AIF-Mitgliederversammlung: „Wir brauchen diese politische Stimme“

Kategorien: News AIFPublished On: 10. September 2026
AIF-Präsidiumsmitglieder Johannes Diebel, Dr. Peter Dültgen, Jens Jerzembeck und Thomas Reiche (v.l.), MdB Dr. Klaus Wiener und AIF-Geschäftsführer Dr. Matthias Heider (r.), © AIF

Johannes Diebel, Dr. Peter Dültgen, Jens Jerzembeck, Thomas Reiche, MdB Dr. Klaus Wiener, Dr. Matthias Heider (v.l.)

10.9.2026 – Die politische Arbeit der AIF zugunsten der Innovationskraft des deutschen Mittelstandes war ein Schwerpunktthema auf der 73. Mitgliederversammlung der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e.V. am 9. September 2026 in der NRW-Landesvertretung in Berlin. Vertreterinnen und Vertreter der AIF-Forschungsvereinigungen hoben hervor: „Die AIF ist eine wertvolle Einrichtung – wir brauchen diese politische Stimme.“

 

Die AIF-Mitglieder, Forschungsvereinigungen nahezu aller Branchen, sind das Betriebssystem der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Die IGF ist ein europaweit einzigartiges, erfolgreiches und für die deutsche Wirtschaft seit Jahrzehnten sehr effektives Forschungsförderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE).

 

MdB Dr. Klaus Wiener: AIF ist wichtiger Partner für den Mittelstand

In seinem Gastvortrag auf der AIF-Veranstaltung tritt Dr. Klaus Wiener, Mitglied der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Obmann im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und Mitglied im Finanzausschuss, dafür ein, dass die IGF und das Zentrale Innovationprogramm Mittelstand (ZIM) sachgerecht ausgestattet werden. Am Vortrag fand die erste Lesung zum Bundeshaushaltsgesetz 2027, insbesondere zum BMWE-Etat (Einzelplan 09), statt. Dort bewertete er Kürzungen bei Forschungs- und Entwicklungsprogrammen für den Mittelstand kritisch. IGF und ZIM schätzt er als bewährte Instrumente ein, mit denen kleine und mittlere Unternehmen Zugang zu praxisorientierter Forschung erhalten. Seine zentrale Sorge seien auch die privaten Unternehmensinvestitionen, die seit 2024 um sechs Prozent im Minus lägen.

Bezugnehmend auf seine Gastgeber erklärt Wiener: „Die Forschungsvereinigungen der AIF leisten einen unverzichtbaren Beitrag dafür, dass aus guten Ideen konkrete Innovationen und damit neue Wertschöpfung in Deutschland entstehen. Mit ihrem branchenübergreifenden und technologieoffenen Netzwerk ist sie ein wichtiger Impulsgeber für die Innovationskraft unseres Wirtschaftsstandortes. Die AIF-Mitglieder zeigen eindrucksvoll, wie erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft funktionieren kann: anwendungsnah, mittelstandsorientiert und mit einem klaren Blick auf die Zukunft.“

Bessere Ausstattung der Förderprogramme und Stärkung der Forschungsvereinigung

Ziel der AIF ist der Ausbau der Industrie- und mittelständischen Forschung und eine bessere Ausstattung der Forschungsförderprogramme. Angesichts der aktuellen Haushaltsverhandlungen im Deutschen Bundestag stehen die Abwendung einer bisher geplanten Mittelreduktion für die IGF und das ZIM und eine Entbürokratisierung der Programme absolut im Vordergrund. Die Stärkung und Sichtbarkeit der AIF-Forschungsvereinigungen als Innovationskatalysatoren stehen weiterhin im Fokus.

Das Präsidium der AIF, Johannes Diebel, Dr. Peter Dültgen, Jens Jerzembeck und Thomas Reiche, und der Geschäftsführer der AIF, Dr. Matthias Heider, erinnern an die AIF-Forderung: „Eine Milliarde Euro für die Industrieforschung – 600 Millionen Euro für das ZIM, 300 Millionen Euro für die IGF und 100 Millionen Euro für INNO-KOM – ist bestens investiertes Geld, das in Form von Innovationen, neuen Geschäftsmodellen, zusätzlichen Arbeitsplätzen und höherem Steueraufkommen wieder zurückfließt.“

Foto: © AIF

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