Mar 2023 09:02:43 +020035. internationaler CORNET-Call geschlossenhttps://www.aif.de/news/details/35-internationaler-cornet-call-geschlossen.htmlAm 29. März 2023 endete die aktuelle Ausschreibungsrunde des transnationalen Fördernetzwerkes CORNET. Bis zu diesem Stichtag hatten Projektbeteiligte aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, Anträge für internationale Kooperationsvorhaben einzureichen. Auch in der aktuellen Ausschreibungsrunde war die Beteiligung deutscher Antragsteller aus dem AiF-Netzwerk sehr hoch.

Projekteingänge alle mit deutscher Beteiligung

In der 35. CORNET-Ausschreibungsrunde wurden insgesamt 30 Anträge eingereicht – alle mit deutscher Beteiligung und größtenteils unter Federführung der jeweils branchenrelevanten AiF-Forschungsvereinigung als Projektkoordinator. Das macht Deutschland und die AiF mit ihren Forschungsvereinigungen und den darüber eingebundenen mittelständischen Unternehmen erneut zum aktivsten Partner in CORNET.

Internationale Forschungsvorhaben mit Nachhaltigkeitsfokus

Umwelt und Nachhaltigkeit sind die zentralen Themen der eingereichten internationalen Projektvorschläge, die aus unterschiedlichsten Branchen und Bereichen stammen und sich mit innovativen Recyclingverfahren beschäftigen: von farbigen Textilabfällen über Lebensmittelverpackungen bis hin zu Altbatterien mit Zero-Waste-Ansatz für Fahrzeuge und elektronische Geräte. Auch die Entwicklung eines umweltfreundlichen Verfahrens zur Herstellung biobasierter Industriegetriebeöle sowie die Entwicklung einer umweltfreundlichen isolierenden Pulverbeschichtung im Bereich des passiven Brandschutzes unter Verwendung von Abfällen und nachwachsenden Materialien als aktive Komponente der feuerhemmenden Beschichtung zählen zu den Projektthemen der aktuellen Ausschreibungsrunde. Im Bereich Ernährung geht es ebenfalls um Nachhaltigkeit, indem sich ein Projekt etwa der Etablierung des klimaresistenten und gleichzeitig sehr nährstoff- und ertragsreichen Getreides „Sorghum“ widmet, um den Herausforderungen einer nachhaltigen Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu begegnen.

Viele Projektanträge in Kooperation mit polnischen und brasilianischen Partnern

Unter den Antragseingängen befinden sich bilaterale und trilaterale Kollaborationsprojekte mit polnischen, flämischen, wallonischen, österreichischen, tschechischen, schweizerischen, spanischen und türkischen Partnern. Die meisten Anträge wurden in Kooperation mit polnischen Partnern eingereicht. Zusätzlich zu Kooperationen aus dem eher europäischen Raum sind auch sechs Projekte mit dabei, bei denen sich deutsche Projektteilnehmer mit Partnern aus Brasilien zusammengeschlossen haben.

Ob ein Projektantrag infolge der Evaluierung durch internationale Expertinnen und Experten bewilligt wird, erfahren Antragsteller voraussichtlich im November 2023.

Weitere Informationen zu CORNET finden Interessenten auf der AiF-Website oder in englischer Sprache auf der CORNET-Website. Bei Fragen zu CORNET lohnt ebenfalls ein Blick in die neuen CORNET-FAQ auf der AiF-Website. Darüber hinaus stehen die CORNET-Expertinnen und -Experten der AiF gerne für weiterführende Fragen zur Verfügung.

CORNET – die internationale Variante der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)

CORNET ermöglicht internationale Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung, die auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden. Die hohe Erfolgsquote von durchschnittlich 66 Prozent macht CORNET zu einem wichtigen Förderinstrument für den Mittelstand, der von dem ergänzenden Know-how internationaler Partner profitiert und sein Innovationspotenzial so deutlich stärken kann.

Nächste Ausschreibungsrunde im CORNET-Netzwerk

Das internationale Fördernetzwerk CORNET organisiert zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr, immer mit den Fristen Ende März und Ende September. Die nächste Ausschreibungsrunde für CORNET-Projekte endet am 27. September 2023. (be)

 

Foto: Canva

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news-10913Mon, 27 Mar 2023 12:23:00 +020016. Mai 2023: Chance Innovationhttps://www.aif.de/news/details/16-mai-2023-chance-innovation.htmlUnter der Überschrift „Chance Innovation – Wege und Lösungen“ laden die Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Köln in Kooperation mit der AiF am 16. Mai interessierte Unternehmer in die Industrie- und Handelskammer zu Köln ein. In der rund zweistündigen Präsenzveranstaltung stehen neben Basisinformationen Erfahrungsberichte aus der industriellen Praxis im Mittelpunkt. Drei Referentinnen und Referenten aus Unternehmen stellen dazu ihre Best-Practice-Beispiele und -Tipps vor. AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein setzt den einführenden Impuls „Quo Vadis innovativer Mittelstand“ und Jan Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH, präsentiert Förderung und Transfer als Bausteine für Innovationen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu persönlichem Austausch und Vernetzung.

Innovation bedeutet nicht nur die Erschließung neuer Märkte, Zielgruppen und Wettbewerbsvorteile, sondern auch die Reaktion auf veränderte Rahmenbedingung sowie Kundenanforderungen. Innovation ist also eine Chance für Unternehmen, die neue Potenziale generieren möchten. Die notwendigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung sind dabei ebenso wichtig, wie auch die Erfahrung anderer, die diesen Prozess bereits durchlaufen haben.

