DGMK: Carl-Zerbe-Preis 2026 vergeben

Dr. Gesa Netzeband, Dr. Patrick Schühle, Tilmann Bechthold (v.)
15.10.2026 – Dr. Patrick Schühle ist seit 14. Oktober der Carl-Zerbe-Preisträger 2026. Der Förderpreis für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler wird jährlich von der DGMK – Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für nachhaltige Energieträger, Mobilität und Kohlenstoffkreisläufe e. V. verliehen. Die DGMK ist seit 52 Jahren Mitglied der AIF.
Der deutsche Chemiker und Erdölforscher und Namensgeber des Nachwuchsförderpreises Carl Zerbe (1894 – 1985) hatte frühzeitig die Notwendigkeit und den Wert des Informations- und Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit zwischen Fachkolleginnen und -kollegen erkannt. Er gehörte zu den engagierten Mitbegründern der DGMK (1947), des Fachausschusses Mineralöl- und Brennstoffnormung (1949), des Koordinierungsausschusses für Forschungsarbeiten der DGMK (1958) und prägte die Arbeit aller drei Organisationen in entscheidendem Maße.
Tilman Bechthold, Vorsitzender des DGMK-Fachbereiches „Konversion von Kohlenstoffträgern“, hob in seiner Laudatio die herausragende wissenschaftliche Arbeit in den Bereichen Katalyse, chemische Reaktionstechnik sowie nachhaltige Kohlenstoffträger und Wasserstoff-Technologien von Dr. Patrick Schühle hervor. Die DGMK-Geschäftsführerin Dr. Gesa Netzeband gratulierte dem Preisträger ebenfalls und würdigte sein wissenschaftliches Engagement. Wenige Tage zuvor stellte Schühle seine Arbeit in einem Vortrag auf der DGMK/ÖGEW/SCI-Konferenz in Essen vor.
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Preisträger sind verpflichtet, über ihre Arbeiten während einer DGMK-Veranstaltung zu berichten. Die Vorträge werden in der Fachzeitschrift EEK TECHNOLOGIE & TRANSFORMATION VON FOSSILEN UND GRÜNEN ENERGIETRÄGERN, dem Organ der DGMK, veröffentlicht.
Seit Mai 2026 leitet Dr. Patrick Schühle in Nebentätigkeit die Abteilung für Reaktionstechnik am Institute for a sustainable Hydrogen Economy (IHE) des Forschungszentrums Jülich. Seine Forschung konzentriert sich auf chemische Wasserstoffspeicherung und alternative Energieträger, insbesondere C1-Verbindungen und deren Derivate wie Dimethylether (DME), Ameisensäure und Methanol.
Darüber hinaus führt er seit 2021 eine Forschungsgruppe im Bereich „Katalytische Systeme für die chemische Energiespeicherung“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, an der er 2021 auch mit Auszeichnung zur CO₂-Hydrierung zu Methanol promovierte.
Foto: © Volker Stephan



