„Erneuerbare“ auf der Straße

Kategorien: News AIFPublished On: 28. April 2026
FGSV-Mitarbeiter mit Broschüren

FGSV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sind stolz auf die erstellten Regelwerke

28.4.2026 – Erneuerbare Energien und Straßeninfrastruktur wachsen zusammen: Photovoltaik-Anlagen im Straßenseitenraum, PV-Überdachungen, Ladeinfrastruktur und netzdienliches Energiemanagement verursachen neue technische und rechtliche Anforderungen. Gleichzeitig entwickeln sich daraus neue Handlungsgebiete für Straßenplanung, -bau und -betrieb.

Das 3. Kolloquium „Straßeninfrastruktur und erneuerbare Energien“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV) fand am 15. und 16. April 2026 im bayerischen Garching statt und bot zwei Tage fachlichen Austausch mit Beiträgen aus Verwaltung, Wissenschaft und Praxis. Die über 100-jährige Forschungsgesellschaft ist seit 1980 Mitglied der AIF.

„Recht und Innovation“, „Erzeugung und Verbrauch“ sowie „Ladeinfrastruktur und Energiemanagement“ gehörten zu den Programmschwerpunkten des diesjährigen FGSV-Kolloquiums. Dabei ging es insbesondere um die

Blendwirkung und ökologische Optimierung von und die Straßenüberdachung mit PV-Anlagen, um rechtliche Aspekte zu Ladeinfrastruktur und Wasserstoff oder um Batteriewechselsysteme für eLkw bis hin zu aktuellen Entwicklungen der Autobahn GmbH. Exkursionen, unter anderem zum Münchener Flughafen, waren ebenfalls Teil der Fachveranstaltung.

Nachhaltigkeit: Fortgeschriebenes Regelwerk für den Asphaltstraßenbau vorgestellt

Nachhaltigkeit stand auch im Fokus der FGSV-Veranstaltung zur Einführung der neuen Ausgaben 2026 der „Technischen Lieferbedingungen für Asphaltmischgut und für den Bau von Verkehrsflächenbefestigungen“ (TL Asphalt-StB und ZTV Asphalt-StB) am 23. April 2026 in Köln. „Damit liegt für den Asphaltstraßenbau ein umfassend fortgeschriebenes Regelwerk vor, das aktuelle Anforderungen aus Arbeitsschutz, Baupraxis, Qualitätssicherung und insbesondere Nachhaltigkeit aufgreift“, heißt es von der AIF-Forschungsvereinigung. Hinter diesen Veröffentlichungen stecke ein langer, anspruchsvoller Prozess: „elf Jahre intensive Regelarbeit, unzählige fachliche Diskussionen, Abstimmungen, Überarbeitungen und immer wieder neue Rückmeldungen und Kommentare, die geprüft, eingeordnet und eingearbeitet werden mussten – eine gemeinsame Facharbeit“.

In der Neufassung erhalten die temperaturabgesenkte Herstellung und der ebenfalls temperaturabgesenkten Einbau von Asphaltmischgut eine besondere Bedeutung. Diese Regelungen stärken den Arbeitsschutz und leisten zugleich – ebenso wie die Wiederverwendung von Ausbauasphalt – einen wesentlichen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Asphaltbauweise. Fast 400 Expertinnen und Experten folgten der FGSV-Einladung ins Kölner Maternushaus.

Foto: © FGSV

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