Interessiert? Hier geht es zum kompletten Programm und zur Anmeldung für die kostenfreie Veranstaltung: IHK Köln Eventanmeldung (ihk-koeln.de). (di)

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news-10910Wed, 15 Mar 2023 15:08:20 +010029. März 2023: 4. Wirtschaftsforum BioökonomieREVIER https://www.aif.de/news/details/29-maerz-2023-4-wirtschaftsforum-biooekonomierevier.htmlDie diesjährige Fachtagung für zirkuläre Bioökonomie am 29. März 2023 steht im Zeichen der Gestaltung der Transformation im Rheinischen Revier. Es geht um Fragen wie notwendige politische Rahmenbedingungen, wie sich die Industrie erfolgreich transformieren und klimaneutral werden kann und wie man Vorhaben finanzieren kann.

Rainer Färber, Projektleiter „Mittelstand-Digital Zentrum Ländliche Regionen“ und Business Development der AiF, ist mit dabei. Er stellt die AiF in der Präsenzveranstaltung am Forschungszentrum Jülich mit ihren Transfer-Initiativen sowie passende Förderprogramme wie die vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) vor.

Im Rahmenprogramm der Veranstaltung können sich Akteure aus der Region wie Start-ups, Strukturwandelinitiativen, Innovationsprojekte und Förderinstitutionen untereinander austauschen.  Beleuchtet werden u. a. die Themen CO2-Reduktion, Defossilisierung, Ressourceneffizienz, der Einsatz regionaler Rohstoffe sowie innovative Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten. Auch die Themen Investieren und Finanzieren – jenseits der Strukturförderung – stehen auf dem Programm.

Hier geht´s zum kompletten Programm.

Anmeldungen zur kostenfreien Veranstaltung sind online bis spätestens 20. März möglich. (di)

 

Foto: © canva

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news-10908Tue, 14 Mar 2023 15:40:51 +0100Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage in Belo Horizonte: AiF vertretenhttps://www.aif.de/news/details/deutsch-brasilianische-wirtschaftstage-in-belo-horizonte-aif-vertreten.htmlDer Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck eröffnete am 13. März 2023 die 39. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage unter dem Motto „Neue Ansätze für Energie, Klima und Digitalisierung“ im brasilianischen Belo Horizonte. Gemeinsam mit dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir und einer Wirtschaftsdelegation ist er bis 16. März 2023 in Brasilien und Kolumbien zu wirtschaftspolitischen Gesprächen mit Vertretern der jeweiligen Regierungen und Wirtschaft unterwegs. Die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist aufgrund der engen internationalen Zusammenarbeit mit der brasilianischen Organisation SENAI (Serviço Nacional de Aprendizagem Industrial) auf den diesjährigen Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen vertreten. Beide Organisationen unterstützen mittelständische Unternehmen bei Vorhaben der angewandten vorwettbewerblichen Forschung im eigenen Land und auch international.

Konkrete Zusammenarbeit zwischen AiF und brasilianischer SENAI festgeschrieben

Zu Beginn der Wirtschaftstage haben SENAI und das Innovation and Technology Center SENAI CIT FIEMG mit der AiF einen gemeinsamen Joint Call zu den Themen grüner Wasserstoff, Nachhaltigkeit, Klima-  und Ressourceneffizienz unterzeichnet. Bereits im Mai 2022 verständigten sich die AiF- und SENAI-Vertreter in Berlin auf ein Memorandum of Understanding mit dem Ziel, gemeinsame Forschungsprojekte zum Nutzen deutscher und brasilianischer Unternehmen zu initiieren.

„Die Zusammenarbeit nimmt konkrete Formen an: Zu den im Joint Call genannten Themen binden wir brasilianische Unternehmen und Start-ups in das AiF-InnovatorsNet ein, um einen ‚Link‘ zwischen innovativen Akteuren und Unternehmen noch einfacher zu machen. Wir werden die Projekte auch im AiF-InnovatorsNet aufbereiten und transferorientiert sowie niederschwellig darstellen“, erklärt Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GmbH und stellvertretender Hauptgeschäftsführer des AiF e.V. Das AiF-InnovatorsNet Hub der AiF FTK GmbH ist eine digitale Plattform, auf der sich die Mitglieder zu Kooperationen austauschen, Angebote und Gesuche platzieren und sich in exklusiven Networking Events, Webtalks und Workshops informieren und präsentieren können.

Darüber hinaus sei eine Reihe zum Thema Markteintritt vereinbart – „ohne den Fokus ausschließlich auf die Forschung zu legen, sondern ebenfalls zu Möglichkeiten, wie Start-up- oder mittelständische Unternehmen aus Deutschland in Brasilien Fuß fassen können und was sie beachten müssen“.

Bundeswirtschaftsminister betont Brasiliens Schlüsselrolle im globalen Klimaschutz

Während der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage, an denen Jan-Frederik Kremer teilnahm, betonte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck „Brasiliens Schlüsselrolle bezüglich der Potenziale für Erneuerbare Energien und bedeutende Rohstoffvorkommen beim globalen Klimaschutz und der Umstellung unserer Volkswirtschaften hin zu grünen, nachhaltigen Modellen“.

AiF-Netzwerk setzt drängende Themen bereits um

„Wir freuen uns über die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der brasilianischen SENAI und der AiF innerhalb des Joint Calls und darüber hinaus. Dies bildet eine perfekte Basis, die von Habeck hier genannten, drängenden Themen wie ‚grüner Wasserstoff, Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft, umweltverträgliche Rohstoffgewinnung und -verarbeitung‘ anzugehen, indem die Stärken von Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen aus Brasilien und Deutschland gebündelt werden“, so Kremer, der auch am 14. März 2023 das SENAI CIT FIEMG besuchte. Dort gab er dem brasilianischen Fernsehen zu dieser konkreten Kooperation zwischen beiden Innovationspartnern ein Interview.

SENAI arbeitet mit der brasilianischen Förderorganisation EMBRAPII zusammen, die seit 2018 Partner im internationalen Fördernetzwerk CORNET ist. CORNET ermöglicht internationale Projekte der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden. 

