„Fördergelder sind in der IGF gut angelegt“ – MdB Claudia Müller besucht Unternehmen

MdB Claudia Müller und Dr. Steffen Beuch

06.09.2018 |

Claudia Müller, Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) und Mittelstandsbeauftragte des Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag, besuchte im Rahmen ihrer Sommerreise die Nordsaat Saatzucht GmbH in Granskevitz auf der Insel Rügen. Müller folgte damit einer Einladung von Dr. Steffen Beuch, Saatzuchtleiter des Unternehmens. Er hatte Müller am diesjährigen Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Berlin eingeladen, sich vor Ort in ihrem Wahlkreis davon zu überzeugen, wie erfolgreich die Zusammenarbeit in Vorhaben der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) im Innovationsnetzwerk der AiF verläuft.

„Als mittelständische Pflanzenzüchter sind wir auf Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmern angewiesen.“, erklärte Beuch. Seine Mitarbeiter forschen derzeit in einem IGF-Projekt gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut in Groß Lüsewitz und der Georg-August-Universität Göttingen an einem Resistenzprojekt zur Pilzanfälligkeit von Hafer.

Wichtiger Beitrag zum Verbraucherschutz

In den vergangenen Jahren wurden Haferpflanzen in Europa vermehrt von verschiedenen Fusarium-Pilzen befallen. Einige davon produzieren unterschiedliche Pilzgifte, sogenannte Mykotoxine, die über den verarbeiteten Hafer in die Nahrung gelangen können. Magen-Darm-Erkrankungen beim Verbraucher sind dann die Folge. „Wir wollen herausfinden, ob es Hafersorten gibt, die resistenter als andere gegen bestimmte Fusarium-Pilze sind und wie der Abwehrmechanismus der Pflanze funktioniert.“, fuhr Beuch fort. „Im Idealfall können die mittelständischen Haferzüchtungsunternehmen die Ergebnisse direkt in ihren Zuchtprogrammen zur Entwicklung gesunder Sorten anwenden.“ Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum gesundheitlichen Verbraucherschutz, da kritische Kontaminationen des Ernteguts so vermieden werden könnten.

Einfacher Zugang zu aktueller Forschung

Müller zeigte sich beindruckt von dem vorgestellten IGF-Forschungsprojekt und begrüßte die Beteiligung der AiF an wichtigen Themen wie Ernährung und Landwirtschaft. Die Politikerin weiter: „Als Mittelstandsbeauftragte setze ich mich dafür ein, dass es für kleine und mittlere Unternehmen einfacher möglich ist, an Forschung teilhaben zu können und so ihr Innovationspotential besser nutzen zu können. Wichtig ist insbesondere die langfristige Unterstützung regionaler Projekte. In der IGF ist genau das der Fall: Die Fördergelder sind hier gut angelegt.“

Kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland verfügen selten über eine eigene Forschungsabteilung. So können sie das wissenschaftliche Know-how, das sie benötigen, um bei innovationsbezogenen anwendungsnahen Vorhaben up to date zu sein, häufig nicht selbst generieren. Die Forschungsförderung im Rahmen der themenoffenen IGF ermöglicht auch kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen. In Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen werden anwendungsbezogene Fragestellungen im Netzwerk der AiF effektiv bearbeitet.

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