CORNET und IraSME: Internationale Fördernetzwerke verzeichnen Antragszuwachs

08.10.2019 |

Am 25. September 2019 endeten die aktuellen Ausschreibungsrunden der internationalen Fördernetzwerke CORNET und IraSME mit einem Antragszuwachs. Bis um 12 Uhr hatten Projektbeteiligte aus dem In- und Ausland die Möglichkeit, Anträge für internationale Kooperationsvorhaben einzureichen. Das Themenspektrum der eingereichten Projektvorschläge ist vielfältig.

Internationale Variante der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)

CORNET steht für „Collective Research Networking“ und ermöglicht internationale Projekte der vorwettbewerblichen IGF, die auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert werden. In der 28. CORNET-Ausschreibungsrunde, koordiniert von der AiF F.T.K GmbH, wurden insgesamt 24 Anträge eingereicht. Thematisch reichen die internationalen Projektvorschläge von der nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln und Papier über Umweltsanierung bis hin zur Herstellung von Gummi- und Kunststoffprodukten. Unter den Eingängen befinden sich unter anderen jeweils ein Projektantrag aus Brasilien, Peru und der Türkei. Es wurden insgesamt zwei trilaterale Projektanträge eingereicht.

Alle eingereichten Anträge werden nun auf Vollständigkeit und Regelkonformität überprüft, anschließend beginnt die Evaluierung durch internationale Experten. Ob ein Projektantrag bewilligt wird, erfahren Antragsteller im April 2020. Für künftige Ausschreibungsrunden ist es möglich, gemeinsame Projektvorschläge mit türkischen Partnern einzureichen, da die türkische Förderorganisation TÜBITAK Mitte 2019 als derzeit jüngstes Mitglied dem CORNET-Netzwerk beigetreten ist.

Die hohe Erfolgsquote von durchschnittlich 66 Prozent macht CORNET zu einem wichtigen Förderinstrument für den Mittelstand, der von dem ergänzenden Know-how internationaler Partner profitiert und dadurch sein Innovationspotenzial deutlich stärken kann. Weitere Informationen zu CORNET finden Interessenten bei den Fördervarianten auf der AiF-Website oder in englischer Sprache auf der CORNET-Website (s.o.).

Internationales Netzwerk zur Antragsunterstützung im Zentralen Innovationsprogramm (ZIM) des BMWi

IraSME ist ein Netzwerk von Ministerien und Förderagenturen zur gemeinsamen Unterstützung transnationaler Projekte von Unternehmen in nationalen/regionalen Förderprogrammen. Es ermöglicht Antragstellern aus den teilnehmenden nationalen Förderbudgets, finanzielle Unterstützung zu beantragen. Vorhaben der deutschen Projektpartner können vorbehaltlich einer positiven Förderzusage aus Mitteln des ZIM gefördert werden.

Im Rahmen der 24. IraSME-Ausschreibungsrunde, koordiniert von der AiF Projekt GmbH in Berlin, konnten 22 gemeinschaftliche Anträge mit Partnern aus Alberta (Kanada), Belgien, Luxemburg, Österreich, Russland, Tschechien, der Türkei und Deutschland registriert werden. Die binationalen Konsortien decken die Technologiegebiete Schiffbau, Medizintechnik, künstliche Intelligenz, Lastfahrzeugbau, Robotik, Photovoltaik, Regelungstechnik, Tiefbau, Recycling, Biotechnologie und Prüftechnik ab. Nach einer rund viermonatigen Begutachtungszeit soll im Januar 2020 eine beiderseitige Förderentscheidung vorliegen. Weitere Informationen zu IraSME finden Interessenten auf der ZIM-Website oder in englischer Sprache auf der IraSME-Website (s.o.).

Weitere Ausschreibungen der Netzwerke

Die internationalen Fördernetzwerke CORNET und IraSME organisieren zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr. Die nächste Ausschreibungsrunde für IraSME-Projekte öffnet voraussichtlich im November 2019, die für CORNET-Projekte voraussichtlich Mitte Dezember 2019. Die gemeinsame Deadline bei beiden Netzwerken ist der 25. März 2020.

CORNET und IraSME: Veranstalter des internationalen Partnering Events in Namur  

Am 27. November 2019 laden die internationalen Forschungsförderungsnetzwerke CORNET und IraSME im Rahmen der erfolgreichen Veranstaltungsreihe erneut zu einem Partnering Event – dieses Mal nach Namur – ein. Das kostenfreie Match-Making-Event gibt Vertretern von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), Forschungsvereinigungen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit, sich auf internationaler Ebene mit potenziellen Partnern über die Realisierung gemeinsamer Forschungsprojekte auszutauschen.

Teilnehmer können sich über das Online-Registrierungstool “b2match” vorab registrieren und sich mit anderen Teilnehmenden für Face-to-Face-Meetings verabreden. (schuch)

Foto: © C. Schüßler / fotolia.com

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