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 101 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF FTK GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 14 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 247.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215


Download: AiF-Presseinformation "Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage in Belo Horizonte: AiF vertreten" (PDF-Datei)

Download: Foto © SENAI - v.l. Dr. David Domingos, Abteilungsleiter Project Centre Brazil am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK; Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer der AiF FTK GembH und stellvertretender Hauptgeschäftsführer des AiF e.V.; Prof. Jefferson de Oliveira Gomes, Direktor für Technologie und Innovation bei SENAI, Dr. Markus Will, Leiter Projektbüro Brasilien, Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK

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news-10902Mon, 06 Mar 2023 10:41:30 +0100Frisch aktualisierthttps://www.aif.de/news/details/frisch-aktualisiert.htmlWas macht eigentlich die AiF? Wissenswertes zur AiF sowie zur vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) finden Interessenten im AiF-Flyer, im IGF-Flyer und in der Publikation Zahlen – Daten – Fakten.

Alle drei Publikationen liegen nun in aktualisierter Form vor und informieren kurz und kompakt über das Selbstverständnis und die Aktivitäten der AiF, die von ihr betreuten Fördermaßnahmen, ihre Töchter und vieles mehr.

New in: Die Forschungsvereinigungen der AiF stellen sich in einem interaktivem PDF als  Innovations-Communities für den Mittelstand vor; eine aussagekräftige Ergänzung zur Datenbank der Mitglieder-Steckbriefe auf der AiF-Website. Schauen Sie doch mal ´rein!

Diese und weitere Informationsangebote finden Sie im Medienraum der AiF-Website. (di)

 

Foto: canva

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news-10901Thu, 02 Mar 2023 09:16:00 +0100Silizium aus alten Photovoltaik-Modulen in neue Batterienhttps://www.aif.de/news/details/silizium-aus-alten-photovoltaik-modulen-in-neue-batterien.htmlDie aus dem Klimawandel und der Ressourcenknappheit resultierende Energiewende verlangt verstärkte Forschungsinvestitionen in erneuerbare Energien. Selbst Sand ist zu einer sehr begrenzten Ressource geworden. Er ist als Rohstoff für Silizium in der Solarstrom-Produktion unerlässlich. Industrie und Forschung stellen sich gerade der Herausforderung, Silizium aus Abfallprodukten der Solarwafer- und Halbleiter-Fertigung und aus ehemaligen Photovolatik (PV)-Modulen zurückzugewinnen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des  AiF-Mitglieds Instituts für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA) in Duisburg, des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden e.V. und der Universität Bielefeld, Fakultät für Physik Experimentalphysik haben sich innerhalb eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) des Problems der Wiederverwendung von Silizium-Abfall angenommen. Das Silizium-Ausgangsmaterial liegt in verschiedenen Qualitäten vor und muss im Hinblick auf die Weiterverarbeitung eingehend charakterisiert werden. Der verfahrenstechnische Lösungsweg sieht vor, es in einen Gasphasenreaktor zur Nanomaterial-Synthese in Pulver umzuwandeln und im Gasstrom zu veredeln. Das entstandene Material wird durch Laser-Strahlschmelzen zu Demonstratoren verarbeitet, um deren elektrische Wiederverwendbarkeit zu verifizieren. Weitere Entwicklungsschritte sollen eine zukünftige Nutzung des Materials in Lithium-Ionen-Batterien, Dioden, Thermoelektrik oder Hochleistungskeramiken ermöglichen.

Über den volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen hinaus können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus den Bereichen PV-Recycling, Anlagenbau und Materialaufbereitung unmittelbar von den Forschungsergebnissen profitieren und ihr bestehendes Fertigungs- und Produktportfolio um entsprechende Technologien und Komponenten erweitern. Die Ergebnisse dieses IGF-Projekts, an dem neun Unternehmen, darunter sechs KMU, im Projektbegleitenden Ausschuss beteiligt sind, bieten darüber hinaus einen branchenübergreifenden Wissenstransfer und können von allen interessierten mittelständischen Unternehmen genutzt werden. Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungseinrichtungen:

Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V.
Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden e.V.

Universität Bielefeld Fakultät für Physik Experimentalphysik

Forschungsvereinigung:

Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. – IUTA
 

Verfahren für die kreislaufwirtschaftliche Nutzung von Silizium mittels Gasphasensynthese – IGF-Steckbrief: 22324 N


Foto: Canva

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Projekt-KollektionHomeNews
news-10877Sat, 18 Feb 2023 20:00:00 +0100EFI: Zeitenwende auch in der Innovationspolitik notwendighttps://www.aif.de/news/details/efi-jahresgutachten.htmlDie Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat ihr aktuelles Gutachten zur Forschung, Innovation und technologischen Leistungsfähigkeit am 15. Februar 2023 an den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz übergeben. Im Schatten des Ukrainekrieges, der der Bundesregierung große sicherheitspolitische Herausforderungen abverlangt, dürfen laut EFI die Bewältigung der großen Transformationen, wie Dekarbonisierung und Digitalisierung, nicht auf der Strecke bleiben. Die Kommission mahnt an, dass die Bundesregierung, die nun seit über einem Jahr im Amt ist, trotz der wenige Tage zuvor verabschiedeten Zukunftsstrategie Forschung und Innovation zu wenig vorangekommen ist.

Um dem in der Zukunftsstrategie ausgeführten Bedarf an zahlreichen technologischen und sozialen Innovationen wirkungsvoll zu begegnen, müssten vielfältige Maßnahmen aus verschiedenen Politikfeldern zusammenwirken. Jedoch sind die aktuellen innovations- und transformationsbezogenen Strategien der unterschiedlichen Ressorts kaum miteinander verzahnt und abgestimmt. „Die Rahmenbedingungen für Innovationen sind denkbar schlecht“, erklärt der Vorsitzende der Expertenkommission, Professor Uwe Cantner von der Universität Jena.

