DASt

Deutscher Ausschuss für Stahlbau

Zweck des Deutschen Ausschusses für Stahlbau DASt ist die Förderung des technischen Fortschrittes des Stahlbaues in Wissenschaft, Forschung und Normung.

Geschäftsführer Dipl.-Ing. Gregor Machura spricht über die Bedeutung und den Nutzen von Forschung.

Interview mit Dipl.-Ing. Gregor Machura

Herr Machura, wie kann die Öffentlichkeit die Bedeutung und den Nutzen von Forschung besser verstehen und schätzen?

Indem wir zeigen, wer eigentlich unsere Zukunft baut. Konstruktive Ingenieurinnen und Ingenieure bilden die Grundlage jeder Bauleistung. Ohne ihre Expertise entstehen keine tragfähigen Lösungen, keine effizienten Strukturen und keine nachhaltigen Bauwerke. Genau diese Leistung ist in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig sichtbar, und das in einer Zeit, in der die Herausforderungen im Bauwesen größer, komplexer und dringlicher werden. Forschung wird dann greifbar, wenn sie erzählt, was sie für den Alltag der Menschen leistet. Brücken, die sicher bleiben, Bestände, die ertüchtigt werden, Infrastrukturen, die auch unter extremen Bedingungen standhalten. Wenn junge Forschende wie beim DASt-Forschungskolloquium zeigen, dass ihre Arbeit unmittelbar in solche Aufgaben einfließt, versteht die Öffentlichkeit schnell, warum Forschung eine Investition in die eigene Zukunft ist. Diese Sichtbarkeit ist zugleich der wichtigste Hebel, um wieder mehr junge Menschen für das konstruktive Ingenieurwesen zu begeistern.

Zitat Gregor Machura

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der Forschung von morgen und wo sehen Sie den Menschen dabei?

KI eröffnet uns, ohne Zweifel, neue Möglichkeiten. Sie kann Prozesse vereinfachen, Planungen unterstützen und die Auswertung großer Messdatenmengen erheblich beschleunigen. Entscheidend ist für uns aber die Reihenfolge. Die Zukunft funktioniert nur dann, wenn Menschen forschen und sich dabei von der KI unterstützen lassen, nicht umgekehrt. Kreativität, Verantwortung und die Fähigkeit, Lösungen im Kontext zu entwickeln, sind und bleiben menschliche Kompetenzen. Die Forschungsfrage, die Hypothese und die ingenieurmäßige Bewertung ersetzt kein Algorithmus. Ohne Ingenieurinnen und Ingenieure würde unsere gebaute Umwelt ihre Vielfalt verlieren, Bauwerke wären funktional, aber austauschbar. KI ist ein Werkzeug, das Freiräume schafft, damit sich Forschende auf das konzentrieren können, was Konstruktion im Kern ausmacht. Sie ist Ausdruck von Haltung, von Wissen und von kulturellem Anspruch. Genau diese Haltung wollen wir als DASt in den kommenden Jahren zu einem Schwerpunkt machen. Gerade weil KI Routinen übernimmt, wird der Mensch dahinter wichtiger, nicht unwichtiger. Das ist auch die Botschaft an den Nachwuchs, den unsere Branche so dringend braucht.

Was motiviert Sie persönlich in Ihrer Arbeit bei der Forschungsvereinigung DASt?

