Innovationstag Mittelstand: Fest der Ideen

Staatssekretär Christian Hirte (r.) und AiF-Präsident Sebastian Bauer

AiF-Präsident Bauer begrüßte die Gäste.

Rundgang über das Ausstellungsgelände

Staatssekretär Hirte (r.) und Generalsekretär Esterl im Gespräch mit Moderatorin Madeleine Wehle

Bundestagsabgeordneter und AiF-Senator Stefan Rouenhoff (m.) besuchte mit AiF-Hauptgeschäftsführer Dr. Thomas Kathöfer (r.) und Dr. Klaus-Rüdiger Sprung, Geschäftsführer der AiF-Projekt GmbH, Aussteller aus seinem Wahlkreis Kleve.

Rund 2.000 Teilnehmer informierten sich über Neuheiten und Innovationen.

10.05.2019 |

Wie der Mittelstand seine Ideen in reale Erfolge umsetzt, das zeigte am 9. Mai 2019 einmal mehr der Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Innovationsnetzwerke präsentierten auf dem Freigelände der AiF Projekt GmbH in Berlin-Pankow Neuheiten aus der Medizintechnik, dem 3D-Druck, der Künstlichen Intelligenz und einer Vielzahl weiterer Zukunftsfelder. Ein großer Teil der Innovationen wurde durch die themenoffenen Förderangebote des BMWi unterstützt, insbesondere über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), dessen stärkste Fördersäule ZIM-Kooperationsprojekte von der AiF Projekt GmbH betreut wird, und die von der AiF organisierte vorwettbewerbliche Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF).

AiF: Partner für den Transfer

AiF-Präsident Professor Sebastian Bauer begrüßte die Gäste auf dem Gelände der AiF und hob hervor, dass der Innovationstag eine ideale Plattform für den Dialog zwischen Wissenschaftlern, Unternehmern, Politikern und interessierter Öffentlichkeit sei und einen optimalen Rahmen für Transfer, Vernetzung und Kooperation biete. Er betonte, dass die AiF die Transferfokussierung der Bundesregierung, die auch im aktuellen Koalitionsvertrag verankert ist, unterstütze. „Wir freuen uns, dass die Bundesregierung die Forschungsförderung stärker auf den Wissens- und Technologietransfer in die Wirtschaft ausrichten will. Nur so werden aus Inventionen Innovationen, von denen unsere Gesellschaft und die deutsche Volkswirtschaft nachhaltig profitieren können.“, sagte Bauer.

Zurzeit werden im Bundeswirtschaftsministerium eine Transferinitiative und im Bundesforschungsministerium eine Transfer-Strategie entwickelt. „Da Transfer seit jeher eine originäre Aufgabe unseres Forschungsnetzwerks für den Mittelstand ist, sind wir bei diesen Vorhaben der ‚geborene‘ Partner der öffentlichen Hand und bringen gerne unsere langjährige Expertise in diesem Bereich ein.“, erklärte er. Die AiF hat an der Auftaktveranstaltung der Transferinitiative des BMWi am 11. März teilgenommen. „Wir stehen bereit, in diesem Rahmen zielführende Beiträge insbesondere mit Blick auf den Mittelstand zu leisten.“, bekräftigte der AiF-Präsident.

Staatssekretär Hirte eröffnete die Veranstaltung

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragter der Bundesregierung, eröffnete danach den Innovationstag offiziell und betonte dabei die hohe Bedeutung internationaler Innovationskooperationen im Mittelstand. „Der Mittelstand ist das Kraftzentrum unserer Volkswirtschaft. Die unternehmerische Vielfalt und das besondere Engagement, die ihn ausmachen, sind steter Quell von zukunftsorientiertem Erfindungsreichtum. Die heute präsentierten Projektergebnisse verdeutlichen das eindrucksvoll! Wir setzen intensiv auf neue Impulse in der Innovationspolitik. Unter anderem mit der im März gestarteten Transferinitiative wollen wir noch mehr Ideen zu Markterfolgen machen. Unter den vielen beeindruckenden Exponaten des Innovationstags freue ich mich gerade auch über die deutsch-österreichischen Gemeinschaftsinnovationen, die belegen, wie gut wir mit unserem Gastland zusammenarbeiten. In Zeiten der Globalisierung bietet die internationale Kooperation im Mittelstand enormes Innovationspotenzial!“, sagte Hirte.

Er stieß damit auf Zustimmung beim Vertreter des diesjährigen Gastlands Österreich, Michael Esterl, Generalsekretär im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort der Republik Österreich. „Ähnlich wie in Deutschland gehen fast 60 Prozent der österreichischen Wertschöpfung auf das Konto von kleinen und mittleren Unternehmen, wenngleich wir von kleineren Unternehmensgrößen ausgehen.“, so Esterl.

Abwechslungsreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot

Das abwechslungsreiche Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot des Ideenfestivals „im Grünen“ lockte rund 2.000 Besucher nach Pankow. Neben den vielfältigen Exponaten gab es Vorträge zu aktuellen Themen wie der kürzlich gestarteten Transferinitiative des BMWi,  thematische Rundgänge, Speed Pitches, individuelle Beratungen zu den Förderangeboten für mittelständische Unternehmen sowie eine Job- und Praktikumsbörse.

International orientierte Mittelständler konnten sich zur Anbahnung grenzüberschreitender Innovationsprojekte beraten lassen und an einem Partnering-Event der Netzwerke IraSME und CORNET teilnehmen. Die Initiativen verknüpfen nationale Förderprogramme verschiedener Länder miteinander, um transnationale FuE-Kooperationen zu erleichtern.

Im Fokus standen insbesondere Anknüpfungspunkte zum Gastland Österreich, wo die Beteiligung an internationalen ZIM-Kooperationen besonders rege ist. Bisher wurden rund 74 solche Projekte unter Beteiligung von 176 deutschen sowie 115 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Nachbarland gefördert. Beim Innovationstag wurden 16 dieser Projekte vorgestellt und etliche Partnerunternehmen aus Österreich waren vor Ort vertreten.

Ein Get-Together am Abend bot allen Teilnehmern und Besuchern die Möglichkeit für einen intensiven persönlichen Austausch und das Schmieden neuer Kontakte.

Eine Bildergalerie vermittelt Eindrücke der Veranstaltung.

Stimmen zum Innovationstag finden Interessenten in einem kurzen Video zur Veranstaltung auf der Website des BMWi.

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