Gipfel für Forschung und Innovation 2026

Kategorien: News AIFPublished On: 29. Juni 2026
MdB Holger Mann, Andrea Frank, MdB Florian Müller auf der Bühne im Allianz-Forum Berlin mit Publikum, © AIF

MdB Holger Mann, Andrea Frank, Stifterverband, MdB Florian Müller (v.l.)

29.6.2026 – „Deutschland und Europa verfügen über eine starke Forschungs- und Innovationsbasis. Jetzt müssen wir entschlossen und gemeinsam die Hightech Agenda Deutschland (HTAD) umsetzen und unsere Chancen konsequent nutzen“, betonte die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär auf dem Gipfel für Forschung und Innovation 2026 am 25. Juni in Berlin. Weiter erklärte sie: „Mit der Hightech Agenda Deutschland verfolgen wir das klare Ziel, unsere wissenschaftliche Exzellenz stärker in Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität zu übersetzen. Wenn wir Vertrauen in unsere Stärken setzen und alle bei der Umsetzung mitziehen, wird uns das auch gelingen. Wir haben jetzt ein echtes Momentum für mehr Technologie und Innovation in unserem Land, das wir nutzen müssen“.

Unter dem Motto „Mehr wagen. Schneller werden. Wie Deutschland und Europa technologisch vorangehen“ – kamen führende Persönlichkeiten aus

Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen, um zentrale Herausforderungen und zielorientiert Lösungsansätze für ein leistungsfähiges Innovationssystem zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Deutschland und Europa ihre wissenschaftliche Stärke schneller in Wertschöpfung, technologische Handlungsfähigkeit und konkrete Lösungen übersetzen können. Veranstalter des Gipfels sind der Stifterverband, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) sowie die VolkswagenStiftung.

AIF: Gemeinschaftsforschung als bewährter Innovationstreiber

Thomas Reiche, Vorstand der AIF, Mitglied im Kuratorium des Stifterverbandes und Geschäftsführer des FEhS – Instituts für Baustoff-Forschung e.V., tauschte sich auf dem Gipfel mit Vertretern der angewandten Forschung und der Bundespolitik aus. Dabei hob er die Wirkung der Forschungsförderprogramme aus dem Bundeswirtschaftsministerium, darunter die Industrielle Gemeinschaftsforschung und das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand, im Zusammenhang mit der Umsetzung der Hightech Agenda Deutschland hervor. Sie seien erfolgreiche Instrumente, die Innovationen schnell und bedarfsgerecht in den Markt zu bringen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland zu sichern.

Als besondere Herausforderung wurde auf dem Gipfel der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft benannt. Unterschiedliche Anreizsysteme, Zeithorizonte und Erfolgskriterien erschweren häufig die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Innovationen. Entscheidend seien daher ein professionelles Schnittstellenmanagement, geeignete Finanzierungsinstrumente sowie starke Kooperations- und Managementstrukturen. Die AIF und ihre Forschungsvereinigungen verfügen auf diesem Gebiet über jahrzehntelange Erfahrung. Sie vernetzen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, koordinieren gemeinsame Forschungsaktivitäten und unterstützen den nachhaltigen Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen.

Hightech Agenda Deutschland erfolgreich orchestrieren

Ein zentrales Fazit des Gipfels lautete: Die strategischen Grundlagen für die Hightech Agenda Deutschland sind gelegt – unter anderem durch die erarbeiteten Roadmaps. Nun kommt es auf eine wirksame Orchestrierung der Maßnahmen an. Diskutiert wurden außerdem Rahmenbedingungen, die risikoreiche Investitionen sowohl für forschende Unternehmen als auch für technologieorientierte Gründungen attraktiver machen. Ziel ist es, den Transfer von Forschungsergebnissen in erfolgreiche Produkte und Geschäftsmodelle weiter zu beschleunigen.

Der Gipfel für Forschung und Innovation findet jährlich statt und gibt Impulse für die Weiterentwicklung des deutschen Forschungs- und Innovationssystems. Als interdisziplinäres Forum fördert er den Austausch und die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und liefert Orientierung für strategische Entscheidungen.

Foto: © AIF

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