Mich motivieren die Menschen hinter der Forschung, und zwar umso mehr, als das konstruktive Ingenieurwesen an Nachwuchs verliert. Studiengänge verzeichnen rückläufige Zahlen, der Beruf verliert an Sichtbarkeit, während die Anforderungen an Planung, Konstruktion und Umsetzung weiter steigen. Das DASt-Forschungskolloquium steht für das Gegenteil dieses Stillstands. Es zeigt jedes Jahr, mit welcher thematischen Breite und Tiefe junge Ingenieurinnen und Ingenieure an den Anforderungen des Bauens von morgen arbeiten, von additiv gefertigten Stahlbauteilen über den Schutz kritischer Infrastrukturen bis zur Bewertung von Bestandsbrücken. Diesen Talenten eine Plattform zu bieten und sie gezielt zu fördern, ist mir ein persönliches Anliegen, denn mit jedem fehlenden Jahrgang sinkt langfristig die Resilienz unserer gebauten Umwelt. Der Stahlbau lebt nicht nur von Erfahrung, sondern ebenso von neuen Perspektiven, die Forschung, Gestaltung und Konstruktion zusammenführen. Daran mitzuwirken und sichtbar zu machen, wie viel Innovationskraft in dieser Disziplin steckt, ist für mich der schönste Teil dieser Arbeit. Es liegt an uns allen, daraus mehr zu machen als nur gute Diskussionen.

Zitat Gregor Machura

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz in der Forschung von morgen und wo sehen Sie den Menschen dabei?

KI eröffnet uns, ohne Zweifel, neue Möglichkeiten. Sie kann Prozesse vereinfachen, Planungen unterstützen und die Auswertung großer Messdatenmengen erheblich beschleunigen. Entscheidend ist für uns aber die Reihenfolge. Die Zukunft funktioniert nur dann, wenn Menschen forschen und sich dabei von der KI unterstützen lassen, nicht umgekehrt. Kreativität, Verantwortung und die Fähigkeit, Lösungen im Kontext zu entwickeln, sind und bleiben menschliche Kompetenzen. Die Forschungsfrage, die Hypothese und die ingenieurmäßige Bewertung ersetzt kein Algorithmus. Ohne Ingenieurinnen und Ingenieure würde unsere gebaute Umwelt ihre Vielfalt verlieren, Bauwerke wären funktional, aber austauschbar. KI ist ein Werkzeug, das Freiräume schafft, damit sich Forschende auf das konzentrieren können, was Konstruktion im Kern ausmacht. Sie ist Ausdruck von Haltung, von Wissen und von kulturellem Anspruch. Genau diese Haltung wollen wir als DASt in den kommenden Jahren zu einem Schwerpunkt machen. Gerade weil KI Routinen übernimmt, wird der Mensch dahinter wichtiger, nicht unwichtiger. Das ist auch die Botschaft an den Nachwuchs, den unsere Branche so dringend braucht.

Was motiviert Sie persönlich in Ihrer Arbeit bei der Forschungsvereinigung DASt?

Mich motivieren die Menschen hinter der Forschung, und zwar umso mehr, als das konstruktive Ingenieurwesen an Nachwuchs verliert. Studiengänge verzeichnen rückläufige Zahlen, der Beruf verliert an Sichtbarkeit, während die Anforderungen an Planung, Konstruktion und Umsetzung weiter steigen. Das DASt-Forschungskolloquium steht für das Gegenteil dieses Stillstands. Es zeigt jedes Jahr, mit welcher thematischen Breite und Tiefe junge Ingenieurinnen und Ingenieure an den Anforderungen des Bauens von morgen arbeiten, von additiv gefertigten Stahlbauteilen über den Schutz kritischer Infrastrukturen bis zur Bewertung von Bestandsbrücken. Diesen Talenten eine Plattform zu bieten und sie gezielt zu fördern, ist mir ein persönliches Anliegen, denn mit jedem fehlenden Jahrgang sinkt langfristig die Resilienz unserer gebauten Umwelt. Der Stahlbau lebt nicht nur von Erfahrung, sondern ebenso von neuen Perspektiven, die Forschung, Gestaltung und Konstruktion zusammenführen. Daran mitzuwirken und sichtbar zu machen, wie viel Innovationskraft in dieser Disziplin steckt, ist für mich der schönste Teil dieser Arbeit. Es liegt an uns allen, daraus mehr zu machen als nur gute Diskussionen.