Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik feiert 50. Jubiläum

Kategorien: News AIFPublished On: 11. Mai 2026
Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper, Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut, Prof. Dr. Matthias Bauer; (c) Uni Paderborn, Felix Thielemann

Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper, Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut, Prof. Dr. Matthias Bauer (v.l.)

11.5.2026 – Das Laboratorium für Werkstoff‑ und Fügetechnik (LWF) der Universität Paderborn blickt 2026 auf ein halbes Jahrhundert Forschung, Lehre und Technologietransfer zurück. Am 8. Mai 2026 wurde das Jubiläum mit einer Festveranstaltung mit über 300 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Forschung und Wirtschaft, darunter auch der Geschäftsführer der AIF Dr. Matthias Heider, gefeiert.

Breites Branchenpektrum der Produktentwicklungen

Gegründet wurde das LWF 1976 durch Prof. Dr.-Ing. Ortwin Hahn. Seitdem engagiert es sich als national wie international anerkannte Forschungseinrichtung für die Entwicklung innovativer Werkstoff- und Fügetechniken, die Ausbildung junger Talente sowie den intensiven Austausch mit Partnerinnen und Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Das LWF arbeitet eng mit Unternehmen und Förderorganisationen zusammen und bringt grundlagenorientierte und anwendungsrelevante Ergebnisse

hervor. „Wir sind sehr stolz, dass unsere Arbeiten in den zurückliegenden 50 Jahren Eingang in zahlreiche Produktentwicklungen der Verkehrstechnik, des allgemeinen Maschinenbaus, der Anlagentechnik und des Bauwesens gefunden haben“, betont LWF-Leiter Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut von der Fakultät für Maschinenbau.

„Im Namen der Universität und des Präsidiums gratuliere ich herzlich zu diesem Jubiläum. Seit 50 Jahren ist das LWF nun schon ein bedeutender Teil der Universität Paderborn und dient mit seinen zahlreichen Projekten nicht nur als Aushängeschild, sondern leistet mit seinen Lehrveranstaltungen und innovativen Ideen auch einen bedeutenden wissenschaftlichen Beitrag“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Matthias Bauer, der gemeinsam mit dem Dekan der Fakultät für Maschinenbau Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper zu Beginn einige Grußworte sprach.

Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft schafft Innovationen

Zu den geladenen Referentinnen und Referenten gehörte auch Dr. Matthias Heider. „Vielleicht gibt es kaum ein besseres Sinnbild dafür als die Fügetechnik selbst: Sie verbindet Materialien. Das LWF verbindet darüber hinaus Wissenschaft und Wirtschaft, Idee und Umsetzung, Forschung und Praxis“, beschrieb er das LWF anlässlich seines Jubiläums. Darüber hinaus hob Heider den Wert der besonderen Praxisnähe hervor: „Innovationen vor allem dort, wo Wirtschaft und Wissenschaft langfristig zusammenarbeiten. Genau darin liegt eine besondere Stärke der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).“ Hier erinnerte Heider, dass Prof. Meschut ebenfalls innerhalb eines IGF-Projektes promoviert hatte.

Unter dem Dach der AIF werden die Forschungsvereinigungen als unverzichtbare Akteure in der deutschen Innovationslandschaft sichtbar und adressierbar. Sie schaffen, so Heider, dauerhafte Strukturen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Sie sorgen dafür, dass Forschungsbedarfe aus der industriellen Praxis aufgenommen werden. Sie helfen dabei, dass wissenschaftliche Erkenntnisse ihren Weg in die industrielle Anwendung finden – gerade auch in mittelständischen Unternehmen.

Genau dafür setze sich die AIF ein: für stabile Industrieforschungsprogramme, moderne Förderbedingungen und weniger bürokratische Lasten. „Wer die industrielle Gemeinschaftsforschung stärken will, muss auch die Strukturen stärken, in denen sie stattfindet“, erklärte Heider abschließend.

Die Festveranstaltung wurde von einer Exponate-Ausstellung des LWF und beteiligter Firmen begleitet. Hier konnten sich die Gäste verschiedene Bauteile aus der Produktion oder Autokarosserien anschauen.

Foto: © Universität Paderborn, Felix Thielemann

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