AIF: Das ZIM muss offen bleiben!

Thomas Reiche
Köln, 16. Juli 2026. „Der aktuelle Antragsstopp für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) bremst Innovationen aus dem Mittelstand in dieser wirtschaftlich angespannten Situation aus. Das ZIM gilt als das Flaggschiff unter den Förderprogrammen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Es stellt schnelle Forschungsergebnisse mit nachhaltiger Wirkung sicher. Das ZIM muss offen bleiben“, fordert der Vorstand der AIF – Allianz für Industrie und Forschung, Thomas Reiche. Die AIF stehe zur Verfügung, um gemeinsam eine Lösung zugunsten des forschenden Mittelstandes zu finden.
Ein Euro Förderung sorgt für knapp drei Euro Forschung
Der Bundeshaushalt 2026 stellte rund 558 Millionen Euro für das ZIM und das Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) zur Verfügung. Das ZIM ist ein Förderprogramm des
Bundeswirtschaftsministeriums, das „kreative Unternehmen bei der Realisierung guter Ideen mit passgenauen Fördermöglichkeiten“ unterstützt, heißt es auf der BMWE-Website. Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen; gefördert werden aber auch mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen wie Universitäten und Hochschulen. Das Programm ist branchen- und technologieoffen.
„Eine umfassende Evaluation bestätigte vor etwa 24 Monaten die enorme Wirkung des Programms zur Stärkung der Innovationskraft von Unternehmen. Insbesondere die Arbeit der ZIM-Projektträger bezüglich Beratung der Unternehmen und Forschungseinrichtungen vor der Antragstellung und der Begleitung der Innovationsvorhaben in allen Phasen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts wurde hier positiv hervorgehoben“, erinnert der AIF-Vorstand. Die AiF Projekt GmbH, ein Tochterunternehmen des AIF e. V., ist beliehener Projektträger für die Projektform FuE-Kooperationsprojekte sowie für Internationale Kooperationen im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des BMWE. Gleichzeitig weist Thomas Reiche auf den Hebeleffekt hin, der in dieser Evaluation mit ca. 1,9 beziffert wurde: „Das heißt: Pro einen Euro an Fördermitteln geben die Unternehmen 1,90 Euro zusätzlich für Forschung und Entwicklung aus.“
Antragsstopp bis Anfang 2027 geplant
Eine Aufhebung des befristeten Antragsstopps wird laut BMWE für Anfang 2027 angestrebt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter dem ehemaligen Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck verhängte schon einmal, am 7. Oktober 2021, einen ZIM-Antragsstopp – von insgesamt zehn Monaten – bis zum 3. August 2022. „Die Spuren waren noch nicht ganz aufgeholt“, mahnt Thomas Reiche.
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