13. EUROSLAG-Konferenz zur Zukunft von Schlacken

Thomas Reiche
3.6.2026 – Schlacken sind hochwertige Nebenprodukte aus industriellen Herstellungsprozessen, wie zum Beispiel aus der Stahlindustrie, die bereits seit langer Zeit klima- und ressourcenschonend als Baustoffe und Düngemittel eingesetzt werden.
Alle zwei Jahre kommen internationale Expertinnen und Experten auf der European Slag Conference zusammen, um die Themenfelder Wissenschaft, Anwendungen, Rahmenbedingungen und Umwelt zu erörtern. Vom 16. bis 18. Juni stehen in diesem Jahr Themen wie „Legislation, rules and standards,” “Research and Innovation”, „Supplementary Cementitious Materials“, „Slag Treatment“ and “Valorization and best practices” im Fokus. Die 13. EUROSLAG-Konferenz in Luleå, Schweden wird vom schwedischen Verband der Eisen- und Stahlproduzenten Jernkontoret, dem Metallforschungsinstitut Swerim, der Technischen Universität Luleå und dem Verband EUROSLAG organisiert. In dem europäischen Verband der Hersteller und Verarbeiter von
Eisenhüttenschlacke EUROSLAG mit Sitz in Duisburg sind 26 Organisationen und Unternehmen aus 17 Ländern zusammengeschlossen – darunter aus Deutschland das Institut für Baustoff-Forschung e.V. (FEhS) und der Fachverband Eisenhüttenschlacken.
Am 16. und 17. Juni 2026 können sich Stahlproduzenten, Schlackeverarbeiter, Ausrüster, Regierungs- und Aufsichtsbehörden, Forscherinnen und Forscher sowie Endverbraucher von Schlacke auf mehr als 60 Vorträge und Posterpräsentationen im Kulturens Hus im Herzen von Luleå freuen. Darüber hinaus findet am 15. Juni 2026 eine Sondersitzung zu „industrial symbiosis” statt. Am 18. Juni 2026 besteht die Möglichkeit, die Schmelzhütte Boliden Rönnskär, das SSAB-Stahlwerk oder die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stiftsstadt Gammelstad zu besuchen.
Thomas Reiche, Vorsitzender von EUROSLAG, Geschäftsführer des FEhS-Instituts und Vorstand der AIF erklärt im Vorfeld der internationalen Fachkonferenz: „Dekarbonisierung und Transformation, Ressourcenschonung, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz: Auf diese immensen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen müssen auch auf internationaler Ebene Antworten gefunden werden. Dies gilt auch für Eisenhüttenschlacken und die daraus hergestellten Produkte. Wir blicken daher mit Optimismus auf die 13. EUROSLAG-Konferenz, auf der die neuesten Forschungsergebnisse vorgestellt und zukunftsweisende Themen diskutiert werden.“
Foto: © FEhS



