40. Jubiläum der Stiftung Stahlanwendungsforschung

13.5.2026 – Anlässlich des 40. Jubiläums der Stiftung Stahlanwendungsforschung nahmen am 11. Mai 2026 zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einer Festveranstaltung in der Philharmonie Essen teil.
Die Stiftung wurde 1986 durch einen Erlass des damaligen Bundeswirtschaftsministers Martin Bangemann gegründet. Das Stiftungsvolumen umfasst mehr als 59 Millionen Euro. Die jährlichen Stiftungserträge gehen je zur Hälfte an die Forschungsbereiche der Stahlverarbeitung und der Stahlherstellung – insbesondere an die AVIF – Forschungsvereinigung der Arbeitsgemeinschaft der Eisen- und metallverarbeitenden Industrie e.V. und die FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. Die FOSTA ist seit 55 Jahren Mitglied der AIF. Zu den Vorstandsmitgliedern der Stiftung gehören neben der FOSTA unter anderem auch die AIF-Forschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. (FAT).
Der AIF-Geschäftsführer Dr. Matthias Heider war eingeladen, nach der Eröffnung der Festveranstaltung und dem Grußwort einen Gastvortrag zum Thema „Industrielle Gemeinschaftsforschung: Wie vorwettbewerbliche Zusammenarbeit Innovation beschleunigt“ zu halten. Darin betonte er den maßgebenden Beitrag der Stahlanwendungsforschung zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandortes Deutschland. Innovationen entstünden selten isoliert – sie entstehen vor allem dort, wo Wirtschaft und Wissenschaft langfristig kooperieren. „Genau darin liegt die Stärke der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)“, hob Heider hervor.
Heider beschreibt weiter das „klare und wirkungsvolle Prinzip“ der Gemeinschaftsforschung, die durch die AIF-Mitglieder erfolgreich realisiert wird: „Unternehmen benennen ihre Bedarfe, Forschungsvereinigungen bündeln und übersetzen sie in gemeinsame Fragestellungen und Forschungseinrichtungen entwickeln daraus Lösungen, die vielen Unternehmen zugutekommen.“ Er führt weiter aus: „In Zeiten tiefgreifender Transformation gewinnt dieses einmalige Innovationssystem an Bedeutung. Unsere Industrie muss klimaneutraler, resilienter gegenüber globalen Krisen, digitaler in ihren Prozessen werden und wettbewerbsfähig bleiben.“ Heider definiert die IGF als stabiles Innovationssystem, das sich gerade in der Stahlanwendungsforschung als besonders leistungsfähig erwiesen hat und hebt hervor: „Kein anderes Land verfügt über eine vergleichbare Struktur vorwettbewerblicher Industrieforschung. Das ist ein echter Standortvorteil für Deutschland. Deshalb setzen wir uns als AIF- Allianz für Industrie und Forschung weiterhin mit Nachdruck dafür ein, die Industrielle Gemeinschaftsforschung zu stärken und weiterzuentwickeln.“
Weitere Vorträge aus der AVIF und FOSTA beschrieben das Forschungsengagement anhand konkreter Projekte.
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