Projektträgersystem reformieren – AiF-Netzwerk macht Transformation „anfassbar“

In diesem Zusammenhang fordert die Expertenkommission unter anderem, das Projektträgersystem zu reformieren. So ist eine missionsbezogene Bündelung von Forschungs- und Innovationsprogrammen bei den Projektträgern und eine stärker ergebnisorientierte Steuerung der Fördermittelverwendung angeraten. „Den Projektträgern sollten zudem mehr Spielräume bei der Umsetzung von Maßnahmen gewährt werden“, heißt es deutlich in dem Papier.

Das befürwortet der AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein und betont: „Gerade die AiF mit ihren 100 branchen- und querschnittsthemenbezogenen Forschungsvereinigungen kann im Sinne einer modernen Projektagentur flexibel agieren. Unser AiF-Gutachtersystem – hunderte unabhängige Gutachterinnen und Gutachter paritätisch aus Wirtschaft und Wissenschaft – und insbesondere unsere innovativen Vernetzungs- und Transferinstrumente, wie die Forschungs- und Transferallianzen und das AiF InnovatorsNet, garantieren die Förderung von Projekten mit Relevanz und branchenübergreifender Breitenwirkung, Zugänge und effiziente Agilität. Auch erleben wir seit Jahren einen deutlichen Zuwachs von Projekten zu Rohstoff- und Energieeinsparungen, Nutzung von Wasserstoff, Energiewende, Digitalisierung bis hin zur Kreislaufwirtschaft. Dies bezeugt eindrücklich, dass im System der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und AiF die Transformation mit Nachdruck und Geschwindigkeit angegangen wird. Diese Projekte machen den Transformationsprozess in der Wirtschaft direkt ‚anfassbar‘ und die so gewonnene Erfahrung und Kompetenz bringen wir zukünftig verstärkt ein, um die notwendige Transformation im Mittelstand noch weiter zu beschleunigen.“

Die EFI-Forderung nach einem neuen, agilen Politikstil und einer dazu passenden Governance-Struktur greift Klein mit dem Hinweis auf, dass die AiF dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen Mittelstands-Pakt für Wasserstoff als Baustein eines Mittelstands-Pakts für Transformation vorgeschlagen habe. „Die AiF wandelt sich von einem soliden Programmverwalter zu einem aktiven Gestalter und bringt sich daher engagiert in den BMWK-Aktionsplan ‚Mittelstand, Klimaschutz und Transformation‘ sowie in den Aufbau der DATI ein“, erklärt der AiF-Hauptgeschäftsführer. „Nicht zuletzt bietet die Zusammenarbeit von jungen Forschenden mit Forschungsvereinigungen und Unternehmen im Rahmen der AiF einen Weg, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Immer wieder wechseln sie nach der Forschungskooperation von der Hochschule in ein Unternehmen.“

Ständiger Zukunftsausschuss gefordert

Cantner fordert auch in der Innovationspolitik eine Zeitenwende: „Nur auf diese Weise wird sich in Wirtschaft und Gesellschaft eine Aufbruchsstimmung erzeugen lassen, die für die Umsetzung der Transformationen enorm wichtig ist“, so Cantner weiter. Die EFI empfiehlt, einen ständigen Zukunftsausschuss einzurichten. Er sollte Ziele zu innovations- sowie transformationsbezogenen Themen abstimmen sowie einschlägige Strategien – etwa die Zukunftsstrategie Forschung und Innovation, die Digitalstrategie und die Start-up-Strategie – koordinieren und festzulegen. Dieser Ausschuss müsste im Bundeskanzleramt verankert und von dessen Chef geleitet werden. Auf diese Weise kommt den Transformationen höchste politische Priorität zu. Um eine hohe Verbindlichkeit zu schaffen,
sollte er dem Bundeskabinett sowie dem Parlament regelmäßig und ergebnisorientiert Rechenschaft ablegen. Die hier festgelegten Strategien werden an die Ressorts beziehungsweise ressortübergreifende Teams übergeben und dort über Roadmaps, Meilensteine und fortlaufende Evaluationsschleifen in die Umsetzung gebracht. (frd)

Download: Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2023 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)


Foto: © David Ausserdorfer

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news-10876Wed, 15 Feb 2023 09:52:31 +0100Evaluation der AiFhttps://www.aif.de/news/details/evaluation-der-aif.htmlAnfang März 2023 startet eine externe Evaluation der AiF. Sie hat zum Ziel, insbesondere die systemische Wirkungsweise der AiF als Verbund gemeinsam mit ihren Töchtern zu beleuchten und deren Bedeutung für Forschung und Transfer – und damit für die Wertschöpfung im Mittelstand – herauszuarbeiten. AiF-Hauptgeschäftsführer Professor Michael Bruno Klein erläutert: „Die Mitglieder der hochkarätig besetzten Bewertungsgruppe haben Ende Januar einen Sachstandsbericht erhalten und am 2. und 3. März wird die so genannte Begehung in Köln stattfinden mit zahlreichen Präsentationen durch Vertreter der AiF und unserer Forschungsvereinigungen. Mit den Ergebnissen der Evaluation rechnen wir Ende April.“

Die Evaluierungsgruppe unter Leitung von RWI-Präsident Professor Christoph Schmidt und IfM-Präsidentin Professor Friederike Welter setzt sich aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Folgende Bewertungskriterien liegen der Evaluierung zu Grunde:

  • Relevanz und (systemische = volkswirtschaftliche) Wirkung der AiF

  • Alleinstellungsmerkmale der AiF

  • (mögliche) Beiträge der AiF zum Transformationsprozess im Mittelstand  

  • Potenziale und Perspektiven der AiF.

