Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik

Kategorien: News AIFPublished On: 20. Januar 2026
Auftragen von Klebstoff auf Autoteile

20.1.2026 – Das 26. Kolloquium für Klebtechnik findet am 10. und 11. Februar 2026 traditionell im Maternushaus in Köln statt.

Die DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und die drei AIF-Mitglieder Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. – FOSTA, die Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS und der Internationale Verein für Technische Holzfragen e.V. – iVTH schlossen sich zum Gemeinschaftsausschuss Klebtechnik (GAK) zusammen und sind Veranstalter des jährlichen Fachtreffens. Sie bieten mit dem Kolloquium seit mehr als zwei Jahrzehnten Wissenschaftlern, Entwicklern, Herstellern und Anwendern ein Forum mit Präsentationen von Klebstoffherstellern, mit Vorträgen über Projekte der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) sowie ein umfassendes Bild vom aktuellen Stand in Forschung und Anwendung.

Der AIF-Geschäftsführer Dr. Matthias Heider wird ein Grußwort mit Bezug auf das kooperative Forschungsengagement in der Branche und die besondere Bedeutung der Forschungsvereinigungen für die deutsche Wirtschaft auf dem Kolloquium halten.

Schlüsseltechnologie moderner Fertigungs- und Konstruktionsprozesse

„Die Klebtechnik zählt heute zu den Schlüsseltechnologien moderner Fertigungs- und Konstruktionsprozesse. Ob in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, in der Elektronik oder im Bauwesen – innovative Fügeverfahren ermöglichen nicht nur leistungsfähige und langlebige Produkte, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag zu Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Energiewende. Die im Kolloquium vorgestellte Bandbreite an Anwendungsfällen der Klebtechnik zeigt, wie eng Forschung und industrielle Praxis miteinander verflochten sein müssen, um die komplexen Fragestellungen in der Klebtechnik zu beantworten“, erklärt Wolfgang Wittwer, Vorsitzender des Gemeinschaftsausschusses Klebtechnik. Gerade der enge Dialog zwischen Forschenden, Entwicklern und Anwendern ist es, der den besonderen Wert dieser Veranstaltung ausmacht. Das Kolloquium biete hierfür eine einmalige Plattform, wirbt Wittwer weiter.

Von IGF-Projektergebnissen bis „Kleben im Weltraum“

Das vielfältige Programm bietet die Präsentation von Forschungsergebnissen aus laufenden und abgeschlossenen IGF-Projekten sowie praxisnahe Erfahrungsberichte, die auf dem Kolloquium diskutiert werden. Die thematischen Schwerpunkte umfassen Simulation und Auslegung von Klebverbindungen, innovative Anwendungen in der Fertigung und im Fahrzeugbau, nachhaltige Klebtechnik sowie moderne Oberflächenvorbehandlung. Darüber hinaus werden besondere Einblicke in zukunftsweisende Forschungsansätze – von „Kleben im Weltraum“ über „Debonding on Demand“ bis hin zu biobasierten Klebstoffen und Vitrimeren in Köln gegeben. Neben den Fachvorträgen und Kurzpräsentationen der Klebstoffhersteller bietet das Kolloquium zahlreiche Gelegenheiten zum Netzwerken und kollegialen Austausch unter anderem auch auf dem „Marktplatz der Klebtechnik“.

Ergänzendes Angebot am Vortag: Klebstoffanwender-Workshop

Einen Tag vor dem 26. Klebtechnik-Kolloquium, am 9. Februar 2026, bietet die DECHEMA zusätzlich einen Workshop für Klebstoffanwender mit dem Titel „Langzeitverhalten von Klebungen“ an. Der Workshop richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Ingenieurwesen, Materialwissenschaften, Entwicklung, Produktion und Qualitätssicherung, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten im Bereich der Klebtechnik erweitern möchten. Themen sind die Bedeutung der Lebensdauervorhersage als wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung in der Klebtechnik, Methoden und Techniken zur Ermittlung der Langzeit-/ Alterungsbeständigkeit von geklebten Verbindungen bis hin zu Fallstudien und Anwendungsbeispiele aus der industriellen Praxis.

Mehr Informationen zum Programm, zur Ausstellung und Anmeldung finden Sie hier.

Foto: © Canva, Jenson von Getty Images

zurück