Bundeshaushalt 2019: Kein Mittelaufwuchs in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)

26.11.2018 |

Das IGF-Budget für 2019 steht fest: Wie im laufenden Jahr werden auch 2019 wieder 169 Millionen Euro für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) zur Verfügung stehen. „Natürlich freuen wir uns über 169 Millionen Euro für die IGF“, betont AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer. „Wir haben allerdings auf mehr gehofft als die bloße Erhaltung des gegenwärtigen Budgets“, so Bauer weiter.

Seit 2016 gab es verschiedene Signale aus der Politik, die mittelfristig einen Etataufwuchs auf 200 Millionen Euro für die IGF in Aussicht stellten. Ein weiterer Ausbau der IGF-Projektförderung lohne sich definitiv, erklärt der AiF-Präsident, denn die IGF eigne sich erwiesenermaßen ganz hervorragend, sowohl den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Anwendung als auch die Innovation im Mittelstand zu fördern. Bauer: „Da die Bundesregierung eben dies gemäß dem Koalitionsvertrag fördern will, sind wir nicht nur enttäuscht, sondern auch verwundert über das Ergebnis.“

IGF stärkt Innovationskraft des Mittelstands

Laut einer aktuellen Studie des BMWi wirkt die IGF als effektiver Trendbeschleuniger und Trendsetter in der Forschung und sorgt so für die Initiierung und die schnelle Ausbreitung von neuen technologischen Trends. Dadurch wird insbesondere die Zielgruppe der mittelständischen Unternehmen in ihrer Innovationskraft gestärkt.

Das Hightech-Forum der Bundesregierung spricht sich als Beratungsgremium in seinen Empfehlungen an die Bundesregierung für eine Erhöhung des IGF-Budgets aus.

10 Millionen mehr für ZIM

Das Programmvolumen für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) soll in 2019 um 10 Millionen Euro auf 559 Millionen Euro aufgestockt werden. Die AiF Projekt GmbH, eine  hundertprozentige Tochter des AiF e.V., ist seit 2008 beliehener Projektträger für FuE-Kooperationsprojekte, die am stärksten frequentierte Fördersäule des ZIM.

Daten und Fakten zur IGF

Im Rahmen der themen- und branchenoffenen IGF-Förderung werden ausschließlich solche Forschungsprojekte gefördert, die anwendungsorientiert, vorwettbewerblich und mittelstandsorientiert sind. Ziel der IGF-Förderung sind Ergebnisse, durch die die Wettbewerbssituation insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) nachhaltig verbessert wird. Der Transfer der Ergebnisse von der Wissenschaft in die Wirtschaft wird in der IGF von Anfang an mitgedacht. Während das BMWi die öffentlichen Fördergelder bereitstellt, betreut die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen e.V. (AiF) die administrative Seite der IGF. IGF-Projekte, die im Netzwerk der AiF stattfinden, wurden 2017 mit rund 172 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln gefördert. Im selben Jahr wurden 668 neue IGF-Vorhaben bewilligt. Die Zahl der Unternehmensbeteiligungen an laufenden IGF-Projekten stieg in diesem Zeitraum von rund 16.500 auf über 20.500 an.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 brachte die AiF mehr als 230.000 Forschungsprojekte auf den Weg, darunter 27.000 ZIM-Kooperationsprojekte.

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