Die Evaluierung soll einen Beitrag zur Neuausrichtung der AiF vor dem Hintergrund der Ausschreibung einer Projektträgerschaft zur Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) leisten. „Dadurch ist es notwendig, den AiF e.V. im Verbund mit seinen Töchtern neu aufzustellen“, sagt Klein. „Wir erhoffen uns Stellungnahmen der Bewertungsgruppe zu Struktur und Organisation der AiF, zu Ausstattung und Ressourcen der Geschäftsstelle und natürlich zu den Zukunftsperspektiven der AiF. Dabei sind wir gespannt sowohl auf die Benennung von Schwachpunkten als auch von Potenzialen, um uns zukunftsorientiert aufzustellen.“

Die Mitglieder der unabhängigen, externen Evaluierungsgruppe

  1. Prof. Dr. Christoph M. Schmidt (Vorsitz), Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

  2. Prof. Dr. Friederike Welter (Vorsitz), Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

  3. Edelgard Bulmahn, Bundesministerin a.D.; Mitglied im AiF-Senat

  4. Dana Goldhammer, Geschäftsführerin - Umwelt Control Labor GmbH, Köln

  5. Robert Heinecke, CEO Breeze Technologies, Hamburg

  6. Prof. Dr. Manfred Hennecke, ehemals Präsident der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin

  7. Dr. Thomas Lange, Senior Advisor Achleitner Ventures

  8. Dr. Carsten Wehmeyer, Senior Manager Digitalisierung und Innovation, Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)

  9. Prof. Dr. Peter Post, Festo SE, Vice President, Esslingen

  10. Prof. Dr. Vivien Procher, Leiterin der Forschungsgruppe “Entrepreneurship and Innovative Business Models”, Universität Marburg

  11. Dr. Thomas Sattelberger, ehem. Staatssekretär im BMBF

  12. Markus Uttikal, Geschäftsführer TZM GmbH, Göppingen

(di)

 

Foto: canva

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news-10873Mon, 13 Feb 2023 12:25:52 +010015. Juni 2023: Innovationstag Mittelstand des BMWKhttps://www.aif.de/news/details/15-juni-2023-innovationstag-mittelstand-des-bmwk.htmlMitte Juni ist es wieder soweit: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) veranstaltet seinen Innovationstag Mittelstand und die AiF Projekt GmbH organisiert das Event auf ihrem Gartengelände in Berlin-Pankow.

Die Open-Air Veranstaltung steht unter dem Leitgedanken „Wandel durch Innovationen“ und illustriert den Ideenreichtum und die Innovationskraft des Mittelstands sowie die Wirksamkeit der themen- und branchenoffenen Innovationsförderung des Bundes. Zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentieren innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entwicklung mit öffentlichen Mitteln gefördert wurde. Außerdem beraten die Mitarbeitenden der AiF Projekt GmbH und anderer Projektträger und Verbände zu den Fördermöglichkeiten des Bundes. In der „International Area“ und dem vielfältigen Bühnenprogramm werden Chancen und Möglichkeiten grenzüberschreitender Zusammenarbeit erörtert und transnationale Forschungsergebnisse präsentiert. Das diesjährige Gastland des Innovationstages ist Kanada.

Der Innovationstag Mittelstand bietet Gästen die Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre mit Spezialistinnen und Spezialisten unterschiedlichster Technologiebereiche auszutauschen und zu vernetzen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Forschung und Wirtschaft ins Gespräch zu kommen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Interessenten auf der Website des Innovationstags. (di)

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news-10867Fri, 10 Feb 2023 09:08:01 +0100Wasserstoffnutzung bei der Glasherstellunghttps://www.aif.de/news/details/wasserstoffnutzung-bei-der-glasherstellung.htmlIn keinem anderen Land in Europa gibt es so viele glasproduzierende Unternehmen wie in Deutschland. Da in dieser Branche das Erhitzen der Materialien und damit die Verbrennung eine grundlegende Bedeutung besitzen, sind hier die CO2-Emissionen besonders hoch. Für jährlich rund 7,8 Millionen Tonnen verkaufsfähigen Glases fallen rund 4 Millionen Tonnen CO2-Emissionen an.

Glasqualität erhalten

Wasserstoff im Erdgasnetz wird auch hier zunehmend präsenter. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Gas- und Wärme-Institutes Essen e.V. (GWI) und des Institutes der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie e.V. wollen innerhalb eines Projektes der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) eine Emissionsreduktion durch den Einsatz von Wasserstoff in der Glasherstellung wesentlich unterstützen. Ziel des Vorhabens ist es, den Einfluss des ins Erdgas eingemischten Wasserstoffs auf die unterschiedlichen Verbrennungstechnologien und die Eigenschaften des Glasprodukts zu ermitteln. Bei steigender Zumischung von Wasserstoff ins Erdgas verändern sich die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Brenngases deutlich. So rechnen die Forschenden mit der Modifikation wesentlicher verbrennungstechnischer Parameter sowie der Abgaseigenschaften und Wärmeübertragung. Das H2 kann die Glaseigenschaften beeinflussen und Änderungen der Anlageneffizienz und -sicherheit, des Schadstoff- und Wärmeübertragungsverhaltens, der Prozessstabilität oder der Produktqualität verursachen.

In dem IGF-Vorhaben werden umfangreiche experimentelle und numerische Untersuchungen, unteren anderem zur Air- sowie Oxy-Fuel-Verbrennung am Versuchsofen, durchgeführt. Damit analysiert das Forschungsteam, wie sich die Wasserstoff-Zumischung auf verschiedene Prozessschritte der Glasherstellung und die Glasprodukte auswirkt.

