AIF auf FOSTA-Mitgliederversammlung in Essen

Kategorien: News AIFPublished On: 18. Dezember 2025
Podium der FOSTA-Mitgliederverdsammlung

v.l.: Dr. Gregor Nüsse (stellv. FOSTA-Geschäftsführer), Rainer Salomon (FOSTA-Geschäftsführer), Niels Lohmeyer (FOSTA-Vorstand)

18.12.2025 – Die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. – FOSTA veranstaltete wenige Tag vor Weihnachten, am 17. Dezember 2025, ihre jährliche Mitgliederversammlung in der Zeche Zollverein in Essen. Als Gemeinschaftsorganisation vertritt die FOSTA die Interessen der Stahlindustrie in der Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Anwendungsforschung zusammen mit den Anwendern für den Werkstoff Stahl und seiner unterschiedlichen Produktformen. Die Forschungsschwerpunkte der FOSTA umfassen ein breites Themenspektrum: Werkstoffverhalten, Bauwesen, Be- und Verarbeitung, Umwelt-, Verkehrs- und Schiffstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Simulation, Normung und Nachhaltigkeit. Dabei orientiert sich die Forschungsarbeit auch immer an der öffentlichen Diskussion. So sind Themen wie beispielsweise CO2-Reduzierung und Ressourceneffizienz für die FOSTA ebenfalls von Bedeutung.

Im Rahmen des Forschungsmanagements werden Anwendungen und Weiterentwicklungen für den Werkstoff Stahl kontinuierlich vorangebracht.

Neben der Bereitstellung der nötigen Finanzmittel für Forschungsvorhaben aus öffentlichen nationalen und europäischen Quellen sowie der Industrie, berät die FOSTA im Bereich der Ideenfindung. Darüber hinaus unterstützt sie bei der Bildung von passenden Konsortien für neue Forschungsprojekte, koordiniert die Projektbearbeitung mit den Forschungsstellen, führt mit den Industriepartnern im Projekt den begleitenden Ausschuss (PbA) durch und trägt zur Verbreitung der Forschungsergebnisse im Netzwerk von über 7.000 Fachleuten bei. Die FOSTA ist seit 1971 Mitglied der AIF.

Dr. Matthias Heider, Geschäftsführer der AIF, hielt einen von drei Impulsvorträgen mit dem Titel: „Ohne IGF kein starker Mittelstand: Warum angewandte Forschung über Deutschlands Zukunft mitentscheidet“ auf der Veranstaltung. Er erklärte an dem traditionsreichen Ort: „Wenn wir über die Zukunft unseres Wirtschaftsstandortes sprechen, dann reden wir ganz konkret darüber, wie stark unser Mittelstand in den kommenden Jahren sein wird. Noch nie war es für Unternehmen schwieriger – und gleichzeitig so wichtig – innovativ zu bleiben.“ Ferner beschrieb Heider die Bedeutung des Forschungsförderprogrammes Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und bezeichnet es als „eines der Schlüsselprogramme“. Er fasst dazu die Fakten zusammen: „Die IGF verbindet Wissen aus der Forschung mit den Fragestellungen der Unternehmen. Sie erschließt neue Technologien, neue Prozesse und neue Materialien – und macht sie für die Breite der Wirtschaft nutzbar. Sie ist offen, breit zugänglich und – wie der Name sagt – gemeinschaftlich. Und dieser Mechanismus ist im europäischen Kontext einzigartig.“

Zahlreiche Pitches zu überaus unterschiedlichen Forschungsprojekten aus dem Stahlsektor bestimmten den Vormittag der Mitgliederversammlung. Dabei ging es um Themen wie den Stahleinsatz in Elektrofahrzeugen, Verbindungen mit großen Schrauben in der Windenergie, energie- und kosteneffiziente Gebäudehüllen in der Stahlleichtbauweise, intelligentes Profilieren hochfester Stähle, Fertigung von Bipolarplatten sowie um Kreislaufwirtschaft und additive Fertigung, modulare und ressourceneffiziente Eisenbahnverbundbrücken, ultrahochfesten Stahl im Kranbau bis hin zu modernen Schweißprozessen mit Aspekten der LME-Vermeidung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Ferner wurden der Rechenschaftsbericht und die Haushaltsplanungen der FOSTA für 2026 vorgelegt und besprochen sowie Vorstandwahlen abgehalten.

Foto: © FOSTA

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