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AiF-Präsident: Industrielle Gemeinschaftsforschung braucht Perspektive für dynamischen Budgetaufwuchs statt einer Kürzung der Mittel!

AiF-Präsident Prof. Dr. Sebastian Bauer

„Wir stehen aktuell vor gewaltigen ökonomischen, ökologischen und technologischen Herausforderungen, die nur mit zusätzlichen Erfolgen in Forschung und Innovation zu bewältigen sein werden“, betont Prof. Dr. Sebastian Bauer, Präsident der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V.

„Die angestoßenen Transformationsprozesse, beispielsweise beim Klimaschutz und bei der Digitalisierung, sowie die anstehende Tilgung der Neuverschuldung im Kontext der Corona-Pandemie erfordern jetzt Impulse, die zu einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und damit zu größeren Wachstumsraten und höherem Steueraufkommen führen müssen“, erklärt Bauer. Vor diesem Hintergrund sei es begrüßenswert, dass mehrere Parteien in ihren Wahlprogrammen für die Bundestagswahl 2021 eine Stärkung der technologieoffenen Forschungsförderung vorsähen.

„Nicht nachvollziehbar ist deswegen, dass gemäß Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 gerade bei den Programmen der themen-, branchen- und technologieoffenen Projektförderung mit Fokus auf kleine und mittelständische Unternehmen, wie insbesondere der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), sogar eine Mittelkürzung geplant ist. Hier ist im Zuge der Beratungen des Bundeshaushaltsgesetzes für 2022 dringend nachzubessern“, fordert Bauer. Das Bundeskabinett hat am 23. Juni 2021 den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2022 beschlossen. Die darin für die IGF und das ZIM bislang vorgesehenen Budgets in Höhe von 180 Millionen Euro (200 Millionen Euro in 2021) beziehungsweise 560 Millionen Euro (635,5 Millionen Euro in 2021) müssten doch auf Werte oberhalb des aktuellen Niveaus angehoben werden, um die erforderlichen Impulse zur Sicherung von Wertschöpfung, Wachstum, Beschäftigung und Steueraufkommen generieren. Beide Programme werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Gleichzeitig wiederholte der AiF-Präsident seinen Vorschlag für eine „Innovationsoffensive Mittelstand“, die die Wertschätzung für die Leistungen des Mittelstandes unterstreichen und seine Innovationsfitness stärken soll. Analog zum „Pakt für Forschung und Innovation“ soll dabei ein jährlich dynamisierter Mittelaufwuchs für die mittelstandsorientierten Forschungsförderprogramme wie IGF und ZIM zugesagt werden, der allen Beteiligten im System Planbarkeit und Kontinuität gibt.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. ist das Forschungsnetzwerk für den deutschen Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als Dachverband von rund 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit mehr als 50.000 eingebundenen Unternehmen und über 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag, die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF als gemeinnütziger Verein organisiert die Industrielle Gemeinschaftsforschung und betreut über die AiF Projekt GmbH und die AiF F∙T∙K GmbH, ihre einhundertprozentigen Tochtergesellschaften, weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Im Jahr 2020 setzte die AiF über 548 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1954 lenkte sie 13 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in neue Entwicklungen und Innovationen und brachte 240.000 Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V. Forschungspolitik, Frauke Frodl, presse(at)aif(.)de, Telefon: +49 30 64475 215

Hier können Sie die Presseinformation als PDF downloaden.

Das Foto des AiF-Präsidenten Prof. Dr. Sebastian Bauer in druckfähiger Auflösung können Sie auf unserer Website downloaden.