Forschungsergebnisse wirken branchenübergreifend

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erarbeiten Handlungsempfehlungen für die Glasindustrie, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), um Kohlendioxid im energieintensiven Glasherstellungsprozess einzusparen. Die Ergebnisse dieses IGF-Projekts, an dem neun Unternehmen, darunter fünf KMU, im Projektbegleitenden Ausschuss beteiligt sind, ermöglichen darüber hinaus einen branchenübergreifenden Wissenstransfer und können von allen interessierten mittelständischen Unternehmen genutzt werden. Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. (frd)

Forschungseinrichtungen:

Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. (GWI)
Institut der Hüttentechnischen Vereinigung der Deutschen Glasindustrie e.V. - HVG

Forschungsvereinigung:

Gas- und Wärme-Institut Essen e.V. - GWI
 

Wasserstoffzumischung ins Erdgas als Chance zur Minderung der brennstoffbedingten CO2-Emissionen und Auswirkung auf den Glasherstellungsprozess - IGF-Steckbrief: 21745 N

 

Foto: Canva

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news-10863Tue, 07 Feb 2023 11:35:14 +0100Sächsischer Transferpreis – Bewerbungen bis 8. März möglichhttps://www.aif.de/news/details/saechsischer-transferpreis-bewerbungen-bis-8-maerz-moeglich.htmlDer Sächsische Transferpreis ehrt Wissens- und Technologiegebende, deren Arbeit den Transferprozess von der Wissenschaft in die Wirtschaft in besonderer Weise vorangebracht haben. Im Vordergrund steht dabei die Stärkung der Innovationskraft des Mittelstandes. Der Preis, der vom Wirtschaftsministerium des Freistaates Sachsen in Zusammenarbeit mit der Innovationplattform futureSAX vergeben wird, ist mit bis zu 30.000 Euro dotiert. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält darüber hinaus Zugang zum futureSAX-Netzwerk mit über 10.000 Kontakten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die AiF gehört zu den Kooperationspartnern von futureSAX. Das Preisträger-Projekt wird im Rahmen der Sächsischen Innovationskonferenz am 4. Juli 2023 bekanntgegeben.

Darüber hinaus stellen die Teilnehmenden ihre Institutionen, Projekte und die Motivation der Beteiligten hinter dem Transfererfolg innerhalb der Sächsischen Transfer Roadshow vor. Die Roadshow richtet sich an Unternehmen, die an einem Einblick in die sächsische Forschungslandschaft sowie in Prozesse und Strukturen für die wirtschaftliche Nutzung von Forschungsergebnissen interessiert sind. Sie erfahren Hintergründe zu Transferprojekten mit Modellcharakter, können in den aktiven Austausch mit Expertinnen und Experten aus der sächsischen Wissenschafts-Community gehen und Impulse zur weiteren Stärkung der eigenen Innovationskraft mitnehmen.

Bewerbungen für den Sächsischen Transferpreis 2023 sind noch bis 8. März 2023 unter www.futureSAX.de/transferpreis möglich. Dort finden Interessenten auch weitere Informationen. Gesucht werden Wissens- und Technologietransferprojekte zwischen Hochschulen beziehungsweise außeruniversitären Forschungsinstituten und sächsischen Unternehmen mit Modellcharakter. Hierbei steht nicht nur das Endprodukt, sondern auch die Gestaltung sowie Effektivität des Transferprozesses im Mittelpunkt. Der Sächsische Transferpreis ist branchen- und technologieoffen. Der Beginn oder die Durchführung des Transferprozesses dürfen maximal drei Jahre zurückliegen. (frd)

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news-10859Wed, 25 Jan 2023 11:17:18 +0100Geotextilien mit neuartigen Textilstrukturen verhindern Bodenerosion https://www.aif.de/news/details/geotextilien-mit-neuartigen-textilstrukturen-verhindern-bodenerosion.htmlDie Folgen des Klimawandels verursachen über die starken Veränderungen unserer natürlichen Umwelt hinaus auch langfristige wirtschaftliche Schäden. Stürme und Starkregen kommen inzwischen wesentlich häufiger und in verstärkter Intensität vor. Beides beeinflusst in einem hohen Maße die Bodenerosion und gefährdet unter anderem den Erhalt der Flora sowie von Gebäuden und Straßen.

Dreidimensional vor zweidimensional

Innerhalb eines Forschungsvorhabens der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V. und der Fachhochschule Münster Fachbereich Bauingenieurwesen, Geotechnik und Bauverfahrenstechnik gemeinsam mit dem Forschungskuratorium Textil e.V. – FKT, einem von 100 AiF-Mitgliedern, sogenannte getuftete Geotextilien entwickelt, die aufgrund ihrer Materialauswahl und Konstruktion für einen Einsatz zum Erosionsschutz in schrägen Böschungen geeignet sind. Dreidimensionale textile Strukturen können die eingebrachte Erde einschließen und deren Abtragung bei Starkregenereignissen gegenüber zweidimensionalen Strukturen deutlich reduzieren.

Dazu wurden Eckdaten für die Höhe und Dichte der Strukturen erarbeitet und mögliche Trägermaterialien oder Garne für das Tuftingverfahren untersucht. Tufting ist das maschinelle Einnähen von Polfäden mithilfe zahlreicher nebeneinander angeordneter Nadeln in ein Vlies. Nach der Festlegung der Konstruktionen erhielten die ersten Funktionsmuster beispielsweise eine Latexbeschichtung. Durch Thermobonding - die thermische Verfestigung der Vliesstoffe, die eine höhere Bindungsfestigkeit und leichtere Vliesstoffe ermöglicht - wurde eine Polnoppeinbindung realisiert. Polnoppen sind unter anderem bei Teppichen ein Qualitätsmerkmal: Je mehr Polnoppen pro Quadratmeter, desto dichter die Struktur und hochwertiger der Teppich. Deshalb sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch in der künftigen Herstellung solcher Geotextilien einen möglichen neuen Produktionsbereich für mittelständische Teppichhersteller, die aufgrund des Trends zu Laminat-, Holz- und anderen Glattböden schon länger Einnahmeneinbußen beklagen.

