„Mit den Werkzeugmachern beginnt die Industrie.“

Kategorien: News AIFPublished On: 24. April 2026

Dr. Matthias Heider

24.4.2026 – Starke Impulse, klare Signale und eine rundum positive Stimmung erlebten die Mitglieder des Verbandes Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V. (VDWF) auf dessen 33. Jahreshauptversammlung am 23. April 2026 im thüringischen Seebach. Die Mitgliederversammlung fand bei dem deutsch-japanischen Hersteller von Bearbeitungszentren und Konzern DMG MORI statt.

Das Hauptanliegen des VDWF ist die Stärkung des deutschen Werkzeug- und Formenbaus. Vorrangig kleine und mittelständische Unternehmen werden seit der Gründung des Verbands 1992 tatkräftig unterstützt und für gemeinsame künftige Aufgaben gestärkt. „Der Werkzeug- und Formenbau darf sicherlich zu den Schlüsselindustrien in Deutschland gezählt werden. Er ermöglicht unter anderem mit seinen Unikaten die serielle Produktion von Industriegütern“, erklärt VDWF-Vorstandsvorsitzender Professor Thomas Seul.

Die Forschungsgemeinschaft Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V. – FDWF wurde von dem VDWF 2021 gegründet, um die Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten des Werkzeug-, Formen- und Schnittebaus voranzutreiben und zu fördern. Die FDWF ist seit fünf Jahren Mitglied der AIF.

Bessere Rahmenbedingungen für Gemeinschaftsforschung

Dr. Matthias Heider, Geschäftsführer der AIF, betonte in seiner Keynote auf der diesjährigen VDWF-Hauptversammlung: „Mit den Werkzeugmachern beginnt Industrie.“ Vieles, was später als Innovation sichtbar wird, starte hier: in der Präzision, im Detail und in der Fähigkeit, Materialien und Prozesse auf höchstem Niveau zu beherrschen. „Die Leistungen sind oft nicht unmittelbar sichtbar – aber unverzichtbar. Denn industrielle Produktion beginnt nicht erst am Band – sie beginnt im Werkzeug.“

Die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF), die von den AIF-Forschungsvereinigungen und ihren mittelständisch geprägten Mitgliedsunternehmen umgesetzt wird, stellte Heider in den Mittelpunkt seiner Keynote: „Die IGF verbindet betriebliche Bedarfe mit wissenschaftlicher Kompetenz und richtet Forschung konsequent auf Anwendung aus.“ Damit die Industrielle Gemeinschaftsforschung ihre volle Wirkung erzielen kann, brauche sie zeitgemäße Rahmenbedingungen, fordert der AIF-Geschäftsführer. Forschung und Transfer scheiterten selten am fehlenden Engagement der Beteiligten, sondern häufig an zu komplexen Verfahren und langen Entscheidungswegen.

Eine starke Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt

Mittelständler sind die Macher in der deutschen Wirtschaft – das bewies sich auch wieder auf der VDWF-Jahreshauptversammlung. Die Verbandsmitglieder beschrieben, dass die Veranstaltung von Offenheit, Austausch und vor allem von einem klaren Blick nach vorn, zukunftsgerichtet und lösungsorientiert geprägt war. „Eine starke Gemeinschaft, die Verantwortung übernimmt und gemeinsam nach vorne denkt“, fasste Torsten Kersting, Leiter Werkzeugbau bei der Craemer GmbH und VDWF-Mitglied, zusammen. Gemeinsames Engagement und eben auch Gemeinschaftsforschung sind zwei der Schlüssel, um den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen wirkungsvoll zu begegnen. So beschloss der selbsternannte „hoffnungslose Optimist“ Seul die Hauptversammlung mit der Botschaft: „Bleiben Sie bitte zuverlässig zuversichtlich!“

Foto: © VDWF, Fabian Diehr, Wort und Form

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