Naturfaser vor Synthesefaser

Die Forschenden entwickelten einen Prüfstand, in dem Starkregen an schiefen Ebenen simuliert werden konnte. Die Ergebnisse diverser Untersuchungen bestätigen, dass die getufteten Geotextilien im Vergleich zu den ungetufteten dazu beitragen, die Bodenerosion bei diesen Wetter- und Umweltverhältnissen deutlich zu vermindern. Darüber hinaus waren die Naturfasergeotextilien den Synthesefasergeotextilien ökonomisch und ökologisch klar überlegen – nicht zuletzt, weil sie später nicht entsorgt werden müssen. Böschungen, die damit aufgebaut werden, halten Starkregen länger stand als solche, die mit reinen Geweben bearbeitet werden. Die Gesamtfläche von Böschungen am deutschen Wegenetz, das Straßen und Wasserwege beinhaltet, macht zirka 800 Millionen Quadratmeter aus.

Anhand der Ergebnisse des IGF-Projekts wurde zusätzlich ein Leitfaden erarbeitet, der der Industrie die Entwicklung von dreidimensionalen getufteten Strukturen als Erosionsschutztextilien ermöglicht. Das vorwettbewerbliche IGF-Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit öffentlichen Mitteln gefördert. Die Forschungsergebnisse des Projekts können von allen interessierten kleinen und mittleren Unternehmen genutzt werden. (frd)

Forschungseinrichtungen:

TFI - Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e.V.

Fachhochschule Münster Fachbereich Bauingenieurwesen, Geotechnik und Bauverfahrenstechnik

Forschungsvereinigung:

Forschungskuratorium Textil e.V. - FKT

 

Ertüchtigung von Geotextilien durch Einsatz neuartiger Textilstrukturen für einen verbesserten Erosionsschutz – IGF-Steckbrief 20323 N

 

Foto: Canva

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news-10850Thu, 19 Jan 2023 06:58:00 +0100Dr. Klaus Nassenstein ist neuer Präsident des Forschungs- und Transfernetzwerkes AiFhttps://www.aif.de/news/details/dr-klaus-nassenstein-ist-neuer-praesident-des-forschungs-und-transfernetzwerkes-aif.htmlDie Mitglieder des Präsidiums der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. haben Dr.-Ing. Klaus Nassenstein (58) in ihrer Sitzung am 18. Januar 2023 zum neuen und damit 14. Präsidenten des Forschungs- und Transfernetzwerkes Mittelstand AiF gewählt. Nassenstein folgt auf Professor Sebastian Bauer, dessen Amtszeit turnusgemäß endete.

Der neue AiF-Präsident ist Geschäftsführer und Mitinhaber der GTV Verschleißschutz GmbH in Luckenbach im Westerwald. Kernkompetenz des mittelständischen Unternehmens ist die Konstruktion und Fertigung von schlüsselfertigen Beschichtungsanlagen für das Thermische Spritzen und Laser Auftragsschweißen. 

Nassenstein hat Maschinenbau und Werkstofftechnologie an der Technischen Universität Dortmund studiert. 1996 erhielt er den erstmalig vergebenen DVS-Förderpreises für herausragende Leistungen auf dem Gebiet des thermischen Spritzens und promovierte ein Jahr später in Dortmund. Seit 27 Jahren ist er bei GTV tätig, zunächst als Leiter für Forschung und Entwicklung, später als Prokurist und seit 2005 als Geschäftsführer und Mitinhaber (50 Prozent).

„Angewandte Forschung und Entwicklung betreibe ich seit meinem Berufsstart leidenschaftlich und sie prägen mein Engagement als Unternehmer und Wissenschaftler. So liegt es auf der Hand, dass die AiF und ich sehr bald ‚Partner‘ wurden“, erklärt Nassenstein augenzwinkernd und spielt darauf an, dass er seine Kompetenzen bereits Anfang der 1990er Jahre als Industrievertreter im Fachausschuss „Thermisches Beschichten und Autogentechnik“ der AiF-Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS einbrachte.

Durch seine Beteiligungen an zahlreichen Projektbegleitenden Ausschüssen von IGF-Projekten verfügt er außerdem über tiefe Einblicke in das AiF-Netzwerk und seine Wirkung. „Die Struktur der AiF ermöglicht den Erfolg der weltweit einmaligen Industriellen Gemeinschaftsforschung, das erlebe ich als Vertreter des deutschen Mittelstandes täglich in meiner Unternehmertätigkeit“, ist er überzeugt. „Daher freue ich mich, die Weiterentwicklung und Positionierung der AiF in einem sich stark wandelnden Umfeld als AiF-Präsident künftig aktiv mitgestalten zu können.“ Und scherzhaft fügt er an: „Eine größere Herausforderung als den neuen Verteidigungsminister wird mich hoffentlich nicht erwarten.“

In der Präsidiumssitzung wurden außerdem Thomas Reiche, Geschäftsführer beim FEhS-Institut für Baustoff-Forschung e.V., Duisburg, zum Vizepräsidenten und Dr.-Ing. Peter Dültgen, Geschäftsführer der Forschungsvereinigung Werkzeuge und Werkstoffe e.V. (FGW), Remscheid, zum Schatzmeister gewählt.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Download: Pressemitteilung "Dr. Klaus Nassenstein ist neuer Präsident des Forschungs- und Transfernetzwerkes AiF" (PDF-Datei)

Download: Foto Portrait Dr. Klaus Nassenstein (1,8 MB), © AiF

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news-10843Fri, 13 Jan 2023 14:04:00 +0100Neujahrsempfang des Bundespräsidentenhttps://www.aif.de/news/details/neujahrsempfang-des-bundespraesidenten-8.html

Am 10. Januar 2023 hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wieder Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben, sowie Repräsentanten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zum alljährlichen Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Die AiF wurde von ihrem bisherigen Präsidenten, Professor Sebastian Bauer vertreten.

Bauer hatte dort die Gelegenheit, neben Bundespräsident Steinmeier auch mit Bundeskanzler Olaf Scholz und der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, zu sprechen. Er erläuterte die Bedeutung der AiF als Forschungs- und Transferplattform im und für den Mittelstand, die als Netzwerk der Netzwerke gemeinsam mit ihren Forschungsvereinigungen die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen stärkt. (di)

 

Foto: © Bildschön Berlin

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news-10838Wed, 11 Jan 2023 15:03:16 +0100Seile aus Milchsäure https://www.aif.de/news/details/seile-aus-milchsaeure-1.htmlTechnische Fasern machen die Seile von Kinderschaukeln sicher oder sind bei medizinischen Operationen unverzichtbar. Der Grundstoff für diese Fasern sind häufig auf Erdölbasis hergestellte Polymere. In Anbetracht der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe und der Kunststoffproblematik forschte Dr. Boris Marx vom Faserinstitut Bremen e.V. nach Alternativen mit Biopolymeren und gehört zu den Nominierten für den Otto von Guericke-Preis 2022. Das Forschungs- und Transfernetzwerk Mittelstand AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. vergibt den mit 10.000 Euro dotierten Preis seit 1997 an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für besondere Innovationsleistungen auf dem Gebiet der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF), die vom Bundeswirtschaftsministerium mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.

Bio-Werkstoffe alternativ zum Erdöl

Biopolymere wie zum Beispiel Polylactid (PLA) bestehen aus biobasierten, nachwachsenden Rohstoffen und sind, im Gegensatz zu den üblichen Polymeren aus Erdöl, biologisch abbaubar. PLA wird durch chemische Synthese auf Milchsäurebasis hergestellt. Kommerziell verfügbares PLA wird zu Garnen, die derzeit zum Beispiel für Heimtextilen genutzt werden können, verarbeitet. Leider sind die Festigkeiten für technische Anwendungen bisher nicht ausreichend.

„Im Rahmen des IGF-Projektes ‚Hochleistungs-PLA-Biko-Fasern‘ ist es erstmals gelungen, ein PLA-Blend mit Stereokomplex-Kristallstruktur im Technikumsmaßstab herzustellen. Dabei wurden zwei PLA-Ausgangsmaterialien im Compoundierprozess vermischt. Die Besonderheit liegt dabei in der Prozessführung bei der Temperatur. Das Ergebnis ist ein PLA-Blend in Pulverform mit Stereokomplex-Kristallstruktur, sodass die Entwicklung von Garnen mit höheren Festig- und Steifigkeiten ermöglicht und herkömmliche Kunststoffe somit substituiert werden können“, erklärt Dr. Boris Marx.

Die einfache Überführung in den Industriemaßstab erlaubt eine ausreichende Materialverfügbarkeit. Dadurch wurde das Potenzial geschaffen, technisch industrielle PLA-Garne mit erhöhten Festigkeiten zu entwickeln. Damit können die Einsatzgebiete dieser biotechnologischen Fasern deutlich ausgeweitet, herkömmliche Kunststoffe weiter ersetzt sowie Ressourcen und Umwelt entsprechend geschont werden.

Breite Anwendung von Medizintechnik bis Luft- und Raumfahrt

„Für die Medizintechnik und speziell für uns als Entwickler und Produzent von innovativen textilen Implantaten sind die im Projekt erzielten Forschungsergebnisse von hoher Bedeutung. Denn bislang gibt es auf dem Markt keine Produkte auf PLA-Basis in stereokomplexer Form. Der jetzt verfügbare PLA-Blend ermöglicht die Entwicklung neuer und innovativer Produkte wie zum Beispiel verbesserte Osteosyntheseplatten zur Behandlung von Frakturen. Wir erhoffen uns dadurch einen Ausbau unseres Produktportfolios und die Erschließung neuer Märkte“, beschreibt Dr. Sven Oberhoffner von der ITV Denkendorf Produktservice GmbH mittelständische Interessen in Zusammenhang mit dem IGF-Projekt.

„Ergebnis dieses IGF-Projektes ist ein innovativer, sehr nachhaltiger Werkstoff, der für Hochtechnologiebranchen wie die Luft- und Raumfahrtechnik, die Medizintechnik oder für den Automobilbau vorgesehen ist. Da der Werkstoff auf einer industrienahen Technikumsanlage entwickelt worden ist, sind die Parameter, die erforscht wurden, sehr leicht in die Industrie übertragbar. Das geschieht derzeit mit dem Projektbegleitenden Ausschuss gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und dem AiF-Mitglied Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen e.V. - WNR“, fasst Professor Axel S. Herrmann, Institutsleiter des Faserinstituts Bremen e.V. abschließend zusammen.

Einen vierminütigen Film zum IGF-Projekt und den Mitschnitt der Otto von Guericke-Preisverleihung 2022 finden Sie im Medienraum der AiF-Website.

Ansprechpartner zum IGF-Projekt:

Dr. Boris Marx, Faserinstitut Bremen e.V., E-Mail: marx(at)faserinstitut(.)de, Tel.: +49 421 218 58668

Prof. Dr. Florian Puch, Vorstandsvorsitzender der Forschungsvereinigung Werkstoffe aus nachhaltigen Rohstoffen e.V. – WNR, E-Mail: puch(at)titk(.)de, Tel.: +49 3672 379160

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2021 setzte die AiF über 557 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie rund 13,5 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 245.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215
 

Download: Presseinformation "Seile aus Milchsäure"

Download: Foto "Dr. Boris Marx bei der Herstellung von PLA-Blend mit Stereokomplex-Kristallstruktur" (1,4 MB), © Faserinstitut Bremen e.V.

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